Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
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Rephilologisierung und Entgrenzung : zwei Perspektiven für die Reiseliteraturforschung
(2011)
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Johannes Görbert
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"Ein Wahnsinniger, der die Fakultäten vermischt" : interdisciplinarity and Ingeborg Bachmann's Das Buch Franza
(2011)
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Katya Krylova
- This paper seeks to demonstrate the ways in which Bachmann's work constitutes a prime case for examining the scope and the boundaries of philological research. It does so by focusing on Bachmann‘s fragmentary and unfinished novel, "Das Buch Franza" [1965-1966], exploring the text and its author in an interdisciplinary light. Forming part of Bachmann's uncompleted "Todesarten"-Projekt, "Das Buch Franza" deals with the continuing legacy of fascism and its displaced forms in the post-war era. In its thematisation of the traumatic and necessarily belated after-effects of the Second World War and the Holocaust, Bachmann‘s text draws on various disciplines and discourses, namely geology, archaeology and psychoanalysis. I consider the ways in which the interdisciplinary ambitions of the text reflect Bachmann‘s struggle for a new form of representation, one that adequately mirrors the concerns of her society. Finally, drawing on Bachmann‘s own theoretical reflections on the field of literary study in her Frankfurt Lectures on poetics, I trace the ways in which the author's work repeatedly encourages us to adopt multiple disciplinary perspectives, as well as privileging literature with a utopian function that exceeds any generic or disciplinary boundaries.
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Gepfropfte Theorie : Eine 'greffologische' Kritik von Hybriditätskonzepten als Beschreibung von intermedialen und interkulturellen Beziehungen
(2011)
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Uwe Wirth
- Seit einigen Jahren ist nicht nur eine Oszillationsbewegung zwischen Theoriekonjunktur und Theorieabgesang zu beobachten, sondern auch die stete Klage über Theoriemoden zu hören, die dazu führen, dass bestimmte Schlüsselbegriffe inflationär gebraucht – und damit gleichsam ver-braucht werden. Schlüsselbegriffe, die weniger für ein konzises Forschungsprogramm, sondern eher für ein Bündel von Herangehensweisen und Aufmerksamkeitsfokussierungen stehen: Zeichen, Diskurs, Differenz, System, Medium, Performanz, Körper, Materialität fungieren als "Travelling Concepts'', die den Prozess der Theoriebildung in Gang halten, dabei allerdings auch deutliche Verschleißspuren davontragen – so wie, um im Bild zu bleiben: der Reisekoffer. Freilich treten nicht nur Begriffe, sondern (Blumenberg lässt grüßen!) sehr häufig auch Metaphern die Reise auf den verschlungenen Wegen der Kulturforschung an. Diese Metaphern sind mehr als Vehikel, sie sind Motoren, genauer gesagt: Katalysatoren von Theoriebildungsprozessen, durch die sowohl Gegenstandsbereiche als auch Herangehensweisen (und damit verbunden: Fragestellungen) modelliert werden. Zwei dieser Metaphern möchte ich im folgenden Untersuchen: Hybridität und Aufpfropfung.
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Tagungsbericht „Das Geschlecht der Antike“ : Nachwuchstagung des Integrierten Graduiertenkollegs im SFB 644 „Transformationen der Antike“ an der Humboldt-Universität zu Berlin ; 23.-25. Juni 2011
(2011)
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Annika Hildebrandt
- Die Antike bildet einen zentralen Bezugspunkt für Identitätskonstruktionen in den europäischen Kulturen. Das Wissen davon, was Antike ist, ist jedoch keineswegs statisch: „Die Antike“ formiert sich historisch stets im Wechselspiel mit dem Selbstverständnis der rezipierenden Kulturen. Diese bipolare Konstruktion griff die interdisziplinäre Tagung „Das Geschlecht der Antike“ auf, die Anna Heinze (Berlin) und Friederike Krippner (Berlin) im Juni an der Humboldt-Universität zu Berlin veranstalteten. Sie verfolgte einerseits die Frage, welche Rolle die Kategorie „Geschlecht“ bei verschiedenen Epochenentwürfen der Antike spielt, und richtete den Blick andererseits darauf, was die Referenz auf die Antike bei der Konstruktion von Geschlechterverhältnissen in nachantiken Gesellschaften leistet.