Universitätspublikationen
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Wikipedia als Forschungsobjekt
(2012)
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Christian Stegbauer
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Die Rolle von Rechtfertigungsnarrativen in politisch-theologischen Debatten des 16. und 17. Jahrhunderts
(2012)
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Luise Schorn-Schütte
- Herrschaft ist umstritten, das gilt für alle historischen Epochen. Die Wege zur Herstellung legitimer Herrschaft allerdings haben sich seit der Antike wiederholt verändert. Für die Frühe Neuzeit, also die Zeitspanne zwischen Reformation und Französischer Revolution, bleibt der Rückgriff auf Traditionen als Legitimationsgrund unangefochten, erst der radikale Umbruch zum Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts hat diese Linie beendet.
Recht präzis lässt sich die Legitimierungsstrategie mit dem Begriff der reformatio charakterisieren, der Wiederherstellung also einer Ordnung, die als gerechte anerkannt war und ist und deren Rückgewinnung zeitgenössisch schlechte Zustände überwinden helfen kann. Solche Berufung auf Vergangenes konnte sehr wohl zu radikalen Brüchen in der Gegenwart führen, unter diesem Anspruch musste sich alle Herrschaft im Europa der Frühen Neuzeit rechtfertigen, unter diesem Votum durfte legitimerweise Kritik geübt, schließlich legitimerweise Widerstand geübt werden. In diesem Sinne spricht die Forschung von »Rechtfertigungsnarrativen«; im sozialen, politischen, rechtlichen und religiösen Weltverständnis des frühneuzeitlichen Europa fanden sie Verwendung.
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"Wie ferne man den Oberherrn Gehorsam schuldig". Elisabeth von Calenberg-Göttingen als Autorin in der politiktheologischen Debatte des 16. Jahrhunderts
(2012)
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Luise Schorn-Schütte
- Die Debatten, die seit der Mitte des 16. Jahrhunderts im Alten Reich über den Charakter von Herrschaft geführt wurden, haben Maßstäbe gesetzt. Denn offensichtlich wurden im Kontext der Konfrontation zwischen altgläubigem Kaiser und protestantischen Reichsständen erstmals die zentralen Fragen nach der Struktur konfessionsverschiedener politischer Ordnungen gestellt, die in den folgenden Jahrzehnten dann u.a. auch im Frankreich der konfessionellen Bürgerkriege, im Konflikt um die Herrschaftsordnung in den Niederlanden der 80iger Jahre des 16. Jahrhunderts und am Ende des Jahrhunderts zwischen anglikanischer Königin und puritanischen Ständen in England zur Lösung anstanden.
Dieser europäische Blick auf die Debatten über Herrschaft ist aufschlussreich er belegt, dass es europäische Sonderwege angesichts einer sehr großen Gemeinsamkeit politisch-theologischer Denkmuster und Argumentationsstrategien im 16./17. Jahrhundert nicht gegeben hat.
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Freiheit und Toleranz? : Der Augsburger Religionsfrieden
(2012)
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Luise Schorn-Schütte
- Was hat 1555 mit Toleranz und Freiheit zu tun? Diese Frage ist sehr berechtigt, denn es gibt keine unmittelbare Beziehung zwischen unserem Verständnis von beiden Phänomenen und den Vorstellungen der Zeitgenossen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, die sich in einer Welt der konfessionellen Spannungen und Zerrissenheit zurecht finden mussten.
Historiker sollten keine Verbindungslinien zwischen Gegenwart und Vergangenheit in dem Sinne ziehen, dass die Gegenwart aus dem Vergangenen lernen könnte. Das ist nicht machbar, denn jeder historische Raum hat einen eigenständigen Wert, nichts wiederholt sich in der Geschichte. Was Historiker aber können, ist Entwicklungen zu identifizieren, Phasen des Wandels zu benennen, in denen merklich oder unmerklich neue Phänomene aus Vorhandenem entstehen. Und unter dieser Perspektive kann nun auch der Augsburger Religionsfriede betrachtet werden, denn in seinem Kontext, in seiner Wirkung sind wesentliche Grundrechte im deutschsprachigen Raum erstmals als Rechtsnorm niedergelegt worden. Dazu gehört zum ersten das Recht auf freie Religionsausübung und zum zweiten das Recht auf Freizügigkeit. Der Blick des Historikers richtet sich bei der Betrachtung des Augsburger Religionsfriedens demnach auf die politischen und religiösen Normen der Zeitgenossen, die sich unter einem großen Neuerungsdruck befanden; damit geht es zugleich um die Untersuchung des Wandels dieser Normen: Handelt es sich um Weiterführung schon vorhandener Ordnungsmuster oder gab es grundsätzlich Neues?
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Keeping track of worm trackers
(2012)
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Steven J. Husson
Wagner Steuer Costa
Cornelia Schmitt
Alexander Gottschalk
- C. elegans is used extensively as a model system in the neurosciences due to its well defined nervous system. However, the seeming simplicity of this nervous system in anatomical structure and neuronal connectivity, at least compared to higher animals, underlies a rich diversity of behaviors. The usefulness of the worm in genome-wide mutagenesis or RNAi screens, where thousands of strains are assessed for phenotype, emphasizes the need for computational methods for automated parameterization of generated behaviors. In addition, behaviors can be modulated upon external cues like temperature, O2 and CO2 concentrations, mechanosensory and chemosensory inputs. Different machine vision tools have been developed to aid researchers in their efforts to inventory and characterize defined behavioral “outputs”. Here we aim at providing an overview of different worm-tracking packages or video analysis tools designed to quantify different aspects of locomotion such as the occurrence of directional changes (turns, omega bends), curvature of the sinusoidal shape (amplitude, body bend angles) and velocity (speed, backward or forward movement).
