29 search hits
-
Zur Wirksamkeit von Neurofeedback und Marburger Konzentrationstraining in der Therapie von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
(2010)
-
Birgit Schäfer
- In der vorliegenden Dissertation wird eine Zusammenfassung über den aktuellen
Wissensstand zu Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen sowie bestehenden
Therapieoptionen gegeben. Anschließend wird eine eigene Pilotstudie vorgestellt, in
welcher zwei nicht-pharmakolgische Interventionen, Neurofeedback (NF,
EEG-Biofeedback) und Marburger Konzentrationstraining (MKT), miteinander
verglichen werden. In den letzten Jahren hat der Evidenzgrad des Neurofeedbacks
kontinuierlich zugenommen. Neurofeedback ist ein verhaltenstherapeutisches
Verfahren mit dem Ziel, abhängig vom angewandten Trainings-Protokoll eine
entsprechende Veränderung des EEG-Frequenzspektrums oder der
ereigniskorrelierten Potentiale bei Patienten zu bewirken. Mittels dieser Modifikationen
soll eine Verbesserung der ADHS-Symptomatik bedingt werden. Das Marburger
Konzentrationstraining stellt eine kognitiv-behaviorale Gruppentherapie dar, deren
Durchführung an das Manual von Krowatschek und Mitarbeiter (2004a) angelehnt
wurde.
Aus dem natürlichen Patientenzulauf der kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanz
der Johann Wolfgang Goethe-Universität wurden 47 Kinder im Alter von 6 bis
14 Jahren mit der Diagnose einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung
(F90.0) zufällig auf die Interventionen verteilt. Unter gleichen Rahmenbedingungen
erhielten 22 Probanden 10 Einzelsitzungen à 45 Minuten NF-Training mit einem
Theta/Beta-Protokoll und 25 Probanden 6 Gruppensitzungen des Marburger
Konzentrationstrainings à 60 Minuten. Parallel wurde ein Elterntraining mit insgesamt
5 Sitzungen angeboten. Zur Erfassung und Evaluation der ADHS-Kernsymptomatik
sowie begleitender Psychopathologien wurden zu zwei Messzeitpunkten T1 (= direkt
vor) und T2 (= direkt nach) dem Training sowohl neuropsychologische Testungen
(objektive Ebene) durchgeführt als auch Fragebögen an Kinder, Eltern und Lehrer
(subjektive Ebenen) verteilt.
Die Analysen ergaben für beide Interventionen eine Reduktion der Kernsymptomatik.
Wider Erwarten kam es in der NF-Gruppe lediglich zu einer tendenziellen
Verminderung impulsiver und hyperaktiver Verhaltensweisen, während die MKTGruppe
signifikante Ergebnisse für alle Verhaltensbereiche aufwies. Dementsprechend
bestätigte eine Vergleichsevaluation, entgegen der ursprünglichen Annahmen eine
Überlegenheit der MKT-Bedingung bezüglich der Kernsymptomatik.
125 von 189
Vergleichsanalysen zur Begleitproblematik erbrachten für beide Interventionen
signifikante Verbesserungen im schulischen und sozialen Bereich sowie in Bezug auf
begleitende Psychopathologien und die Gesamtproblematik. Hier wiederum erwies sich
das Neurofeedback im familiären Bereich als überlegen.
Auf der Suche nach Prädiktoren zeigten die Variablen „Alter“, „Erziehungsstil“ und
„Teilnahme am Elterntraining“ bedeutsame Effekte. So scheinen ältere Kinder eher
vom NF, die jüngeren Kinder hingegen vor allem vom MKT zu profitieren. Die
Einbeziehung der Eltern ins Training scheint auf jeden Fall sinnvoll zu sein, wobei sich
hier keine eindeutigen Rückschlüsse ziehen lassen. Des Weiteren ließ sich bei den
Teilnehmern des Marburger Konzentrationstrainings ein prädiktiver Einfluss von
Geschlecht und Intelligenzquotient erahnen.
