<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss version="2.0">
  <channel>
    <title>OPUS 4 Latest Documents RSS Feed</title>
    <description>Latest documents</description>
    <link>http://publikationen.stub.uni-frankfurt.de/index/index/</link>
    <pubDate>Tue, 12 Jun 2012 08:57:03 +0100</pubDate>
    <lastBuildDate>Tue, 12 Jun 2012 08:57:03 +0100</lastBuildDate>
    <item>
      <title>Phänologie der Schwingenmauser von Kolbenenten Netta rufina am "Ismaninger Speichersee mit Fischteichen"</title>
      <link>http://publikationen.stub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/27689</link>
      <description>Kolbenenten sind nach dem simultanen Abwurf der Schwingen&#13;
über zwei Wochen anhand einer veränderten Rückenpartie&#13;
rasch als flugunfähig erkennbar. Im letzten Drittel des&#13;
Federwachstums wird die Schwingenmauser aber nur deutlich,&#13;
wenn der Flügel beim Putzen geöffnet wird. Ein markiertes&#13;
Weibchen zog 35 Tage nach Abwurf - dann offenbar&#13;
gut flugfähig - vom Mauserplatz ab. Mit diesem Wert und&#13;
mittels einer Zuwachsrate der HS 9 eines gefangenen Männchens&#13;
von 5,6 mm/Tag (bzw. 5,0 mm/Tag bei Schwingenlängen&#13;
zwischen 60 und 100 mm) wurden die Daten von Schwingenabwurf&#13;
und wiedererlangter „guter“ Flugfähigkeit von 80&#13;
Kolbenenten kalkuliert, die 1980-1986 am „Ismaninger Speichersee&#13;
mit Fischteichen“, Oberbayern, während ihrer Mauser&#13;
gefangen wurden. In den Jahren 2002, 2005, 2006 und 2008&#13;
wurde die Phänologie der Schwingenmauser hingegen durch&#13;
Feldbeobachtung ermittelt (41 Stichproben bei 3477 Männchen&#13;
bzw. 976 Weibchen).&#13;
In beiden Zeiträumen gleichen sich die Verläufe der Schwingenmauser&#13;
hinsichtlich Beginn, Anstieg und Lage der Maxima&#13;
weitgehend. Männchen warfen die Schwingen frühestens&#13;
zwischen 15.06. und 20.06. ab. Anfang Juli stiegen die Anteile&#13;
Mausernder von unter 20 % rasch auf über 80 % Mitte Juli.&#13;
Gipfelwerte über 90 % lagen übereinstimmend Ende Juli. Ab&#13;
25.07. konnten die ersten Männchen wieder gut fliegen, Mitte&#13;
August schon zwei Drittel, Ende August über 90 %. In den&#13;
1980er Jahren mauserten die zentralen zwei Drittel der Männchen&#13;
ihre Schwingen innerhalb von 7 Wochen zwischen 05.07.&#13;
und 23.08.&#13;
Erste Weibchen warfen die Schwingen zwischen 02. und&#13;
05.07. ab. Ab Mitte Juli stiegen die Anteile Mausernder von&#13;
5-23 % langsam auf über 90 % Mitte August. Die frühesten&#13;
Weibchen konnten ab dem 06.08. wieder gut fliegen, Ende&#13;
August waren es schon um 40 %, nach der ersten Septemberwoche&#13;
zwei Drittel. Die zentralen zwei Drittel der Weibchen&#13;
mauserten 1980-1986 zwischen 10.07. und 12.09. innerhalb&#13;
von 9 Wochen. Letzte, isolierte Abwurfdaten waren 16.09. für&#13;
ein Männchen bzw. 10.10. für ein Weibchen, wieder gut flugfähig&#13;
waren diese Individuen am 21.10. bzw. 14.11.&#13;
Die beiden Zeiträume unterscheiden sich erheblich hinsichtlich&#13;
der Herkunft der Mausergäste. 1980-1986 kamen sie&#13;
vor allem aus dem südlichen Mitteleuropa, 2002-2008 dominierten&#13;
neu hinzu gekommene Vögel aus Spanien. Trotz&#13;
dieser Veränderung ist ein Einfluss auf den zeitlichen Ablauf&#13;
der Schwingenmauser nicht erkennbar.</description>
      <author>Peter Köhler; Ursula Köhler</author>
      <category>article</category>
      <guid>http://publikationen.stub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/27689</guid>
      <pubDate>Thu, 06 Dec 2012 08:57:03 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Mauserbestände von Kolbenenten Netta rufina aus Zentral- und Südwesteuropa am Ismaninger Speichersee: Entwicklung bis 2008 und saisonale Dynamik</title>
      <link>http://publikationen.stub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/27688</link>
      <description>Die Sommermaxima der Kolbenenten am „Ismaninger Speichersee&#13;
mit Fischteichen“, Bayern, sind von 1967 bis 1997&#13;
langsam von etwa 750 auf über 2.500 gestiegen. Das entsprach&#13;
etwa der Größenordnung und dem Trend der Brutbestände&#13;
