Sondersammelgebiets-Volltexte Biologie
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Käfer an Kiefern : Biodiversität und Baumstraten
(2008)
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Ulrich Schulz
Frank Köhler
Frank Dreger
- Gewöhnliche Ausschnitte unserer Kulturlandschaft sind oft schlechter untersucht als unter Schutz stehende Landschaftsbestandteile. So war z.B. die Artenausstattung mancher Naturwälder eher bekannt als die Artenausstattung der umliegenden Nutzwälder. Durch die Initiativen und Forschungsprojekte u.a. von Ammer & al. (1995) wurde dann deutlich, dass auch Nutzwälder einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt leisten können. Bei der Erforschung der Nutzwälder sind jedoch Kiefernforste nach wie vor vernachlässigt worden. Nur Arbeiten von Möller (2000) und Möller & Jakobitz (2003) in Brandenburg stellten hier wichtige Schritte dar, neuerdings ergänzt durch z.B. Reike & al. (2005). Im Folgenden werden neu ausgewertete Daten aus einem vom BMBF geförderten Forschungsprojekt vorgestellt, in dem sehr umfassende Grunderhebungen der in genutzten Kiefernforsten Brandenburgs vorkommenden Arthropoden durchgeführt wurden (Schulz & al. 2004, Majunke & al. 2005). Die folgenden Auswertungen konzentrieren sich auf die Artendiversität der an Kiefern (Pinus sylvestris L.) erfassten Käfer in Kiefernreinbeständen und auf die stratenspezifische Verteilung.
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Engerlingsbekämpfung mit Pilzen
(2008)
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Siegfried Keller
Christian Schweizer
- Engerlinge, die Larven der Scarabaeidae (Coleoptera), gehören weltweit zu den wichtigsten Bodenschädlingen und ihre Bedeutung scheint zuzunehmen. Wirksame, aber umweltschädigende und gesundheitsgefährdende Insektizide wurden verboten. In gewissen Regionen oder für bestimmte Indikationen waren nie welche bewilligt und im biologischen Anbau standen keine Bekämpfungsmittel zur Verfügung. Aus diesen Gründen wurde die Entwicklung von Mykoinsektiziden gegen Ende des letzten Jahrhunderts forciert. Heute stehen in der Schweiz zwei Produkte zur Verfügung: Ein Produkt basierend auf Beauveria brongniartii (Sacc.) Petch (Ascomycetes, Clavicipitaceae) zur Bekämpfung der Maikäfer (Melolontha melolontha L.)-Engerlinge und ein anderes basierend auf Metarhizium ansiopliae (Metschn.) Sorokin (Ascomycetes, Nectriaceae) zur Bekämpfung der Engerlinge des Juni- und des Gartenlaubkäfers [Amphimallon solostiale L., A. majale (Razoum.), Phyllopertha horticola L.]. Ersteres ist seit seiner Markteinführung 1991 zum Mittel der Wahl geworden, rund 2500 ha wurden bis heute damit behandelt (Keller, 2000a, 2004). Die Erfahrungen zeigen, dass besonderes Augenmerk auf die Qualität des Produktes und die Applikation sowie auf den Applikationszeitpunkt gelegt werden muss. Mit genetischen Markern stehen wirksame Hilfsmittel zum Studium der Ausbreitung, der Persistenz und der Nebenwirkungen zur Verfügung (Enkerli et al. 2001). Bei der Anwendung von M. anisopliae bestehen noch wenige Praxiserfahrungen. Das Produkt wurde bisher vorwiegend auf Golfplätzen eingesetzt. Über Langzeitwirkungen, die im Falle der Blastosporenanwendung von B. brongniartii gut dokumentiert sind (Keller, 2004), liegen erst wenige Daten vor. In den letzten Jahren wurden vermehrt Engerlingsschäden beobachtet, die durch zwei oder mehr Arten von Engerlingen verursacht werden. Wenn Maikäfer-Engerlinge beteiligt sind, stellt sich das Problem, dass zwei Pilzarten zur Bekämpfung eingesetzt werden müssen. Zur Zeit laufen Untersuchungen in solchen Schadgebieten, die Aufschluss geben werden über die wirksamste Art der Behandlung und über mögliche Interaktionen zwischen den Pilzen. In diesem Beitrag werden die neuesten Untersuchungsergebnisse vorgestellt.
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Epuraea ocularis FAIRMAIRE, eine neue Adventivart in Deutschland (Coleoptera, Nitidulidae)
(2000)
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Klaus Renner
- Am Kaiserstuhl bei Freiburg in Südwestdeutschland fand ich im Oktober 1999 die hauptsächlich asiatisch verbreitete Epuraea ocularis FAIRMAIRE; es ist die erste Meldung dieser Art aus Deutschland. Die ähnliche pantropische Art E. luteola ERICHSON breitet sich ebenfalls in Südeuropa aus und könnte auch nach Deutschland vordringen. Zur Identifizierung von E. ocularis und E. luteola wird die Bestimmungstabelle der mitteleuropäischen Epuraea-Arten (SPORNRAFT 1963) ergänzt.
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Bemerkenswerte Käfernachweise auf dem Heimberg bei Schloßböckelheim an der Mittleren Nahe (Ins., Coleoptera)
(2001)
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Edmund Wenzel
Karsten Hannig
- Zwischen den Jahren 1999 und 2002 wurden am Heimberg bei Schloßböckelheim, Mittlere Nahe / Rheinland Pfalz auf ausgewählten Flächen coleoptereologische Bestandserhebungen durchgeführt. Im Untersuchungszeitraum wurden 1191 Käferarten nachgewiesen. 203 Arten sind in der Roten Liste aufgeführt. Für die Rheinprovinz konnten 8 Spezies neu nachgewiesen werden. 51 Arten wurden erstmals für das Nahegebiet festgestellt.