In der Zusammenschau konnte für beide Interventionen der Evidenzgrad als Therapie
einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung erhöht werden. Beide
Behandlungen vermindern die Kernsymptomatik, wobei das Neurofeedback scheinbar
speziell die Impulskontrolle erhöht während das Marburger Konzentrationstraining
einen besonders großen Einfluss auf die Unaufmerksamkeit ausübt. Auch bezüglich
der Begleitsymptomatik werden jeweils signifikante Effekte erzielt. Diesbezüglich zeigte
sich hier das Neurofeedback im familiären Bereich überlegen. Zum Teil lassen sich die
Veränderungen auf spezifische Trainingseffekte zurückführen. Es ergaben sich
erstmalig Hinweise auf Prädiktoren.
In jedem Fall ist weitere Forschungsarbeit mit größeren Stichproben, angemessenen
Kontrollbedingungen und Veränderungsmaßen notwendig. So bleiben noch viele
Fragen offen, wie beispielsweise die spezifischen Wirkungsweisen beider
Interventionen, entsprechende Rahmenbedingungen, Prädiktoren und die
Langfristigkeit der Behandlungsmethoden.
-
The role of peroxisome proliferator-activated receptor gamma during sepsis-induced lymphopenia
(2011)
-
Martina Schmidt
- Sepsis is one of the most common diseases on intensive care units all over the
world and accounts there for the highest mortality rate. One of the hallmarks of
sepsis is an accelerated T-cell apoptosis, resulting in a compromised immune
state with the inability to eradicate pathogens. This promotes organ damage or
even organ failure. A multiple organ dysfunction evolves, which often ends up in
septic shock and death. Recently, it was shown that severe T-cell depletion
correlates with sepsis mortality. When inhibiting T-cell apoptosis, an increased
mouse survival was observed in experimental sepsis. ...
-
Soluble epoxide hydrolase limits mechanical hyperalgesia during inflammation
(2011)
-
Christian Brenneis
Marco Sisignano
Ovidiu Coste
Kai Altenrath
Michael Fischer
Carlo Federico Angioni
Ingrid Fleming
Ralf Peter Louis Brandes
Peter Werner Reeh
Clifford J. Woolf
Gerd Geisslinger
Klaus Scholich
- Background
Cytochrome-P450 (CYP450) epoxygenases metabolise arachidonic acid (AA) into four different biologically active epoxyeicosatrienoic acid (EET) regioisomers. Three of the EETs (i.e., 8,9-, 11,12- and 14,15-EET) are rapidly hydrolysed by the enzyme soluble epoxide hydrolase (sEH). Here, we investigated the role of sEH in nociceptive processing during peripheral inflammation.
Results
In dorsal root ganglia (DRG), we found that sEH is expressed in medium and large diameter neurofilament 200-positive neurons. Isolated DRG-neurons from sEH-/- mice showed higher EET and lower DHET levels. Upon AA stimulation, the largest changes in EET levels occurred in culture media, indicating both that cell associated EET concentrations quickly reach saturation and EET-hydrolyzing activity mostly effects extracellular EET signaling. In vivo, DRGs from sEH-deficient mice exhibited elevated 8,9-, 11,12- and 14,15-EET-levels. Interestingly, EET levels did not increase at the site of zymosan-induced inflammation. Cellular imaging experiments revealed direct calcium flux responses to 8,9-EET in a subpopulation of nociceptors. In addition, 8,9-EET sensitized AITC-induced calcium increases in DRG neurons and AITC-induced calcitonin gene related peptide (CGRP) release from sciatic nerve axons, indicating that 8,9-EET sensitizes TRPA1-expressing neurons, which are known to contribute to mechanical hyperalgesia. Supporting this, sEH-/- mice showed increased nociceptive responses to mechanical stimulation during zymosan-induced inflammation and 8,9-EET injection reduced mechanical thresholds in naive mice.
Conclusion
Our results show that the sEH can regulate mechanical hyperalgesia during inflammation by inactivating 8,9-EET, which sensitizes TRPA1-expressing nociceptors. Therefore we suggest that influencing the CYP450 pathway, which is actually highly considered to treat cardiovascular diseases, may cause pain side effects.
