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Effizienz des Aortenklappenersatzes mit der 3F gerüstlosen Bioprothese im Langzeitverlauf
(2011)
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Christine Johanna Adami
- Die gerüstlose aortale Bioprothese 3F nach 5 Jahren
Hintergrund
Die aortale Bioprothese 3F ist eine neue gerüstlose biologische Herzklappe, die aus drei gleichgroßen Segeln aus Pferdepericard besteht, welche in einer tubulären Form zusammengesetzt sind. Diese wird in die native Aortenwurzel implantiert, um somit die erkrankten Segel des Patienten zu ersetzen. Ziel dieser Studie ist es, die Leistungsfähigkeit dieser Erfindung zu beurteilen.
Methoden
In dem Zeitraum zwischen Januar 2002 und September 2004 wurden in der Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt 47 3F aortale Bioprothesen implantiert. Klinische Ergebnisse wie effektive Öffnungsfläche, Hauptgradienten und Auswurffraktion wurden bei der Entlassung der Patienten, nach 6 Monaten und danach jährlich beurteilt. Die Hauptnachuntersuchung war nach 5,2 ± 1,2 Jahren.
Ergebnisse
Die Nachuntersuchung wurde bei allen Patienten abgeschlossen. Die 30 Tages Sterblichkeit lag bei 2% (n=1). Die späte Sterblichkeit lag bei 22% (Herzbezogen n=4, nicht herzbezogen n= 8). 3 Patienten (6%) entwickelten eine Endokarditis, bei weiteren 2 war eine Reoperation nötig. 4 Patienten (8%) entwickelten ein paravalvuläres Leck, 6 Patienten (12%) hatten einen postoperativen Schlaganfall (4 mit Neueintritt von Vorhofflimmern), 5 Patienten (10%) benötigten eine Rethorakotomie aufgrund von Blutungen. In der Mitte der Laufzeit zeigte die 3F Bioprothese eine gute Hämodynamik mit einem signifikanten Fallen der Durchschnittsgradienten zu 14,5 ± 8,3 mmHg, eine durchschnittliche Öffnungsfläche von 1.4 ± 0,5 cm² und eine durchschnittliche Auswurffraktion von 65 ± 1,4 %. 4 Patienten waren in der NYHA Klasse II, alle anderen in NYHA I in der Mitte der Laufzeit.
Fazit
Die klinische Darbietung der neuen aortalen Bioprothese 3F ist vergleichbar mit regulären gerüstlosen Aortenklappen. Die einzigartigen Konstruktionsmerkmale
machen die Implantation leichter und schneller im Vergleich zu konventionellen gerüstlosen Klappen.
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Einfluss von Simvastatin auf die Mortalität nach hämorrhagischem Schock mit anschließender Reperfusion
(2010)
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Fabian Bormann
- Der hämorrhagische Schock mit nachfolgender Reperfusion induziert eine Inflammationsreaktion, die in hepatozellulären Schäden, Organversagen und / oder Mortalität enden kann. Vorherige Studien können eine antiinflammatorische Wirkung des Simvastatins bei akuter Inflammation zeigen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es darzustellen, ob Simvastatin durch seine pleiotropen Effekte gemeinsam mit der Reduzierung des Leberschaden
Diskussion
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und des Inflammationsgeschehen, die Letalität nach H/R im Tiermodell verringern kann.
Als methodischer Ansatz dient ein H/R-Modell an weiblichen LEWIS-Ratten. Nach 6-tägiger intraperitonealer Vorbehandlung mit Simvastatin (5 mg / kg) wird ein 60 minütiger hämorrhagischer Schock (Blutdruck 30 ± 2 mm Hg) induziert und durch eine Reperfusion beendet. Nach 2 Stunden werden Gewebe- und Blutproben entnommen, nach 72 h die Mortalität beurteilt. Die Beurteilung der hepatozellulären Schädigung erfolgt durch die Messung der ALT-Serumkonzentration sowie durch die histopathologische Auswertung repräsentativer Leberschnitte nach HE-Färbung. Apoptotische und nekrotische Zelluntergänge (TUNEL- und M30-Färbung) sowie die lokale als auch systemische Immunantwort (CAE-Färbung und Messung der Serum IL-6 Konzentration) werden untersucht. Der im Lebergewebe bei H/R entstehende oxidative und nitrosative Stress lässt sich durch die 4-HNE- und 3-NT Färbung, die hepatische Umgestaltung des Aktin-Zytoskeletts mittels Alexa Fluor Phalloidin® sichtbar machen. Die ROCK-I, HO-1, eNOS sowie die eNOS (p) Aktivität werden mit Hilfe des Western Blots analysiert. Ein p < 0.05 wird als signifikant erachtet (ANOVA).
