Universitätspublikationen
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Wound healing in mice with high-fat diet- or ob gene-induced diabetes-obesity syndromes: a comparative study
(2010)
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Oliver Seitz
Christoph Schürmann
Nadine Hermes
Elke Müller
Josef Martin Pfeilschifter
Stefan Frank
Itamar Goren
- In the past, the genetically diabetic-obese diabetes/diabetes (db/db) and obese/obese (ob/ob) mouse strains were used to investigate mechanisms of diabetes-impaired wound healing. Here we determined patterns of skin repair in genetically normal C57Bl/6J mice that were fed using a high fat diet (HFD) to induce a diabetes-obesity syndrome. Wound closure was markedly delayed in HFD-fed mice compared to mice which had received a standard chow diet (CD). Impaired wound tissue of HFD mice showed a marked prolongation of wound inflammation. Expression of vascular endothelial growth factor (VEGF) was delayed and associated with the disturbed formation of wound margin epithelia and an impaired angiogenesis in the reduced granulation tissue. Normal wound contraction was retarded and disordered. Wound disorders in obese C57Bl/6J mice were paralleled by a prominent degradation of the inhibitor of NFκB (IκB-α) in the absence of an Akt activation. By contrast to impaired wound conditions in ob/ob mice, late wounds of HFD mice did not develop a chronic inflammatory state and were epithelialized after 11 days of repair. Thus, only genetically obese and diabetic ob/ob mice finally developed chronic wounds and therefore represent a better suited experimental model to investigate diabetes-induced wound healing disorders.
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Assessment of liver fibrosis and associated risk factors in HIV-infected individuals using transient elastography and serum biomarkers
(2012)
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Johannes Vermehren
Annika Vermehren
Axel Mueller
Amina Carlebach
Thomas Lutz
Peter Gute
Gaby Knecht
Christoph Sarrazin
Mireen Friedrich-Rust
Nicole Forestier
Thierry Poynard
Stefan Zeuzem
Eva Herrmann
Wolf-Peter Hofmann
- Background: Liver fibrosis in human immunodeficiency virus (HIV)-infected individuals is mostly attributable to co-infection with hepatitis B or C. The impact of other risk factors, including prolonged exposure to combined antiretroviral therapy (cART) is poorly understood. Our aim was to determine the prevalence of liver fibrosis and associated risk factors in HIV-infected individuals based on non-invasive fibrosis assessment using transient elastography (TE) and serum biomarkers (Fibrotest [FT]).
Methods: In 202 consecutive HIV-infected individuals (159 men; mean age 47 ± 9 years; 35 with hepatitis-C-virus [HCV] co-infection), TE and FT were performed. Repeat TE examinations were conducted 1 and 2 years after study inclusion.
Results: Significant liver fibrosis was present in 16% and 29% of patients, respectively, when assessed by TE (≥ 7.1 kPa) and FT (> 0.48). A combination of TE and FT predicted significant fibrosis in 8% of all patients (31% in HIV/HCV co-infected and 3% in HIV mono-infected individuals). Chronic ALT, AST and γ-GT elevation was present in 29%, 20% and 51% of all cART-exposed patients and in 19%, 8% and 45.5% of HIV mono-infected individuals. Overall, factors independently associated with significant fibrosis as assessed by TE (OR, 95% CI) were co-infection with HCV (7.29, 1.95-27.34), chronic AST (6.58, 1.30-33.25) and γ-GT (5.17, 1.56-17.08) elevation and time on dideoxynucleoside therapy (1.01, 1.00-1.02). In 68 HIV mono-infected individuals who had repeat TE examinations, TE values did not differ significantly during a median follow-up time of 24 months (median intra-patient changes at last TE examination relative to baseline: -0.2 kPa, p = 0.20).
Conclusions: Chronic elevation of liver enzymes was observed in up to 45.5% of HIV mono-infected patients on cART. However, only a small subset had significant fibrosis as predicted by TE and FT. There was no evidence for fibrosis progression during follow-up TE examinations.
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Über die Wirkung von Lehmpackungen auf die Lebensqualität und die Stauungsbeschwerden bei Patienten mit chronisch venöser Insuffizienz (CVI)
(2011)
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Karin Redlich
- Bei der chronisch venösen Insuffizienz (CVI) handelt es sich um einen im
Bereich der unteren Extremität lokalisierten varikösen Symptomenkomplex
bestehend aus Beschwerden wie Schmerzen, Schwere-, Spannungsgefühl, Juckreiz
uvm. Dazu kommen stadienabhängig trophische Hautveränderungen,
bedingt durch veränderte Kapillarmorphologie und -dichte. Diese Veränderungen
können, je nach Ausprägungsgrad, von Hyperpigmentation über
Dermatitis, Corona phlebectatica paraplantaris, Atrophie blanche bis hin
zum floriden Ulcus cruris venosum reichen.