-
Real time 3D - Ultraschallsimulation in der Akutmedizin : Entwicklung einer neuen Technologie
(2011)
-
Sebastian Schellhaas
- In der vorliegenden Arbeit wurde die real time 3D - Ultraschallsimulation für den
Einsatz in der Akutmedizin untersucht und weiterentwickelt.
Hintergrund:
Die Ultraschallsimulation stellt eine neue Lernmethode für die
Ultraschalluntersuchung dar. Es kann die korrekte Anlotung, die Interpretation
und die Durchführung der Untersuchung patientenunabhängig trainiert werden.
Damit eignet sich die Ultraschallsimulation besonders für den Bereich der
Notfallsonographie, da hier aufgrund der akuten Erkrankungen nur
eingeschränkte Lehrmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Dieses Projekt setzt sich aus vier Teilen zusammen. Es sollten Module zum
Training des fokussierten Assessments mit Sonographie bei Traumapatienten
(FAST) und der Sonographie peripherer Nerven und Gefäße entwickelt werden.
Der dritte Bereich bestand aus der technischen Integration des
Ultraschallsimulators in eine herkömmliche ALS-Trainingspuppe, um dann im
vierten Abschnitt die Auswirkungen der fokussierten echokardiographischen
Evaluation während der Reanimation auf deren Qualität mit dem kombinierten
Ultraschall-ALS-Simulator zu überprüfen.
Methodik:
Zur Entwicklung der Module für die fokussierte abdominelle Sonographie bei
Traumapatienten wurde das Freihandaufnahmesystem des
Ultraschallsimulators mit einem high-end Ultraschallgerät gekoppelt. Die 3D-Ultraschallvolumen
wurden durch Transversalanlotungen an gesunden
Probanden und Patienten mit kontinuierlicher Peritonealdialyse aufgenommen
und Multivolumina in einen Schaumstofftorso mithilfe eines
elektromagnetischen Trackingsystems positioniert. Die Anwendbarkeit des
Ultraschallsimulators wurde jeweils während eines studentischen
Ultraschallseminares und eines Ultraschallkurses für Postgraduierte überprüft.
Für die Module zum Training der Sonographie peripherer Nerven und Gefäße
wurde mit dem oben genannten System Volumen von verschiedenen
Körperregionen gesunder Patienten aufgenommen, innerhalb des Torsos
positioniert und durch einen erfahrenen Ultraschallanwender mit
Originalultraschallaufnahmen verglichen.
Zur Integration des Ultraschallsimulators in einen ALS-Simulator musste die
elektromagnetische Lokalisationseinheit des Ultraschallsimulators innerhalb des
ALS Simulators so positioniert werden, dass Thoraxkompressionen weiterhin
problemlos möglich sind und die Funktion des Ultraschallsimulators nicht
gestört wird.
Für die Überprüfung der Auswirkungen einer fokussierten Echokardiographie
auf die Qualität der Reanimation führten in der Studie Rettungsassistenten,
Rettungssanitäter und Studenten in 2er Teams jeweils zwei
Reanimationsabläufe durch. Der FEEL Algorithmus wurde von einem in FEEL
eingewiesenen Notarzt unangekündigt während der CPR angewendet. Die
Variablen Eindringtiefe der Thoraxkompressionen, Frequenz der
Thoraxkompressionen und das Volumen pro Maskenbeatmung wurden als Güte
der CPR angesehen und ausgewertet.
Ergebnisse:
Für das Training der FAST Untersuchung konnten mehrere Module mit
pathologischen und normalen Sonographiebefunden des Abdomens erstellt und
von Studenten sowie Ärzten am Simulator richtig interpretiert werden.
Die Entwicklung von nahezu originalgetreuen Aufnahmen peripherer Nerven
und Gefäße stellt eine vollkommen neue Methode zum Training der
ultraschallgestützten Regionalanästhesie dar.
Erstmals wurde ein Ultraschallsimulator in einen ALS-Simulator integriert und
evaluiert. Beide Geräte können als Einheit komplikationslos genutzt werden.
Bei der Untersuchung der Auswirkungen des FEEL Algorithmus auf die Qualität
der Reanimation zeigten sich keine Unterschiede bei den analysierten
Variablen.
