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Dengue-Virus-Infektionen : eine szientometrische Analyse
(2011)
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Martin Müller
- Das Dengue-Fieber, eine durch Flaviviren der Gattung Dengue-Virus hervorgerufene
fieberhafte Infektion, galt lange Zeit als harmlose, auf tropische oder subtropische
Gegenden Afrikas, Asiens und Amerikas beschränkte Krankheitsentität. Vor allem
durch unkontrollierte Urbanisation mit unzureichender Abwasser- und
Abfallentsorgung entstanden in zahlreichen Regionen geeignete Brutbedingungen für
die Hauptvektoren dieser Krankheitserreger, Stechmücken der Gattung Aedes, die
sich nach Ende des Zweiten Weltkriegs vor allem in Südostasien, Nordaustralien,
Süd- und Mittelamerika und den karibischen und pazifischen Inselwelten dramatisch
ausbreiteten und seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts immer wieder zu
Explosivepidemien führen. Das Auftreten besonders pathogener Virusvarianten und
die Kozirkulation der vier Serotypen DENV-1 bis DENV-4 hatte nicht nur zu einer
Zuspitzung der Bedrohungslage in quantitativer Hinsicht geführt, sondern auch in
qualitativer, denn in zunehmendem Maß treten die lebensbedrohlichen
Krankheitsbilder, Hämorrhagisches Dengue-Fieber (DHF) und Dengue Schock-
Syndrom (DSS), nun ebenfalls epidemisch auf. In Folge des internationalen
Fernreiseverkehrs häufen sich auch importierte Dengue-Virus-Infektionen in Ländern,
die nicht zu den Endemiegebieten gehören. Infektionen durch Dengue-Viren gehören
damit zu den „emerging infectious diseases“ und zu den wichtigsten
gesundheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit.
Gegenstand dieser Analyse war unter anderem die Frage, ob sich die besondere
Bedeutung dieser Krankheitsentität auch in der Publikationsaktivität der
Wissenschaftswelt widerspiegelt, wo sich die maßgeblichen Forschungszentren
befinden, die sich mit dieser Problematik beschäftigen, und ob die pandemische
Dimension dieser Virusinfektion auch globale oder zumindest international
kooperierende Forschungsanstrengungen nach sich zieht.
Aus den verfügbaren Daten der führenden Online-Literaturdatenbanken ist
ersichtlich, dass das Forschungsinteresse an allen Aspekten der Dengue-Forschung
in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen hat. Sowohl die Zahl
der publizierten Fachartikel wie auch die in Fachbeiträgen genannten Literaturstellen
sind seit den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts deutlich
angestiegen und erreichten in der sich bis zum Jahr 2007 erstreckenden Analyse
einen Höhepunkt 2006. Unstrittig ist die Dominanz des Englischen als
Wissenschaftssprache. Veröffentlichungen erfolgen bevorzugt in den weltweit
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führenden virologischen, tropen- oder präventivmedizinischen sowie infektiologischen
und entomologischen Fachzeitschriften, gelegentlich auch in renommierten
medizinischen Periodika ohne Spezialisierung, z.B. Lancet. In mehr als Dreiviertel
der Fälle ist als Publikationsform der wissenschaftliche Fachbeitrag (article) gewählt
worden; andere Publikationsformen spielen eine deutlich untergeordnete Rolle. Als
führende Wissenschaftsnation erweisen sich die USA, die auch über die meisten
Forschungsinstitutionen verfügen. US-amerikanische Wissenschaftler sind
maßgeblich an der Erarbeitung von wissenschaftlichen Erkenntnissen auf dem
Gebiet der Dengue-Virus-Infektionen beteiligt, und zwar sowohl in quantitativer wie
auch in qualitativer Hinsicht. In quantitativer Hinsicht, weil die USA im Zeitraum 1900
bis 2007 mit 1.816 Veröffentlichungen mehr als ein Drittel aller Publikationen zum
Thema Dengue-Virus-Infektionen erarbeitet haben; unter qualitativen Aspekten, weil
die Vereinigten Staaten sich mit einem H-Index von 83 und Spitzenplätzen bei der
Zitationshäufigkeit einzelner Publikationen und besonders renommierter
Wissenschaftler erkennbar einer herausragenden Resonanz in der Fachwelt
erfreuen. Angehörige und Institutionen der Streitkräfte spielen hier eine nicht
unwesentliche Rolle, beispielsweise in dem sie als Nuklei internationaler
Forschungskooperationen fungieren. Zwar verfügen die USA als wirtschaftliche,
wissenschaftliche und politische Großmacht über die notwendigen Ressourcen, um
sich auch einem Arbeitsgebiet wie der Dengue-Virus-Forschung zuwenden zu
können. Unmittelbar betroffen sind sie von dieser Infektionskrankheit allerdings nur in
vergleichsweise geringem Maß, da es sich bei den in den USA beobachteten
Dengue-Fällen überwiegend um importierte Fälle handelt. Zu beachten ist jedoch,
dass US-amerikanische Staatsbürger in verschiedenen Hyperendemiegebieten
beruflich präsent sind, was auch das Engagement der militärischen
Forschungsinstitutionen erklären könnte. Die USA unterhalten intensive
wissenschaftliche Kontakte zu Staaten, die zu den Hyperendemiegebieten des
Dengue-Fiebers gehören, vor allem zu Thailand, Brasilien, Mexiko und Australien.
Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten wurden als Kooperationsartikel von Autoren
dieser Staaten veröffentlicht. Die genannten Nationen zählen mittlerweile – nicht
zuletzt wegen der offensichtlich durch die Ausbrüche zu Beginn des 21. Jahrhunderts
induzierten Publikationswellen – zu den Ländern mit der größten Expertise auf dem
Gebiet der Dengue-Virus-Forschung. Die Einbindung in ein Autorennetzwerk hat für
die beteiligten Wissenschaftler erkennbar Vorteile, weil sie auf diese Art und Weise
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bei zahlreichen Artikeln als Autoren registriert werden, ohne die Beiträge selbst
verfasst zu haben, und zudem die Tendenz wechselseitigen Zitation der beteiligten
Verfasser besteht. Derartige Kooperationen wirken sich positiv auf die quantitative
und qualitative Bilanz der partizipierenden Wissenschaftler aus, da die Anzahl der
Publikationen Einfluss auf die Vergabe von Fördermitteln haben kann und höhere
Zitationsraten zum besseren Renommee eines Forschers in der Fachwelt beitragen.
Zitationsraten können auch durch Selbstzitationen positiv beeinflusst werden.
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Effekte der Reorganisation des klinischen Unterrichts auf die klinische Kompetenz
(2011)
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Katharina Hamm
- Hintergrund: Seit 1972 wurde am Fachbereich Medizin der Goethe-Universität Frankfurt
ein Anamnese- und Untersuchungskurs (UkliF=Untersuchungskurs klinischer Fächer)
für Studierende des 1. klinischen Semesters durchgeführt. Dieser Kurs war in
den letzten Jahren durch die mangelnde Kursstruktur als wenig zufriedenstellend für
alle Beteiligten aufgefallen. Die Fragestellung war demnach, ob es möglich ist durch
Reorganisation des klinischen Unterrichts bessere klinische Kompetenz bei den Studierenden
und damit bessere Ergebnisse in der „objective structured clinical examination”
(OSCE) zu erreichen.
Methoden: Zunächst wurde ein Lernzielkatalog erstellt und ein neues Unterrichtskonzept
für den UkliF implementiert. Der neue Untersuchungskurs bestand aus drei Teilen:
Zu Beginn ging es um Klärung der Anamneseerhebung und praktische Übungen
mit Simulationspatienten. Danach wurden an mehreren Kurstagen klar definierte Teile
der körperlichen Untersuchung besprochen und geübt, um schließlich Anamnese und
körperliche Untersuchung mit echten Patienten zu praktizieren.