In der Bundesrepublik Deutschland leiden ca. 10-15 Millionen Menschen
an einer manifesten CVI. Der CVI kommt aufgrund ihrer hohen Prävalenz
eine hohe sozialmedizinische und sozialökonomische Bedeutung zu.
Der pathophysiologische Mechanismus, der der CVI zugrunde liegt, ist
bei Hinzukommen von begünstigenden Faktoren, z.B. Orthostasebelastung,
in der Entwicklung von insuffizienten Venenabschnitten oder Insuffizienzpunkten
im Bereich der Venenklappen oder anderen am Rücktransport des
Blutes zum Herzen beteiligten Mechanismen zu suchen.
Eine Vielzahl von Therapieverfahren, wie etwa operative Eingriffe und
Sklerosierungen, sind auf die Ausschaltung dieser Insuffizienzpunkte ausgerichtet.
Diese Verfahren sind gründlich erforscht und durch klinische Studien
wohldokumentiert. Ihre Grenzen liegen zum einen in möglichen Nebenwirkungen,
zum anderen in der grundlegend chronisch degenerativen Natur
der Erkrankung, deren Ursachen durch solche Therapieformen nicht erfasst
werden.
Andere, nicht invasive und meist physikalische Therapieformen zielen auf
eine Verbesserung der subjektiv empfundenen Lebensqualität ab. So ist
etwa die Wirksamkeit von kalten hydrotherapeutischen Anwendungen wie
Knie- oder Beingüssen, Wassertreten, Lehm-Wadenwickeln oder wechselwarmen
Anwendungen nach Kneipp auf die subjektiven Beschwerden mehrfach
beschrieben und in evidenten Studien belegt worden.
Wie es sich in diesem Zusammenhang mit der Wirksamkeit kalter Lehmpackungen,
so wie sie als ortsgebundenes Heilmittel in Kurbädern Anwendung
finden, verhält, ist hingegen bis dato nicht systematisch ergründet worden. Um diesen Mangel zu beheben, wurde die vorliegende randomisierte,
kontrollierte Studie zur Wirksamkeit von kalten Lehmpackungen auf die
Beine von CVI-Patienten entworfen. In dieser Studie wurden zum einen
die Wirkungen dieser Behandlungsform auf die subjektiv erfassten Größen
Lebensqualität, Schmerzen und Stauungsbeschwerden ermittelt, unter Anwendung
des SF (short form) 36-Fragebogens und der visuellen Analogskala
(VAS). Als Hauptzielgröße wurde die subjektiv empfundene Lebensqualität
gewählt. Zum anderen wurden die objektiven Messparameter Knöchel-,
Wadenumfang, transkutan gemessener Sauerstoffpartialdruck und die venöse
Wiederauffüllzeit als Nebenzielgrößen erfasst.
Im direkten Anschluss an die Therapie lassen sich signifikante Verbesserungen
der subjektiven Messparameter verzeichnen. Diese fallen bei den
krankheitsspezifischen Faktoren und im körperlichen Lebensqualitätsprofil
deutlicher aus als im psychischen Lebensqualitätsprofil. Innerhalb des
körperlichen Lebensqualitätsprofils wiederum zeigen sich die deutlichsten
Verbesserungen bei der körperlichen Rollenfunktion, gefolgt von den körperlichen
Schmerzen. Das psychische Lebensqualitätsprofil weist die deutlichste
Verbesserung bei der emotionalen Rollenfunktion auf. Diese Ergebnisse
lassen sich in der vorliegenden Kombination vor dem Hintergrund der Beobachtungen
erklären, dass zum einen die CVI eine chronisch degenerative
körperliche Erkrankung ist, deren Effekte sich vornehmlich in körperlichen
und psychischen Funktionalitätseinbußen manifestieren, und dass sich zum
anderen das Patientenkollektiv der Studie durch fortgeschrittenes Alter und
einen insgesamt unterdurchschnittlichen gesundheitlichen Allgemeinzustand
auszeichnet. Alter und gesundheitlicher Allgemeinzustand wiederum gehen in
erster Linie mit dauerhaft empfundenen Beeinträchtigungen der körperlichen
und psychischen Rollenfunktionen einher. Durch die Lehmpackungen gelingt
nun eine Reduktion der Schmerzen und anderer Beeinträchtigungen der
körperlichen Befindlichkeit (Schweregefühl, Juckreiz). Diese Verbesserungen
machen es dem Patienten möglich, seine an ihn gestellten Rollenerwartungen
besser zu erfüllen.
Die erreichten positiven Effekte auf die subjektiven Parameter tendieren
nach drei Monaten wieder in Richtung Ausgangswert, ohne diesen jedoch
zu erreichen, so dass sich eine gewisse Nachhaltigkeit des Therapieeffektes
zeigt.