Schlussfolgerung:
Durch das Projekt konnte der Ultraschallsimulator als neue Lernmethode im
Bereich der Notfallsonographie weiterentwickelt und etabliert werden. Der
Simulator wird nun regelmäßig in Ultraschallkursen für Studenten und Ärzte
eingesetzt, ohne das Training am realen Patienten zu ersetzen.
Neben der Ausbildung kann der Ultraschallsimulator auch zur Überprüfung der
Kenntnisse von Notfallsonographieanwendern im Sinne einer
Qualitätssicherung und Re-Zertifizierung genutzt werden. Die Kombination aus
ALS- und Ultraschallsimulator eignet sich, um eine ALS-konforme
Echokardiographie zu trainieren.
-
Maltose-binding protein enhances secretion of recombinant human granzyme B accompanied by in vivo processing of a precursor MBP fusion protein
(2010)
-
Benjamin Dälken
Robert A. Jabulowsky
Pranav Oberoi
Itai Benhar
Winfried S. Wels
- Background: The apoptosis-inducing serine protease granzyme B (GrB) is an important factor contributing to lysis of target cells by cytotoxic lymphocytes. Expression of enzymatically active GrB in recombinant form is a prerequisite for functional analysis and application of GrB for therapeutic purposes. Methods and Findings: We investigated the influence of bacterial maltose-binding protein (MBP) fused to GrB via a synthetic furin recognition motif on the expression of the MBP fusion protein also containing an N-terminal alpha-factor signal peptide in the yeast Pichia pastoris. MBP markedly enhanced the amount of GrB secreted into culture supernatant, which was not the case when GrB was fused to GST. MBP-GrB fusion protein was cleaved during secretion by an endogenous furin-like proteolytic activity in vivo, liberating enzymatically active GrB without the need of subsequent in vitro processing. Similar results were obtained upon expression of a recombinant fragment of the ErbB2/HER2 receptor protein or GST as MBP fusions. Conclusions: Our results demonstrate that combination of MBP as a solubility enhancer with specific in vivo cleavage augments secretion of processed and functionally active proteins from yeast. This strategy may be generally applicable to improve folding and increase yields of recombinant proteins.
-
Macrophage polarization by apoptotic cancer cells - a RNAi high-throughput screen and validation of interleukin 10 regulation
(2012)
-
Stephanie Ley
- Tumor-associated macrophages (TAM) are a major supportive component within neoplasms
and by their plasticity promote all phases of tumor development. Mechanisms of
macrophage (M Phi) attraction and differentiation to a tumor-promoting phenotype, defined
among others by distinct cytokine patterns such as pronounced immunosuppressive
interleukin 10 (IL-10) production, are largely unknown. However, a high apoptosis index
within tumors and strong M Phi infiltration correlate with poor prognosis. Thus, I aimed at
identifying signaling pathways contributing to generation of TAM-like M Phi by using
supernatant of apoptotic cancer cells (ACM) as stimulus.
To distinguish novel factors involved in generating TAM-like M Phi, I used an adenoviral
RNAi-based approach. The primary read-out was production of IL-10. However, mediators
modulating IL-10 were re-validated for their impact on regulation of the cytokines IL-6, IL-8
and IL-12. Following assay development, optimization and down-scaling to a 384-well
format, primary human M Phi were transduced with 8495 constructs of the adenoviral shRNA
SilenceSelect® library of Galapagos BV, followed by activation to a TAM-like phenotype using
ACM. I identified 96 genes involved in IL-10 production in response to ACM and observed a
pronounced cluster of 22 targets regulating IL-10 and IL-6. Principal validation of five targets
of the IL-10/IL-6 cluster was performed using siRNA or pharmacological inhibitors. Among
those, IL-4 receptor-alpha and cannabinoid receptor 2 were confirmed as regulators of IL-10 and
IL-6 secretion.
One protein identified in the screen, the nerve growth factor (NGF) receptor TRKA was
chosen for in-depth validation, based on its involvement in IL-10, IL-6 and IL-12 secretion
from ACM-stimulated human M Phi. TRKA possesses a cardinal role in neuronal development,
but compelling evidence emerges suggesting participation of TRKA in cancer development.