Die Neugestaltung des Zytoskeletts, apoptotische und nekrotische Vorgänge, proinflammatorische Signalwege, die Expression der Enzyme Hämoxygenase-1, endotheliale Stickstoffsynthase und RhoKinase-1 sowie oxidativer und nitrosativer Stress werden durch Simvastatin positiv beeinflusst und dadurch wird die Mortalität signifikant reduziert. Die Enzyme ROCK-I, HO-1 und eNOS sind bei den beteiligten Signalkaskaden von entscheidender Rolle.
Die gegenwärtige Studie zeigt, dass Simvastatin neben den bereits bekannten lipidsenkenden Eigenschaften noch weitere pleiotrope Effekte besitzt, die das Ausmaß der systemischen Inflammationsreaktion sowie die Mortalität nach einem hämorrhagischen Schock deutlich beeinflussen. Der Schlüssel zu einer geringeren Sterblichkeit liegt nach unseren Untersuchungen im Erhalt der hepatischen Integrität. Diese viel
Diskussion
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versprechenden Ergebnisse könnten mit die Grundlage eines möglichen therapeutischen Ansatzes in der Verhinderung der Folgen von H/R bilden.
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Die Bedeutung cGMP-abhängiger Phosphodiesterasen für die nozizeptive Transmission / vorgelegt von Aaron Markus Bothe
(2012)
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Aaron Bothe
- Die Rolle von NO und cGMP in der Schmerzverarbeitung im Rückenmark ist in den letzten Jahren durch viele Berichte untermauert worden. Nicht vollständig bekannt sind hingegen die Mechanismen, derer sich cGMP bedient, um die Transmission von Schmerzen zu beeinflussen. In der vorliegenden Arbeit wurde deshalb untersucht, welche cGMPabhängigen Phosphodiesterasen (PDEs) hierbei eine Rolle spielen könnten und wie sich diese Beteiligung funktionell äußert. Dazu wurden immunhistochemische Färbungen von Rückenmarkschnitten angefertigt und Western-Blot-Analysen von Rückenmarkgewebe durchgeführt. Beide Methoden lieferten Hinweise dafür, dass die PDEs 1A, 1B, 3A,3B, 5A und 11A keine Rolle in der Verarbeitung von Schmerzen spielen. Demgegenüber scheinen die PDE1C, 2A und 10A in schmerzrelevanten Gebieten des Rückenmarks lokalisiert zu sein. Die funktionelle Relevanz der PDE2A und PDE10A im Rahmen der Schmerzverarbeitung wurde mit Hilfe des PDE2A-Inhibitors BAY 60-7550 und des PDE-10A-Inhibitors Papaverin in nozizeptiven Tiermodellen untersucht. Dabei bewirkte, im Modell der Complete Freund’s Adjuvant (CFA)-induzierten mechanischen Hyperalgesie, die i.p. Applikation von BAY 60-7550 oder Papaverin eine Verstärkung der Hyperalgesie. Weiterhin war die Leckzeit in der 2. Phase des Formalin-Modells bei einer Inhibition von PDE10A signifikant verlängert. Insgesamt bestätigen die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit frühere Berichte, dass cGMP an der Schmerzsensibilisierung im Hinterhorn des Rückenmarks beteiligt ist und deuten auf eine Rolle insbesondere von PDE2A und 10A im Rahmen der Schmerzsensibilisierung hin.
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Entwicklung einer Multiplex PCR zum Nachweis von bakteriell kontaminierten Thrombozytenkonzentraten
(2011)
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Stefanie Ulrike Falckenberg
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Larynx-Tubus S Disposable : ein randomisierter Vergleich von zwei Einführtechniken durch Erstanwender / vorgelegt von Anne-Maria Berta Greiwe
(2011)
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Anne-Marie Greiwe
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In der Notfallmedizin ist die rasche und effektive Sicherstellung des Atemweges einer
der wichtigsten Faktoren, die das Outcome des Patienten beeinflussen. Da die endotracheale
Intubation und die Maskenbeatmung einen hohen Kenntnisstand und viel Erfahrung
erfordern, hat das European Resuscitation Council (ERC) alternative Beatmungsmethoden
in seine aktuellen Empfehlungen zum Atemwegsmanagement aufgenommen.