Die objektiven Messparameter tendieren in Richtung einer Verbesserung
(Ausnahme: venöse Wiederauffüllzeit rechts), erreichen jedoch kein hinreichendes
Signifikanzniveau. Um diesbezüglich ein aussagekräftiges Ergebnis
zu erhalten, wären ggf. eine Vergrößerung der Stichprobe und andere bzw.
verfeinerte Messmethoden angebracht.
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Experimentelle Optimierung der Kontrastmittelkonzentration für die MDCT unter Berücksichtigung der Strahlenbelastung
(2011)
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Jessen Gurung
- Ziel: Experimentelle Optimierung der Kontrastmitteldichte und Evaluation des Einflusses
der Kontrastmitteldichte auf die Strahlendosis in der Multidetektor
Computertomographie (MDCT) beziehungsweise welchen Einfluss hat die Dosis (kV
und mAs) auf das Kontrastverhalten.
Material und Methoden: 100 ml unverdünntes Kontrastmittel (Imeron 400 MCT, Nycomed, Konstanz,
Germany) wurde in einer Verdünnungsreihe jeweils (um die Hälfte bis KM5) mit 0,9%
NaCl verdünnt (KM 1 bis KM 31). KM 31 enthält demnach nur noch reines 0,9 %
NaCl. Die Verdünnungsreihe wurde in einem 16 Zeilen-CT (Sensation 16, Siemens
Medical System, Erlangen, Germany) mit 5 mm Schichtdicke und einem Inkrement
von 0,75 mm gescannt (Scann-Protokoll: 80, 100, 120 und 140 kV jeweils mit 20, 50,
80, 110 und 140 mAs). Nach dem Scan erfolgten MIP Rekonstruktionen in
coronarer Schichführung mit 2, 5 und 10 mm Schichtdicke. Die KM-Dichte (HE)
wurde jeweils in 2, 5 und 10 mm Schichtdicke gemessen. Um die Dosiswerte zu
bestimmen wurden das „Dose Length Product“ (DLP) und das „ Volumen-Computer-
Tomographie-Dosis-Index“ (CTDIvol) für jedes Scann-Protokoll berechnet.
Ergebnisse: Die Verdünnungsreihe 10 (KM 10) zeigte bei 80kV den identischen Kontrast (im
Mittel 543,00 HE) wie die Verdünnungsreihe 5 (KM 5) bei 140 kV (im Mittel 527,52
HE). KM 5 beinhaltete 6,25 ml Imeron 400 MCT mit 93,75 ml 0,9% NaCl, KM 10 beinhaltete 3 ml Imeron 400 MCT verdünnt mit 97 ml 0,9% NaCl. Dies bedeutet ein
Einsparungspotential von mehr als 50% an Kontrastmittel. Die niedrigste Dosis bei
bestem Kontrast und vertretbarem Rauschen ergab sich für die Verdünnungsreihe 14
(KM 14) bei 80 kV/140 mAs mit Dichtewerten von 197,00 HE und einem DLP von
128 μGym2 und für die Verdünnungsreihe 13 (KM13) bei 100 kv/80 mAs mit
Dichtewerten von 222,03 (DLP von 149 μGym2).
Schlussfolgerung: Auch bei niedrigen Strahlendosen besteht weiterhin ein Einsparungspotential für
Kontrastmittel mit der Möglichkeit einer weiteren Reduktion kontrastmittelinduzierter
Nebenwirkungen. Der Röhrenstrom (mAs) hat keinen Einfluss auf das
Kontrastverhalten. Die Dichte wird sehr stark von der Röhrenspannung (kV)
beeinflusst - mit niedriger kV-Werte wird der Kontrast erhöht. Diese Tatsache können
zur Strahlenreduktion genutzt werden.
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Pleiotrope Mechanismen von FTY720 in intestinalen Epithelzellen
(2007)
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Sophia Okouoyo
- FTY720, ein synthetisches Sphingosin Analogon von Myriocin, ist ein neuartiger
Immunomodulator, der in vivo Homing und Migration von Lymphozyten moduliert
und hierbei die Immunantwort in verschiedenen Transplantations- und
Autoimmunmodellen hemmt. Zudem konnte in aktuellen Untersuchungen ein
ausgeprägter Anti-Tumor-Effekt von FTY720 in mehreren Krebszelllinien,
einschließlich Leukämie-, Lymphoma- und Glioma-Zellen dargelegt werden. In vitro
Versuche zeigten, dass FTY720 die Proliferation von malignen Zellen hemmt
und/oder Apoptose in Krebszellen induziert. Im Rahmen dieser Dissertation
untersuchten wir zum ersten Mal die biologischen Wirkungen von FTY720 in
humanen Kolonkarzinomzellen.