Das neue Unterrichtskonzept sah darüber hinaus eine didaktische Schulung für alle
beteiligten Lehrenden vor. Die randomisiert ausgewählten Dozenten absolvierten eine
sechsstündige Schulung (n=14). In dieser wurden das neue Kurskonzept, die Lehrmethoden
und Informationen über Simulationspatienten vorgestellt. Nachfolgend wurden
didaktische Grundlagen, Tipps und Tricks für aktiven Unterricht und Regeln des
Feedbacks besprochen. In dieser Schulung wurde eine mangelnde Standardisierbarkeit
der Untersuchungstechniken erkannt, woraufhin strukturierte Untersuchungsvideos erstellt
wurden, um im Anschluss einen Aufbau-Workshop mit diesen Videos stattfinden
zu lassen.
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Für diese Dissertation wurde der Unterricht zunächst teilweise nach dem alten und
zum Teil nach dem neuen Verfahren durchgeführt. Zur Überprüfung der Effizienz der
Maßnahmen wurde die OSCE als veränderungssensitive Methode gewählt. Alle Studierenden
wurden nach Ende ihres Untersuchungskurses in einer 6-Stationen-OSCE
evaluiert.
60 Studierende wurden randomisiert in Gruppe A (neuer Kurs mit trainierten Dozenten;
n= 24) und Gruppe B (alter Kurs; n=36).
Um einen zusätzlichen Nutzen durch einen vorbereitenden OSCE-Workshop vor der
Prüfung nachzuweisen, wurde Gruppe A nochmals unterteilt in Gruppe A1 ohne
OSCE-Workshop (n=10) und Gruppe A2 mit zusätzlichem OSCE-Workshop (n=14).
Ergebnisse: Gruppe A erreichte signifikant bessere Ergebnisse in der OSCE mit einem
Median von 65% und Gruppe B mit 54% der maximal erreichbaren Punkte (p<0,001).
In der Subgruppenanalyse konnte kein signifikanter Unterschied zwischen Gruppe A1
und A2 gezeigt werden. Die Kursevaluation durch die Studierenden zeigte eine positive
Bewertung des neuen Kurskonzept. Die Evaluation der Dozentenschulung ergab eine
Bewertung (in Schulnoten) mit einer Gesamtnote von 1,3 (SD 0,5).
Schlussfolgerung: Diese Studie zeigt, dass ein gut strukturierter Kurs mit klar definierten
Lernzielen und speziell trainierten Lehrenden die Studierendenleistungen in
der OSCE signifikant erhöhen kann. Es konnte kein zusätzlicher Effekt durch einen
vorbereitenden OSCE-Workshop gezeigt werden, was bedeuten kann, dass Kompetenz
im Umgang mit der Prüfungsform keinen Störfaktor darstellt für das Ergebnis der Verbesserung
der Prüfungsleistung in der OSCE.
Letztendlich kann durch einfache Mittel, wie die Umstrukturierung und Reorganisation
des klinischen Unterrichts, ein großer Effekt erzielt werden und die Lehre eine
deutliche Verbesserung erfahren. Nach der Pilotstudie lässt sich nun das neue Kurskonzept
für alle Studierenden einsetzen und so die Professionalität in der medizinischen
Lehre an der Goethe-Universität Frankfurt sichern.
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Biokompatibilität von koronaren Zinkstents mit verschiedenen Beschichtungen in den Iliakalgefäßen von weißen Neuseeland-Kaninchen / vorgelegt von Johannes Philipp Trabert
(2011)
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Johannes Trabert
- Diese Studie untersuchte die Biokompatibilität von Zink als mögliches Material für bioresorbierbare
Stents im Vergleich zu Referenzstents aus 316L medizinischem Edelstahl.
94 Zinkstents (2 Stents ohne Legierung, 3 Stents mit Titan- und/oder Goldlegierung) bei
ansonsten gleicher Architektur wurden in die Iliakalgefäße von 47 weißen Neuseeland-
Kaninchen implantiert und mit 316L Edelstahlstents gleicher Architektur als Referenz verglichen.
Die Stents wurden nach 10 und 26 Wochen entnommen und histologisch auf Lumenveränderung
(Planimetrie), Intimaproliferation (Intimabreite), Gefäßwandverletzung
(Gunn Score) und -entzündung (Inflammation Score) untersucht.
Der Vergleich der einzelnen gemessenen Parameter gibt Aufschluss über proliferative, entzündliche
und mechanische Vorgänge beim biologischen Abbau der Stents sowie über Vorund
Nachteile der einzelnen Legierungen.