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Käferbeobachtungen an einem Ulmenhochstubben in Zentralsachsen (Col. div.)
(2004)
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Ringo Dietze
- Die Fauna xylobionter Käfer eines in Zentralsachsen stehenden Ulmenstubbens wird vorgestellt. Bemerkungen zur Lebensweise einzelner Arten werden angeführt.
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Faunistisch bemerkenswerte Käferfunde zwischen Schwarzwald und Rheinaue (Coleoptera)
(2006)
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Klaus Renner
- Eine aus ganz Deutschland bisher noch nicht gemeldete Käferart, 15 Neufunde für Baden oder ganz Baden-Württemberg sowie über 150 weitere faunistisch bemerkenswerte Käferfunde des Autors aus den letzten Jahren werden aufgeführt.
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"Basar Taxonomie"? : Ein erfolgreiches Kreuzungsexperiment zu Acalles aeonii Wollaston, 1864* (Coleoptera: Curculionidae: Cryptorhynchinae)
(2005)
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Peter E. Stüben
- Als Ergebnis eines aufwendigen, aber erfolgreichen Kreuzungsexperimentes von Acalles aeonii Wollaston 1864 x Acalles bodegensis Stüben 2000 wird folgende Synonymie endgültig bewiesen: Acalles aeonii Wollaston 1864 = Acalles bodegensis Stüben 2000 syn. nov. Zucht und Kreuzung der genannten Arten werden über zahlreiche Generationen hinweg an der Entwicklungspflanze Aeonium holochrysum W. & B. detailliert beschrieben und die Ergebnisse diskutiert. Mit einer ausführlichen Diskussion zur Notwendigkeit von Kreuzungsexperimenten in der taxonomisch-systematischen Forschung.
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Zur Biologie von Acalles poneli Stüben 2000 : (Coleoptera: Curculionidae: Cryptorhynchinae)
(2004)
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Peter E. Stüben
- Ausführlich werden die Wirtspflanzenbindungen von Acalles poneli Stüben 2000 auf Tenerife (Teno Mts.) beschrieben. Nicht Euphorbia obtusifolia Poir., wie bisher angenommen, sondern Euphorbia balsamifera Ait. und Euphorbia atropurpurea (Brouss.) W.&B. sind die Fraß- und Entwicklungspflanzen von Acalles poneli. Dabei gilt es für die Imagines eine hohe Hürde zu nehmen: die insektentoxisch wirkenden Milchsäfte der Euphorbiaceae („Vermeidungsstrategie“). Die erfolgreiche Zucht von Acalles poneli an Euphorbia atropurpurea, der Wirtspflanze der „ersten Wahl“, wird vorgestellt, und die unterschiedlichen Umweltparameter während der verschiedenen Larvalstadien werden mit den tatsächlichen Habitatstrukturen auf Tenerife verglichen. Das Ergebnis: Nicht so sehr das Vorhandensein der Wirtspflanze Euphorbia atropurpurea an sich ist entscheidend, sondern die Möglichkeit des raschen Wechsels von extrem feuchten zu extrem trockenen Habitatstrukturen („Wechselhabitate“) während der Metamorphose sind für Acalles poneli und für den Zeitpunkt der Eiablage ausschlaggebend! Abschließend werden erstmalig die Eier und Larven von Acalles poneli beschrieben.
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Colydium elongatum FABRICIUS 1787, weitere Funde aus Nordrhein : (Insecta, Coleoptera, Colydiidae)
(2003)
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Klaas Reißmann
- Nachdem Colydium elongatum erstmalig in Nordrhein nachgewiesen und publiziert wurde (REIßMANN 2002), konnte die Art erstmalig auch linksrheinisch nachgewiesen werden. Während der Ausarbeitung dieser Anmerkungen erfuhr der Verfasser, dass die Art schon am 2. Juni 1991 in den Niederlanden bei Epen im Bovenste Bosch unter der Rinde einer toten Eiche von Oscar VORST gefunden und als Erstnachweis für die Niederlande auch publiziert wurde (VORST 1994). Das lässt vermuten, dass C. elongatum über die Niederlande nach Nordrhein einwandert.
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Five new species of Anillinus Casey from the Southern Appalachian Mountains and the Piedmont Plateau of eastern U.S.A. (Coleoptera: Carabidae: Trechinae: Bembidiini)
(2011)
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Igor M. Sokolov
- Five new species of anilline ground beetles (Carabidae: Trechinae: Bembidiini) are described from the Appalachian Mountains and Piedmont Plateau of eastern United States. Two species, Anillinus unicoi n. sp. (from the Unicoi Mountains, North Carolina) and A. carltoni n. sp. (from the Great Smoky Mountains, North Carolina/Tennessee), inhabit the crests of adjacent mountain ranges, and share similarities with A. moseleyae Sokolov and Carlton. These three comprise a high-altitude group of species in the region. The third species A. chilhowee n. sp. is one of the smallest representatives of the loweae-group of species. It differs from its relatives in characters of male genitalia and inhabits the isolated Chilhowee Mountain ridge between Ocoee and Hiwassee Rivers (Polk County, Tennessee). The fourth and fifth species possess complex arrays of spines on the internal sac of the aedeagus, similar to A. valentinei (Jeannel) from caves of Alabama. In the case of A. smokiensis n. sp. (Gregory Cave, Great Smoky Mountains National Park, Tennessee), the aedeagal similarity suggests a close relationship with A. valentinei. Anillinus chandleri n. sp. from the Piedmont Plateau (Sumter National Forest, South Carolina) is similar to A. cornelli Sokolov and Carlton, also described from the Carolina Piedmont region. Keys are provided for the new species, where possible.