Zunächst wurde die Auswirkung von FTY720 auf das Wachstumsverhalten von drei
verschiedenen Kolonkarzinomzelllinien (Caco-2, HT-29 und HCT-116) durch die
Messung der Zell-Proliferation mittels BrdU-Einbau und Kristallviolett-Assay sowie
der Stoffwechselaktivität im MTT-Test ermittelt. Die Behandlung dieser Zelllinien
mit steigenden Konzentrationen von FTY720 (6-15 μM) führte zu einer dosis- und
zeitabhängigen Verminderung der Zell-Überlebensrate. Zur Charakterisierung dieser
Hemmung der Proliferation untersuchten wir mit Hilfe von Western blot Analysen die
Expression wichtiger Faktoren der Zellzykluskontrolle in Caco-2-Zellen unter
Wirkung von FTY720. Dabei konnten wir zeigen, dass die Expression des Cdk-
Inhibitor p27Kip1 hochreguliert wird, während die von Cyclin D1 und Cdk4 stark
reduziert werden, was auf einen Zellzyklusarrest in der G1-Phase hindeutet. Die
nachfolgende Untersuchung hinsichtlich einer Induktion von Apoptose zeigte eine
Steigerung der DNA-Fragmentierung nach Behandlung mit FTY720, begleitet von
einer Zunahme der Bax/Bcl-2-Ratio als Zeichen einer Aktivierung des
mitochondrialen (intrinsischen) Weges, und letztendlich einer Aktivierung von
Caspase-3. Ferner stellten wir fest, dass FTY720 zu einer signifikanten Steigerung der
TRAIL-Protein-Expression führt und so möglicherweise Apoptose ebenfalls über den
extrinsischen Signalweg vermittelt. Schließlich konnte gezeigt werden, dass der Anti-
Tumor-Effekt von FTY720 mit einer Hemmung der Phosphorylierung von
p44/42MAPK, terminalem Stellglied des Ras/MAPK-Signalweges, und einer Induktion der Expression von PTEN, einem negativem Regulator des PI3K/Akt-Signalweges,
einhergeht.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass FTY720 in vitro im kolorektalen Karzinom
einen ausgeprägten Anti-Tumor-Effekt besitzt, welcher durch eine Inhibition des
Zellwachstums über einen G1-Zellzyklusarrest und eine Induktion der Apoptose über
den extrinsischen und den intrinsischen Weg vermittelt wird.
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Langzeit-Followup bei supraanulärem Aortenwurzelersatz durch einen pulmonalen Autograft bei Patienten mit bikuspider Aortenklappe
(2010)
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Sinthu Theres Karthikapallil
- Die Operation nach Ross ist ein sicherer und effektiver Weg zur Behandlung
von Patienten mit bikuspiden Aortenklappen.
Es handelt sich dabei um eine komplexe und technisch anspruchsvolle
Operation, die einen potentiell lebenslang haltbaren Ersatz für eine erkrankte
Aortenklappe ohne Notwendigkeit einer dauerhaften Antikoagulantientherapie
bietet.
Sie stellt daher für viele Patienten eine attraktive Alternative zu herkömmlichen
Aortenklappenersatz-Operationen dar.
Potentielle postoperative Risiken jedoch sind die Entwicklung von Insuffizienzen
des pulmonalen Autografts bzw. Stenosen des pulmonalen Homografts.
Anpassung der asymmetrischen Aortenwurzel an die Symmetrie des Autograft
ist entscheidend für das Erreichen einer primär kompetenten und
spannungsfreien Klappenaktion.
Reoperation bei Entwicklung eines Pseudoaneurysmas ist eine
Hauptkomplikation und unterstreicht die Bedeutung der Verstärkung der
verbliebenen subaortalen Anuluswand durch z.B. ein Perikardpatch nach
Ringdekalzifikation.
In dieser retrospektiven Studie wurden deshalb die klinischen und
echokardiographischen Ergebnisse der Anwendung des pulmonalen Autografts
in Wurzelersatztechnik an 75 Patienten innerhalb eines Zeitraums von bis zu 10
Jahren dargestellt.
Eine Aortenklappeninsuffizienz dritten bis vierten Grades zeigte sich bei zwei
Patienten, die jedoch zu einem Klappenersatz mittels mechanischer Prothese
führten.
Der maximale transaortale Druckgradient befand sich bei den meisten
Patienten im physiologischen Bereich. Im Spätverlauf wurden ein Homograftund
fünf Autograftwechsel vorgenommen.
Die Freiheit von klappenbezogenen Todesfällen betrug 97,3 %, die Freiheit von
klappenbedingten Reoperationen 86,7 %.
Der Vergleich mit Untersuchungen anderer Operationsteams zeigte ähnlich
gute Ergebnisse – auch wenn unterschiedliche Implantationstechniken
verwendet wurden.
In dieser Studie führte die Ross-Operation zu exzellenten Ergebnissen bei einer
Nachbeobachtungszeit von bis zu 10 Jahren.
