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"Wirksamkeit, Verträglichkeit und Lebensqualität unter Lopinavir/Ritonavir (Kaletra) Tablette im Vergleich zur Kapsel im Rahmen einer HAART" : eine prospektive nicht randomisierte Untersuchung von 282 HIV-Patienten
(2010)
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Fatma Özgüler
- Die HAART hat einen Durchbruch in der Therapie der HIV-Infektion bewirkt und so zu einer drastischen Senkung der Mortalität und Morbidität geführt. Um diesen Ansprüchen weiterhin gerecht zu werden und sie bestenfalls zu übertreffen, erfordert eine ständige Weiterentwicklung der HAART mit neuen und ausgefeilteren Alternativen. Ein weiterer Schritt in diese Richtung ist die Entwicklung einer neuen Formulierung des Kombinationspräparates LPV/r (Kaletra®) von der „lipophilen Kapselform“ zur „hydrophilen Tablettenform“, aus der Wirkstoffgruppe der Proteasehemmer. Lopinavir (LPV) ist ein HIV-Proteasehemmer der mit Ritonavir (r oder RTV) als fixe Kombination (LPV/r) hergestellt wird. Der Proteasehemmer Ritonavir wird dabei in subtherapeutischer Dosierung als Booster verwendet, dadurch wird eine Verbesserung der pharmakokinetischen Eigenschaften erzielt. Der Vorteil hierbei sind die höheren Lopinavir-Plasmaspiegel die erreicht werden. Diese Kombination wird als Kaletra® (LPV/r) vermarktet.
LPV/r ist erhältlich als lipophile Kapselform (133,3/33,3mg) oder in Flüssigform (80/20mg pro ml). Beide erfordern eine kühle Lagerung und müssen mit einer fettreichen Mahlzeit eingenommen werden, um optimale Lopinavir Plasmaspiegel zu erzielen.
Durch das „Melt Extrusion (Meltrex)“ Produktionsverfahren gelang die Herstellung einer „hydrophilen Tabletteform“ (200/50mg und 100/25mg) mit verbesserter Bioverfügbarkeit. Dadurch reduzierte sich die einzunehmende Anzahl von 6 Kapseln pro Tag auf 4 Tabletten pro Tag. Zudem bedarf die LPV/r Tablette keiner Kühlung und kann nahrungsunabhängig eingenommen werden.
Ziel dieser Untersuchung war es zu prüfen, welche LPV/r (Kaletra®) Darreichungsform, Kapsel oder Tablette, in einer HAART von HIV-Patienten bevorzugt wird. Es sollte ermittelt werden, ob bei gleichbleibender Wirksamkeit kombiniert mit einer verbesserten Verträglichkeit und Handhabung (weniger Tabletten, nahrungsunabhängige Einnahme und keine Kühlung), die überwiegende Mehrzahl der HIV-Patienten sich zugunsten der LPV/r Tablette, im Sinne einer verbesserten Lebensqualität bzw. Gemütszustandes, entscheiden werden.
Dies geschah anhand einer prospektiven, nicht randomisierten Studie mit 238 HIV-infizierten Patienten, die über mindesten 16 Wochen oder länger eine LPV/r Kapsel haltige antiretrovirale Kombinationstherapie einnahmen und am Tag 0 auf LPV/r Tabletten umgestellt wurden, ohne weitere Änderungen in ihrer bisherigen HAART vorzunehmen. Der darauffolgende Beobachtungszeitraum betrug 32 Wochen. Es wurden Vorher-, Nachher-Fragebogen ausgefüllt und die Patienten unterzogen sich einer Vorher-, Nachher-Laboruntersuchung (CD4 und HI-Viruslast). Zudem wurde nach der subjektiven Präferenz gegenüber beiden Darreichungsformen (Kapsel oder Tablette) gefragt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unter der LPV/r Tablette bei gleichbleibender antiretroviraler Wirksamkeit, signifikant weniger intestinale Nebenwirkungen auftraten und daran geknüpft signifikant weniger Medikamente gegen intestinale Beschwerden eingenommen wurden. Was bei den Patienten zu einer deutlichen Präferenz der LPV/r-Tablette (71,2 %) gegenüber der LPV/r Kapsel (3,0 %) führte. Die Ergebnisse zu Lebensqualität zeigten zwar eine tendenzielle Besserung aber zusammen mit den Gemütszuständen ergaben sich hier keine signifikanten Unterschiede.
Nach der vorliegenden Untersuchung muss die LPV/r Tablette im Vergleich zur LPV/r-Kapsel, als die überlegene antiretrovirale Therapieoption in Betracht gezogen werden. Angesichts zahlreicher Einschränkungen durch die Infektion und die Notwendigkeit einer lebenslangen Therapie, kann dies, ein bedeutender Beitrag zur Therapietreue sein und dadurch den Erfolg einer HIV-Therapie wesentlich mitbestimmen.
