Sondersammelgebiets-Volltexte Biologie
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Weitere Ergänzungen zur Brombeerflora Westdeutschlands
(1995)
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Heinrich E. Weber
- Vier in Deutschland neu nachgewiesene Brombeerarten (Rubus L. Rosaceae), von denen zwei neu beschrieben sind, werden behandelt: (1) Rubus laetus Beek (Sect. Rubus subsect. Rubus), nachgewiesen im mittleren Westfalen; (2) R. discors Beek (Sect. Rubus ser. Sylvatici [P.J. Müller] Focke), im westlichen Niedersachsen und Westfalen; (3) R. hilsianus H. E. Weber spec. nov. (Sect. Rubus ser. Glandulosi Wimmer & Grab.), im südöstlichen Niedersachsen, in Hessen (Taunus) und im Saarland; (4) R. loosii H. E. Weber spec. nov. (Sect. Corylifolii Lindley ser. Subthyrsoidei Focke), stellenweise häufig im mittleren Westfalen. Die Arten sind detailliert beschrieben und durch Fotos von Herbarexemplaren abgebildet. Ihre Ökologie und Verbreitung sind behandelt.
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Neufunde und Nachträge zur Flora des westlichen Niedersachsens und benachbarten Westfalens
(1996)
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Heinrich E. Weber
- Als Nachtrag zur "Flora von Südwest-Niedersachsen und dem benachbarten Westfalen"
(Weber 1995) werden neuere Fundorte bemerkenswerter Farn- und Blütenpflanzen mitgeteilt.
Dipsacus pilosus (L.) Swartz, Filago arvensis L., Leersia oryzoides L. und Schoenoplectus
pungens (Vahl)Palla, die im Gebiet längere Zeit verschollen waren, wurden an vorher meist unbekannten
Wuchsorten entdeckt. Erstmals nachgewiesen wurden Hieracium flagel/are Willd. und
Senecio sarracenicus
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Zur Nomenklatur der Brombeeren in Norddeutschland (Gattung Rubus L. sect. Corylifolii, Rosaceae)
(1990)
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Hildemar Scholz
Heinrich E. Weber
- Auf der Basis der Regeln des International Code of Botanical Nomenclature (ICBN) wird die Gültigkeit der Veröffentlichungen von Namen für Brombeeren der Sektion Corylifolii (Gattung Rubus L.) bei FRIDERICHSEN & GELERT (1887) und KRAUSE (1888, 1890) diskutiert. Hierbei wird deutlich, daß, wie bei der Anwendung von Gesetzesparagraphen auf konkrete Rechtsfälle, in bestimmten Fällen ein Ermessensspielraum gegeben ist, ob ein Name als gültig oder als nicht gültig veröffentlicht anzusehen ist.
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Eine neue Brombeerart aus Spanien
(1992)
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Heinrich E. Weber
Elena Monasterio Huelin
- Rubus lucensis H. E. WEBER & MONASTERIO-HUELIN (sect. Rubus ser. Pallidi W. C. R. WATSON) wird als neue Art beschrieben und abgebildet. Sie wurde bislang in zwei weit voneinander entfernten Gebieten Nordspaniens (Provinzen Lugo und Logronio) nachgewiesen.
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Einige bislang unbeschriebene oder falsch benannte Rubus-Arten in Mittel- und Nordeuropa
(1991)
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Heinrich E. Weber
- Vier neue Rubus-Arten sind beschrieben: (1) Rubus immodicus A. SCHUMACHER ex H. E. WEBER (sect. Rubus ser. Sylvatici), bislang bekannt aus dem Rheinland und aus Belgien, (2) Rubus pseudargenteus H. E. WEBER (sect. Rubus ser. Discolores, = R. argenteus sensu SUDRE pro parte, non WEIHE & NEES nec GMELIN), nachgewiesen in Westdeutschland (Rheinland), (3) Rubus norvegicus H. E. WEBER & A. PEDERSEN (sect. Corylifolii ser. Sepincoli, = R. rosanthus var. leiocarpus LINDEBERG, R. mortensenii auct. div., non E. H. L. KRAUSE quoad typum), häufig in Südnorwegen, außerdem in Schweden (Bohuslän) und zerstreut in Dänemark, (4) Rubus martensenii H. E. WEBER (sect. Corylifolii ser. Sepincoli), gefunden in Dänemark und in Nordwestdeutschland (besonders in Schleswiq-Hotstein). Die Arten sind abgebildet, und exemplarische Herbarbelege sind angegeben. Als Nachtrag zu SCHOLZ & WEBER (1990) ist außerdem die Nomenklatur einiger von E. H. L. KRAUSE (1888, 1890) benannter Arten der Sektion Corylifolii behandelt.
