Meadow birds on organic and conventional arable farms in the Netherlands: abundance and nest success

Intensification of agriculture is mentioned to be the key drive behind the decline of farmland birds on grassland and on arable land. This raises the question whether a less intensive system, such as organic, can stop or
Intensification of agriculture is mentioned to be the key drive behind the decline of farmland birds on grassland and on arable land. This raises the question whether a less intensive system, such as organic, can stop or reverse these declines. The present study compares (1) the territory densities of meadow birds on organic and conventional arable farms, and (2) the nesting success of Lapwings (Vanellus vanellus) on both farm types. The study was carried out in Oostelijk Flevoland and Noordoostpolder, two polders reclaimed during the 1950s and 1930s respectively. Both areas are homogenous, large-scale, and mainly arable areas. In total 20 pairs of arable farms were selected, each pair consisting of one organic and one conventional farm. Both farms of a pair were selected in such a way that landscape features and soil type were equal for both. All organic farms have been managed organically for at least 5 years. Conventional farms grew relatively more potatoes, sugar beet and winter cereals, whereas organic farms had a more diverse cropping pattern with larger areas of spring cereals. In 2004 and 2005 territories were mapped on respectively 10 and 20 pairs of farms. In total 6 meadow bird species were found: Yellow Wagtail (Motacilla flava), Lapwing, Meadow Pipit (Anthus pratensis), Skylark (Alauda arvensis), Common Quail (Coturnix coturnix), and Oystercatcher (Haematopus ostralegus). In both years Skylarks were more abundant on organic farms. The same held true for the Lapwing in 2004. In contrast Yellow Wagtails showed higher densities on conventional farms in 2005. For all other species no differences in abundances were found. Differences in crop rotation convenschemes between organic and conventional farms are likely to explain the differences in abundances of Skylark and Yellow Wagtail. The Skylark showed a preference for spring cereals that were more grown on organic farms. In contrast Yellow Wagtails reached highest densities in winter cereals and potatoes. These both crops are grown more on conventional farms. Comparisons on crop level (e.g. organic potatoes vs. conventional potatoes) showed no differences in abundances. This indicates that the crop itself is more important for territory establishment than crop management. For Lapwings differences in crop rotation scheme were unlikely to explain the differences in abundance in contrast to crop management. The latter might affect the densities of prey species, e.g. earthworms and ground-dwelling insects, of the Lapwing. In 2005 the nesting success of Lapwings was determined for 80 nests on organic farms and 45 nests on conventional farms. The daily nest survival rates were almost significantly lower on organic farms as a result of higher farming activities, notably tilling of land and mechanical weeding.
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Als eine der Hauptursachen für den Rückgang der Wiesenvögel in westeuropäischen Grünland- und Ackerbaugebieten wird die Intensivierung der Landwirtschaft gesehen. Es stellt sich deshalb die Frage, ob eine weniger intensi