First experiments using pharmacological inhibitors principally confirmed the involvement of
TRKA in IL-10 secretion by ACM-stimulated M Phi and revealed PI3K/AKT and to a lesser
extend MAPK p38 as important signaling molecules downstream of TRKA activation.
Signaling through TRKA required the presence of its ligand NGF, as indicated by NGF
neutralization experiments. NGF was not induced by or present in ACM, but was
constitutively secreted by M Phi. Interestingly, M Phi responded to authentic NGF with neither
AKT and p38 phosphorylation nor IL-10 production. TRKA is well known to be transactivated
by other receptors and in neurons its cellular localization is decisive for its function.
Inhibitors of common transactivation partners did not influence IL-10 production by human
M Phi. Rather, ACM-treatment provoked pronounced translocation of TRKA to the plasma
membrane within 10 minutes as observed by immunofluorescence staining. Consequently, I
was intrigued to clarify mechanisms of TRKA trafficking in response to ACM.
The bioactive lipid sphingosine-1-phosphate (S1P) has been previously identified as
important apoptotic cell-derived mediator involved in TAM-like M Phi polarization. Indeed, I
observed S1P and src kinase involvement in ACM-mediated IL-10 induction. Furthermore,
inhibition of S1P receptor (S1PR) signaling or src kinase activity prevented TRKA
translocation, whereas a TRKA inhibitor or anti-NGF did not block TRKA trafficking to the
plasma membrane in response to ACM. Thus, autocrine secreted NGF activated TRKA to
promote IL-10 secretion, which required previous S1PR/src-dependent translocation of TRKA
to the plasma membrane.
Following the detailed analysis of IL-10 regulation, I was interested whether other TAM
phenotype markers were influenced by ACM and whether their expression was regulated
through TRKA-dependent signaling. Five of six markers were up-regulated on mRNA level by
ACM, and secretion of IL-6, IL-8 and TNF-alpha was triggered. S1PR-signaling was essential for
induction of all but one marker, whereas TRKA signaling was only required for cytokine
secretion. Interestingly, none of the investigated TAM markers was regulated identically to
IL-10, emphasizing a tight and exclusive regulation machinery of this potent
immunosuppressive cytokine.
Finally, I aimed to validate the in vitro findings in human ACM-stimulated M Phi. Therefore, I
isolated murine TAM as well as other major mononuclear phagocyte populations from
primary oncogene-induced breast cancer tissue. Indeed, TRKA-dependent signaling was
required for spontaneous cytokine production selectively by primary murine TAM. Besides
IL-10, the TRKA pathway was decisive for secretion of IL-6, TNF-alpha and monocyte chemotactic
protein-1, indicating its relevance in cancer-associated inflammation.
In summary, my findings highlight a fine-tuned regulatory system of S1P-dependent
TRKA trafficking and autocrine NGF signaling in TAM biology. Both factors, S1P as well as
NGF, might be interesting targets for future cancer therapy.
-
Larynx-Tubus S Disposable : ein randomisierter Vergleich von zwei Einführtechniken durch Erstanwender / vorgelegt von Anne-Maria Berta Greiwe
(2011)
-
Anne-Marie Greiwe
-
In der Notfallmedizin ist die rasche und effektive Sicherstellung des Atemweges einer
der wichtigsten Faktoren, die das Outcome des Patienten beeinflussen. Da die endotracheale
Intubation und die Maskenbeatmung einen hohen Kenntnisstand und viel Erfahrung
erfordern, hat das European Resuscitation Council (ERC) alternative Beatmungsmethoden
in seine aktuellen Empfehlungen zum Atemwegsmanagement aufgenommen.
Ein dort empfohlenes Hilfsmittel ist der Larynx-Tubus.
Der Larynx-Tubus Suction Disposable LTS-D wird immer häufiger vom Rettungspersonal
und von Pflegekräften angewendet, um eine adäquate Ventilation während der
Reanimation sicherzustellen. Bei der Anwendung der vom Hersteller empfohlenen
Technik kam es jedoch immer wieder zu Fehlanlagen und zu langen Anlagezeiten.
