Predation on meadowbirds in The Netherlands : results of a four-year study

Meadowbird populations in The Netherlands are under great pressure. Recently, predation is named increasingly
often as one of the key factors in contributing to the declines. A four-year research project (2001-2005) aim
Meadowbird populations in The Netherlands are under great pressure. Recently, predation is named increasingly
often as one of the key factors in contributing to the declines. A four-year research project (2001-2005) aimed to
collect (as yet mostly nonexisting) data to provide a factual basis for this discussion. A country-wide inventory based
on data for wader nests found by volunteers who mark nests for their protection from grazing/mowing indicated that
above-average predation losses are found predominantly in the half-open landscapes of northern and eastern Netherlands,
but also locally in the low-lying open grasslands which are the key areas for meadowbirds. Nest predation has increased in recent years, but the same is true for agricultural losses, at least in areas where no nest-protection takes
place. At a local scale, predation losses vary greatly from area to area and from year to year. Temperature loggers in nest showed that diurnal and nocturnal predators contribute equally in total predation losses up to 50%, but higher predation losses are mainly caused by nocturnal predators. As many as 10 animal species were identified as nest predators
on nests under surveillance with video cameras. Chick survival, investigated using radiotelemetry, was very low. About 60-80% were lost by predation, 5-15% by agricultural activities and 10-15% to all kind of other losses. At least 15
predator species were implied, with an apparently larger share taken by birds (notably Buzzard (16%) and Grey Heron
(7-18%)) than mammals, with one exception: stoat (16%). Of the most-discussed predator species, Carrion Crows were
W. Teunissen et al. Osnabrücker Naturwiss. Mitt. 32 2006
138 remarkably rarely involved in both nest and chick predation, while Red Foxes take a large toll of clutches in some areas, but not in others. Of all losses during the reproductive cycle about 75% and 60% was due to predation in Lapwing and Black-tailed Godwit respectively. Predation on chicks by birds had the largest effect on total breeding success, but at the same time elimination of this loss factor (if at all possible) alone would not be sufficient to establish a self-sustaining population. Predation seems to have become a factor of importance in some areas, in combination with already existing other losses. Our findings suggest that solutions to predation problems probably have to be found in locally/regionally targeted, specific action on multiple fronts rather than countrywide measures.
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Die Wiesenvogelpopulationen in den Niederlanden sind in den letzten Jahrzehnten stark unter Druck geraten. In jüngster Zeit wird zunehmend die Prädation als einer der Hauptfaktoren für den zu beobachtenden Bestandsrückga
Die Wiesenvogelpopulationen in den Niederlanden sind in den letzten Jahrzehnten stark unter Druck geraten. In jüngster Zeit wird zunehmend die Prädation als einer der Hauptfaktoren für den zu beobachtenden Bestandsrückgang genannt. Aus diesem Grund ist ein Forschungsprojekt mit dem Titel „Wiesenvögel und Prädation“ (2001 – 2005) initiiert worden, das sich zum Ziel gesetzt hat, umfangreiches Datenmaterial als Grundlage für die fachliche Auseinandersetzung mit diesem Thema zu sammeln. Der erste Schritt beinhaltete eine Auswertung landesweiter Daten zu prädationsbedingten Gelegeverlusten bei
Wiesenlimikolen. Die von Freiwilligen erhobenen Daten zeigen, dass überdurchschnittlich hohe Verluste vor allem in
