Universitätspublikationen
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Über die Wirkung von Lehmpackungen auf die Lebensqualität und die Stauungsbeschwerden bei Patienten mit chronisch venöser Insuffizienz (CVI)
(2011)
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Karin Redlich
- Bei der chronisch venösen Insuffizienz (CVI) handelt es sich um einen im
Bereich der unteren Extremität lokalisierten varikösen Symptomenkomplex
bestehend aus Beschwerden wie Schmerzen, Schwere-, Spannungsgefühl, Juckreiz
uvm. Dazu kommen stadienabhängig trophische Hautveränderungen,
bedingt durch veränderte Kapillarmorphologie und -dichte. Diese Veränderungen
können, je nach Ausprägungsgrad, von Hyperpigmentation über
Dermatitis, Corona phlebectatica paraplantaris, Atrophie blanche bis hin
zum floriden Ulcus cruris venosum reichen.
In der Bundesrepublik Deutschland leiden ca. 10-15 Millionen Menschen
an einer manifesten CVI. Der CVI kommt aufgrund ihrer hohen Prävalenz
eine hohe sozialmedizinische und sozialökonomische Bedeutung zu.
Der pathophysiologische Mechanismus, der der CVI zugrunde liegt, ist
bei Hinzukommen von begünstigenden Faktoren, z.B. Orthostasebelastung,
in der Entwicklung von insuffizienten Venenabschnitten oder Insuffizienzpunkten
im Bereich der Venenklappen oder anderen am Rücktransport des
Blutes zum Herzen beteiligten Mechanismen zu suchen.
Eine Vielzahl von Therapieverfahren, wie etwa operative Eingriffe und
Sklerosierungen, sind auf die Ausschaltung dieser Insuffizienzpunkte ausgerichtet.
Diese Verfahren sind gründlich erforscht und durch klinische Studien
wohldokumentiert. Ihre Grenzen liegen zum einen in möglichen Nebenwirkungen,
zum anderen in der grundlegend chronisch degenerativen Natur
der Erkrankung, deren Ursachen durch solche Therapieformen nicht erfasst
werden.
Andere, nicht invasive und meist physikalische Therapieformen zielen auf
eine Verbesserung der subjektiv empfundenen Lebensqualität ab. So ist
etwa die Wirksamkeit von kalten hydrotherapeutischen Anwendungen wie
Knie- oder Beingüssen, Wassertreten, Lehm-Wadenwickeln oder wechselwarmen
Anwendungen nach Kneipp auf die subjektiven Beschwerden mehrfach
beschrieben und in evidenten Studien belegt worden.
Wie es sich in diesem Zusammenhang mit der Wirksamkeit kalter Lehmpackungen,
so wie sie als ortsgebundenes Heilmittel in Kurbädern Anwendung
finden, verhält, ist hingegen bis dato nicht systematisch ergründet worden. Um diesen Mangel zu beheben, wurde die vorliegende randomisierte,
kontrollierte Studie zur Wirksamkeit von kalten Lehmpackungen auf die
Beine von CVI-Patienten entworfen. In dieser Studie wurden zum einen
die Wirkungen dieser Behandlungsform auf die subjektiv erfassten Größen
Lebensqualität, Schmerzen und Stauungsbeschwerden ermittelt, unter Anwendung
des SF (short form) 36-Fragebogens und der visuellen Analogskala
(VAS). Als Hauptzielgröße wurde die subjektiv empfundene Lebensqualität
gewählt. Zum anderen wurden die objektiven Messparameter Knöchel-,
Wadenumfang, transkutan gemessener Sauerstoffpartialdruck und die venöse
Wiederauffüllzeit als Nebenzielgrößen erfasst.
Im direkten Anschluss an die Therapie lassen sich signifikante Verbesserungen
der subjektiven Messparameter verzeichnen. Diese fallen bei den
krankheitsspezifischen Faktoren und im körperlichen Lebensqualitätsprofil
deutlicher aus als im psychischen Lebensqualitätsprofil. Innerhalb des
körperlichen Lebensqualitätsprofils wiederum zeigen sich die deutlichsten
Verbesserungen bei der körperlichen Rollenfunktion, gefolgt von den körperlichen
Schmerzen. Das psychische Lebensqualitätsprofil weist die deutlichste
Verbesserung bei der emotionalen Rollenfunktion auf. Diese Ergebnisse
lassen sich in der vorliegenden Kombination vor dem Hintergrund der Beobachtungen
erklären, dass zum einen die CVI eine chronisch degenerative
körperliche Erkrankung ist, deren Effekte sich vornehmlich in körperlichen
und psychischen Funktionalitätseinbußen manifestieren, und dass sich zum
anderen das Patientenkollektiv der Studie durch fortgeschrittenes Alter und
einen insgesamt unterdurchschnittlichen gesundheitlichen Allgemeinzustand
auszeichnet. Alter und gesundheitlicher Allgemeinzustand wiederum gehen in
erster Linie mit dauerhaft empfundenen Beeinträchtigungen der körperlichen
und psychischen Rollenfunktionen einher. Durch die Lehmpackungen gelingt
nun eine Reduktion der Schmerzen und anderer Beeinträchtigungen der
körperlichen Befindlichkeit (Schweregefühl, Juckreiz). Diese Verbesserungen
machen es dem Patienten möglich, seine an ihn gestellten Rollenerwartungen
besser zu erfüllen.