Beim Vergleich der Teststents untereinander zeigte sich eine stärkere Intimabildung bei den
Zinkstents mit Titanlegierung außerhalb des gestenteten Bereichs.
Keiner der untersuchten Zinkstents zeigte Vorteile gegenüber dem 316L Edelstahlstent bezüglich
der Gewebeveränderung über einen Zeitraum von 26 Wochen nach Implantation.
Somit ist der Einsatz der Zinkstents aus dieser Studie in der gegenwärtigen Form im Menschen
nicht angezeigt.
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Larynx-Tubus S Disposable : ein randomisierter Vergleich von zwei Einführtechniken durch Erstanwender / vorgelegt von Anne-Maria Berta Greiwe
(2011)
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Anne-Marie Greiwe
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In der Notfallmedizin ist die rasche und effektive Sicherstellung des Atemweges einer
der wichtigsten Faktoren, die das Outcome des Patienten beeinflussen. Da die endotracheale
Intubation und die Maskenbeatmung einen hohen Kenntnisstand und viel Erfahrung
erfordern, hat das European Resuscitation Council (ERC) alternative Beatmungsmethoden
in seine aktuellen Empfehlungen zum Atemwegsmanagement aufgenommen.
Ein dort empfohlenes Hilfsmittel ist der Larynx-Tubus.
Der Larynx-Tubus Suction Disposable LTS-D wird immer häufiger vom Rettungspersonal
und von Pflegekräften angewendet, um eine adäquate Ventilation während der
Reanimation sicherzustellen. Bei der Anwendung der vom Hersteller empfohlenen
Technik kam es jedoch immer wieder zu Fehlanlagen und zu langen Anlagezeiten.
Deswegen ist eine modifizierte Einführungstechnik (MIT) mit der Standard Einführungstechnik
(SIT) verglichen worden. Hierbei ist besonderer Wert sowohl auf eine einfache
und effiziente Handhabung gelegt worden als auch auf eine kurze Anlagezeit bei
einer möglichst geringen Rate an Nebenwirkungen. Diese Arbeit prüft die Hypothese,
dass bei Erstanwendern unter Anwendung der modifizierten Einführungstechnik die
Platzierungsversuche des LTS-D, die länger als 45 sec. andauern, signifikant reduziert
werden können.
Bei 54 Patienten, die sich elektiven unfallchirurgischen oder orthopädischen Eingriffen
unterzogen, ist der LTS-D von Erstanwendern randomisiert (entweder nach SIT oder
MIT) angewendet worden.
In der MIT-Gruppe ist der LTS-D vor Insertion um 180° rotiert und einem Guedel-
Tubus ähnlich eingeführt worden. Zusätzlich ist das Kinn des Patienten mittels Esmarch-
Handgriff angehoben worden, um den retropharyngealen Raum zu vergrößern.
Sobald der LTS-D den weichen Gaumen erreichte, ist der LTS-D abermals um 180° gedreht
und in den Ösophagus vorgeschoben worden. Eine kurze Demonstration der EinZusammenfassung
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führungstechnik ist vor Anwendung am Skilltrainer gegeben worden. Zur Bewertung
der Einführungstechniken des LTS-D sind die Erfolgsrate der Platzierung (max. 2 Platzierungsversuche)
und die Anlagezeit ausschlaggebend gewesen. Die Zielgröße für die
Insertionszeit war der Platzierungserfolg innerhalb von 45sec..
Ergebnisse
Alle Anwender waren Erstanwender. Die Anlagezeit in der SIT-Gruppe betrug
73 ± 41sec. und 40 ± 8 sec. in der MIT-Gruppe. Innerhalb von 45 sec. konnte bei 9 von
27 Patienten der SIT-Gruppe und bei 19 von 27 Patienten der MIT-Gruppe der LTS-D
platziert werden. Bei einem Patienten der SIT-Gruppe musste die Lage des LTS-D
nachkorrigiert, bei einem anderen Patienten der LTS-D neu platziert werden. Bei einem
weiteren Patienten der SIT-Gruppe dauerte die Anlage 195 sec..