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Allergische Rhinitis: Analyse der Forschungstätigkeit (Bibliometrische Untersuchung)
(2012)
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Iris Wende
- Die allergische Rhinitis hat sich in den letzten Jahrzehnten durch Anstieg der Prävalenz und Zunahme von Symptomhäufigkeit und -schwere zu einem global bedeutsamen und kostenintensiven Gesundheitsproblem entwickelt. Mit Hilfe der derzeit geltenden Behandlungsoptionen kann eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität erzielt werden, eine langfristige Heilung ist bislang eher selten und eine Prophylaxe von Neuerkrankungen kaum möglich. Aufgrund des hohen Forschungsaufkommens zur AR existieren weltweit eine Vielzahl an Publikationen, welche z. B. Untersuchungen zur Entschlüsselung der Pathomechanismen dieser multifaktoriellen Erkrankung, Studien für effektive pharmakologische Therapien und Forschungen auf dem Gebiet der Immunmodulation beinhalten.
In dieser Arbeit wurde eine quantitative Analyse dieser wissenschaftlichen Arbeiten unter Zuhilfenahme von szientometrische Verfahren durchgeführt, wobei auf die Daten der Datenbank des "ISI Web of Science" zurückgegriffen wurde. Nach Festlegung eines komplexen Suchbegriffes, der alle relevanten Arbeiten zum Thema der AR einschließt, wurden die 11.951 im ISI WoS veröffentlichten Publikationen (Zeitraum von 1900-2007) im Rahmen von unterschiedlichsten Fragestellungen untersucht und die Ergebnisse kritisch begutachtet. Für die Darstellung der Fakten mit der höchsten Relevanz wurden verschiedene Diagrammarten zur grafischen Präsentation gewählt. Globale Sachverhalte wurden überwiegend anhand von Diffusionskartenanamorphoten veranschaulicht.
Seit Beginn der 90er-Jahre ist ein sprunghafter Anstieg von wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Thema der AR zu konstatieren. Die höchste Zahl an Veröffentlichungen konnte für das letzte Jahr der Analyse mit 923 Artikeln festgestellt werden. Anhand der seit 1991 stark zunehmenden Anzahl an Veröffentlichungen und den bereits seit Mitte der 80er-Jahre anhaltend hohen Zitationszahlen kann spätestens mit Beginn der 90er-Jahre ein großes wissenschaftliches Interesse an der AR insbesondere in den Industrienationen abgelesen werden, welches scheinbar bis zum letzten Analysejahr fortbestand. Fast 50% aller veröffentlichten Artikel stammen aus nur 4 Industrienationen. Dazu zählen die USA, das UK, Deutschland und Japan, wovon allein die USA fast ein Viertel der gesamten Publikationen auf sich vereint.
Mehr als 90% der analysierten wissenschaftlichen Artikel aus über 110 Herkunftsländern wurden in englischer Sprache veröffentlicht. Etwas über 4% aller Artikel wurden in deutscher und ca. 2% in französischer Sprache publiziert.
Bei den Zeitschriftenanalysen hatten vor allem auf Allergie und Immunologie spezialisierte Zeitschriften die größte Anzahl an Veröffentlichungen zu verzeichnen, wobei die Journale "Journal of Allergy and Clinical Immunology" und "Allergy" die meisten Artikel (jeweils über 1.000 Publikationen) veröffentlicht haben. Die Fachzeitschrift "Journal of Allergy and Clinical Immunology" wurde mit Abstand am häufigsten zitiert (35.572 Zitate). Die höchsten Zitationsraten wurden für die weltweit bekannten und renommierten Fachjournale "The New England Journal of Medicine" und "The Lancet" ermittelt.
Nach Ländern gewichtet, wurden vor allem Publikationen aus den USA, dem UK und Deutschland äußerst häufig zitiert. Auch die ermittelten H-Indices dieser 3 Länder waren die höchsten, was bei den Untersuchungen jedoch in direktem Zusammenhang mit der großen Zahl an von diesen Ländern hervorgebrachten wissenschaftlichen Artikel gesehen werden muss. Bei Betrachtung der Zitationsraten liegen beispielsweise andere Länder, wie z. B. Neuseeland, Indien, Norwegen und Finnland, an der Spitze, obwohl dort deutlich weniger Artikel veröffentlicht wurden.
Im Rahmen der Analysen dieser Arbeit konnte aufgezeigt werden, dass die Zahl der Kooperationen zwischen Autoren und Ländern in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Als Gründe können z. B. die verbesserten internationalen Beziehungen, die Globalisierung, sowie die sich ständig weiterentwickelnden technischen Kommunikationsmöglichkeiten hervorgehoben werden. Sehr intensive wissenschaftliche Beziehungen konnten zwischen den USA und dem UK, sowie den USA und Kanada, aber auch innerhalb Europas, z. B. zwischen dem UK und Schweden, festgestellt werden.