Deswegen ist eine modifizierte Einführungstechnik (MIT) mit der Standard Einführungstechnik
(SIT) verglichen worden. Hierbei ist besonderer Wert sowohl auf eine einfache
und effiziente Handhabung gelegt worden als auch auf eine kurze Anlagezeit bei
einer möglichst geringen Rate an Nebenwirkungen. Diese Arbeit prüft die Hypothese,
dass bei Erstanwendern unter Anwendung der modifizierten Einführungstechnik die
Platzierungsversuche des LTS-D, die länger als 45 sec. andauern, signifikant reduziert
werden können.
Bei 54 Patienten, die sich elektiven unfallchirurgischen oder orthopädischen Eingriffen
unterzogen, ist der LTS-D von Erstanwendern randomisiert (entweder nach SIT oder
MIT) angewendet worden.
In der MIT-Gruppe ist der LTS-D vor Insertion um 180° rotiert und einem Guedel-
Tubus ähnlich eingeführt worden. Zusätzlich ist das Kinn des Patienten mittels Esmarch-
Handgriff angehoben worden, um den retropharyngealen Raum zu vergrößern.
Sobald der LTS-D den weichen Gaumen erreichte, ist der LTS-D abermals um 180° gedreht
und in den Ösophagus vorgeschoben worden. Eine kurze Demonstration der EinZusammenfassung
38
führungstechnik ist vor Anwendung am Skilltrainer gegeben worden. Zur Bewertung
der Einführungstechniken des LTS-D sind die Erfolgsrate der Platzierung (max. 2 Platzierungsversuche)
und die Anlagezeit ausschlaggebend gewesen. Die Zielgröße für die
Insertionszeit war der Platzierungserfolg innerhalb von 45sec..
Ergebnisse
Alle Anwender waren Erstanwender. Die Anlagezeit in der SIT-Gruppe betrug
73 ± 41sec. und 40 ± 8 sec. in der MIT-Gruppe. Innerhalb von 45 sec. konnte bei 9 von
27 Patienten der SIT-Gruppe und bei 19 von 27 Patienten der MIT-Gruppe der LTS-D
platziert werden. Bei einem Patienten der SIT-Gruppe musste die Lage des LTS-D
nachkorrigiert, bei einem anderen Patienten der LTS-D neu platziert werden. Bei einem
weiteren Patienten der SIT-Gruppe dauerte die Anlage 195 sec..
Bei zwei Patienten der MIT-Gruppe musste die Lage des LTS-D innerhalb des Zeitfensters
nachkorrigiert werden. Bei einem weiteren Patienten war die Anlage nach der modifizierten
Einführungstechnik nicht möglich. Hieraus ergibt sich, dass die Einführung
des LTS-D nach der modifizierten Technik signifikant schneller gelang, als in der Kontrollgruppe
(p=0,0003). Unabhängig von der Einführungstechnik konnten keine Unterschiede
zwischen ärztlichem und nicht-ärztlichem Personal festgestellt werden sowohl
in Bezug auf die Anlagezeit als auch auf die erfolgreiche Platzierung.
Unerfahrene Anwender können unter Anwendung der modifizierten, Guedel-Tubusähnlichen
Einführtechnik den LTS-D innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters von 45
sec. signifikant häufiger zufriedenstellend platzieren als nach der alten, vom Hersteller
empfohlenen Anlagetechnik. Dies gilt unabhängig vom medizinischen Ausbildungsstand
der Anwender. Der MIT sollte daher in der notfallmedizinischen Ausbildung mit
dem LTS-D der Vorzug gegeben werden.
-
Identification of translationally deregulated proteins during inflammation-associated tumorigenesis
(2012)
-
Daniela Rübsamen
- The translation of mRNAs into proteins is an elaborate and highly regulated process. Translational regulation primarily takes place at the level of initiation. During initation the eukaryotic initiation factors (eIFs) form a complex that binds to the 5’end of the mRNA to scan for a start codon. Once recognized, the ribosome is recruited to the mRNA and protein synthesis starts. Initiation of translation can basically occur via two distinct mechanisms, i.e. cap-dependent and cap-independent that is mediated via internal ribosome entry sites (IRESs). The former is mediated by a 5’cap structure composed of a 7-methylguanylate which is added to every mRNA during transcription and recruits the initiation complex. IRES-dependent translation involves elements within the 5’untranslated region (UTR) of the mRNA that mostly bind IRES trans-acting factors (ITAFs) which associate either with the initiation complex or with the ribosome itself and consequently allow for internal initiation of translation.