Bei zwei Patienten der MIT-Gruppe musste die Lage des LTS-D innerhalb des Zeitfensters
nachkorrigiert werden. Bei einem weiteren Patienten war die Anlage nach der modifizierten
Einführungstechnik nicht möglich. Hieraus ergibt sich, dass die Einführung
des LTS-D nach der modifizierten Technik signifikant schneller gelang, als in der Kontrollgruppe
(p=0,0003). Unabhängig von der Einführungstechnik konnten keine Unterschiede
zwischen ärztlichem und nicht-ärztlichem Personal festgestellt werden sowohl
in Bezug auf die Anlagezeit als auch auf die erfolgreiche Platzierung.
Unerfahrene Anwender können unter Anwendung der modifizierten, Guedel-Tubusähnlichen
Einführtechnik den LTS-D innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters von 45
sec. signifikant häufiger zufriedenstellend platzieren als nach der alten, vom Hersteller
empfohlenen Anlagetechnik. Dies gilt unabhängig vom medizinischen Ausbildungsstand
der Anwender. Der MIT sollte daher in der notfallmedizinischen Ausbildung mit
dem LTS-D der Vorzug gegeben werden.
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Entwicklung einer Multiplex PCR zum Nachweis von bakteriell kontaminierten Thrombozytenkonzentraten
(2011)
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Stefanie Ulrike Falckenberg
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Soluble epoxide hydrolase limits mechanical hyperalgesia during inflammation
(2011)
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Christian Brenneis
Marco Sisignano
Ovidiu Coste
Kai Altenrath
Michael Fischer
Carlo Federico Angioni
Ingrid Fleming
Ralf Peter Louis Brandes
Peter Werner Reeh
Clifford J. Woolf
Gerd Geisslinger
Klaus Scholich
- Background
Cytochrome-P450 (CYP450) epoxygenases metabolise arachidonic acid (AA) into four different biologically active epoxyeicosatrienoic acid (EET) regioisomers. Three of the EETs (i.e., 8,9-, 11,12- and 14,15-EET) are rapidly hydrolysed by the enzyme soluble epoxide hydrolase (sEH). Here, we investigated the role of sEH in nociceptive processing during peripheral inflammation.
Results
In dorsal root ganglia (DRG), we found that sEH is expressed in medium and large diameter neurofilament 200-positive neurons. Isolated DRG-neurons from sEH-/- mice showed higher EET and lower DHET levels. Upon AA stimulation, the largest changes in EET levels occurred in culture media, indicating both that cell associated EET concentrations quickly reach saturation and EET-hydrolyzing activity mostly effects extracellular EET signaling. In vivo, DRGs from sEH-deficient mice exhibited elevated 8,9-, 11,12- and 14,15-EET-levels. Interestingly, EET levels did not increase at the site of zymosan-induced inflammation. Cellular imaging experiments revealed direct calcium flux responses to 8,9-EET in a subpopulation of nociceptors. In addition, 8,9-EET sensitized AITC-induced calcium increases in DRG neurons and AITC-induced calcitonin gene related peptide (CGRP) release from sciatic nerve axons, indicating that 8,9-EET sensitizes TRPA1-expressing neurons, which are known to contribute to mechanical hyperalgesia. Supporting this, sEH-/- mice showed increased nociceptive responses to mechanical stimulation during zymosan-induced inflammation and 8,9-EET injection reduced mechanical thresholds in naive mice.
Conclusion
Our results show that the sEH can regulate mechanical hyperalgesia during inflammation by inactivating 8,9-EET, which sensitizes TRPA1-expressing nociceptors. Therefore we suggest that influencing the CYP450 pathway, which is actually highly considered to treat cardiovascular diseases, may cause pain side effects.
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The role of peroxisome proliferator-activated receptor gamma during sepsis-induced lymphopenia
(2011)
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Martina Schmidt
- Sepsis is one of the most common diseases on intensive care units all over the
world and accounts there for the highest mortality rate. One of the hallmarks of
sepsis is an accelerated T-cell apoptosis, resulting in a compromised immune
state with the inability to eradicate pathogens. This promotes organ damage or
even organ failure. A multiple organ dysfunction evolves, which often ends up in
septic shock and death. Recently, it was shown that severe T-cell depletion
correlates with sepsis mortality. When inhibiting T-cell apoptosis, an increased
mouse survival was observed in experimental sepsis. ...