Die Analysen dieser Arbeit geben für die Datenbank "ISI WoS" in dem untersuchten Zeitraum ein v. a. in den Industrienationen bestehendes, aber tendenziell weltweit zunehmendes Forschungsinteresse zum Thema der AR wieder, wobei v. a. in den letzten Jahren ein Anstieg von nationalen und internationalen Kooperationsbeziehungen zu beobachten war. In den nächsten Jahrzehnten wird sich zeigen inwieweit sich das Publikationsverhalten entwickeln wird und ob beständige Forschung auf diesem Gebiet zu einer deutlichen Reduktion der hohen Prävalenz beitragen kann. Für die Betroffenen bleibt zu hoffen, dass in Zukunft weitere wichtige Erkenntnisse über diese Erkrankung gewonnen und daraus optimierte Behandlungsmöglichkeiten resultieren werden.
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Einflussfaktoren auf das klinische Outcome von thorakolumbalen Wirbelkörperfrakturen
(2010)
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Xenia Weiner
- In der vorliegenden Studie „Einflussfaktoren auf das klinische Outcome von thorakolumalen Frakturen wurden 87 Patienten mit einer operativ versorgten thorakolumbalen Wirbelkörperfraktur, die mindestens 18 Monate zurücklag, untersucht. Die Patienten wurden entweder rein dorsal mittels Fixateur interne oder kombiniert dorsoventral versorgt. Unter den kombiniert operierten Patienten befinden ich Patienten, deren Wirbelkörperfraktur entweder mit einem Knochenspan oder mit einem Knochenspan in Kombination mit einem ventralen winkelstabilen Plattensystem oder mittels Titancage behandelt wurden. Die Patienten wurden körperlich und radiologisch mittels CT untersucht sowie ihre Lebensqualität mit Hilfe vier international anerkannter Scores (SF-36, VASWirbelsäulenscore, Oswestry, LBOS) evaluiert. Ein weiterer Fragebogen analysierte die Spanmorbidität. Bei der Durchführung der körperlichen Untersuchung, die unter anderem die Messung des Finger-Boden-Abstands, das Schober-und Ott-Zeichen, das sensible und motorische Defizit sowie das Bewegungsausmaß der Patienten umfasste, erhielten wir ebenfalls keinen Unterschied unterhalb der Gruppen. Zur radiologischen Analyse kann man sagen, dass der Korrekturverlust im Laufe der Zeit zunimmt, so dass zum Zeitpunkt unserer Nachuntersuchung Kyphosewerte wie zum Zeitpunkt unmittelbar nach dem Trauma erreicht werden. Keine Operationsmethode konnte einen Korrekturverlust verhindern. Der Korrekturverlust lag bei den Gruppen zwischen 5,5 und 8,3°. Bei der Cage-Gruppe ohne Metallentfernung betrug die Sinterungsrate 60%, mit Metallentfernung 85%. Kaudales Einbrechen war häufiger zu beobachten. Bei den Patienten, bei denen ein Knochenspan verwendet wurde, konnte oft eine unzureichende Fusion des Implantats (Span-Gruppe: 44,4%, MACS-Gruppe: 33,3%) festgestellt werden. Alle vier Quality of Life-Scores zeigten keinen Vorteil für eine Operationsmethode. Die Spanentnahmemorbidität stellte ein häufiges Problem für die betroffenen Patienten an. Parästhesien bestanden bei 71%, deren Stärke im Durchschnitt mit 5,8 auf einer Analogskala von 0-10 beziffert wurde. Schmerzen an der Spanentnahmestelle gaben 75% der Patienten an. Die Stärke betrug durchschnittlich 5,8. 52% der Patienten beschreiben die Zusammenfassung Spanentnahmestelle als belastendste Operationsstelle zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung.
Wir führten ebenfalls eine Analyse der Frakturart der Patienten durch. Die Patienten wurden je nach Magerl-Klassifikation in die Gruppen A1-2, A 3, B-C eingeteilt. es konnten keine Unterschiede zwischen den Gruppen bezüglich der Lebensqualität oder des Korrekturverlusts festgestellt werden. So kommen wir zu dem Schluss, dass weder die Schwere des Traumas noch die Operationsmethode alleine einen signifikanten Einfluss auf das spätere Outcome haben. Die klinische Indikationsstellung zur Operations des Verfahrens ist daher nicht auf diese einzelnen Faktoren zu reduzieren. Hier spielen zahlreiche weitere Faktoren eine schwer fassbare Rolle. Hinsichtlich der Lebensqualität, des radiologischen Outcomes und der körperlichen Untersuchung konnte keine Versorgungsstrategie favorisiert werden. Angesichts des Problems der mangelnden Fusion der Knochenspäne und der häufig auftretenden Spanmorbidität, halten wir es für sinnvoll in Zukunft auf die Verwendung von Knochenspänen zu verzichten. Man würde dann bei der Wahl des operativen Verfahrens zwischen einem rein dorsalen oder einem kombinierten Verfahren mittels Titancage entscheiden.