During tumorigenesis the demand for proteins is increased due to rapid cell growth, which consequently requires enhanced translation. Many factors that regulate translation are overexpressed in tumors. Moreover, signaling pathways that trigger translation or further hyperactivated by the surrounding tumor microenvironment. This environment is largely generated by infiltration of immune cells such as macrophages that secrete cytokines and other mediators to promote tumorigenesis. As the effects of inflammatory conditions on the translation of specific targets are only poorly characterized, my study aimed at identifying translationally deregulated targets during inflammation-associated tumorigenesis.
For this purpose, I cocultured MCF7 breast tumor cells with conditioned medium of activated monocyte-derived U937 macrophages (CM). Polysome profiling and microarray analysis identified 42 targets to be regulated at the level of translation. The results were validated by quantitative PCR and one target - early growth response 2 (EGR2) - was chosen for in depth analysis of the mechanism leading to its enhanced translation.
In order to identify upstream signaling molecules causing enhanced EGR2 protein synthesis the cytokine profile of CM was analyzed and the impact of several cytokines on EGR2 translation was examined. Preincubation of CM with neutralizing antibodies revealed that lowering interleukin 6 (IL-6) had only little effect, whereas depletion of IL 1β significantly reduced EGR2 translation. This finding was corroborated by the fact that treatment with recombinant IL-1β enhanced EGR2 translation to virtually the same extend as CM. Further experiments revealed that this effect was mediated via the p38-MAPK signaling cascade.
Interestingly, I observed that the mTOR inhibitor rapamycin, which reduces cap-dependent translation, specifically stimulated EGR2 translation. This result argued for an IRES-dependent mechanism that might account for EGR2 translation. The use of bicistronic reporter assays verified this hypothesis. In line with the above mentioned results, CM, IL-1β and p38-MAPK induced EGR2-IRES activity.
Since IRESs commonly require ITAFs to mediate translation initiation, the binding of proteins to the 5’UTR was analyzed using mass spectrometry. Among others, several previously described ITAFs, such as polypyrimidine tract-binding protein (PTB) and heterogeneous nuclear ribonucleoprotein A1 (hnRNP-A1) were identified to directly bind to the EGR2-5’UTR. Furthermore, overexpression of hnRNP-A1 enhanced EGR2-IRES activity whereas a dominant negative form of hnRNP-A1 significantly decreased it, thus, showing its importance for EGR2 translation.
In summary, my data provide evidence that EGR2 expression can be controlled by IRES-dependent translational regulation, which is responsive to an inflammatory environment. The identified mechanism may not be exclusive for one target but might be representative for gene expression regulation mechanisms during tumorigenesis. This is of special interest for the treatment of cancer patients and development of more specific therapies to reduce tumor outcome.
-
Hyperosmotischer Stress induziert Interleukin 8 via p38 MAPK und Epidermal Growth Factor Rezeptor in humanen Alveolarepithelzellen
(2010)
-
Andrea Langanke
- Die Cystische Fibrose oder Mukoviszidose ist die häufigste autosomal, rezessiv
vererbte Stoffwechselerkrankung in der kaukasischen Bevölkerungsgruppe.
Die Beteiligung der Lungen bei diesem syndromalen Krankheitsbild wiegt bei
weitem am schwersten. Neben der Besiedlung der Lunge mit fakultativ
pathogenen Keimen wie Pseudomonas aeruginosa, die zu chronischen
Entzündungen führen, besteht außerdem eine gestörte Immunregulation. Diese
führt zu einer durch neutrophile Granulozyten dominierten Inflammation, ohne
dass die Lunge bereits mit Erregern besiedelt ist. Der massive Einstrom der
Leukozyten in das Lungengewebe wird durch erhöhte Konzentrationen des
proinflammatorischen Zytokins Interleukin 8 ausgelöst. Es kommt zur
unverhältnismäßigen Freisetzung lysosomaler Enzyme und Sauerstoffradikale,
die neben bakteriellen Erregern auch das körpereigene Lungenparenchym
zerstören.