Die erreichten positiven Effekte auf die subjektiven Parameter tendieren
nach drei Monaten wieder in Richtung Ausgangswert, ohne diesen jedoch
zu erreichen, so dass sich eine gewisse Nachhaltigkeit des Therapieeffektes
zeigt.
Die objektiven Messparameter tendieren in Richtung einer Verbesserung
(Ausnahme: venöse Wiederauffüllzeit rechts), erreichen jedoch kein hinreichendes
Signifikanzniveau. Um diesbezüglich ein aussagekräftiges Ergebnis
zu erhalten, wären ggf. eine Vergrößerung der Stichprobe und andere bzw.
verfeinerte Messmethoden angebracht.
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Über den Widerspruch von religiöser Hoffnung und politischer Analyse in Adam Smith Theorie des freien Marktes
(2011)
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Burkhard Kühnemund
- Die zentrale These des vorliegenden Aufsatzes ist es, dass es ein Adam Smith-Problem im traditionellen Sinne nicht gibt, aber sehr wohl einen Selbstwiderspruch in Adam Smith ökonomischer Theorie.
Der Aufsatz behandelt zunächst die enge systematische Verbindung von Smith ökonomischer und ethischer Theorie. Die Verbindung beruht auf der Annahme eines höchsten Wesens und einer daraus gefolgerten prästabilisierenden Harmonie Dem religiösen Vertrauen auf eine natürliche Ordnung korresponiert der Glaube an die Gerechtigkeit des Marktes. Smith weitere politische Analyse produziert allerdings einen Selbstwiderspruch. Smith zeigt auf, dass die unternehmerischen Eigeninteressen dem Allgemeininteresse der Gesellschaft widersprechen und die Unternehmer zudem virtuoser und erfolgreicher beim Durchsetzen ihrer eigenen Interessen agieren als andere Marktakteure. Dennoch hält Smith an der Annahme fest, der Markt entfalte eine harmonisierende und den allseitigen Wohlstand fördernde Wirkung. Diese Annahme mutiert bei seinen Epigonen zu einer ontologischen Gewissheit.
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Ökosystem statt Nutzwald
(2011)
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Joachim Koch
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Äthiopische Handschriften – Restaurierungen – Eduard Rüppell – Arbeit der Spezialabteilungen : Posterpräsentation der UB Frankfurt a. M. ; 7. nationaler Aktionstag der Allianz Schriftliches Kulturgut Erhalten, 14. Mai 2011
(2011)
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Zwischenbericht der Goethe-Universität Frankfurt am Main zur Umsetzung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG
(2011)
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Zwischen Empire und Empower: Dekolonisierung und Demokratisierung
(2011)
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Nikita Dhawan
- In ihrem Buch „Cultivating Humanity“ formuliert Martha Nussbaum folgenden Appell: „(…) die Welt um uns herum ist unausweichlich international. Themen vom Handel bis zur Landwirtschaft – über die Menschenrechte bis hin zu der Linderung von Hungersnöten – fordern uns dazu heraus, den Blick über eng gefasste Gruppenloyalitäten hinaus zu wagen und weit entfernte Lebenswirklichkeiten zu berücksichtigen. (…) Die Kultivierung unserer Menschlichkeit in einer komplexen und ineinander verflochtenen Welt, bedarf eines Verständnisses über die Art und Weise in der gemeinsame Bedürfnisse und Ziele in unterschiedlichen Lebensverhältnissen je verschieden identifiziert und verfolgt werden“ (1997, 10). Diese Forderung, die das liberale westliche Individuum dazu aufruft, sich angesichts zunehmender globaler Interdependenzen für Belange verantwortlich zu zeigen, die über das jeweilige Eigeninteresse hinausgehen, erscheint auf den ersten Blick als ein überaus lobenswertes Unternehmen.
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Zwischen Alraune und Zimmerimmergrün : eine detaillierte Führung durch den Senckenbergischen Arzneipflanzengarten im Botanischen Garten Frankfurt am Main
(2011)
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Rüdiger Wittig
- Rezension zu: Theo Dingermann, Georg Schneider & Ilse Zündorf : Der neue Senckenbergische Arzneipflanzengarten im Botanischen Garten Frankfurt / Main, Eigenverlag 2010 ISBN 978-3-00-032497-0, 347 Seiten, 29,65 Euro, (zzgl. Versandkosten, bei Bestellung über die Autoren) 39,90 Euro (Buchhandel).
