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    <title>OPUS 4 Latest Documents RSS Feed</title>
    <description>Latest documents</description>
    <link>http://publikationen.stub.uni-frankfurt.de/index/index/</link>
    <pubDate>Tue, 12 Jun 2012 08:52:35 +0100</pubDate>
    <lastBuildDate>Tue, 12 Jun 2012 08:52:35 +0100</lastBuildDate>
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      <title>Mauserbestände von Kolbenenten Netta rufina aus Zentral- und Südwesteuropa am Ismaninger Speichersee: Entwicklung bis 2008 und saisonale Dynamik</title>
      <link>http://publikationen.stub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/27688</link>
      <description>Die Sommermaxima der Kolbenenten am „Ismaninger Speichersee&#13;
mit Fischteichen“, Bayern, sind von 1967 bis 1997&#13;
langsam von etwa 750 auf über 2.500 gestiegen. Das entsprach&#13;
etwa der Größenordnung und dem Trend der Brutbestände&#13;
im südlichen Mitteleuropa und Teilen Frankreichs. Ab 1998&#13;
kletterten die Maxima rasch auf mehr als 13.500 im Jahr 2003.&#13;
Dieses hohe Niveau blieb unter Schwankungen bis 2008 mit&#13;
immer noch 11.500 Ind. erhalten (Allzeit-Maximum: 16.093&#13;
Ind. am 30.07.2005).&#13;
Die hohen Zahlen im letzten Jahrzehnt sind Ausdruck einer&#13;
Verlagerung großer Mauserbestände aus Südwest- nach Zentraleuropa,&#13;
der die Verlagerung noch größerer Teile der Winterbestände&#13;
seit Beginn der 1990er Jahre entspricht. Aus&#13;
europäischen Mittwinter- und Brutbestandszahlen lässt sich&#13;
ableiten, dass in den Jahren um 2005 bis zu 40 % der zentral-/&#13;
südwesteuropäischen Flyway-Population in Ismaning die&#13;
Schwingen gemausert haben. An diesem Mauserzug waren&#13;
teils mehr als 10.000 Vögel aus Spanien beteiligt.&#13;
Die saisonale Dynamik war auch 2002 bis 2008 stark vom&#13;
Mauserzug dominiert: Mitte Juni waren bereits 2.400 bis 4.600&#13;
Mausergäste anwesend. Bis Ende Juli zogen in jeder Woche&#13;
durchschnittlich 1.050 bis 1.900 Ind. zu. Die Maxima, meist&#13;
Ende Juli, bestanden vor allem aus flugunfähigen Vögeln. Ab&#13;
Anfang August zogen im Mittel wöchentlich knapp 1.600 mit&#13;
neuen Schwingen wieder ab, vom 28.07. bis 11.08.2003 sogar&#13;
6.830 Ind. Dies sind aber nur Bilanzwerte aus abwandernden&#13;
Männchen und noch zuwandernden Weibchen, auch der&#13;
geschlechtsspezifische Turnover ist nicht bekannt. Zwischen&#13;
November und Februar waren höchstens Dutzende anwesend,&#13;
ausnahmsweise 450 bis 1.000 Vögel.&#13;
Fertig Vermauserte blieben bis 1984 gelegentlich bis in den&#13;
September. Ein Trend zum Verlassen des Gebietes bereits ab&#13;
Juli/Anfang August wird ab 1999 zur Regel, vielleicht infolge&#13;
einer rascheren Verknappung der Nahrungsgrundlage. Dagegen&#13;
blieben Beginn und Höhepunkt der Schwingenmauser&#13;
seit den 1980er Jahren etwa gleich.&#13;
Errechnete Männchenzahlen stiegen 2005 und 2006 rasch&#13;
auf Maxima von 11.000 bis 12.000 Mitte oder Ende Juli, ab&#13;
Anfang August fielen sie ebenso rasch wieder, Mitte September&#13;
waren nur noch 140 bis 300 anwesend. Die Zahlen der&#13;
Weibchen begannen später und langsamer zu steigen und&#13;
erreichten erst im August Höchststände über 5.300 bzw. 2.700.&#13;
Damit waren ein Drittel bzw. ein Fünftel aller Mausergäste&#13;
Weibchen, was in dieser Höhe bisher noch nicht dokumentiert&#13;
wurde. Selbstständige Jungvögel blieben in den Jahren 2002&#13;
bis 2008 bis Ende August stets unter 1 %.&#13;
Die Nahrungsgrundlage für bis zu 5.000 Individuen in den&#13;
Teichen sind nach wie vor makrophytische Grünalgen. Im&#13;
See mausernde Vögel ernähren sich seit der Verringerung des&#13;
Nährstoffeintrages von der Armleuchteralge Chara vulgaris&#13;
und Laichkraut-Arten Potamogetonaceae. Kolbenenten sind&#13;
also selbst während der Schwingenmauser keineswegs auf&#13;
Chara oder auf Makrophyten angewiesen. Das typische Habitat&#13;
für mausernde Kolbenenten sind offene Wasserflächen.&#13;
Schilfbestände wurden nicht aufgesucht.&#13;
In Ismaning beringte Brutvögel und Mausergäste sind 1970&#13;
bis 1989 im Winter vor allem in der Camargue, Frankreich,&#13;
aber auch in Spanien gefunden worden. Ein Mauserzug von&#13;
französischen Brutzeitfänglingen nach Ismaning wurde erstmals&#13;
2007 und 2008 nachgewiesen.&#13;
Eine Analyse von Bestandsverlagerungen braucht gerade&#13;
im Sommerhalbjahr streng simultane Erfassungstermine. Weil&#13;
große Verbände innerhalb weniger Stunden von Ismaning&#13;
zum Bodensee, in die Schweiz oder anderswo hin ziehen&#13;
können, empfehlen wir bei der Beschreibung von Sommervorkommen&#13;
eine klare Trennung zwischen nachgewiesener&#13;
und vermuteter Schwingenmauser.</description>
      <author>Peter Köhler; Ursula Köhler; Eberhard von Krosigk; Burkhard Hense</author>
      <category>article</category>
      <guid>http://publikationen.stub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/27688</guid>
      <pubDate>Thu, 06 Dec 2012 08:52:35 +0100</pubDate>
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