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Real time 3D - Ultraschallsimulation in der Akutmedizin : Entwicklung einer neuen Technologie
(2011)
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Sebastian Schellhaas
- In der vorliegenden Arbeit wurde die real time 3D - Ultraschallsimulation für den
Einsatz in der Akutmedizin untersucht und weiterentwickelt.
Hintergrund:
Die Ultraschallsimulation stellt eine neue Lernmethode für die
Ultraschalluntersuchung dar. Es kann die korrekte Anlotung, die Interpretation
und die Durchführung der Untersuchung patientenunabhängig trainiert werden.
Damit eignet sich die Ultraschallsimulation besonders für den Bereich der
Notfallsonographie, da hier aufgrund der akuten Erkrankungen nur
eingeschränkte Lehrmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Dieses Projekt setzt sich aus vier Teilen zusammen. Es sollten Module zum
Training des fokussierten Assessments mit Sonographie bei Traumapatienten
(FAST) und der Sonographie peripherer Nerven und Gefäße entwickelt werden.
Der dritte Bereich bestand aus der technischen Integration des
Ultraschallsimulators in eine herkömmliche ALS-Trainingspuppe, um dann im
vierten Abschnitt die Auswirkungen der fokussierten echokardiographischen
Evaluation während der Reanimation auf deren Qualität mit dem kombinierten
Ultraschall-ALS-Simulator zu überprüfen.
Methodik:
Zur Entwicklung der Module für die fokussierte abdominelle Sonographie bei
Traumapatienten wurde das Freihandaufnahmesystem des
Ultraschallsimulators mit einem high-end Ultraschallgerät gekoppelt. Die 3D-Ultraschallvolumen
wurden durch Transversalanlotungen an gesunden
Probanden und Patienten mit kontinuierlicher Peritonealdialyse aufgenommen
und Multivolumina in einen Schaumstofftorso mithilfe eines
elektromagnetischen Trackingsystems positioniert. Die Anwendbarkeit des
Ultraschallsimulators wurde jeweils während eines studentischen
Ultraschallseminares und eines Ultraschallkurses für Postgraduierte überprüft.
Für die Module zum Training der Sonographie peripherer Nerven und Gefäße
wurde mit dem oben genannten System Volumen von verschiedenen
Körperregionen gesunder Patienten aufgenommen, innerhalb des Torsos
positioniert und durch einen erfahrenen Ultraschallanwender mit
Originalultraschallaufnahmen verglichen.
Zur Integration des Ultraschallsimulators in einen ALS-Simulator musste die
elektromagnetische Lokalisationseinheit des Ultraschallsimulators innerhalb des
ALS Simulators so positioniert werden, dass Thoraxkompressionen weiterhin
problemlos möglich sind und die Funktion des Ultraschallsimulators nicht
gestört wird.
Für die Überprüfung der Auswirkungen einer fokussierten Echokardiographie
auf die Qualität der Reanimation führten in der Studie Rettungsassistenten,
Rettungssanitäter und Studenten in 2er Teams jeweils zwei
Reanimationsabläufe durch. Der FEEL Algorithmus wurde von einem in FEEL
eingewiesenen Notarzt unangekündigt während der CPR angewendet. Die
Variablen Eindringtiefe der Thoraxkompressionen, Frequenz der
Thoraxkompressionen und das Volumen pro Maskenbeatmung wurden als Güte
der CPR angesehen und ausgewertet.
Ergebnisse:
Für das Training der FAST Untersuchung konnten mehrere Module mit
pathologischen und normalen Sonographiebefunden des Abdomens erstellt und
von Studenten sowie Ärzten am Simulator richtig interpretiert werden.
Die Entwicklung von nahezu originalgetreuen Aufnahmen peripherer Nerven
und Gefäße stellt eine vollkommen neue Methode zum Training der
ultraschallgestützten Regionalanästhesie dar.
Erstmals wurde ein Ultraschallsimulator in einen ALS-Simulator integriert und
evaluiert. Beide Geräte können als Einheit komplikationslos genutzt werden.
