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    <title>OPUS 4 Latest Documents RSS Feed</title>
    <description>Latest documents</description>
    <link>http://publikationen.stub.uni-frankfurt.de/index/index/</link>
    <pubDate>Thu, 12 Jul 2012 08:48:07 +0100</pubDate>
    <lastBuildDate>Thu, 12 Jul 2012 08:48:07 +0100</lastBuildDate>
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      <title>Nistkästen als Lebensraum für Insekten, besonders Fliegen und ihre Schlupfwespen</title>
      <link>http://publikationen.stub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/27095</link>
      <description>Aus Nistkästen wurden nach dem Ausfliegen der Vögel etwa&#13;
500 Nester entnommen und die darin vorhandenen Insekten&#13;
herausgesucht oder mit einem Eklektor abgesammelt. Die gefundenen&#13;
Arten lassen sich den in Nestern bekannten Gilden&#13;
zuordnen: Parasiten, Saprophage, Räuber oder Parasitoide&#13;
(Schlupfwespen i.w.S. und Raupenfliegen). Für die cyclorrhaphen&#13;
Dipteren und ihre Parasitoide wird ein Nahrungsnetz als&#13;
Bild eines Teils der Choriozönose im Vogelnest dargestellt. Es&#13;
konnten 32 Arten in 10 Familien gefunden werden. Nidikol&#13;
sind die Vogelblutfliegen (Protocalliphora azurea, Calliphoridae)&#13;
mit ihrem Parasitoiden (Nasonia vitripennis, Pteromalidae), der&#13;
durchschnittlich 40% der Puparien abtötet und dadurch für die&#13;
Vögel eine besondere Bedeutung hat. Eine zweite Vogelblutfliegenart&#13;
(P. falcozi) konnte nur in Süddeutschland gefunden&#13;
werden. Bei dieser Art ist der größte Teil der Puparien mit einer&#13;
Hülle aus Nistmaterial vor der Parasitierung geschützt. Die&#13;
wenigen nicht geschützten Puparien werden ähnlich häufig&#13;
parasitiert wie die von P. azurea. Zwei weitere Parasitoide (Dibrachys&#13;
cavus und D. lignicola, Pteromalidae) konnten in Puparien&#13;
von Raupenfliegen (Triarthria setipennis und Ocytata&#13;
pallipes, Tachinidae) gefunden werden, die ihrerseits als Parasitoide&#13;
in Ohrwürmern (Forficula auricularia, Forficulidae)&#13;
leben. Die Arten der Nahrungskette Ohrwurm → Raupenfliege&#13;
→ Dibrachys gehören zu einer anderen Choriozönose, die sich&#13;
in Verstecken bildet und sich im Nistkasten mit der der Nester&#13;
überschneidet. Bei den Flöhen (Ceratophyllus gallinae, Ceratophyllidae)&#13;
konnte das Verlassen des Nestes nach dem Ausfliegen&#13;
der Jungvögel bis zur folgenden Brutsaison mit einem Eklektor&#13;
ermittelt werden. Im Herbst erscheinen zunächst die im Nest&#13;
vorhandenen adulten Flöhe, im folgenden Frühjahr die Individuen&#13;
der neuen Generation.&#13;
Die in Nistkästen gefundenen saprophagen Insekten werden&#13;
erstaunlich wenig parasitiert. Sie fressen Mikroorganismen&#13;
und sind am Abbau des Nistmaterials beteiligt. In Nistkästen&#13;
spielen sie allerdings eine untergeordnete Rolle, weil das Nistmaterial&#13;
normalerweise entfernt wird. Es wird diskutiert, dass&#13;
sie in natürlichen Höhlen eine Bedeutung beim Abbau des&#13;
Nistmaterials haben. Die Wirkung der Keratin fressenden&#13;
Arten, die Haare und Federn abbauen, wird an Hand von&#13;
Fängen der Kleistermotte (Endrosis sarcitrella, Oecophoridae)&#13;
gezeigt.</description>
      <author>Rudolf Abraham; Ralph S. Peters</author>
      <category>article</category>
      <guid>http://publikationen.stub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/27095</guid>
      <pubDate>Fri, 07 Dec 2012 08:48:07 +0100</pubDate>
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