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Zusammenhang zwischen Studienerfolg im Medizinstudium und naturwissenschaftlichen Vorkenntnissen - eine prospektive Studie
(2011)
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Marina Nowack- van Dülmen
- Medizin gehört auch nach über 40 Jahren zu den zulassungsbeschränkten Fächern; die
Zulassung nach Leistung (Abiturnote) und Wartezeit befriedigt dabei nicht vollständig.
Die Eignung alternativer Kriterien für die Studienzulassung wurde bisher kaum
untersucht; angesichts der je nach Bundesland und Leistungsfächern heterogenen
Abituranforderungen wurden bisher auch keine Medizin-spezifischen Kriterien für die
Eignung als Zulassungskriterium untersucht, weder als Teilleistungen des Abiturs noch
als extracurriculare Aktivitäten.
Die vorliegende Studie untersucht die Bedeutung naturwissenschaftlicher Vorkenntnisse
für das Medizinstudium. Hierzu wurden das aktive Wissen in den Fächern Biologie,
Chemie, Physik und Mathematik in einer schriftlichen Klausur mit 40 offenen Fragen
an 3030 Studenten überprüft, was etwa 40% der Studienanfänger des Semesters an 14
Universitäten in Deutschland entsprach. Die Klausur wurde jeweils in den ersten vier
Wochen ihres ersten vorklinischen Semesters im Wintersemester 2004/2005
geschrieben; das Schwierigkeitsniveau der Fragen entsprach dem Lehrstoff der
Klassenstufen 10 bis 12 des Gymnasiums.
Im Durchschnitt beantworteten die Studienanfänger dabei 14,34 der 40 Fragen richtig
(36%). Aufgeteilt in die vier naturwissenschaftlichen Fächer zeigte sich, dass in den
Fächern Biologie und Mathematik jeweils über 40% der Fragen richtig beantwortet
wurden, während der Anteil der richtigen Antworten in den Fächern Chemie und Physik
mit 22% beziehungsweise 19% deutlich niedriger lag.
Die Studienanfänger in der Bundesrepublik Deutschland zeigten erhebliche
Wissenslücken auf. Im Weiteren wird in der vorliegenden Studie der Zusammenhang
zwischen den naturwissenschaftlichen Abiturnoten und -fächern der Studenten, den
naturwissenschaftlichen Kenntnissen (gemäß Klausur) und dem Studienerfolg,
gemessen an den Physikumsnoten, untersucht.
Anzustreben wäre eine bessere Vorbereitung der Studienanwärter in grundlegenden
naturwissenschaftlichen Kenntnissen, entweder in den Gymnasien oder in den ersten
vorklinischen Semestern. Dies könnte durch Medizin-spezifische Aufnahmetests vor Studienbeginn oder durch zusätzlich angebotene, freiwillige oder verpflichtende Kurse
in den naturwissenschaftlichen Fächern erfolgen, um den späteren Studienerfolg zu
gewährleisten beziehungsweise zu verbessern.
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Zur Kommerzialisierung der Krankenversorgung - solidarische Alternativen sind möglich!
(2011)
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Hans-Ulrich Deppe
- Das vorliegende Diskussionspapier ist die erweiterte and aktualisierte Fassung des
Kapitels „Neoliberalismus und Arzt-Patient-Beziehung“ meines Buches „Zur sozialen
Anatomie des Gesundheitswesens. Neoliberalismus und Gesundheitspolitik in
Deutschland“ (Frankfurt 2005). Es geht dabei um die Ökonomisierung bzw.
Kommerzialisierung eines sozialen Bereiches, der davor lange Zeit verschont wurde. Der
Einfluss von Markt und Wettbewerb auf die Arzt-Patient- Beziehung werden beschrieben
und analysiert sowie auf daraus folgende wichtige Veränderungen hingewiesen. Dabei
zeigt sich, dass der Patient zunehmend zum Kunden wird und der Arzt immer intensiver
unternehmerisch zu denken hat. Der Ermessensspielraum für ärztliche Entscheidungen,
von Indikationsstellungen und therapeutischen Interventionen, werden davon nicht
unerheblich berührt. Daraus ergeben sich ethische Aspekte, die schon vor einigen
Jahrzehnten von der „kritischen Medizin“ beklagt wurden. Gesundheit wird hier als
Menschenrecht gesehen. Als Gegenmodell zur um sich greifenden Kommerzialisierung
gelten neue Formen der Versorgung, die auf der Basis von Solidarität beruhen.
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Zur Entwicklung der Schulstruktur in den neuen Bundesländern
(2011)
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Valentin Merkelbach