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Biokompatibilität von koronaren Zinkstents mit verschiedenen Beschichtungen in den Iliakalgefäßen von weißen Neuseeland-Kaninchen / vorgelegt von Johannes Philipp Trabert
(2011)
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Johannes Trabert
- Diese Studie untersuchte die Biokompatibilität von Zink als mögliches Material für bioresorbierbare
Stents im Vergleich zu Referenzstents aus 316L medizinischem Edelstahl.
94 Zinkstents (2 Stents ohne Legierung, 3 Stents mit Titan- und/oder Goldlegierung) bei
ansonsten gleicher Architektur wurden in die Iliakalgefäße von 47 weißen Neuseeland-
Kaninchen implantiert und mit 316L Edelstahlstents gleicher Architektur als Referenz verglichen.
Die Stents wurden nach 10 und 26 Wochen entnommen und histologisch auf Lumenveränderung
(Planimetrie), Intimaproliferation (Intimabreite), Gefäßwandverletzung
(Gunn Score) und -entzündung (Inflammation Score) untersucht.
Der Vergleich der einzelnen gemessenen Parameter gibt Aufschluss über proliferative, entzündliche
und mechanische Vorgänge beim biologischen Abbau der Stents sowie über Vorund
Nachteile der einzelnen Legierungen.
Beim Vergleich der Teststents untereinander zeigte sich eine stärkere Intimabildung bei den
Zinkstents mit Titanlegierung außerhalb des gestenteten Bereichs.
Keiner der untersuchten Zinkstents zeigte Vorteile gegenüber dem 316L Edelstahlstent bezüglich
der Gewebeveränderung über einen Zeitraum von 26 Wochen nach Implantation.
Somit ist der Einsatz der Zinkstents aus dieser Studie in der gegenwärtigen Form im Menschen
nicht angezeigt.
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Einfluss einer Vitamin-D-Therapie auf die Insulinresistenz und Stoffwechseleinstellung bei Patienten mit Typ-2-Diabetes-mellitus
(2011)
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Franziska Johanna Strobel
- Die Effekte von Vitamin D (VD) auf den Stoffwechsel wurden bisher meist bei
Nichtdiabetikern untersucht und erbrachten sehr kontroverse Ergebnisse. Das
Ziel unserer Studie war es, den Einfluss einer sechsmonatigen VD-Gabe von
1904 IU/d auf den Metabolismus bei Patienten mit nichtinsulinpflichtigem
Diabetes mellitus Typ 2 (DM Typ2) zu untersuchen. Dazu schlossen wir 86
Patienten mit DM Typ 2 in eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte
Studie ein. Während der ersten sechs Monate nahmen die
Patienten 20 Tropfen (1904 IE/d) Vigantol-Öl bzw. Placebo-Öl (mittelkettige
Triglyceride) einmal pro Woche zu sich. Dem folgten 6 Monate der
Nachbeobachtung. Zu Beginn und in dreimonatigen Abständen wurden 25-
OHD, 1α, 25(OH)2-OHD, PTH, Calcium, Phosphat, Körpergewicht, Body mass
index (BMI), Blutdruck, Nüchternglucose, HbA1c, Insulin, Homeostasis Model
Assessment-Index (Homa-Index) und C-Peptid bestimmt. Zu Studienbeginn
wiesen alle Patienten (n=86) im Median ein 25-OHD von 13,60 ng/ml (34
nmol/l) und somit einen VD-Mangel auf. Nach 6 Monaten der Therapie stieg der
25-OHD-Spiegel der Verumgruppe (n=40) um den Faktor 2,14 auf einen
Median von 28,4 ng/ml (71 nmol/l) an. Der mittlere Anstieg von 11,85 ng/ml in
der Verumgruppe (p<0,001) war signifikant stärker als in der Placebogruppe.
Während der Interventionszeit befand sich das 25-OHD der Verumgruppe im
Normbereich, wohingegen die Placebogruppe stets einen VD-Mangel aufwies.
In beiden Gruppen korrelierte der 25-OHD-Verlauf mit der jahreszeitlichen
Zuordnung der Studienvisiten. Innerhalb der sechsmonatigen Interventionszeit
nahm das PTH in beiden Gruppen ab, tendenziell jedoch stärker in der
Verumgruppe (p=0,08). Es zeigte sich keinerlei Zusammenhang zwischen PTH
und den anderen erfassten Parametern. Körpergewicht, systolischer Blutdruck
und Nüchternblutzucker zeigten keine signifikanten Veränderungen. Zu
Studienbeginn und in der Nachbeobachtungszeit war eine signifikante negative
Korrelation zwischen 25-OHD und BMI bei allen Probanden festzustellen.
