Imagologie von Himmel und Hölle : zum Verhältnis von textueller und bildlicher Konstruktion imaginärer Räume

Wie Schrift und Bild im Verhältnis zur Imaginatio stehen, will ich untersuchen. Dabei kommt ein weiteres Verhältnis ins Spiel, nämlich das zum Körper. "Bilder denken" im Sinne von imagines agentes heißt nicht, bloße Vors
Wie Schrift und Bild im Verhältnis zur Imaginatio stehen, will ich untersuchen. Dabei kommt ein weiteres Verhältnis ins Spiel, nämlich das zum Körper. "Bilder denken" im Sinne von imagines agentes heißt nicht, bloße Vorstellungen von etwas ohne Gegenwart eines Gegenstandes im Kopf haben, wie Kant die Einbildungskraft im Unterschied zur Anschauung definiert. Agent, also aktiv, ergreifend, handlungsauslösend zu sein –: dies heißt mehr, nämlich daß Bilder inkorporiert werden und körperliche Erregungen, Veränderungen oder Handlungen auslösen. Das ist die Performanz der Bilder. Diese körperliche Spur der Bilder, ja, das Einspuren des Körpers durch Bilder ist die energischste Form, in der Erinnerungen inskribiert werden, und die energischste Form, in der Bilder zur Resonanz von Körpern und Körper zur Resonanz von Bildern werden können.
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Metadaten
Author:Hartmut Böhme
URN:urn:nbn:de:hebis:30-1125560
Document Type:Article
Language:German
Date of Publication (online):2009/04/07
Year of first Publication:2004
Publishing Institution:Univ.-Bibliothek Frankfurt am Main
Release Date:2009/04/07
SWD-Keyword:Eyck; Himmel <Motiv> ; Hölle <Motiv> ; Jan van; Körper <Motiv>
Source:http://www.culture.hu-berlin.de/hb/static/archiv/volltexte/texte/bilderdenken.html ; (in:) Barbara Naumann / Edgar Pankow : Bilder-Denken : Bildlichkeit und Argumentation - München, 2004, S. 19-45.
HeBIS PPN:214158004
Dewey Decimal Classification:800 Literatur und Rhetorik
Sammlungen:Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
Licence (German):License Logo Veröffentlichungsvertrag für Publikationen

$Rev: 11761 $