halboffenen Landschaften im Norden und Osten der Niederlande auftreten. Allerdings wurden lokal auch höhere Verluste
in tiefer gelegenen Marsch- und Niederungsgebieten, den Hauptverbreitungszentren niederländischer Wiesenvogelpopulationen, gefunden. Insgesamt betrachtet hat die Prädation von Gelegen in den vergangenen Jahren zugenommen. Gleiches gilt allerdings auch für landwirtschaftlich bedingte Gelegeverluste in solchen Gebieten, in denen kein aktiver Gelegeschutz betrieben wird. Auf lokaler Ebene zeigten die prädationsbedingten Gelegeverluste starke Schwankungen sowohl zwischen einzelnen Gebieten als auch zwischen aufeinander folgenden Jahren. Zur Identifizierung von Gelegeprädatoren wurden Thermologger und Videokameras eingesetzt. Bei Verlusten von insgesamt bis zu 50 % aller auftretenden Gelege, hielten sich tag- und nachtaktive Räuber als Täter annähernd die Waage. Traten dagegen höhere Gelegeverluste auf, so waren daran in erster Linie nachtaktive Raubsäuger beteiligt. Über die eingesetzte Videotechnik konnten insgesamt 10 verschiedene Gelegeprädatoren (6 Säugetier- und 4 Vogelarten) nachgewiesen werden. Die Kükenverluste bei Kiebitz und Uferschnepfe wurden mittels Radiotelemetrie untersucht. Die Überlebensrate der
Küken war insgesamt sehr gering: 60 – 80% der Kükenverluste gingen auf Prädation zurück, 5 - 15 % entfielen auf
landwirtschaftliche Einflüsse. Alle übrigen Verlustursachen machten 10 – 15 % der Verluste aus. Mindestens 15 Säugetier-
und Vogelarten konnten bislang als Kükenprädatoren nachgewiesen werden, wobei offensichtlich Vögel einen
größeren Einfluss hatten (u.a. Mäusebussard: 16%, Graureiher: 7 - 18% aller Verluste) als Raubsäuger. Eine Ausnahme
stellt das Hermelin dar, das für ca. 16 % aller Verluste verantwortlich war. Die Rabenkrähe, die immer wieder als Gelege- und Kükenprädator genannt wird, spielte in beiden Bereichen (hier: Gelege- und Kükenprädation) nur eine untergeordnete Rolle. Der Rotfuchs dagegen dominierte in vielen, wenn auch längst nicht allen Gebieten als Gelegeprädator. Die Kombination aller gesammelten Gelege- und Kükendaten ermöglichte eine Abschätzung der Bedeutung einzelner Verlustursachen für den Reproduktionserfolg. Insgesamt betrugen die Prädationsverluste während der Brutperiode ca. 75 % beim Kiebitz und ca. 60 % bei der Uferschnepfe. Die Kükenverluste durch Vögel schlugen dabei in Bezug auf den Bruterfolg am stärksten zu Buche. Allerdings würde selbst eine komplette Eliminierung dieses Verlustfaktors (wenn überhaupt möglich) nicht zu einem ausreichenden Reproduktionserfolg führen. Die vorliegenden Ergebnisse verdeutlichen an, dass die Prädation in Kombination mit anderen, bereits vorhandenen Verlustursachen zu einem wesentlichen Populationsfaktor in verschiedenen Wiesenvogelgebieten geworden ist. Unsere Befunde legen ferner den Schluss nahe, dass in Wiesenvogelgebieten mit „Prädationsproblemen“ Lösungen nur vor Ort, also auf lokaler/regionaler Ebene, gefunden werden können.
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Metadaten
Author:Wolf Teunissen, Hans Schekkerman, Frank Willems
URN:urn:nbn:de:hebis:30:3-257411
ISSN:0340-4781
Parent Title (German):Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen
Document Type:Article
Language:English
Date of Publication (online):2012/08/07
Year of first Publication:2006
Publishing Institution:Univ.-Bibliothek Frankfurt am Main
Contributing Corporation:Museum am Schölerberg
Release Date:2012/08/07
Tag:Meadowbird, predation
Volume:32
Pagenumber:7
First Page:137
Last Page:143
Source:357920961
Institutes:Extern
Dewey Decimal Classification:598 Aves (Vögel)
Sammlungen:Sondersammelgebiets-Volltexte
Zeitschriften / Jahresberichte:Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 32 (2006)
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