Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
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Poetik des Exzesses : Thomas Körners Das Land aller Übel und die Funktion der Vergangenheit in der Literatur
(2012)
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Ulrich Schödlbauer
- Körner vertritt mit selten gewordener Entschiedenheit den Primat des Ästhetischen, man kann auch sagen: er vertritt die Autonomie der Kunst. Aber dieser Ausdruck ist missverständlich. Er bedeutet nicht, dass Künstler tun und lassen können, was sie wollen, oder dass im Bereich der Kunst ›alles möglich ist‹. Wäre im Bereich der Kunst alles möglich, dann sollte es auch möglich gewesen sein, die mehr oder minder plausiblen Ansprüche von Feierabendlesern, Zensoren, Polizeispitzeln, Westredakteuren, Parteikontrolleuren und Stasi-Überwachern wenn schon nicht zu befriedigen, so doch wenigstens so weit in die eigene Arbeit einzubeziehen, dass einer wohlwollenden Aufnahme, sei es im Osten, sei es im Westen, nichts im Wege gestanden wäre. Dass dem nicht so war, hat im gegebenen Fall einen einzigen Grund. Das Konzept, dem Körner sich verschreibt, fordert die totale Überschreibung der Selbstbeschreibung des Gemeinwesens, des ›gemeinen Wesens‹, das zugleich das ›böse‹ ist, wie es süffisant zu Beginn des Fragments vom Mensch mit einem Nietzsche-Zitat heißt.
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Narrative Kommunikation
(2004)
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Fotis Jannidis
- "Eine engere Zusammenarbeit von hermeneutischen und stärker empirischexperimentell ausgerichteten Humanwissenschaften scheint endlich möglich geworden zu sein. Liegt ein sprachliches Phänomen vor, das mit rhetorischen Begriffen als Metonymie bezeichnet wird, so kann die Produktion und Verarbeitung eines solchen Textelements mit kognitionswissenschaftlichen Methoden untersucht und können die komplexen Inferenzprozesse rekonstruiert werden, die das Verständnis von den sehr unterschiedlichen Phänomenen, die darunter fallen, erst genauer ermöglichen. Dies führt notgedrungen zu einer immer stärkeren Verlagerung der Aufmerksamkeit vom Text zur Rezipientenseite, ist also Teil eines allgemeineren Trends, der auch die Literaturwissenschaft seit der Rezeptionsästhetik prägt."
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Übersetzung in der Weltgesellschaft : Impulse eines "translational turn"
(2008)
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Doris Bachmann-Medick
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Literatur als emotionale Attrappe : eine evolutionspsychologische Lösung des "paradox of fiction"
(2006)
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Katja Mellmann
- Ausgehend von der Beobachtung, dass die emotionale Reaktion auf fiktionale Stimuli einigen alltagspsychologischen Vorannahmen widerspricht, wird ein psychologisches Emotionsmodell entwickelt, das Theorieangebote der Verhaltensforschung und der biologischen Evolutionstheorie aufgreift und erklären kann, warum wir überhaupt Emotionen in Bezug auf Literatur erleben. Emotionale Wirkungen von Literatur werden dabei heuristisch gleichgesetzt mit der Wirkung von Attrappen. Anschließend wird die Primärunterscheidung realer und fiktionaler Stimuli an Hand typisierter Beispiele aufgelöst zugunsten einer emotionsspezifischen Betrachtungsweise, die nach der jeweiligen emotionalen Qualität bestimmter Textstimuli fragt und aus ihr eine entwicklungsgeschichtlich plausible, adaptive Verlaufswahrscheinlichkeit des jeweiligen Emotionsprogramms ableitet.
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"Deutschland, bleiche Mutter" : ist die Nation (immer noch) eine Frau?
(2006)
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Martina Wagner-Egelhaaf
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Autobiografie und Geschlecht
(2006)
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Martina Wagner-Egelhaaf
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Mitsprache, Rederecht, Stimmgewalt : genderkritische Strategien und Transformationen der Rhetorik
(2006)
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Martina Wagner-Egelhaaf
Doerte Bischoff
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Prima Materia : Beiträge zur transdisziplinären Materialitätsdebatte ; Einleitung
(2004)
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Sigrid G. Köhler
Martina Wagner-Egelhaaf
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Cultural turn in der Literaturtheorie? : Beobachtungen zur Neuauflage von Iwanami Literary Studies und dem Sonderband "Literaturtheorie"
(2005)
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Robert F. Wittkamp
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Fremddarstellung und Lüge : Übersetzung als kulturelle Übertreibung am Beispiel von Münchhausens Lügengeschichten
(1997)
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Doris Bachmann-Medick