Während der Interventionszeit zeigte sich dieser Zusammenhang allerdings nur
bei Patienten der Placebogruppe. Der HbA1c aller Patienten mit 25-OHDSpiegeln
>20 ng/ml (52,5nmol/l) war bei Studienbeginn (n=14) um 0,35%
(p=0,06), nach VD-Therapie (n=39) um 0,43% (p=0,05) niedriger im Vergleich
80
zu Patienten mit 25-OHD >20 ng/ml. Eine signifikante negative Korrelation
zwischen 25-OHD und HbA1c war bei Studienbeginn (r= -0,33, p=0,002), sowie
nach sechsmonatiger VD-Therapie (r= -0,26, p=0,02) zu sehen. Des Weiteren
zeigten nach VD-Therapie alle Patienten mit 25-OHD-Serumspiegeln >20 ng/ml
(52,5 nmol/l) ein signifikant höheres C-Peptid (p=0,02), Insulin (p=0,03) und
einen höheren Homa-Index (p=0,09). Nach sechs Monaten der VD-Therapie
war eine signifikante positive Korrelation zwischen 25-OHD und C-Peptid
(r=0.27; p=0.02), Insulin (r=0.34; p=0.01) sowie Homa-Index (r=0.25; p=0.06) zu
sehen. Unsere Studie zeigt somit eine negative Korrelation zwischen 25-OHD
und BMI bei Patienten mit VD-Mangel, sowie einen negativen Zusammenhang
zwischen HbA1c und 25-OHD-Status. Ferner war bei Patienten mit einem 25-
OHD >20 ng/ml nach sechs Monaten der VD-Therapie ein signifikanter Anstieg
des C-Peptid, Insulin und Homa-Index festzustellen. Die VD-Therapie führte zu
einer signifikanten Verbesserung der Insulinsekretion, während die
Insulinresistenz weiterhin bestand. Interventionelle Studien mit größeren
Studienpopulationen und höheren VD-Dosen sind nötig, um unsere Ergebnisse
zu bestätigen.
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Zur Wirksamkeit von Neurofeedback und Marburger Konzentrationstraining in der Therapie von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
(2010)
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Birgit Schäfer
- In der vorliegenden Dissertation wird eine Zusammenfassung über den aktuellen
Wissensstand zu Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen sowie bestehenden
Therapieoptionen gegeben. Anschließend wird eine eigene Pilotstudie vorgestellt, in
welcher zwei nicht-pharmakolgische Interventionen, Neurofeedback (NF,
EEG-Biofeedback) und Marburger Konzentrationstraining (MKT), miteinander
verglichen werden. In den letzten Jahren hat der Evidenzgrad des Neurofeedbacks
kontinuierlich zugenommen. Neurofeedback ist ein verhaltenstherapeutisches
Verfahren mit dem Ziel, abhängig vom angewandten Trainings-Protokoll eine
entsprechende Veränderung des EEG-Frequenzspektrums oder der
ereigniskorrelierten Potentiale bei Patienten zu bewirken. Mittels dieser Modifikationen
soll eine Verbesserung der ADHS-Symptomatik bedingt werden. Das Marburger
Konzentrationstraining stellt eine kognitiv-behaviorale Gruppentherapie dar, deren
Durchführung an das Manual von Krowatschek und Mitarbeiter (2004a) angelehnt
wurde.
Aus dem natürlichen Patientenzulauf der kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanz
der Johann Wolfgang Goethe-Universität wurden 47 Kinder im Alter von 6 bis
14 Jahren mit der Diagnose einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung
(F90.0) zufällig auf die Interventionen verteilt. Unter gleichen Rahmenbedingungen
erhielten 22 Probanden 10 Einzelsitzungen à 45 Minuten NF-Training mit einem
Theta/Beta-Protokoll und 25 Probanden 6 Gruppensitzungen des Marburger
Konzentrationstrainings à 60 Minuten. Parallel wurde ein Elterntraining mit insgesamt
5 Sitzungen angeboten. Zur Erfassung und Evaluation der ADHS-Kernsymptomatik
sowie begleitender Psychopathologien wurden zu zwei Messzeitpunkten T1 (= direkt
vor) und T2 (= direkt nach) dem Training sowohl neuropsychologische Testungen
(objektive Ebene) durchgeführt als auch Fragebögen an Kinder, Eltern und Lehrer
(subjektive Ebenen) verteilt.
Die Analysen ergaben für beide Interventionen eine Reduktion der Kernsymptomatik.
Wider Erwarten kam es in der NF-Gruppe lediglich zu einer tendenziellen
Verminderung impulsiver und hyperaktiver Verhaltensweisen, während die MKTGruppe
signifikante Ergebnisse für alle Verhaltensbereiche aufwies. Dementsprechend
bestätigte eine Vergleichsevaluation, entgegen der ursprünglichen Annahmen eine
Überlegenheit der MKT-Bedingung bezüglich der Kernsymptomatik.
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Vergleichsanalysen zur Begleitproblematik erbrachten für beide Interventionen
signifikante Verbesserungen im schulischen und sozialen Bereich sowie in Bezug auf
begleitende Psychopathologien und die Gesamtproblematik. Hier wiederum erwies sich
das Neurofeedback im familiären Bereich als überlegen.