Ein dort empfohlenes Hilfsmittel ist der Larynx-Tubus.
Der Larynx-Tubus Suction Disposable LTS-D wird immer häufiger vom Rettungspersonal
und von Pflegekräften angewendet, um eine adäquate Ventilation während der
Reanimation sicherzustellen. Bei der Anwendung der vom Hersteller empfohlenen
Technik kam es jedoch immer wieder zu Fehlanlagen und zu langen Anlagezeiten.
Deswegen ist eine modifizierte Einführungstechnik (MIT) mit der Standard Einführungstechnik
(SIT) verglichen worden. Hierbei ist besonderer Wert sowohl auf eine einfache
und effiziente Handhabung gelegt worden als auch auf eine kurze Anlagezeit bei
einer möglichst geringen Rate an Nebenwirkungen. Diese Arbeit prüft die Hypothese,
dass bei Erstanwendern unter Anwendung der modifizierten Einführungstechnik die
Platzierungsversuche des LTS-D, die länger als 45 sec. andauern, signifikant reduziert
werden können.
Bei 54 Patienten, die sich elektiven unfallchirurgischen oder orthopädischen Eingriffen
unterzogen, ist der LTS-D von Erstanwendern randomisiert (entweder nach SIT oder
MIT) angewendet worden.
In der MIT-Gruppe ist der LTS-D vor Insertion um 180° rotiert und einem Guedel-
Tubus ähnlich eingeführt worden. Zusätzlich ist das Kinn des Patienten mittels Esmarch-
Handgriff angehoben worden, um den retropharyngealen Raum zu vergrößern.
Sobald der LTS-D den weichen Gaumen erreichte, ist der LTS-D abermals um 180° gedreht
und in den Ösophagus vorgeschoben worden. Eine kurze Demonstration der EinZusammenfassung
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führungstechnik ist vor Anwendung am Skilltrainer gegeben worden. Zur Bewertung
der Einführungstechniken des LTS-D sind die Erfolgsrate der Platzierung (max. 2 Platzierungsversuche)
und die Anlagezeit ausschlaggebend gewesen. Die Zielgröße für die
Insertionszeit war der Platzierungserfolg innerhalb von 45sec..
Ergebnisse
Alle Anwender waren Erstanwender. Die Anlagezeit in der SIT-Gruppe betrug
73 ± 41sec. und 40 ± 8 sec. in der MIT-Gruppe. Innerhalb von 45 sec. konnte bei 9 von
27 Patienten der SIT-Gruppe und bei 19 von 27 Patienten der MIT-Gruppe der LTS-D
platziert werden. Bei einem Patienten der SIT-Gruppe musste die Lage des LTS-D
nachkorrigiert, bei einem anderen Patienten der LTS-D neu platziert werden. Bei einem
weiteren Patienten der SIT-Gruppe dauerte die Anlage 195 sec..
Bei zwei Patienten der MIT-Gruppe musste die Lage des LTS-D innerhalb des Zeitfensters
nachkorrigiert werden. Bei einem weiteren Patienten war die Anlage nach der modifizierten
Einführungstechnik nicht möglich. Hieraus ergibt sich, dass die Einführung
des LTS-D nach der modifizierten Technik signifikant schneller gelang, als in der Kontrollgruppe
(p=0,0003). Unabhängig von der Einführungstechnik konnten keine Unterschiede
zwischen ärztlichem und nicht-ärztlichem Personal festgestellt werden sowohl
in Bezug auf die Anlagezeit als auch auf die erfolgreiche Platzierung.
Unerfahrene Anwender können unter Anwendung der modifizierten, Guedel-Tubusähnlichen
Einführtechnik den LTS-D innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters von 45
sec. signifikant häufiger zufriedenstellend platzieren als nach der alten, vom Hersteller
empfohlenen Anlagetechnik. Dies gilt unabhängig vom medizinischen Ausbildungsstand
der Anwender. Der MIT sollte daher in der notfallmedizinischen Ausbildung mit
dem LTS-D der Vorzug gegeben werden.
