Prävention und Therapie im Sport mit wassergefiltertem Infrarot A (wIRA) : [Kurzfassung]

Wassergefiltertes Infrarot A (wIRA) stellt eine spezielle Form der Infrarotstrahlung im Bereich von 780–1400 nm dar, die aufgrund ihrer sehr guten Verträglichkeit in der Medizin zur Prävention und Therapie verwendet wird
Wassergefiltertes Infrarot A (wIRA) stellt eine spezielle Form der Infrarotstrahlung im Bereich von 780–1400 nm dar, die aufgrund ihrer sehr guten Verträglichkeit in der Medizin zur Prävention und Therapie verwendet wird. wIRA entspricht dem Großteil der in gemäßigten Klimazonen die Erdoberfläche wassergefiltert erreichenden Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung) der Sonne (Filterung der Infrarotstrahlung der Sonne durch Wasser und Wasserdampf in der Erdatmosphäre). Durch die Wasserfilterung werden die Strahlungsanteile gemindert, die sonst durch Wechselwirkung mit Wassermolekülen in der Haut eine unerwünschte thermische Belastung der obersten Hautschicht hervorrufen würden. Technisch wird wIRA in speziellen Strahlern erzeugt, in denen die gesamte Strahlung eines Halogen-Strahlers durch eine Wasser enthaltende Küvette hindurchtritt. wIRA wirkt beim Menschen über thermische und nicht-thermische Effekte. wIRA steigert Temperatur, Sauerstoffpartialdruck und Durchblutung im Gewebe. wIRA mindert indikationsübergreifend Schmerzen, Entzündung sowie vermehrte Sekretion und verbessert Infektabwehr und Regeneration, insbesondere auch nach sportlicher Belastung. Zudem kann wIRA als kontaktfreies Verfahren simultan mit Bewegung und Training kombiniert werden. Außer zur Regeneration nach sportlicher Belastung kann wIRA eingesetzt werden zur Erwärmung der Muskulatur vor sportlicher Belastung sowie vor und während Massage, bei bewegungssystembezogenen Erkrankungen (muskulären Verspannungen, Myogelosen, Lumbago, rheumatischen Erkrankungen, Arthrose, Arthritis, Morbus Bechterew, Fibromyalgie), zur lokalen Beeinflussung der Fettverteilung, zur Therapie von akuten und chronischen Wunden und Verletzungen, bei verschiedenen Hauterkrankungen (vulgären Warzen, Herpes labialis, Herpes Zoster, Sklerodermie, Morphea, Akne papulopustulosa), zur Resorptionsverbesserung topisch aufgetragener Substanzen, im Rahmen einer photodynamischen Therapie (PDT; zur Therapie aktinischer Keratosen) sowie zum Aufrechterhalten oder Erhöhen der Körpertemperatur einschließlich Kompensation einer Hypothermie.
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Metadaten
Author:Gerd Hoffmann
URN:urn:nbn:de:hebis:30:3-233323
ISBN:978-3-86884-132-9
Parent Title (German):Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung / Henning Haase ... (Hrsg.)
Publisher:Sportverl. Strauß
Place of publication:Köln
Document Type:Part of a Book
Language:German
Date of Publication (online):2012/09/11
Year of first Publication:2012
Publishing Institution:Univ.-Bibliothek Frankfurt am Main
Release Date:2012/09/11
Tag:Gewebedurchblutung; Gewebetemperatur; Sauerstoffpartialdruck im Gewebe; Schmerzminderung; wassergefiltertes Infrarot A (wIRA)
SWD-Keyword:Infrarot; Physikalische Therapie; Schmerz; Sportmedizin; Wundheilung
Pagenumber:9 + 3 S. Literatur
First Page:238
Last Page:246
Note:
Zu der hier vorliegenden Kurzfassung, die als Buchkapitel sowohl gedruckt als auch online erschienen ist und 4 Schwarz-Weiß-Abbildungen enthält, gibt es auch eine nur online veröffentlichte Langfassung mit 4 Farbabbildungen: http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/23331 ; urn:nbn:de:hebis:30:3-233317 . Originalformat ist DIN A5, deshalb Ausdruck auf DIN A4 vorzugsweise "2 Seiten auf 1 Seite".
HeBIS PPN:309801486
Institutes:Sportwissenschaften
Dewey Decimal Classification:610 Medizin und Gesundheit
Sammlungen:Universitätspublikationen
Licence (German):License Logo Veröffentlichungsvertrag für Publikationen

$Rev: 11761 $