Auf der Suche nach Prädiktoren zeigten die Variablen „Alter“, „Erziehungsstil“ und
„Teilnahme am Elterntraining“ bedeutsame Effekte. So scheinen ältere Kinder eher
vom NF, die jüngeren Kinder hingegen vor allem vom MKT zu profitieren. Die
Einbeziehung der Eltern ins Training scheint auf jeden Fall sinnvoll zu sein, wobei sich
hier keine eindeutigen Rückschlüsse ziehen lassen. Des Weiteren ließ sich bei den
Teilnehmern des Marburger Konzentrationstrainings ein prädiktiver Einfluss von
Geschlecht und Intelligenzquotient erahnen.
In der Zusammenschau konnte für beide Interventionen der Evidenzgrad als Therapie
einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung erhöht werden. Beide
Behandlungen vermindern die Kernsymptomatik, wobei das Neurofeedback scheinbar
speziell die Impulskontrolle erhöht während das Marburger Konzentrationstraining
einen besonders großen Einfluss auf die Unaufmerksamkeit ausübt. Auch bezüglich
der Begleitsymptomatik werden jeweils signifikante Effekte erzielt. Diesbezüglich zeigte
sich hier das Neurofeedback im familiären Bereich überlegen. Zum Teil lassen sich die
Veränderungen auf spezifische Trainingseffekte zurückführen. Es ergaben sich
erstmalig Hinweise auf Prädiktoren.
In jedem Fall ist weitere Forschungsarbeit mit größeren Stichproben, angemessenen
Kontrollbedingungen und Veränderungsmaßen notwendig. So bleiben noch viele
Fragen offen, wie beispielsweise die spezifischen Wirkungsweisen beider
Interventionen, entsprechende Rahmenbedingungen, Prädiktoren und die
Langfristigkeit der Behandlungsmethoden.
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The role of peroxisome proliferator-activated receptor gamma during sepsis-induced lymphopenia
(2011)
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Martina Schmidt
- Sepsis is one of the most common diseases on intensive care units all over the
world and accounts there for the highest mortality rate. One of the hallmarks of
sepsis is an accelerated T-cell apoptosis, resulting in a compromised immune
state with the inability to eradicate pathogens. This promotes organ damage or
even organ failure. A multiple organ dysfunction evolves, which often ends up in
septic shock and death. Recently, it was shown that severe T-cell depletion
correlates with sepsis mortality. When inhibiting T-cell apoptosis, an increased
mouse survival was observed in experimental sepsis. ...
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Real time 3D - Ultraschallsimulation in der Akutmedizin : Entwicklung einer neuen Technologie
(2011)
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Sebastian Schellhaas
- In der vorliegenden Arbeit wurde die real time 3D - Ultraschallsimulation für den
Einsatz in der Akutmedizin untersucht und weiterentwickelt.
Hintergrund:
Die Ultraschallsimulation stellt eine neue Lernmethode für die
Ultraschalluntersuchung dar. Es kann die korrekte Anlotung, die Interpretation
und die Durchführung der Untersuchung patientenunabhängig trainiert werden.
Damit eignet sich die Ultraschallsimulation besonders für den Bereich der
Notfallsonographie, da hier aufgrund der akuten Erkrankungen nur
eingeschränkte Lehrmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Dieses Projekt setzt sich aus vier Teilen zusammen. Es sollten Module zum
Training des fokussierten Assessments mit Sonographie bei Traumapatienten
(FAST) und der Sonographie peripherer Nerven und Gefäße entwickelt werden.
Der dritte Bereich bestand aus der technischen Integration des
Ultraschallsimulators in eine herkömmliche ALS-Trainingspuppe, um dann im
vierten Abschnitt die Auswirkungen der fokussierten echokardiographischen
Evaluation während der Reanimation auf deren Qualität mit dem kombinierten
Ultraschall-ALS-Simulator zu überprüfen.
Methodik:
Zur Entwicklung der Module für die fokussierte abdominelle Sonographie bei
Traumapatienten wurde das Freihandaufnahmesystem des
Ultraschallsimulators mit einem high-end Ultraschallgerät gekoppelt. Die 3D-Ultraschallvolumen
wurden durch Transversalanlotungen an gesunden
Probanden und Patienten mit kontinuierlicher Peritonealdialyse aufgenommen
und Multivolumina in einen Schaumstofftorso mithilfe eines
elektromagnetischen Trackingsystems positioniert. Die Anwendbarkeit des
Ultraschallsimulators wurde jeweils während eines studentischen
Ultraschallseminares und eines Ultraschallkurses für Postgraduierte überprüft.
Für die Module zum Training der Sonographie peripherer Nerven und Gefäße
wurde mit dem oben genannten System Volumen von verschiedenen
Körperregionen gesunder Patienten aufgenommen, innerhalb des Torsos
positioniert und durch einen erfahrenen Ultraschallanwender mit
Originalultraschallaufnahmen verglichen.