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Genetische Polymorphismen der am Vitamin-D-Metabolismus beteiligten Proteine als Risikofaktoren für das differenzierte Schilddrüsenkarzinom
(2011)
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Julienne Stern
- Das Schilddrüsenkarzinom (SK) ist der häufigste maligne endokrine Tumor des
Menschen. Histologisch lässt er sich in eine differenzierte (papilläre: pap, follikuläre:
fol) und eine undifferenzierte (anaplastische, medulläre) Form unterteilen.
Bisher gilt die Strahlenexposition im Kindesalter als einzig gesicherter Risikofaktor
für die Entstehung des differenzierten SK.
Vitamin D hat neben seiner zentralen Regulationsfunktion im Calcium- und
Phosphatstoffwechsel antiproliferative, apoptotische, antiangiogenetische und
immunmodulierende Eigenschaften und ist daher mit der Pathogenese von Tumoren
assoziiert.
Auf der Suche nach genetischen Risikomarkern für das differenzierte SK hat die
vorliegende Arbeit Polymorphismen und Haplotypen der am Vitamin D Metabolismus
beteiligten Enzyme, der 25-Hydroxylase (CYP2R1-rs10741657), der 1α-
Hydroxylase (CYP27B1-rs10877012), der 24-Hydroxylase (CYP24A1-rs2296241,
CYP24A1-rs2248137) sowie des Vitamin D bindenden Proteins (DBP-rs4588,
DBP-rs7041) und des Vitamin D Rezeptors (ApaI, BsmI, FokI, TaqI) untersucht.
Im gesamten Patientenkollektiv war das Allel G des CYP24A1-rs2296241-SNP
und das Allel A des CYP27B-rs10877012-SNPs im Vergleich zu den gesunden
Kontrollen häufiger vorzufinden. In der Untergruppe der Patienten mit ausschließlich
fol SK zeigte sich das Allel a des ApaI-SNPs öfter. Bei allen erkrankten
Frauen kam das Allel A des CYP27B-rs10877012-SNPs zahlreicher vor.
Während das Allel C des DBP-rs4588-SNP, das Allel G des DBP-rs7041-SNPs,
die Genotypen aa und Aa des ApaI-SNPs bei Frauen mit fol SK häufiger vorkamen,
wurde das Allel A des CYP27B-rs10877012-SNPs bei Frauen mit pap SK
vermehrt vorgefunden. Bei Männern mit fol SK waren der Genotyp GG und AA
und das Allel G des CYP24A1-rs2296241-SNP vielfacher vorzufinden und bei
Männern mit pap SK das Allel G des CYP24A1-rs2248137-SNP. Die verbleibenden
untersuchten Polymorphismen CYP2R1-rs10741657, FokI, TaqI und BsmI
zeigten keine Assoziation mit dem differenzierten SK. Die oben aufgeführten
Genotypen bzw. Allele können folglich als Risikomarker für das differenzierte
SK gelten. Da sich das fol SK in der Feinnadelbiopsie nicht vom fol Adenom
abgrenzen lässt, könnten die in der Subgruppe der fol SK häufiger vorgefundenen
Allele möglicherweise als diagnostische Marker zur präoperativen Planung
beitragen.
SNPs können zu funktionellen Unterschieden ihrer Proteine führen und damit
direkte Auswirkungen auf den Vitamin D-Spiegel und die Tumorgenese haben.
Daher wurden die Genotypen mit den Vitamin D-Spiegeln korreliert. Die Genotypen
CC und AC von DBP-rs4588, sowie die Genotypen GT von DBP-rs7041, GG
und AG von CYP2R1-rs10741657, AC und CC von CYP27B1-rs10877012, CG von
CYP24A1-rs2248137, AA von CYP24A1-rs2296241 und FF von FokI waren mit einem
niedrigeren 1,25(OH)2D3-Spiegel assoziiert. Die Korrelation mit 25(OH)D3
war unauffällig. Folglich können diese Genotypen für den niedrigen
1,25(OH)2D3-Spiegel einerseits selbst verantwortlich sein oder aber andererseits
in einem starken Linkage Disequilibrium zu einem dafür ursächlichen Genotyp
stehen. In jedem Fall könnten sie eine schlechtere Prognose für das differenzierte
SK bedeuten.
Da mehrere SNPs zusammen die Tumorgenese beeinflussen können, hat die
vorliegende Arbeit Haplotypen des CYP24A1-rs2248137 und des CYP24A1-
rs2296241, sowie den vier SNPs des VDR und den beiden DBP-SNPs gebildet.
Die Auswertung auf eine Assoziation mit dem differenzierten SK ergab zahlreiche
Haplotypen, die je nachdem ob sie häufiger oder seltener vorkamen, als
Risikomarker oder protektive Marker gehandelt werden können.