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Effekte der Reorganisation des klinischen Unterrichts auf die klinische Kompetenz
(2011)
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Katharina Hamm
- Hintergrund: Seit 1972 wurde am Fachbereich Medizin der Goethe-Universität Frankfurt
ein Anamnese- und Untersuchungskurs (UkliF=Untersuchungskurs klinischer Fächer)
für Studierende des 1. klinischen Semesters durchgeführt. Dieser Kurs war in
den letzten Jahren durch die mangelnde Kursstruktur als wenig zufriedenstellend für
alle Beteiligten aufgefallen. Die Fragestellung war demnach, ob es möglich ist durch
Reorganisation des klinischen Unterrichts bessere klinische Kompetenz bei den Studierenden
und damit bessere Ergebnisse in der „objective structured clinical examination”
(OSCE) zu erreichen.
Methoden: Zunächst wurde ein Lernzielkatalog erstellt und ein neues Unterrichtskonzept
für den UkliF implementiert. Der neue Untersuchungskurs bestand aus drei Teilen:
Zu Beginn ging es um Klärung der Anamneseerhebung und praktische Übungen
mit Simulationspatienten. Danach wurden an mehreren Kurstagen klar definierte Teile
der körperlichen Untersuchung besprochen und geübt, um schließlich Anamnese und
körperliche Untersuchung mit echten Patienten zu praktizieren.
Das neue Unterrichtskonzept sah darüber hinaus eine didaktische Schulung für alle
beteiligten Lehrenden vor. Die randomisiert ausgewählten Dozenten absolvierten eine
sechsstündige Schulung (n=14). In dieser wurden das neue Kurskonzept, die Lehrmethoden
und Informationen über Simulationspatienten vorgestellt. Nachfolgend wurden
didaktische Grundlagen, Tipps und Tricks für aktiven Unterricht und Regeln des
Feedbacks besprochen. In dieser Schulung wurde eine mangelnde Standardisierbarkeit
der Untersuchungstechniken erkannt, woraufhin strukturierte Untersuchungsvideos erstellt
wurden, um im Anschluss einen Aufbau-Workshop mit diesen Videos stattfinden
zu lassen.
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Für diese Dissertation wurde der Unterricht zunächst teilweise nach dem alten und
zum Teil nach dem neuen Verfahren durchgeführt. Zur Überprüfung der Effizienz der
Maßnahmen wurde die OSCE als veränderungssensitive Methode gewählt. Alle Studierenden
wurden nach Ende ihres Untersuchungskurses in einer 6-Stationen-OSCE
evaluiert.
60 Studierende wurden randomisiert in Gruppe A (neuer Kurs mit trainierten Dozenten;
n= 24) und Gruppe B (alter Kurs; n=36).
Um einen zusätzlichen Nutzen durch einen vorbereitenden OSCE-Workshop vor der
Prüfung nachzuweisen, wurde Gruppe A nochmals unterteilt in Gruppe A1 ohne
OSCE-Workshop (n=10) und Gruppe A2 mit zusätzlichem OSCE-Workshop (n=14).
Ergebnisse: Gruppe A erreichte signifikant bessere Ergebnisse in der OSCE mit einem
Median von 65% und Gruppe B mit 54% der maximal erreichbaren Punkte (p<0,001).
In der Subgruppenanalyse konnte kein signifikanter Unterschied zwischen Gruppe A1
und A2 gezeigt werden. Die Kursevaluation durch die Studierenden zeigte eine positive
Bewertung des neuen Kurskonzept. Die Evaluation der Dozentenschulung ergab eine
Bewertung (in Schulnoten) mit einer Gesamtnote von 1,3 (SD 0,5).
Schlussfolgerung: Diese Studie zeigt, dass ein gut strukturierter Kurs mit klar definierten
Lernzielen und speziell trainierten Lehrenden die Studierendenleistungen in
der OSCE signifikant erhöhen kann. Es konnte kein zusätzlicher Effekt durch einen
vorbereitenden OSCE-Workshop gezeigt werden, was bedeuten kann, dass Kompetenz
im Umgang mit der Prüfungsform keinen Störfaktor darstellt für das Ergebnis der Verbesserung
der Prüfungsleistung in der OSCE.
Letztendlich kann durch einfache Mittel, wie die Umstrukturierung und Reorganisation
des klinischen Unterrichts, ein großer Effekt erzielt werden und die Lehre eine
deutliche Verbesserung erfahren. Nach der Pilotstudie lässt sich nun das neue Kurskonzept
für alle Studierenden einsetzen und so die Professionalität in der medizinischen
Lehre an der Goethe-Universität Frankfurt sichern.
