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Irregularisierung - Denaturalisierung? : Wege zu morphologischer Irregularität
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Damaris Nübling
- Morphologische Irregularität ist als Differenzungsverfahren zu begreifen, das bei hochfrequenten und kurzen Wörtern nicht nur, wie gesehen, Synkretismen verhindert, sondern u.U. mehr kategorielle Distinktionen kreiert, in jedem Fall aber die üblichen Unterscheidungen aufrecht erhält. Unter dieser Perspektive erweist sich Irregularität als hochfunktional und erklärt, weshalb ihr Aufbau nicht nur dem Wirken phonologischen Wandels bei Analogieresistenz überlassen wird; dies ist die Position der Natürlichkeitstheorie, wobei sie Irregularität nicht als Selbstzweck, sondern als Nebenprodukt phonologischer Optimierungen betrachtet. Vielmehr hat sich durch den diachronen, gesamtgermanistischen Vergleich elementarer Verben gezeigt, dass Irregularität über viele andere Wege aufgebaut wird, die keinen Zweifel daran lassen, dass es die vermehrte Differenzierung ist, die produziert werden soll. Dabei werden sogar sog. Differenzierungsanalogien und Suppletion durch lexikalische Mischung in den Dienst beschleunigter Irregularisierung gestellt. Bezieht man neben der Typen- auch die Tokenfrequenz in das natürlichkeitstheoretische Konzept mit ein, so müssen diese Phänomene nicht als "Denaturalisierungsprozesse" begriffen werden. Neben der lexikalischen und kategorielIen Frequenz erweisen sich Kategorien besonders hoher Relevanz als irregularisierungsanfällig. Damit handelt es sich bei der Irregularisierung keineswegs um einen zufälligen und unsystematischen Prozess; vielmehr folgt auch dieser festen Regularitäten.
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[Kurtze und gründliche Anweisung zur deutschen Sprache ...] Christ. Ernst Steinbachs kurtze und gründliche Anweisung zur deutschen Sprache : vel Succincta & perfecta Grammatica linguae Germanicae Nova methodo tradita
(1724)
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Christoph Ernst Steinbach
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Die Tropenlehre (Theorie der Bildersprache) oder gründliche und praktische Anleitung zum schönen und blühenden Style durch Tropen und bildliche Redefiguren : mit beigefügten Muster-Beispielen, in lateinischer und deutscher Sprache, aus den Werken der auserlesensten Schriftsteller der alten und neuen Zeit ; nebst einem mit allerlei Tropen reichlich ausgestatteten Anhange von größeren lateinischen und deutschen Aufsätzen ; für studierende Jünglinge, angehende Prediger alle Freunde der tropischen und lebendigen Ausdrucksweise
(1833)
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Carl Honor Harnach
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Zur Physiologie der Sprachlaute
(1868)
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Heymann Steinthal
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Schritte zur Aufhellung des Sprachräthsels betreffend indo-europäische Sprachwurzeln : entwickelt nach physiologischen Principien
(1868)
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Jacob Walser
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Beiträge zur Sprachenkunde Hinterindiens : Vortrag
(1889)
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Ernst Kuhn
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The Dene languages : considered in themselves and incidentally in their relations to non-american idioms
(1891)
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Adrien-Gabriel Morice
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Lusíba, die Sprache der Länder Kisíba, Bugábu, Kjamtwára, Kjánja und Ihángiro, speziell der Dialekt der "Bayóssa" im Lande Kjamtwára : aufgez. i. d. Jahren 1892, 1893, 1896 / von Herrmann
(1904)
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Karl Herrmann
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Wie EGO im ostjakischen die verwandten benennt
(1913)
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Kustaa Fredrik Karjalainen
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Experimentalphonetische Studien zum baltischen Deutsch
(1925)
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Konrad Hentrich