Zur Integration des Ultraschallsimulators in einen ALS-Simulator musste die
elektromagnetische Lokalisationseinheit des Ultraschallsimulators innerhalb des
ALS Simulators so positioniert werden, dass Thoraxkompressionen weiterhin
problemlos möglich sind und die Funktion des Ultraschallsimulators nicht
gestört wird.
Für die Überprüfung der Auswirkungen einer fokussierten Echokardiographie
auf die Qualität der Reanimation führten in der Studie Rettungsassistenten,
Rettungssanitäter und Studenten in 2er Teams jeweils zwei
Reanimationsabläufe durch. Der FEEL Algorithmus wurde von einem in FEEL
eingewiesenen Notarzt unangekündigt während der CPR angewendet. Die
Variablen Eindringtiefe der Thoraxkompressionen, Frequenz der
Thoraxkompressionen und das Volumen pro Maskenbeatmung wurden als Güte
der CPR angesehen und ausgewertet.
Ergebnisse:
Für das Training der FAST Untersuchung konnten mehrere Module mit
pathologischen und normalen Sonographiebefunden des Abdomens erstellt und
von Studenten sowie Ärzten am Simulator richtig interpretiert werden.
Die Entwicklung von nahezu originalgetreuen Aufnahmen peripherer Nerven
und Gefäße stellt eine vollkommen neue Methode zum Training der
ultraschallgestützten Regionalanästhesie dar.
Erstmals wurde ein Ultraschallsimulator in einen ALS-Simulator integriert und
evaluiert. Beide Geräte können als Einheit komplikationslos genutzt werden.
Bei der Untersuchung der Auswirkungen des FEEL Algorithmus auf die Qualität
der Reanimation zeigten sich keine Unterschiede bei den analysierten
Variablen.
Schlussfolgerung:
Durch das Projekt konnte der Ultraschallsimulator als neue Lernmethode im
Bereich der Notfallsonographie weiterentwickelt und etabliert werden. Der
Simulator wird nun regelmäßig in Ultraschallkursen für Studenten und Ärzte
eingesetzt, ohne das Training am realen Patienten zu ersetzen.
Neben der Ausbildung kann der Ultraschallsimulator auch zur Überprüfung der
Kenntnisse von Notfallsonographieanwendern im Sinne einer
Qualitätssicherung und Re-Zertifizierung genutzt werden. Die Kombination aus
ALS- und Ultraschallsimulator eignet sich, um eine ALS-konforme
Echokardiographie zu trainieren.
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Das klinische Outcome bei Patienten mit dorsal oder dorsoventral stabilisierten Wirbelkörperfrakturen nach Fixateur interne Entfernung
(2010)
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Florian Rüger
- Die vorliegende Studie hat sich die Untersuchung der Auswirkung einer Entnahme
des Fixateur internes nach thorakolumbalen Wirbelkörperfrakturen zur
Aufgabe gemacht.
Dazu wurden 87 Patienten mit einer operativ versorgten thorakolumbalen Wirbelkörperfraktur,
die mindestens 18 Monate zurücklag, untersucht. Die Patienten
wurden entweder rein dorsal mittels Fixateur interne oder kombiniert dorsoventral
versorgt. Unter den kombiniert operierten Patienten befinden sich Patienten,
deren Wirbelkörperfraktur entweder mit einem Knochenspan oder mit
einem Knochenspan in Kombination mit einem ventralen winkelstabilen Plattensystem,
oder mittels Cage behandelt wurde. Die Patienten wurden körperlich
untersucht und aktuelle Computertomogramme wurden ausgewertet. Die Lebensqualität
wurde außerdem mit Hilfe vier international anerkannter Scores
(SF-36, VAS-Wirbelsäulenscore, Oswestry, LBOS) evaluiert. Weitere von uns
erstellte Fragebögen analysierte die Spanentnahme- sowie die Metallentfernungsmorbidität.
Anschließend führten wir eine körperliche Untersuchung, die
unter anderem die Messung des Finger-Boden-Abstands, das Schober- und
Ott-Zeichen, das sensible und motorische Defizit sowie das Bewegungsausmaß
der Patienten umfasste, durch.
Bei der Analyse der radiologischen Daten zeigte sich insgesamt nach der Metallentfernung
eine Zunahme des Korrekturverlustes in Keilwinkel (von 9,5° auf
10,2°) und Grund- Deckplattenwinkel (von 9,8° auf 1 2,7°). Allerdings konnten
keine Zusammenhänge dieser statistisch nicht signifikanten Daten mit der Lebensqualität
oder der körperlichen Untersuchung ermittelt werden.
Bei der Betrachtung der subjektiven Lebensqualität zeigte sich in allen Fragebögen
eine bessere Selbsteinschätzung nach der Metallentfernung. Retrospektiv
würden 71,8% der Patienten mit Metallentfernung diese aufgrund der gesteigerten
Lebensqualität erneut durchführen lassen.