Zahlreiche Krebsarten sind mit einem Vitamin D-Mangel assoziiert. Daher wurde
überprüft ob dies auch für das SK zutrifft. Während die 25(OH)D3-
Konzentration bei Patienten mit differenziertem SK im Normalbereich lag, war
1,25(OH)2D3 statistisch signifikant erniedrigt. Diese Ergebnisse zeigen, dass
sich das SK durch einen noch ungeklärten Mechanismus vor dem antikanzerogenen
1,25(OH)2D3 schützt.
Die vorliegende Arbeit hat erstmals SNPs und Haplotypen der am Vitamin D
Metabolismus beteiligten Proteine im Hinblick auf das differenzierte SK untersucht
und konnte eine Assoziation belegen. Außerdem konnte gezeigt werden,
dass das SK mit niedrigen 1,25(OH)2D3-Spiegeln verbunden ist und stützt damit
die These, nach der diverse Tumorarten mit einem 1,25(OH)2D3-Mangel einhergehen.
Die vorgefundene Assoziation von genetischen SNPs und Haplotypen
mit dem differenzierten SK legt funktionelle Unterschiede der Proteine nahe.
Weitere Untersuchungen sind daher notwendig um die vorgefundene Assoziation
zu fundieren.
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Lipid-laden alveolar macrophages and pH monitoring in gastroesophageal reflux-related respiratory symptoms
(2012)
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Richard Kitz
Hansjosef Böhles
Martin Rosewich
Markus A. Rose
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Selbst-Objekt-Beziehungen : bei PatientInnen mit manischen Störungen
(2011)
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Heike Will
- Die vorliegende Studie untersucht elf PatientInnen mit manischen Episoden in der
Vorgeschichte. Keiner war bisher wegen einer depressiven Episode stationär behandelt
worden (ICD 10 F31.8). Der Untersuchungszeitpunkt liegt im krankheitsfreien
Intervall. Dieser psychiatrischen Gruppe gegenübergestellt werden 11 bzw. 22 stationäre,
somatisch erkrankte PatientInnen (gematcht nach Alter und Geschlecht). Als
Meßinstrumente dienen das idiografische Verfahren der Repertory Grid-Technik und
der standardisierte Gießen-Test, zusätzlich ein halbstandardisiertes Interview zur Erfassung
der anamnestischen Daten.
Mit dem Gruppenvergleich und dem hypothesengenerierenden Ansatz aus den Kasuistiken
werden für das Selbstkonzept und die interpersonelle Bewältigung der Erkrankung
bedeutsame Persönlichkeitsdimensionen erfasst. In der Literatur ist der
„Typus manicus“ (V. ZERSSEN, 1986, HECHT ET AL, 1997), die hypomanische Grundstimmung
und der Bezug auf soziale Normen und Konventionen (KRÖBER, 1988) beschrieben.
SAUER, RICHTER ET AL (1997) erarbeiteten einen höheren Wert für Extraversion
und geringere Rigidität bei manisch Erkrankten gegenüber unipolar Depressiven,
aber mehr Rigidität und Isolationstendenz und weniger Normorientiertheit als
bei Gesunden. Ebenso werden Bipolar I Erkrankten mehr Persönlichkeitsanteile, wie
emotionale Stärke/Stabilität, Gelassenheit, Selbstvertrauen, Ich-Kontrolle, aber auch
mehr hysterische Züge und Neurotizismus als psychisch Gesunden zugeschrieben
(SOLOMON ET AL., 1996).
Unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse aus der Literatur wird angenommen, dass
sich die unipolar manischen PatientInnen durch verschiedene Persönlichkeitsdimensionen
und auffällige interpersonelle Objektbeziehungen von der somatisch erkrankten
Gruppe unterscheiden. Es werden prägnant mehr und häufiger Charakterzüge des
„Typus manicus“ (höheres Selbstwertgefühl, unabhängig, unkonventionell, geringere
Normorientiertheit, phantasievoll, leichtfertig, extravertiert) in der psychiatrischen
Gruppe vermutet. Ebenso wird ein idealisiertes, hochambivalentes Vaterbild erwartet,
als Zeichen des eher väterlichen Über-Ichs (MENTZOS, 1995). Darüber hinaus wird
eine problematische Paarbeziehung zur Stabilisierung der eigenen intrapsychischen
Anteile erwartet. Auf der Basis eines objektbeziehungstheoretischen Modells der Depression
und Manie wird ein dynamischer Zusammenhang zwischen der Regulation
des Selbstwertgefühls und den interpersonellen Beziehungsmustern postuliert.
Um das Selbstwertgefühl zu erfassen, werden in der Repertory Grid-Technik die
Selbstelemente (Selbst, Ideal-Selbst, normatives Selbst) vorgegeben. Zur Beurteilung
231
der Objektbeziehungen werden die Elemente Mutter, Vater und PartnerIn hinzugefügt.
Die gleichen Selbst- und Fremdbilder werden mit dem Gießen-Test erfragt.