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Rubus raduloides (ROG.) SUDRE, eine bislang verkannte Art des europäischen Kontinents
(1974)
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Heinrich E. Weber
- Rubus raduloides (ROG.) SUDRE, eine bislang nur von England,
Wales und Schottland bekannte Brombeerart, ist ebenso auf dem Kontinent (in den Niederlanden,
Belgien und in der Bundesrepublik Deutschland) weit verbreitet, doch hier bisher
verkannt und mit anderen Arten verwechselt. Nomenklatorische Fragen, die Verbreitung
und Ökologie werden behandelt, und darüber hinaus wird eine detaillierte Beschreibung
mit Abbildungen dieser auch in Großbritannien oft falsch interpretierten Art gegeben, um
weitere Fehldeutungen zukünftig zu verhindern.
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Eine neue Gebüschgesellschaft in Nordwestdeutschland und Gedanken zur Neugliederung der Rhamno-Prunetea : mit 1 Tabelle
(1974)
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Heinrich E. Weber
- Das Pruno-Rubetum elegantispinosi (Pruno-Rubetalia) wird als neue
Gebüschgesellschaft auf kalkreicheren Böden in Hecken Niedersachsens und Westfalens
beschrieben. Darüber hinaus wird die Syntaxonomie der Rhamno-Prunetea behandelt. Es
wird gezeigt, daß die Rubi (Pseudo-Phanerophyta) mit ihren nur zweijährigen Schößlingen
nicht in der Lage sind, sich in geschlossenen, von echten ausdauernden Sträuchern (Nano-
Phanerophyta) gebildeten Gebüschen zu behaupten und daher nur als charakteristischer
«ubus-Mantel dieser echten Prunetalia-Gebüsche auftreten, wo sie als eine Art "Klammergesellschaft"
sowohl die echten Prunetalia wie auch die vorgelagerten Säume (Trifolio-
Geranieta, Alliarietalia) zum Teil miteinander verbinden. Im Interesse einer saubereren
nyntaxonomischen Fassung der (subatlantischen) Rhamno-Prunetea sind daher (besonders
an breiteren Hecken und in ausgedehnteren Gebüschen) innere brombeer- und weitgehend
auch krautfreie Bereiche (Prunetalia s.str.) von den äußeren Pruno-Rubetalia zu unters:::
heiden, die die Mantelzone der Prunetalia s. str. darstellen, oder auch insgesamt durch
schmale Hecken, Waldmänteloder durch noch offene Ptoruerstad.en der Prunetalia s. str.
repräsentiert werden können.
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Die Fische und Großkrebse der oberen und mittleren Hase
(1976)
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Heinrich E. Weber
- Der Fischbestand der Hase. eines 174 km langen Nebenflusses der Ems,
wird (im wesentlichen durch Umfrage bei den Fischereiberechtigten) für die insgesamt
93,2 km lange Strecke von der Quelle bis Quakenbrück ermittelt. Von den (mindestens)
28 ehemals vorhandenen einheimischen Arten sind 7 inzwischen verschollen oder nachweislich
ausgestorben, fast ebenso viele sind nur noch in Restbeständen erhalten. Die
Gründe für den Rückgang werden diskutiert. 5 Arten sind zusätzlich eingesetzt oder verwildert.
Die fischereilich wichtigen Arten können sich heute im Fluß nicht ausreichend
vermehren und werden planmäßig eingesetzt. Die Arten sind in charakteristischer Weise
auf die natürlichen Flußregionen verteilt und spiegeln andererseits auch die unterschiedlichen
Saprobieverhältnisse wider. Der noch um 1900 in der Hase und überhaupt im Raum
Osnabrück häufige Flußkrebs ist heute anscheinend bis auf eine einzige. unter Schutz
zu stellende Reliktpopulation an der oberen Wierau ausgestorben.
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Die Vegetation der Hase von der Quelle bis Quakenbrück
(1976)
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Heinrich E. Weber
- Die Vegetationsverhältnisse der Hase, eines 174 km langen Nebenflusses
der Ems, wurden im Sommer 1975 von der Quelle an auf einer Strecke von 93,3 km an
77 Probeabschnitten untersucht. Die Analysen konzentrierten sich dabei auf die Gefäßpflanzen
des Wassers und der Böschungen in ihrer Abhängigkeit von den natürlichen
und anthropogenen Standortsbedingungen. - Im Zusammenhang mit der Beschreibung
der Pflanzengesellschaften werden die morphologische und ökologische Plastizität der
vorkommenden Arten und die dadurch gegebenen Probleme für die syntaxonomische
Zuordnung amphibischer Gesellschaften behandelt. Die Arten werden je nach dem Grad
ihrer Polymorphie, ihrer Amphibie und ihres Standortoptimums in verschiedene Typen
eingeteilt. - Von den zahlreichen Pflanzen.gesellschaften der Hase sind die wichtigsten:
1) als Hydrophytengesellschaft das Sparganio-Potametum pectinati Ass. nov. Als einzige
in der Hase vorhandene gleichzeitig strömungs- und verschmutzungstolerante Gesellschaft
ist sie vor allem im Mittellauf verbreitet. 2) Als Helophytengesellschaft begleitet
das Sagittario-Sparganietum emersi TX. bis auf den quell nahen Oberlauf den Fluß zu
beiden Seiten bis zur Mündung. 3) Als nur periodisch überflutete Epigeophytengesellschaft
ist das Phalaridetum arundinaceae LIBB. parallel dazu an den Böschungen verbreitet.