Zusammenfassung
114
Auch die Beweglichkeit der Patienten in den hier durchgeführten Untersuchungen
konnte durch die Metallentfernung gesteigert werden.
Aufgrund der vorliegenden Daten gehen wir von einer Verbesserung der Lebensqualität
des Patienten nach der Entfernung des Fixateur internes aus. Diese
sollte demnach durchgeführt werden, sobald von einer sicheren Heilung der
Fraktur ausgegangen und das Risiko für übermäßige Korrekturverluste als minimal
eingeschätzt werden kann.
Wie lange dieser Heilungsverlauf benötigt und wie die in weiteren Studien mit
noch größerer Patientenzahl untersucht werden.
Bei ventraler Instrumentierung mit Entfernung von Bandscheiben kann nach
Entfernung des Fixateur interne die Beweglichkeit nicht wieder hergestellt werden.
Mit dieser dauerhaften Steifigkeit gehen sekundäre Schäden der angrenzenden
Bandscheiben einher. Um diese zu reduzieren wurde im Rahmen der
Studie der Einsatz von federbaren Cages angedacht, welche die Funktion der
extrahierten Bandscheiben ersetzen sollen. Die Praktikabilität sowie deren Wirkung
sollte in nachfolgenden Studien überprüft werden.
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Identification of translationally deregulated proteins during inflammation-associated tumorigenesis
(2012)
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Daniela Rübsamen
- The translation of mRNAs into proteins is an elaborate and highly regulated process. Translational regulation primarily takes place at the level of initiation. During initation the eukaryotic initiation factors (eIFs) form a complex that binds to the 5’end of the mRNA to scan for a start codon. Once recognized, the ribosome is recruited to the mRNA and protein synthesis starts. Initiation of translation can basically occur via two distinct mechanisms, i.e. cap-dependent and cap-independent that is mediated via internal ribosome entry sites (IRESs). The former is mediated by a 5’cap structure composed of a 7-methylguanylate which is added to every mRNA during transcription and recruits the initiation complex. IRES-dependent translation involves elements within the 5’untranslated region (UTR) of the mRNA that mostly bind IRES trans-acting factors (ITAFs) which associate either with the initiation complex or with the ribosome itself and consequently allow for internal initiation of translation.
During tumorigenesis the demand for proteins is increased due to rapid cell growth, which consequently requires enhanced translation. Many factors that regulate translation are overexpressed in tumors. Moreover, signaling pathways that trigger translation or further hyperactivated by the surrounding tumor microenvironment. This environment is largely generated by infiltration of immune cells such as macrophages that secrete cytokines and other mediators to promote tumorigenesis. As the effects of inflammatory conditions on the translation of specific targets are only poorly characterized, my study aimed at identifying translationally deregulated targets during inflammation-associated tumorigenesis.
For this purpose, I cocultured MCF7 breast tumor cells with conditioned medium of activated monocyte-derived U937 macrophages (CM). Polysome profiling and microarray analysis identified 42 targets to be regulated at the level of translation. The results were validated by quantitative PCR and one target - early growth response 2 (EGR2) - was chosen for in depth analysis of the mechanism leading to its enhanced translation.
In order to identify upstream signaling molecules causing enhanced EGR2 protein synthesis the cytokine profile of CM was analyzed and the impact of several cytokines on EGR2 translation was examined. Preincubation of CM with neutralizing antibodies revealed that lowering interleukin 6 (IL-6) had only little effect, whereas depletion of IL 1β significantly reduced EGR2 translation. This finding was corroborated by the fact that treatment with recombinant IL-1β enhanced EGR2 translation to virtually the same extend as CM. Further experiments revealed that this effect was mediated via the p38-MAPK signaling cascade.
Interestingly, I observed that the mTOR inhibitor rapamycin, which reduces cap-dependent translation, specifically stimulated EGR2 translation. This result argued for an IRES-dependent mechanism that might account for EGR2 translation. The use of bicistronic reporter assays verified this hypothesis. In line with the above mentioned results, CM, IL-1β and p38-MAPK induced EGR2-IRES activity.
Since IRESs commonly require ITAFs to mediate translation initiation, the binding of proteins to the 5’UTR was analyzed using mass spectrometry. Among others, several previously described ITAFs, such as polypyrimidine tract-binding protein (PTB) and heterogeneous nuclear ribonucleoprotein A1 (hnRNP-A1) were identified to directly bind to the EGR2-5’UTR. Furthermore, overexpression of hnRNP-A1 enhanced EGR2-IRES activity whereas a dominant negative form of hnRNP-A1 significantly decreased it, thus, showing its importance for EGR2 translation.
In summary, my data provide evidence that EGR2 expression can be controlled by IRES-dependent translational regulation, which is responsive to an inflammatory environment. The identified mechanism may not be exclusive for one target but might be representative for gene expression regulation mechanisms during tumorigenesis. This is of special interest for the treatment of cancer patients and development of more specific therapies to reduce tumor outcome.