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Die Korrelation des Serummarkers S100B und des intraoperativen neurophysiologischen Monitorings mit dem klinischen Verlauf bei intraduralen Tumoren
(2012)
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Charlotte Heukamp
- In der vorliegenden prospektiven Studie in der neurochirurgischen Klinik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main wurden Oktober 2001 bis August 2006 dreiunddreißig Patienten mit intraduralen Raumforderungen der zervikalen und thorakalen Wirbelsäule unter Betrachtung eines möglichen prädiktiven Wertes der Serumkonzentration des Gliaproteins S100B und des intraoperativen Monitorings untersucht.
Bei jedem Patienten erfolgte das intraoperative Monitoring mittels MEPs und SEPs, außerdem wurde prä- und mehrfach postoperativ die S100B-Serumkonzentration bestimmt. Anschließend wurden die Patienten mindestens 1 Jahr nach dem Eingriff in Bezug auf die noch bestehenden körperlichen Folgen sowie auch die Einschränkungen im alltäglichen Leben und im psychischen Wohlbefinden untersucht.
Der Zusammenhang zwischen dem neurologischen Langzeitoutcome, den Teilergebnissen im intraoperativen Monitoring und im postoperativen S100B-Verlauf zeigte sich deutlich und war statistisch signifikant. Die gemeinsame Betrachtung der Serumkonzentration des Gliaproteins und des IOM unterstrich diese Ergebnisse nochmals, die Spezifität für ein gutes Outcome bei unkompliziertem Monitoring und ausbleibenden Anstieg des S100B lag zum Beispiel bei 100%.
Auch in der Befragung zum alltäglichen Leben anhand des SF-36 zeigte sich ein klarer Zusammenhang zwischen dem klinischen Outcome und den subjektiv aus Patientensicht geschilderten Problemen in der Bewältigung des Alltags. Interessanterweise korrelierte aber die psychische Summenskala des Scores nicht mit dem körperlichen Befund. Die Gruppe des schlechten Outcomes zeigte ein besseres psychisches Wohlbefinden als die Gruppe des guten Outcomes, die aber mit der Normstichprobe vergleichbare Ergebnisse erzielte.
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Der Einfluss des Sitzens nach lumbalen Bandscheibenoperationen auf den Verlauf der postoperativen Beschwerden und die berufliche Wiedereingliederung
(2012)
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Lars Holzer
- Das Nachsorgekonzept nach lumbalen Bandscheiben-Operationen beruht auf
biomechanischen Untersuchungen von Nachemson, die bereits 1966 publiziert
worden sind. Seine Studien zeigten, dass sich das Sitzen nach Bandscheiben-
Operationen und bei Rückenschmerzpatienten ohne Operation ungünstig auf
den Rehabilitationsprozess auswirkt. Aufgrund dieser Befunde wurde das
Verbot des Sitzens in das Rehabilitationskonzept aufgenommen und ist noch
immer weit verbreitet.
Häufig entstehen dabei aus einer ängstlichen Vermeidungshaltung muskuläre
Dysbalancen. Es habituiert sich ein erhöhter Tonus der Erector trunci-
Muskulatur. So können myotendinotische Sekundärbeschwerden auftreten, die
zu einer verzögerten beruflichen und sozialen Wiedereingliederung beitragen.
Dabei ist vor allem die verzögerte berufliche Reintegration volkswirtschaftlich
von großer Relevanz.
Neue Untersuchungen, insbesondere von Wilke et al., Rohlmann et al. und
Althoff et al., konnten die von Nachemson im Sitzen erhobenen Daten nicht
bestätigen. Aufgrund dieser Ergebnisse lässt sich die Arbeitshypothese
aufstellen, dass die bisher übliche Empfehlung, das Sitzen zu vermeiden, für
Patienten nach lumbalen Bandscheiben-Operationen obsolet ist. Es kann
vielmehr davon ausgegangen werden, dass eine Lockerung dieser Richtlinie die
Rehabilitation und die berufliche Wiedereingliederung nach lumbalen
Bandscheiben-Operationen erleichtern und beschleunigen kann. Weiterhin
kann davon ausgegangen werden, dass der Heilungsprozess, durch eine Beund
Entlastung und damit durch eine verbesserte Diffusion beschleunigt werden
kann, wenn in der postoperativen Phase ein liberales Regime bezüglich der
Körperhaltung eingeführt und die Wahl der Position dem Patienten weitgehend
selbst überlassen wird. Der Patient sollte selbst die Körperhaltung wählen, die
er als bequem empfindet. Ängste werden reduziert und die myotendinotischen
Sekundärbeschwerden dürften abnehmen.