Die Ursache für den erhöhten IL–8–Gehalt in den Atemwegssekreten von CF–
Patienten ist bisher ungeklärt. Hyperosmotische Belastungen können in
Atemwegen zu inflammatorischen Vorgängen ohne eine zugrunde liegende
Infektion führen.
In der vorliegenden Arbeit wird ein möglicher Signalweg für IL–8 ausgelöst
durch hyperosmotischen Stress untersucht. Unsere Ergebnisse zeigen eine
zeit– und dosisabhängige Induktion der Interleukin 8–Expression und
–Sekretion unter osmotischer Belastung.
Wir zeigen, dass an der verstärkten IL–8–Synthese verschiedene
Tyrosinkinasen beteiligt sind, die aufgrund der Änderungen des Zellvolumens
durch hypertone Bedingungen aktiviert werden.
Die Rezeptor–Tyrosinkinase EGFR wird durch hyperosmotischen Stress
aktiviert und beeinflußt die IL–8–Sekretion.
Der EGFR wird durch die Nicht–Rezeptor–Tyrosinkinase Src aktiviert, die
bekanntlich mit Integrinen interagiert, die an der osmosensorischen
Mechanotransduktion von Zellen beteiligt sind. Neben der direkten Aktivierung
des EGFR an dem Src–abhängigen Tyrosylrest Tyr845, erfolgt außerdem eine
Zusammenfassung/Abstract
98
Beeinflussung der durch Autophosphorylierung aktivierten Tyrosylreste des
EGFR.
Die Aktivierung der Src durch hyperosmotische Bedingungen führt ebenfalls zu
einer verstärkten Interleukin 8–Expression und –Sekretion.
Auch die p38 MAPK ist an der vermehrten IL–8–Produktion durch hypertonen
Stress beteiligt. Die Stresskinase führt wie die Src–Kinase zur Aktivierung des
EGFR, wobei sie auch den Src–abhängigen Tyrosylrest Tyr845 beeinflußt.
Die p38 MAPK selbst wird wiederum durch die Src–Kinase aktiviert, was einen
zusammenhängenden Signalweg von Interleukin 8 unter hyperosmotischen
Belastungen vermuten lässt.
Bemerkenswert ist, dass der EGFR unter osmotischer Belastung die p38 MAPK
reguliert, also eine bidirektionale Verbindung zwischen diesen Proteinkinasen
besteht. Dieser Umstand deutet auf das Vorliegen Src–unabhängiger
Signalwege in der Interleukin 8–Signaltransduktion hin (siehe Abbildung 5.1).
Der veränderte Ionenhaushalt bei der Cystischen Fibrose aufgrund eines
defekten CFTR–Proteins könnte eine durch neutrophile Granulozyten
dominierte Inflammation ohne vorliegende Infektion der Lunge mit pathogenen
Erregern erklären, die zur verstärkten Lungendestruktion bei den CF–Patienten
führt.
Durch eine pharmakologische Hemmung einzelner oder mehrerer
Komponenten des Interleukin 8–Signalweges könnte eine reduzierte Produktion
des Chemokins erreicht werden, wodurch sich die Lungendestruktion
möglicherweise verzögern ließe und die Lebensqualität der CF–Patienten
länger erhalten bliebe.
-
Hat eine neoadjuvante Chemotherapie vor Leberresektion kolorektaler Lebermetastasen Einfluß auf die Morbidität der Operation und die postoperative Leberfunktion?
(2010)
-
Katja Jeschke
- Bei Patienten mit kolorektalem Karzinom hat die Diagnose von Lebermetastasen
Bedeutung für das Langzeitüberleben dieser Patienten. Allein die chirurgische
Resektion der Metastasen im Gesunden, kann langfristig Heilung bringen. ...