im südlichen Mitteleuropa und Teilen Frankreichs. Ab 1998&#13;
kletterten die Maxima rasch auf mehr als 13.500 im Jahr 2003.&#13;
Dieses hohe Niveau blieb unter Schwankungen bis 2008 mit&#13;
immer noch 11.500 Ind. erhalten (Allzeit-Maximum: 16.093&#13;
Ind. am 30.07.2005).&#13;
Die hohen Zahlen im letzten Jahrzehnt sind Ausdruck einer&#13;
Verlagerung großer Mauserbestände aus Südwest- nach Zentraleuropa,&#13;
der die Verlagerung noch größerer Teile der Winterbestände&#13;
seit Beginn der 1990er Jahre entspricht. Aus&#13;
europäischen Mittwinter- und Brutbestandszahlen lässt sich&#13;
ableiten, dass in den Jahren um 2005 bis zu 40 % der zentral-/&#13;
südwesteuropäischen Flyway-Population in Ismaning die&#13;
Schwingen gemausert haben. An diesem Mauserzug waren&#13;
teils mehr als 10.000 Vögel aus Spanien beteiligt.&#13;
Die saisonale Dynamik war auch 2002 bis 2008 stark vom&#13;
Mauserzug dominiert: Mitte Juni waren bereits 2.400 bis 4.600&#13;
Mausergäste anwesend. Bis Ende Juli zogen in jeder Woche&#13;
durchschnittlich 1.050 bis 1.900 Ind. zu. Die Maxima, meist&#13;
Ende Juli, bestanden vor allem aus flugunfähigen Vögeln. Ab&#13;
Anfang August zogen im Mittel wöchentlich knapp 1.600 mit&#13;
neuen Schwingen wieder ab, vom 28.07. bis 11.08.2003 sogar&#13;
6.830 Ind. Dies sind aber nur Bilanzwerte aus abwandernden&#13;
Männchen und noch zuwandernden Weibchen, auch der&#13;
geschlechtsspezifische Turnover ist nicht bekannt. Zwischen&#13;
November und Februar waren höchstens Dutzende anwesend,&#13;
ausnahmsweise 450 bis 1.000 Vögel.&#13;
Fertig Vermauserte blieben bis 1984 gelegentlich bis in den&#13;
September. Ein Trend zum Verlassen des Gebietes bereits ab&#13;
Juli/Anfang August wird ab 1999 zur Regel, vielleicht infolge&#13;
einer rascheren Verknappung der Nahrungsgrundlage. Dagegen&#13;
blieben Beginn und Höhepunkt der Schwingenmauser&#13;
seit den 1980er Jahren etwa gleich.&#13;
Errechnete Männchenzahlen stiegen 2005 und 2006 rasch&#13;
auf Maxima von 11.000 bis 12.000 Mitte oder Ende Juli, ab&#13;
Anfang August fielen sie ebenso rasch wieder, Mitte September&#13;
waren nur noch 140 bis 300 anwesend. Die Zahlen der&#13;
Weibchen begannen später und langsamer zu steigen und&#13;
erreichten erst im August Höchststände über 5.300 bzw. 2.700.&#13;
Damit waren ein Drittel bzw. ein Fünftel aller Mausergäste&#13;
Weibchen, was in dieser Höhe bisher noch nicht dokumentiert&#13;
wurde. Selbstständige Jungvögel blieben in den Jahren 2002&#13;
bis 2008 bis Ende August stets unter 1 %.&#13;
Die Nahrungsgrundlage für bis zu 5.000 Individuen in den&#13;
Teichen sind nach wie vor makrophytische Grünalgen. Im&#13;
See mausernde Vögel ernähren sich seit der Verringerung des&#13;
Nährstoffeintrages von der Armleuchteralge Chara vulgaris&#13;
und Laichkraut-Arten Potamogetonaceae. Kolbenenten sind&#13;
also selbst während der Schwingenmauser keineswegs auf&#13;
Chara oder auf Makrophyten angewiesen. Das typische Habitat&#13;
für mausernde Kolbenenten sind offene Wasserflächen.&#13;
Schilfbestände wurden nicht aufgesucht.&#13;
In Ismaning beringte Brutvögel und Mausergäste sind 1970&#13;
bis 1989 im Winter vor allem in der Camargue, Frankreich,&#13;
aber auch in Spanien gefunden worden. Ein Mauserzug von&#13;
französischen Brutzeitfänglingen nach Ismaning wurde erstmals&#13;
2007 und 2008 nachgewiesen.&#13;
Eine Analyse von Bestandsverlagerungen braucht gerade&#13;
im Sommerhalbjahr streng simultane Erfassungstermine. Weil&#13;
große Verbände innerhalb weniger Stunden von Ismaning&#13;
zum Bodensee, in die Schweiz oder anderswo hin ziehen&#13;
können, empfehlen wir bei der Beschreibung von Sommervorkommen&#13;
eine klare Trennung zwischen nachgewiesener&#13;
und vermuteter Schwingenmauser.</description>
      <author>Peter Köhler; Ursula Köhler; Eberhard von Krosigk; Burkhard Hense</author>
      <category>article</category>
      <guid>http://publikationen.stub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/27688</guid>
      <pubDate>Thu, 06 Dec 2012 08:52:35 +0100</pubDate>
    </item>
  </channel>
</rss>
