Refine
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Neufunde von Flachbärlapp-Arten (Diphasiastrum) im hessischen Odenwald
(2007)
- In den Jahren 2003 und 2004 gelangen Nachweise mehrerer Flachbärlapp- Arten (Diphasiastrum) im hessischen Odenwald bei Beerfelden und Olfen. Von herausragender Bedeutung ist der Fund von D. oellgaardii, welches seit rund 50 Jahren in Hessen als erloschen galt. Daneben wurden D. complanatum und D. tristachyum an je einer Lokalität neu entdeckt. Die Diphasiastrum-Arten besiedeln an den Wuchsorten bei Beerfelden und Olfen anthropogene Sekundärstandorte (Skipiste oder Straßenböschung). Syntaxonomisch lassen sich die Bestände innerhalb der Ordnung Ulicetalia minoris zum Genisto pilosae-Callunetum oder zu einer Deschampsia-flexuosa-Vaccinium-myrtillus- Gesellschaft stellen. An beiden Wuchsorten wachsen die Flachbärlappe auf stark sauren, mäßig frischen, sandigen Lehmböden. Die Wuchsorte erhalten volle Freilandhelligkeit oder sind mäßig beschattet. Neben populationsbiologischen Parametern wie Anzahl der Sprosse und Fertilität werden Daten zur Gefährdung der Bestände genannt. Eine Neueinstufung für zwei der drei beobachteten Diphasiastrum-Arten in der Roten Liste für Hessen wird vorgeschlagen.