Zu diesem Zweck wurde eine klinische Untersuchung durchgeführt, die
insgesamt 50 Patienten in zwei Gruppen randomisiert. Eine Gruppe, als liberal
bezeichnet, erhielt eine Sitzerlaubnis, die andere, als konventionell definiert,
weiterhin Sitzverbot. Anhand von drei klinischen Nachuntersuchung, zwei von
den Patienten selbst auszufüllenden Fragebögen (Oswestry -Schmerskala und Allgemeinen Depressionsskala), einem Sitz- und Schmerztagebuch und zum
Abschluss eine MRT- Untersuchung der LWS vor und nach Kontrastmittelgabe,
sollten die beiden Gruppen miteinander verglichen und die o. g. Hypothesen
verifiziert oder falsifiziert werden.
Der Vergleich der beiden Gruppen anhand der klinischen Untersuchungen
ergab statistisch keinen signifikantern Unterschied im Hinblick auf den
postoperativen Verlauf, insbesondere der postoperativen Schmerzen und
Beschwerden, bzw. Behinderungen wie z. B. Lähmungen oder
Sensibilitätsstörungen.
Ebenso verhält es sich bei der Auswertung der Oswestry- Schmerzskala und
der ADS- L. Auch hier ergaben alle Befragungen keine signifikanten
Unterschiede zwischen den beiden Gruppen, so dass nicht von einer erhöhten
Einschränkung der Patienten der liberalen Gruppe im Alltag ausgegangen
werden kann.
Das Sitz- und Schmerztagebuch zeigt ebenfalls keine signifikanten
Unterschiede innerhalb der ersten 28 postoperativen Tage. Deutlich war zu
erkennen, dass eine tägliche Steigerung der Sitzdauer nicht mit einer Erhöhung
der Schmerzintensität oder einem vergrößerten Beschwerdebild einherging.
Auch die Ergebnisse der MRT- Untersuchung der LWS wiesen keine
nennenswerten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen auf, die
möglicherweise gegen eine Sitzerlaubnis gesprochen hätten.
Die Erkenntnisse, die aus diesen Resultaten gewonnen werden können,
bestätigten die o.g. Vermutungen, dass die Erlaubnis des Sitzens während der
postoperativen Phase nicht zu einem verlängerten oder erschwerten Verlauf der
Genesung führt oder sich schädlich auf diesen auswirkt.
Das Sitzverbot kann als veraltet angesehen werden und, wenn weitere
Untersuchungen die Beobachtungen bestätigen, sogar aus dem
Therapieregime genommen werden. Eine frühere berufliche
Wiedereingliederung erscheint mit einem liberalen postoperativen Regime
erreichbar.
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Hat eine neoadjuvante Chemotherapie vor Leberresektion kolorektaler Lebermetastasen Einfluß auf die Morbidität der Operation und die postoperative Leberfunktion?
(2010)
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Katja Jeschke
- Bei Patienten mit kolorektalem Karzinom hat die Diagnose von Lebermetastasen
Bedeutung für das Langzeitüberleben dieser Patienten. Allein die chirurgische
Resektion der Metastasen im Gesunden, kann langfristig Heilung bringen. ...
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Biochemische Marker für thromboembolische Komplikationen bei Patienten mit Vorhofflimmern
(2011)
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Magdalena Kaluzny
- VHF ist mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert. Aufgrund des erhöhten thromboembolischen Risikos erfolgt eine Risikostratifizierung im klinischen Alltag mit Hilfe des CHADS2 Scores. Dieser ist praktikabel, jedoch oftmals ungenau, da nicht alle Risikofaktoren erfasst werden. Klinische und experimentelle Daten deuten auf einen kausalen Zusammenhang zwischen systemischer Immunreaktion und Entstehung von VHF als auch von VHF-abhängigen Komplikationen. In mehreren Studien zeigte sich, dass CRP ein prognostischer Risikofaktor für zukünftige kardiovaskuläre Erkrankungen ist. Darüber hinaus spielen auch andere Enzyme (wie z.B. MMPs) eine Rolle bei der Modulation von Entzündungsreaktionen im Rahmen kardiovaskulärer Erkrankungen.
