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    <title>OPUS 4 Latest Documents RSS Feed</title>
    <description>Latest documents</description>
    <link>http://publikationen.stub.uni-frankfurt.de/index/index/</link>
    <pubDate>Mon, 26 Nov 2012 08:17:58 +0100</pubDate>
    <lastBuildDate>Mon, 26 Nov 2012 08:17:58 +0100</lastBuildDate>
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      <title>Allergenes Potenzial und Epitopstruktur von beta-Conglycinin aus der Sojabohne</title>
      <link>http://publikationen.stub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/27651</link>
      <description>Sojabohnen sind aufgrund ihres hohen Proteingehaltes ein wichtiges Nahrungsmittel und&#13;
insbesondere bei Kindern ein häufig austretendes allergenes Lebensmittel. Der einizige zur&#13;
Zeit mögliche Schutz vor einer allergischen Reaktion auf Soja ist die strikte Vermeidung&#13;
der Aufnahme. Die allergenen Substanzen sind Proteine und Glykoproteine. Es gibt eine&#13;
Reihe von Produkten aus Soja, die kein oder nur geringe Mengen Protein enthalten, aber in&#13;
zahlreichen Lebensmitteln enthalten sind. Die Prüfung der potenziellen Allergenität von&#13;
solchen Produkten, wie z.B. Vitamin E aus Soja, ist von grundlegendem Interesse für&#13;
allergische Personen. Vitamin E aus Soja wird vielen Produkten z.B. als Antioxidanz&#13;
zugesetzt und müsste nach den rechtlichen Kennzeichnungsvorschriften als Allergen auf&#13;
der Verpackung angegeben werden. Ein Ziel dieser Promotionsarbeit war daher die&#13;
Entwicklung von sensitiven und spezifischen Detektionmethoden für den Nachweis von&#13;
Sojaprotein in Tocopherol (VitaminE) aus der Sojabohne. Aber auch die Charakterisierung&#13;
von Sojaallergenen für die Entwicklung von diagnostischen und therapeutischen Methoden&#13;
ist wichtig. Das zweite Ziel der Arbeit war somit die genauere Charakterisierung von β-&#13;
Conglycinin (Gly m 5) als Sojaallergen sowie die Identifizierung der IgE-bindenden&#13;
Bereiche des untersuchten Proteins.&#13;
Zum Nachweis, dass in dem hoch prozessierten Sojaprodukt Tocopherol kein Sojaprotein&#13;
mehr vorhanden war, wurden mehrere proteinbiochemische und immunologische&#13;
Methoden entwickelt und validiert. Der sojaspezifische ELISA zur Detektion von&#13;
hydrophilen Sojaproteinen aus der Tocopherolmatrix mit einer realen Nachweisgrenze von&#13;
10 ppm zeigte eine gute Reproduzierbarkeit. Die Detektion von lipophilen, denaturierten&#13;
und hydrophilen Sojaproteinen aus Tocopherol im Immunoblot mit einer Nachweisgrenze&#13;
von 20 ppm war ebenfalls gut reproduzierbar. Der etablierte IgE Immunoblot mit&#13;
Sojaallergikerseren wies eine vergleichbare Sensitivität auf. In keiner der 10 untersuchten&#13;
Tocopherolproben wurde mit den etablierten sensitiven sojaspezifischen Methoden&#13;
Sojaprotein detektiert. Bei in vivo Studien von klinischen Partnern wurde bei Sojaallergikern weder eine Reaktion auf Tocopherol im Hauttest noch in der oralen&#13;
Provokation von 500 mg Tocopherol beobachtet.&#13;
Dass Gly m 5 ein wichtiges Sojaallergen ist und als diagnostischer Marker für schwere&#13;
allergische Reaktionen genutzt werden kann, wurde in einer früheren Publikation unserer&#13;
Arbeitsgruppe beschrieben. Die genauere Charakterisierung von Gly m 5 in dieser Arbeit&#13;
zeigte, dass es ein Hauptallergen bei sojaallergischen Kindern und bei Sojaallergikern mit&#13;