Das Konstruktsystem der psychiatrischen PatientInnen ist weder eingeengt noch
zeigt es eine Denkstörung. Der Aufbau, untersucht an der Verteilung auf die Hauptkomponenten,
ist vergleichbar mit dem der Kontrollgruppe.
Deutlich wird ein höheres Selbstwertgefühl in der psychiatrischen Gruppe gegenüber
der somatischen Kontrollgruppe durch eine geringere mittlere Distanz zwischen dem
Selbst und Ideal-Selbst in der Repertory Grid-Technik. Es kann ein relativ hohes
Selbstwertgefühl einer zum Befragungszeitpunkt symptomfreien Gruppe zugeordnet
werden. Dies kann aber nicht durch die mittlere Distanz zwischen Selbst und normativem
Selbst gestützt werden. In den Einzelfällen zeigt keine ProbandIn ein niedriges,
neun ein normales und zwei ein hohes Selbstwertgefühl. Dieses zu den Charakterzügen
des „Typus manicus“ passende höhere Selbstwertgefühl lässt sich durch den
Gießen-Test nicht bestätigen. Die erwartete hypomanischere Grundstimmung der untersuchten
Gruppe bestätigt sich nicht. Im Gegenteil, die psychiatrischen ProbandInnen
schätzen sich depressiver ein als die Kontrollgruppe.
Die Eigenschaften „unkonventionell“ und „weniger Normorientiertheit“ lassen sich
durch eine größere mittlere Distanz in der Repertory Grid-Technik zwischen Ideal-
Selbst und normativem Selbst beweisen. Dies zeigt sich auch im Gießen-Test.
Leider sind insgesamt im Mittel keine prägnanten Ergebnisse, sondern nur Tendenzen
zu erkennen. Die Hypothesen zum Selbstwertgefühl lassen sich in der Repertory
Grid-Technik lediglich durch Tendenzen bestätigen, die sich im Gießen-Test nicht
zeigen. Aber es wird zum ersten Mal für ein zur Zeit symptomfreies Kollektiv ein relativ
hohes Selbstwertgefühl im Repertory Grid nachgewiesen.
Bei der Betrachtung der Objektbeziehungen fällt eine große Varianzaufklärung des
phasenspezifischen Selbst unter den manisch Erkrankten in Repertory Grid-Technik
auf. Andere Elemente werden dadurch schwer interpretierbar. Wichtige Bezugspersonen
scheinen außer den Eltern FreundInnen und Bekannte zu sein. Die Mutter wird
am häufigsten als Konfliktperson genannt.
Die mittleren Distanzen zwischen den Selbstelementen und den Eltern im Repertory
Grid zeigen eine größere Nähe zum Vater. Dies deutet auf ein eher väterliches Introjekt,
bei hochambivalenter Beziehung (Distanz Ideal-Selbst zum Vater entweder auffällig
klein oder auffällig groß). Durch den Gießen-Test bestätigt sich die größere
Nähe des Ideal-Selbst und des normativen Selbst zum Vater, leider nicht die erwartete
Nähe des Selbst zum Vater.
Die Ergebnisse zu den Selbst-Objekt-Beziehungen sind deutlich und können meist
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durch den Gießen-Test bestätigt werden.
Die Repertory Grid-Technik eignet sich als individuumzentriertes, idiografisches
Testinstrument, um individuelle Beziehungsstrukturen auf kognitiver Ebene zu erfassen.
Dies wird anhand der Kasuistiken deutlich. Die Operationalisierung des Selbstwertgefühls
und der Selbst-Objekt-Beziehungen über die Mittelwerte bleibt schwierig.
Einzelne, für die Studie wichtige Elemente, sind aufgrund der geringen Varianzverteilung
schwer interpretierbar. Die zum Teil nicht übereinstimmenden Ergebnisse
zum Selbstwertgefühl aus beiden Testinstrumenten könnten durch die unterschiedlichen
für sie aktuellen Konstrukträume der Untersuchten bedingt sein. Eventuell ist
der standardisierte Raum des Gießen-Testes für viele manisch Erkrankte für intrapersonale
Strukturen nicht relevant. Sie haben sich, wie KRÖBER (1988) ausführt, im Verlauf
ihrer Erkrankung zu weit von dem Normalen entfernt.
Leider konnte aufgrund der schwer erreichbaren und sehr seltenen Erkrankung keine
größere Stichprobe untersucht werden. Es bietet sich an, die Ergebnisse auch mit
Hilfe anderer Testinstrumente an größeren Stichproben zu validieren.
Durch die Kombination aus Gruppenauswertung und Einzelfallbetrachtung wird
deutlich, dass auffällige Einzelbefunde oft nivelliert werden. Auch dies sollte an größeren
Stichproben mit der Möglichkeit von Untergruppierungen überprüft werden.