Als eine der Hauptursachen für den Rückgang der Wiesenvögel in westeuropäischen Grünland- und Ackerbaugebieten wird die Intensivierung der Landwirtschaft gesehen. Es stellt sich deshalb die Frage, ob eine weniger intensive Bewirtschaftung, z.B. in Form des ökologischen Landbaus, diese Abnahmen stoppen oder sogar wieder umkehren kann. Die hier präsentierte Studie beschäftigt sich vergleichend (1) mit den Siedlungsdichten von Wiesenvögeln auf konventionell und ökologisch bewirtschafteten Ackerflächen, sowie (2) mit dem Schlupferfolg von Kiebitzgelegen auf diesen Standorten. Die Studie wurde in zwei Poldergebieten (Oostelijk Flevoland, Noordoostpolder) durchgeführt, die erst in den 1950er bzw. den 1930er Jahren dem Meer abgerungen wurden. Beide Gebiete weisen homogene, großräumige Ackerflächen auf. Insgesamt wurden 20 „Hofpaare“ ausgewählt, wobei jedes Paar aus einem ökologisch und einem konventionell bewirtschafteten Betrieb bestand. Die beiden Betriebe eines jeden Paares wurden so gewählt, dass sich ihre Betriebsflächen in Landschaftsstruktur und Bodenverhältnissen nicht unterschieden. Alle ökologisch geführten Betriebe produzierten seit mindestens 5 Jahren in dieser Weise. Während die konventionell wirtschaftenden Betriebe mehr Kartoffeln, Zuckerrüben und Wintergetreide anbauten, wiesen die ökologisch arbeitenden Betriebe ein größeres Spektrum an Anbaufrüchten und mehr Flächen mit Sommergetreide auf. In 2004 und 2005 wurden die Brutvogeldichten auf Betriebsflächen von 10 bzw. 20 „Hofpaaren“ ermittelt. Dabei wurden insgesamt 6 Arten in größerer Dichte festgestellt: Schafstelze (Motacilla flava), Kiebitz (Vanellus vanellus), Wiesenpieper (Anthus pratensis), Feldlerche (Alauda arvensis), Wachtel (Coturnix coturnix), und Austernfischer (Haematopus ostralegus). In beiden Jahren war die Feldlerche auf ökologisch bewirtschafteten Flächen häufiger vertreten. Kiebitze traten in solchen Flächen ebenfalls in höherer Dichte auf, wenn auch nur in 2004 statistisch signifikant. Die Schafstelze dagegen siedelte in 2005 auf konventionell bewirtschafteten Flächen in höherer Dichte. Für alle anderen Arten konnten keine Abundanzunterschiede zwischen beiden Bewirtschaftungstypen ermittelt werden. Flächenunterschiede im Fruchtanbau zwischen ökologisch und konventionell wirtschaftenden Betrieben scheinen für die Abundanzunterschiede bei Feldlerche und Schafstelze verantwortlich zu sein. Feldlerchenreviere fanden sich vor allem in Sommergetreide, das stärker von ökologisch arbeitenden Betrieben angebaut wird. Schafstelzen besiedelten dagegen vor allem Kartoffeläcker und Wintergetreideflächen. Diese Früchte werden häufiger auf konventionell bewirtschafteten Äckern angebaut. Ein Vergleich der Siedlungsdichte beider Vogelarten auf der Ebene einzelner Feldfrüchte (z.B. Öko-Kartoffelfläche vs. konventionell bewirtschafteter Kartoffelacker) ergab keine Unterschiede. Es zeigt aber, dass die Feldfrucht für die Habitatwahl wichtiger ist als die Bewirtschaftungsweise. Beim Kiebitz gehen die Abundanzunterschiede zwischen ökologisch und konventionell bewirtschafteten Flächen nicht auf Flächenunterschiede im Anbau einzelner Feldfrüchte zurück. Vielmehr scheinen Unterschiede in der Bewirtschaftung einzelner Feldfrüchte wesentlich entscheidender zu sein. In 2005 wurde vergleichend der Schlupferfolg von Kiebitzgelegen auf ökologisch bewirtschafteten (n = 80 Gelege) und konventionell bewirtschafteten Ackerflächen (n = 45 Gelege) ermittelt. Die Überlebenswahrscheinlichkeit der Gelege war auf ökologisch bewirtschafteten Flächen deutlich niedriger. Ursächlich war der höhere Maschineneinsatz sowohl bei der Feldbestellung als auch beim Jäten der Flächen.
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Metadaten
Author:Steven Kragten
URN:urn:nbn:de:hebis:30-1154055
ISSN:0340-4781
Parent Title (German):Osnabrücker naturwissenschaftliche Mitteilungen
Publisher:Museum am Schölerberg Natur und Umwelt
Place of publication:Osnabrück
Document Type:Article
Language:German
Date of Publication (online):2010/05/31
Year of first Publication:2006
Publishing Institution:Univ.-Bibliothek Frankfurt am Main
Contributing Corporation:Museum am Schölerberg / Naturwissenschaftlicher Verein Osnabrück
Release Date:2010/05/31
Volume:32
Pagenumber:8
First Page:191
Last Page:198
HeBIS PPN:233210121
Dewey Decimal Classification:570 Biowissenschaften; Biologie
Sammlungen:Sondersammelgebiets-Volltexte
Zeitschriften / Jahresberichte:Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 32 (2006)
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