anaphylaktischen Reaktionen darstellt. Dabei zeigten alle Gly m 5 sensibilisierten&#13;
Sojaallergiker spezifisches IgE gegen eine der drei Gly m 5 Untereinheiten, das&#13;
Gly m 5.03. Diese Untereinheit kann somit als diagnostischer Marker für eine Gly m 5&#13;
Sensibilisierung eingesetzt werden. Es konnte ebenfalls in dieser Arbeit bestätigt werden,&#13;
dass die meisten Gly m 5 sensibilisierten Sojaallergiker moderate bis schwere allergische&#13;
Reaktionen zeigten und Gly m 5 somit einen potenziellen Marker für die Schwere einer&#13;
Sojaallergie darstellt.&#13;
Zur Identifizierung von IgE-bindenden Bereichen des Gly m 5 und des homologen&#13;
Erdnussallergens Ara h 1 wurde die hoch sensitive und spezifische CelluSpot Technik&#13;
etabliert, welche im Vergleich zur häufig angewendeten SPOT Membran-Technik nicht nur&#13;
Zeit und Serumvolumen spart, sondern auch die individuelle Testung der Seren unter&#13;
ständiger Mitführung von Positiv-und Negativkontrollen ermöglichte. Diese Methode stellt&#13;
damit eine geeignete Technik zur Untersuchung von IgE reaktiven linearen Bereichen der&#13;
Gly m 5 Untereinheiten und des Ara h 1 dar.&#13;
Die Mehrheit der Gly m 5 sensibilisierten Sojaallergiker besaß spezifisches IgE gegen&#13;
sequenzielle synthetische Peptide der Gly m 5 Untereinheiten, wobei jedes Allergikerserum&#13;
ein individuelles IgE Bindungsmuster zeigte. Zusammengefasst wurden fünf sequenzielle&#13;
Regionen auf allen drei Gly m 5 Untereinheiten identifiziert, welche die größte IgE&#13;
Bindungshäufigkeit aufwiesen. Alle fünf Bereiche waren zwischen 12-17 Aminosäuren&#13;
groß und auf der Moleküloberfläche lokalisiert. Sie bildeten gemeinsam zwei&#13;
zusammenhängende Bereiche in der Kernregion der Gly m 5 Moleküle und lassen&#13;
vermuten, dass sie Teile von Konformationsepitopen darstellen. Zur Untersuchung einer möglicherweise vorhandenen serologischen Kreuzreaktivität&#13;
zwischen den zwei Leguminosen Soja und Erdnuss, wurden sowohl Sojaallergiker mit&#13;
Erdnussallergie als auch Erdnussallergiker ohne Sojaallergie auf Reaktivitäten gegen&#13;
Peptide des Erdnussallergens Ara h 1 untersucht. Dabei wurden drei sequenzielle Bereiche&#13;
identifiziert, die von der Mehrheit der Sojaallergiker, jedoch nur selten von den&#13;
Erdnussallergikern erkannt wurden. Diese drei Bereiche wiesen eine Sequenzähnlichkeit&#13;
zu den reaktivsten Bereichen der Gly m 5 Untereinheiten auf. Die Untersuchung von&#13;
Allergikerseren auf Aminosäuresequenzebene könnte als diagnostische Methode zur&#13;
Unterscheidung der klinischen Ausprägung einer Sojaallergie im Vergleich zur&#13;
Erdnussallergie dienen und somit die Anzahl der risikobehafteten&#13;
Nahrungsmittelprovokationen zur Bestätigung einer Sojaallergie senken.&#13;
Die Identifizierung von B-Zell Epitopen ist eine wichtige Grundlage für die Herstellung&#13;
von Hypoallergenen mit verringerter B-Zell Aktivität, bei gleichbleibender T-Zell-&#13;
Aktivierung. Solche hypoallergenen Mutanten sind eine hoffnungsvolle Perspektive für&#13;
eine Immuntherapie von Sojaallergikern, da sie womöglich das Risiko einer allergischen&#13;
Reaktion während der Behandlung verringern können.</description>
      <author>Yvonne Kühne</author>
      <category>doctoralthesis</category>
      <guid>http://publikationen.stub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/27651</guid>
      <pubDate>Mon, 26 Nov 2012 08:17:58 +0100</pubDate>
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