Ziel dieser Studie: Identifizierung von Serum-Markern als Prädiktoren für zukünftige, thromboembolische Komplikationen bei Patienten mit VHF zur optimierten Risikostratifizierung hinsichtlich kardiovaskulärer Ereignisse. Hierzu wurden folgende Biomarker untersucht: MMP2, sVCAM1, hsCRP, vWF und sCD40L.
Material und Methode
Zur Analyse der prädiktiven Wertigkeit biochemischer Marker für das Auftreten thromboembolischer Komplikationen bei VHF wurden Patienten über einen langen Zeitraum nachbeobachtet. Es wurde das Auftreten des kombinierten, primären Endpunktes (Herzinfarkt, Schlaganfall, periphere Embolie, TIA, Tod) und des sekundären Endpunktes (Gesamtmortalität) untersucht. Die Serum-Marker Konzentrationen wurden mittels ELISA-Technik aus EDTA Blut bestimmt.
Ergebnisse
Es wurden 278 Patienten in die Studie eingeschlossen. Hiervon waren 175 (63%) männlich. Das mittlere Alter betrug 70,3 Jahre (37,5 bis 94,5 Jahre); Insgesamt wurden 272 Patienten über im Mittel 27±1 Monate nachbeobachtet. Paroxysmales VHF lag bei 198 (71%) Patienten vor, 39 (14%) hatten persistierendes und 41 (15%)
Zusammenfassung
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permanentes VHF. Arterielle Hypertonie: 214 (77%) Patienten; KHK: 113 (41%) Patienten; 73 (26%) Patienten hatten Diabetes mellitus, 40 (14%) Patienten hatten vor Studieneinschluss einen Schlaganfall oder eine TIA. Bei 22 (8%) Patienten wurde eine Kreatinin-Clearance < 30%, bei 50 (18%) Patienten eine Mitralinsuffizienz > II° sowie bei 5 (2%) Patienten eine Aortenstenose > II° dokumentiert. Die LVEF betrug durchschnittlich 48±18%. LVEF <35%: 89 (32%) Patienten; 88 (32,4%) Patienten erreichten ein dem primären Endpunkt zugeordnetes Ereignis, davon erlitten 3 (1,1%) Personen einen Herzinfarkt, 8 (2,9%) Personen einen Schlaganfall oder eine TIA und 2 Personen (0,7%) eine periphere Embolie. Insgesamt verstarben 75 (27,6%) Patienten (nach durchschnittlich 15 Monaten) und erreichten somit den sekundären Endpunkt. In der univariaten Analyse waren in Bezug auf den primären und sekundären Endpunkt Alter > 75 Jahre, Diabetes mellitus, LVEF <35%, CHADS2 Score >2, hohe MMP2-, vWF- und hohe sVCAM-Werte signifikant assoziiert. In der multivariaten Analyse zeigte sich, dass hohes Alter, hohe MMP2- und sVCAM1-Werte unabhängig und signifikant mit dem primären Endpunkt assoziiert waren, während mit dem sekundären Endpunkt zusätzlich LVEF <35% signifikant assoziiert war.
Diskussion
Neben fortgeschrittenem Alter korrelierten erhöhte sVCAM1 und MMP2 Werte mit dem Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse (Myokardinfarkt, Schlaganfall/TIA, Tod) sowie mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko. VHF korrelierte in früheren Arbeiten mit erhöhten Entzündungsmarkern und mit VHF-Komplikationen. In unserer Arbeit konnte kein unabhängiger Einfluss von hsCRP auf den primären oder sekundären Endpunkt nachgewiesen werden. Möglicherweise ist eine Ursache darin zu suchen, dass die verschiedenen Marker von Inflammation, Gewebeumbau und Zelladhäsion bisher noch nicht systematisch untersucht wurden.
Endotheliales Remodeling der Vorhöfe und der Umbau der extrazellulären Matrix kann für die Entstehung eines Schlaganfalls von Bedeutung sein kann und korreliert mit erhöhten MMP2 Werten. Unsere Daten zeigen zusammenfassend, dass Marker struktureller oder endothelialer Umbauvorgänge bei VHF Patienten stärker mit kardiovaskulären Ereignissen assoziiert sind als hsCRP.