Refine
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Evolution und Phylogenie der Vögel - Taxonomische Konsequenzen
(2011)
- Nucleotidsequenzen von mitochondrialen und nucleären Markergenen eignen sich hervorragend, um die Phylogenie und Evolution der Vögel zu untersuchen. Eine kürzlich publizierte Analyse mit 19 Kerngenen (Hackett et al. 2008) erlaubte erstmalig die Rekonstruktion einer verlässlichen Phylogenie der Vögel auf Familienebene. Auch für die Systematik der Singvögel erbrachten DNA-Daten bedeutsame Fortschritte. Die von diesen Phylogenien ableitbaren Klassifikationen unterscheiden sich signifikant von der bisher akzeptierten Systematik. Die molekularen Phylogenien erlauben es außerdem, para- und polyphyletische Gruppierungen zu erkennen. Da die Kladistik nur monophyletische Gruppen zulässt, sollten mindestens 22 Gattungsnamen palaearktischer Vogelarten geändert werden. Die DNA-Analysen unterstützen eine Trennung (Splits) von mindestens 44 bestehenden Arten in neue Arten. Insgesamt 4 Vogeltaxa von den Kanarischen Inseln und den Azoren konnten in den letzten 10 Jahren mittels DNAUntersuchungen als neu identifiziert werden. Dieses Review gibt eine Übersicht über die taxonomischen und systematischen Änderungen, die zwischen 1990 und 2010 für die Palaearktis publiziert wurden.