Ein Vergleich der Hydrophytenflora von der Quelle bis Quakenbrück zeigt nach
einer arten armen quellnahen Strecke eine große Zunahme der Artenmannigfaltigkeit bis
Osnabrück, dann ein starkes Absinken und später bis Quakenbrück wieder eine allmähliche
Zunahme. Einige früher nachweislich auch unterhalb von Osnabrück verbreitete
Arten haben sich heute nur noch im Oberlauf halten können. - Es wird gezeigt, daß
zwischen der Diversität der Hydrophytenflora und den jeweiligen Saprobieverhältnissen
eine enge Abhängigkeit besteht. Dabei werden die Ursachen für das Absterben der Arten
diskutiert. Die vegetationskundlichen Befunde ergeben an den fünf Punkten, für die langfristige
hydrobiologische und chemische Analysen aus dem Zeitraum 1966-69 vorliegen
(NEUMANN 1975 u. a.) noch im Jahr 1975 eine vollständige Koinzidenz. Die Diversität der
Hydrophytenvegetation erweist sich somit als deutlicher Indikator für die ökologische
Beurteilung von Fließgewässern und erlaubt die Einordnung punktueller mikrobiologischer
und chemischer Meßstationen in ein Gesamtgefüge, denn wegen der raschen Erkennbarkeit
der Makrophyten und ihres Zeigerwerts für langfristig wirksame Bedingungen
kann ein Fließgewässer an allen Punkten seiner gesamten Strecke leicht und ohne mehrfache
Analysen ökologisch beurteilt werden. Der untersuchte Haselauf von der Quelle bis
Quakenbrück ist auf dieser Grundlage in unterschiedliche Abschnitte mit verschiedener
Gewässergüte zu gliedern, die oberhalb von Osnabrück zunächst die Klasse I, dann die
Klasse II durchläuft. Diese reicht noch bis in die Stadt hinein, sinkt dann durch verschiedene
Belastungen bis auf III ab und bessert sich erst allmählich wieder (etwa von der
Dütemündung an) bis auf II, wobei hinter der Stadt Bramsche noch einmal eine vorübergehende
Verschlechterung der Saprobieverhältnisse zu beobachten ist. Das 1975 erfaßte
Floreninventar der Hase ist in einem abschließenden Verzeichnis mit 322 Gefäßpflanzen
zusammengestellt.
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Das Lechtegor. Vegetationsentwicklung eines Sees nach Umgestaltung der Landschaft im südlichen Emsland
(1977)
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Heinrich E. Weber
- Die Vegetationsverhältnisse des Lechtegors, eines meso- bis schwach
eutrophen Sees 7 km südlich von Haselünne im Landkreis Lingen, werden behandelt.
Der einstmals natürliche Zustand ist nach Flurbereinigungsmaßnahmen seit etwa 10
Jahren in starker Umwandlung begriffen: Durch Absenkung des Grundwassers sind
der nasse Bruchwald und Weidengürtel sowie Teile des Röhrichts trockengefallen.
Nach Ausbau eines in den See geleiteten Vorfluters trat eine zunehmende Hypertrophierung
ein, die inzwischen zur Bildung einer mächtigen Faulschlammschicht geführt
hat, durch die die freie Wassertiefe von einst wohl fast 20 m auf nur 2 bis 2,5 m
eingeengt wurde. Einige Pflanzen und Pflanzengesellschaften sind infolge dieser Entwicklung
ausgestorben, bei anderen haben sich charakteristische Umwandlungen
ergeben, die im einzelnen dargestellt werden. Insgesamt zeigt das Lechtegor eine
klar gegliederte Verlandungsserie über Schwimmblattgesellschaften (Potameto-Nupharetum),
Schilfröhricht (Phragmitetum), Großseggenrieder (vor allem Caricetum
acutiformis), Weidengürtel (Salicetum pentandro-cinereae) und Erlenbruch (Carici
elongatae-Alnetum), der 'den Anschluß an die umgebende potentiell natürliche
Querco-Betuletum-Landschaft bildet. - Vorschläge zur Sanierung und zum Naturschutz
des auch in faunistischer Sicht erhaltungswürdigen Sees werden diskutiert.