Bei der Untersuchung der Auswirkungen des FEEL Algorithmus auf die Qualität
der Reanimation zeigten sich keine Unterschiede bei den analysierten
Variablen.
Schlussfolgerung:
Durch das Projekt konnte der Ultraschallsimulator als neue Lernmethode im
Bereich der Notfallsonographie weiterentwickelt und etabliert werden. Der
Simulator wird nun regelmäßig in Ultraschallkursen für Studenten und Ärzte
eingesetzt, ohne das Training am realen Patienten zu ersetzen.
Neben der Ausbildung kann der Ultraschallsimulator auch zur Überprüfung der
Kenntnisse von Notfallsonographieanwendern im Sinne einer
Qualitätssicherung und Re-Zertifizierung genutzt werden. Die Kombination aus
ALS- und Ultraschallsimulator eignet sich, um eine ALS-konforme
Echokardiographie zu trainieren.
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Einfluss einer Vitamin-D-Therapie auf die Insulinresistenz und Stoffwechseleinstellung bei Patienten mit Typ-2-Diabetes-mellitus
(2011)
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Franziska Johanna Strobel
- Die Effekte von Vitamin D (VD) auf den Stoffwechsel wurden bisher meist bei
Nichtdiabetikern untersucht und erbrachten sehr kontroverse Ergebnisse. Das
Ziel unserer Studie war es, den Einfluss einer sechsmonatigen VD-Gabe von
1904 IU/d auf den Metabolismus bei Patienten mit nichtinsulinpflichtigem
Diabetes mellitus Typ 2 (DM Typ2) zu untersuchen. Dazu schlossen wir 86
Patienten mit DM Typ 2 in eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte
Studie ein. Während der ersten sechs Monate nahmen die
Patienten 20 Tropfen (1904 IE/d) Vigantol-Öl bzw. Placebo-Öl (mittelkettige
Triglyceride) einmal pro Woche zu sich. Dem folgten 6 Monate der
Nachbeobachtung. Zu Beginn und in dreimonatigen Abständen wurden 25-
OHD, 1α, 25(OH)2-OHD, PTH, Calcium, Phosphat, Körpergewicht, Body mass
index (BMI), Blutdruck, Nüchternglucose, HbA1c, Insulin, Homeostasis Model
Assessment-Index (Homa-Index) und C-Peptid bestimmt. Zu Studienbeginn
wiesen alle Patienten (n=86) im Median ein 25-OHD von 13,60 ng/ml (34
nmol/l) und somit einen VD-Mangel auf. Nach 6 Monaten der Therapie stieg der
25-OHD-Spiegel der Verumgruppe (n=40) um den Faktor 2,14 auf einen
Median von 28,4 ng/ml (71 nmol/l) an. Der mittlere Anstieg von 11,85 ng/ml in
der Verumgruppe (p<0,001) war signifikant stärker als in der Placebogruppe.
Während der Interventionszeit befand sich das 25-OHD der Verumgruppe im
Normbereich, wohingegen die Placebogruppe stets einen VD-Mangel aufwies.
In beiden Gruppen korrelierte der 25-OHD-Verlauf mit der jahreszeitlichen
Zuordnung der Studienvisiten. Innerhalb der sechsmonatigen Interventionszeit
nahm das PTH in beiden Gruppen ab, tendenziell jedoch stärker in der
Verumgruppe (p=0,08). Es zeigte sich keinerlei Zusammenhang zwischen PTH
und den anderen erfassten Parametern. Körpergewicht, systolischer Blutdruck
und Nüchternblutzucker zeigten keine signifikanten Veränderungen. Zu
Studienbeginn und in der Nachbeobachtungszeit war eine signifikante negative
Korrelation zwischen 25-OHD und BMI bei allen Probanden festzustellen.