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Einfluss einer Vitamin-D-Therapie auf die Insulinresistenz und Stoffwechseleinstellung bei Patienten mit Typ-2-Diabetes-mellitus
(2011)
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Franziska Johanna Strobel
- Die Effekte von Vitamin D (VD) auf den Stoffwechsel wurden bisher meist bei
Nichtdiabetikern untersucht und erbrachten sehr kontroverse Ergebnisse. Das
Ziel unserer Studie war es, den Einfluss einer sechsmonatigen VD-Gabe von
1904 IU/d auf den Metabolismus bei Patienten mit nichtinsulinpflichtigem
Diabetes mellitus Typ 2 (DM Typ2) zu untersuchen. Dazu schlossen wir 86
Patienten mit DM Typ 2 in eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte
Studie ein. Während der ersten sechs Monate nahmen die
Patienten 20 Tropfen (1904 IE/d) Vigantol-Öl bzw. Placebo-Öl (mittelkettige
Triglyceride) einmal pro Woche zu sich. Dem folgten 6 Monate der
Nachbeobachtung. Zu Beginn und in dreimonatigen Abständen wurden 25-
OHD, 1α, 25(OH)2-OHD, PTH, Calcium, Phosphat, Körpergewicht, Body mass
index (BMI), Blutdruck, Nüchternglucose, HbA1c, Insulin, Homeostasis Model
Assessment-Index (Homa-Index) und C-Peptid bestimmt. Zu Studienbeginn
wiesen alle Patienten (n=86) im Median ein 25-OHD von 13,60 ng/ml (34
nmol/l) und somit einen VD-Mangel auf. Nach 6 Monaten der Therapie stieg der
25-OHD-Spiegel der Verumgruppe (n=40) um den Faktor 2,14 auf einen
Median von 28,4 ng/ml (71 nmol/l) an. Der mittlere Anstieg von 11,85 ng/ml in
der Verumgruppe (p<0,001) war signifikant stärker als in der Placebogruppe.
Während der Interventionszeit befand sich das 25-OHD der Verumgruppe im
Normbereich, wohingegen die Placebogruppe stets einen VD-Mangel aufwies.
In beiden Gruppen korrelierte der 25-OHD-Verlauf mit der jahreszeitlichen
Zuordnung der Studienvisiten. Innerhalb der sechsmonatigen Interventionszeit
nahm das PTH in beiden Gruppen ab, tendenziell jedoch stärker in der
Verumgruppe (p=0,08). Es zeigte sich keinerlei Zusammenhang zwischen PTH
und den anderen erfassten Parametern. Körpergewicht, systolischer Blutdruck
und Nüchternblutzucker zeigten keine signifikanten Veränderungen. Zu
Studienbeginn und in der Nachbeobachtungszeit war eine signifikante negative
Korrelation zwischen 25-OHD und BMI bei allen Probanden festzustellen.
Während der Interventionszeit zeigte sich dieser Zusammenhang allerdings nur
bei Patienten der Placebogruppe. Der HbA1c aller Patienten mit 25-OHDSpiegeln
>20 ng/ml (52,5nmol/l) war bei Studienbeginn (n=14) um 0,35%
(p=0,06), nach VD-Therapie (n=39) um 0,43% (p=0,05) niedriger im Vergleich
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zu Patienten mit 25-OHD >20 ng/ml. Eine signifikante negative Korrelation
zwischen 25-OHD und HbA1c war bei Studienbeginn (r= -0,33, p=0,002), sowie
nach sechsmonatiger VD-Therapie (r= -0,26, p=0,02) zu sehen. Des Weiteren
zeigten nach VD-Therapie alle Patienten mit 25-OHD-Serumspiegeln >20 ng/ml
(52,5 nmol/l) ein signifikant höheres C-Peptid (p=0,02), Insulin (p=0,03) und
einen höheren Homa-Index (p=0,09). Nach sechs Monaten der VD-Therapie
war eine signifikante positive Korrelation zwischen 25-OHD und C-Peptid
(r=0.27; p=0.02), Insulin (r=0.34; p=0.01) sowie Homa-Index (r=0.25; p=0.06) zu
sehen. Unsere Studie zeigt somit eine negative Korrelation zwischen 25-OHD
und BMI bei Patienten mit VD-Mangel, sowie einen negativen Zusammenhang
zwischen HbA1c und 25-OHD-Status. Ferner war bei Patienten mit einem 25-
OHD >20 ng/ml nach sechs Monaten der VD-Therapie ein signifikanter Anstieg
des C-Peptid, Insulin und Homa-Index festzustellen. Die VD-Therapie führte zu
einer signifikanten Verbesserung der Insulinsekretion, während die
Insulinresistenz weiterhin bestand. Interventionelle Studien mit größeren
Studienpopulationen und höheren VD-Dosen sind nötig, um unsere Ergebnisse
zu bestätigen.