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Wege aus der anonymisierten Vormundschaft – nach der Reform ist vor der Reform
(2012)
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Ludwig Salgo
- Das Gesetz zur Änderung des Vormundschafts- und Betreuungsrechts1 ist am 14. April 2011
vom Deutschen Bundestag beschlossen worden; der Bundesrat hat am 25.05.2011
zugestimmt. Dieses Gesetz trat – mit einigen Ausnahmen, die erst ein Jahr nach
der Verkündung des Gesetzes in Kraft treten – am 6.7.2011 in Kraft.2 Der
Schwerpunkt dieses Beitrags3 soll nicht bei den durch diese Reform bereits erfolgten
bzw. demnächst in Kraft tretenden Änderungen4 und den sich bereits abzeichnenden
Schwierigkeiten seiner Umsetzung5 liegen, vielmehr soll es um die Ziele
und Grundsätze einer noch weitergehenden Reform (zweite Stufe) gehen6, die die
Rechtspolitik im Rahmen der Verabschiedung dieses Gesetzes für erforderlich
gehalten und bereits in Aussicht gestellt hat7 (zweite Stufe). Dennoch sollen zunächst
die Essentials dieses ersten wichtigen und richtigen Reformschritts nochmals
in Stichworten am Anfang dieses Beitrags stehen. Dieses Gesetz wurde auch
schon als „Amtsvormundschaftsverbesserungsgesetz―8 und als Minimalkompromiss
apostrophiert, was angesichts der Fokussierung dieses ersten Reformschrittes
nicht überrascht...
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The clinical examination of children, adolescents and their families
(2012)
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Thomas Jakob Lempp
Daleen de Lange
Daniel Matthias Radeloff
Christian Bachmann
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Kontexte des Lebens : Lebenssituation demenziell erkrankter Menschen im Heim ; Anhangsband zur
Verlagsausgabe
(2012)
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Hendrik Trescher
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News : 2012 / Center for Financial Studies
(2012)
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Wassergefiltertes Infrarot A (wIRA) in Chirurgie und Dermatologie
(2012)
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Gerd Hoffmann
- Wassergefiltertes Infrarot A (wIRA) stellt eine spezielle Form der Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung) im Bereich von 780–1400 nm dar, die aufgrund ihrer sehr guten Verträglichkeit in der Medizin zur Prävention und Therapie verwendet wird.
wIRA entspricht dem Großteil der in gemäßigten Klimazonen die Erdoberfläche wassergefiltert erreichenden Infrarotstrahlung der Sonne (Filterwirkung des Wassers und des Wasserdampfs der Erdatmosphäre). Durch die Wasserfilterung werden die Strahlungsanteile gemindert, die sonst durch Wechselwirkung mit Wassermolekülen in der Haut eine unerwünschte thermische Belastung der obersten Hautschicht hervorrufen würden.
Technisch wird wIRA in speziellen Strahlern erzeugt, in denen die gesamte Strahlung eines Halogenstrahlers durch eine Wasser enthaltende Küvette hindurchtritt.
wIRA wirkt beim Menschen über thermische und nicht thermische Effekte. Es steigert Temperatur, Sauerstoffpartialdruck und Durchblutung im Gewebe.
Wesentliche klinische
Wirkungen sind – indikationsübergreifend – eine Minderung von Schmerzen, Entzündung und vermehrter Sekretion sowie eine Verbesserung der Infektabwehr und der Regeneration.
In der Chirurgie und der Dermatologie kann wIRA eingesetzt werden zur Therapie
von akuten und chronischen Wunden (Operationswunden, Verbrennungen, chronischen Unterschenkelulzera), bei verschiedenen Hauterkrankungen (vulgären
Warzen, Herpes labialis, Herpes Zoster, Sklerodermie, Morphaea, Akne papulopustulosa),
zur Resorptionsverbesserung topisch aufgetragener Substanzen und im Rahmen einer
photodynamischen Therapie (PDT; zur Therapie aktinischer Keratosen).
wIRA hat in den letzten 20 Jahren eine deutliche Verbreitung in der Medizin gefunden. So wird wIRA z. B. in 1045 (ca. 28%) von 3767 erfassten dermatologischen Praxen oder Versorgungszentren
in Deutschland genutzt (Stand: Februar 2012). wIRA-Strahler werden
auch bei Patienten zu Hause eingesetzt.
Für Indikationen für wIRA außerhalb von Chirurgie und Dermatologie – insbesondere in
den Bereichen Physiotherapie, Sportmedizin, Orthopädie, Rheumatologie, simultane
Kombination mit Bewegung, Neonatologie, Anästhesiologie, Intensivmedizin, Neurologie,
Onkologie und Ganzkörperhyperthermie – wird auf die folgende Publikation verwiesen:
Hoffmann G. Wassergefiltertes Infrarot A in Chirurgie, Dermatologie, Sportmedizin und
weiteren Bereichen. In: Krause R, Stange R (Hrsg): Lichttherapie. Berlin, Heidelberg, New
York: Springer, 2012, S. 25-54 (2012). ISBN 13: 978-3-642-16938-0. Auch online:
http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/24171 ;
URN: urn:nbn:de:hebis:30:3-241715