Während der Interventionszeit zeigte sich dieser Zusammenhang allerdings nur
bei Patienten der Placebogruppe. Der HbA1c aller Patienten mit 25-OHDSpiegeln
>20 ng/ml (52,5nmol/l) war bei Studienbeginn (n=14) um 0,35%
(p=0,06), nach VD-Therapie (n=39) um 0,43% (p=0,05) niedriger im Vergleich
80
zu Patienten mit 25-OHD >20 ng/ml. Eine signifikante negative Korrelation
zwischen 25-OHD und HbA1c war bei Studienbeginn (r= -0,33, p=0,002), sowie
nach sechsmonatiger VD-Therapie (r= -0,26, p=0,02) zu sehen. Des Weiteren
zeigten nach VD-Therapie alle Patienten mit 25-OHD-Serumspiegeln >20 ng/ml
(52,5 nmol/l) ein signifikant höheres C-Peptid (p=0,02), Insulin (p=0,03) und
einen höheren Homa-Index (p=0,09). Nach sechs Monaten der VD-Therapie
war eine signifikante positive Korrelation zwischen 25-OHD und C-Peptid
(r=0.27; p=0.02), Insulin (r=0.34; p=0.01) sowie Homa-Index (r=0.25; p=0.06) zu
sehen. Unsere Studie zeigt somit eine negative Korrelation zwischen 25-OHD
und BMI bei Patienten mit VD-Mangel, sowie einen negativen Zusammenhang
zwischen HbA1c und 25-OHD-Status. Ferner war bei Patienten mit einem 25-
OHD >20 ng/ml nach sechs Monaten der VD-Therapie ein signifikanter Anstieg
des C-Peptid, Insulin und Homa-Index festzustellen. Die VD-Therapie führte zu
einer signifikanten Verbesserung der Insulinsekretion, während die
Insulinresistenz weiterhin bestand. Interventionelle Studien mit größeren
Studienpopulationen und höheren VD-Dosen sind nötig, um unsere Ergebnisse
zu bestätigen.
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Effizienz des Aortenklappenersatzes mit der 3F gerüstlosen Bioprothese im Langzeitverlauf
(2011)
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Christine Johanna Adami
- Die gerüstlose aortale Bioprothese 3F nach 5 Jahren
Hintergrund
Die aortale Bioprothese 3F ist eine neue gerüstlose biologische Herzklappe, die aus drei gleichgroßen Segeln aus Pferdepericard besteht, welche in einer tubulären Form zusammengesetzt sind. Diese wird in die native Aortenwurzel implantiert, um somit die erkrankten Segel des Patienten zu ersetzen. Ziel dieser Studie ist es, die Leistungsfähigkeit dieser Erfindung zu beurteilen.
Methoden
In dem Zeitraum zwischen Januar 2002 und September 2004 wurden in der Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt 47 3F aortale Bioprothesen implantiert. Klinische Ergebnisse wie effektive Öffnungsfläche, Hauptgradienten und Auswurffraktion wurden bei der Entlassung der Patienten, nach 6 Monaten und danach jährlich beurteilt. Die Hauptnachuntersuchung war nach 5,2 ± 1,2 Jahren.
Ergebnisse
Die Nachuntersuchung wurde bei allen Patienten abgeschlossen. Die 30 Tages Sterblichkeit lag bei 2% (n=1). Die späte Sterblichkeit lag bei 22% (Herzbezogen n=4, nicht herzbezogen n= 8). 3 Patienten (6%) entwickelten eine Endokarditis, bei weiteren 2 war eine Reoperation nötig. 4 Patienten (8%) entwickelten ein paravalvuläres Leck, 6 Patienten (12%) hatten einen postoperativen Schlaganfall (4 mit Neueintritt von Vorhofflimmern), 5 Patienten (10%) benötigten eine Rethorakotomie aufgrund von Blutungen. In der Mitte der Laufzeit zeigte die 3F Bioprothese eine gute Hämodynamik mit einem signifikanten Fallen der Durchschnittsgradienten zu 14,5 ± 8,3 mmHg, eine durchschnittliche Öffnungsfläche von 1.4 ± 0,5 cm² und eine durchschnittliche Auswurffraktion von 65 ± 1,4 %. 4 Patienten waren in der NYHA Klasse II, alle anderen in NYHA I in der Mitte der Laufzeit.
Fazit
Die klinische Darbietung der neuen aortalen Bioprothese 3F ist vergleichbar mit regulären gerüstlosen Aortenklappen. Die einzigartigen Konstruktionsmerkmale
machen die Implantation leichter und schneller im Vergleich zu konventionellen gerüstlosen Klappen.