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Allergische Rhinitis: Analyse der Forschungstätigkeit (Bibliometrische Untersuchung)
(2012)
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Iris Wende
- Die allergische Rhinitis hat sich in den letzten Jahrzehnten durch Anstieg der Prävalenz und Zunahme von Symptomhäufigkeit und -schwere zu einem global bedeutsamen und kostenintensiven Gesundheitsproblem entwickelt. Mit Hilfe der derzeit geltenden Behandlungsoptionen kann eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität erzielt werden, eine langfristige Heilung ist bislang eher selten und eine Prophylaxe von Neuerkrankungen kaum möglich. Aufgrund des hohen Forschungsaufkommens zur AR existieren weltweit eine Vielzahl an Publikationen, welche z. B. Untersuchungen zur Entschlüsselung der Pathomechanismen dieser multifaktoriellen Erkrankung, Studien für effektive pharmakologische Therapien und Forschungen auf dem Gebiet der Immunmodulation beinhalten.
In dieser Arbeit wurde eine quantitative Analyse dieser wissenschaftlichen Arbeiten unter Zuhilfenahme von szientometrische Verfahren durchgeführt, wobei auf die Daten der Datenbank des "ISI Web of Science" zurückgegriffen wurde. Nach Festlegung eines komplexen Suchbegriffes, der alle relevanten Arbeiten zum Thema der AR einschließt, wurden die 11.951 im ISI WoS veröffentlichten Publikationen (Zeitraum von 1900-2007) im Rahmen von unterschiedlichsten Fragestellungen untersucht und die Ergebnisse kritisch begutachtet. Für die Darstellung der Fakten mit der höchsten Relevanz wurden verschiedene Diagrammarten zur grafischen Präsentation gewählt. Globale Sachverhalte wurden überwiegend anhand von Diffusionskartenanamorphoten veranschaulicht.
Seit Beginn der 90er-Jahre ist ein sprunghafter Anstieg von wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Thema der AR zu konstatieren. Die höchste Zahl an Veröffentlichungen konnte für das letzte Jahr der Analyse mit 923 Artikeln festgestellt werden. Anhand der seit 1991 stark zunehmenden Anzahl an Veröffentlichungen und den bereits seit Mitte der 80er-Jahre anhaltend hohen Zitationszahlen kann spätestens mit Beginn der 90er-Jahre ein großes wissenschaftliches Interesse an der AR insbesondere in den Industrienationen abgelesen werden, welches scheinbar bis zum letzten Analysejahr fortbestand. Fast 50% aller veröffentlichten Artikel stammen aus nur 4 Industrienationen. Dazu zählen die USA, das UK, Deutschland und Japan, wovon allein die USA fast ein Viertel der gesamten Publikationen auf sich vereint.
Mehr als 90% der analysierten wissenschaftlichen Artikel aus über 110 Herkunftsländern wurden in englischer Sprache veröffentlicht. Etwas über 4% aller Artikel wurden in deutscher und ca. 2% in französischer Sprache publiziert.
Bei den Zeitschriftenanalysen hatten vor allem auf Allergie und Immunologie spezialisierte Zeitschriften die größte Anzahl an Veröffentlichungen zu verzeichnen, wobei die Journale "Journal of Allergy and Clinical Immunology" und "Allergy" die meisten Artikel (jeweils über 1.000 Publikationen) veröffentlicht haben. Die Fachzeitschrift "Journal of Allergy and Clinical Immunology" wurde mit Abstand am häufigsten zitiert (35.572 Zitate). Die höchsten Zitationsraten wurden für die weltweit bekannten und renommierten Fachjournale "The New England Journal of Medicine" und "The Lancet" ermittelt.
Nach Ländern gewichtet, wurden vor allem Publikationen aus den USA, dem UK und Deutschland äußerst häufig zitiert. Auch die ermittelten H-Indices dieser 3 Länder waren die höchsten, was bei den Untersuchungen jedoch in direktem Zusammenhang mit der großen Zahl an von diesen Ländern hervorgebrachten wissenschaftlichen Artikel gesehen werden muss. Bei Betrachtung der Zitationsraten liegen beispielsweise andere Länder, wie z. B. Neuseeland, Indien, Norwegen und Finnland, an der Spitze, obwohl dort deutlich weniger Artikel veröffentlicht wurden.
Im Rahmen der Analysen dieser Arbeit konnte aufgezeigt werden, dass die Zahl der Kooperationen zwischen Autoren und Ländern in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Als Gründe können z. B. die verbesserten internationalen Beziehungen, die Globalisierung, sowie die sich ständig weiterentwickelnden technischen Kommunikationsmöglichkeiten hervorgehoben werden. Sehr intensive wissenschaftliche Beziehungen konnten zwischen den USA und dem UK, sowie den USA und Kanada, aber auch innerhalb Europas, z. B. zwischen dem UK und Schweden, festgestellt werden.
Die Analysen dieser Arbeit geben für die Datenbank "ISI WoS" in dem untersuchten Zeitraum ein v. a. in den Industrienationen bestehendes, aber tendenziell weltweit zunehmendes Forschungsinteresse zum Thema der AR wieder, wobei v. a. in den letzten Jahren ein Anstieg von nationalen und internationalen Kooperationsbeziehungen zu beobachten war. In den nächsten Jahrzehnten wird sich zeigen inwieweit sich das Publikationsverhalten entwickeln wird und ob beständige Forschung auf diesem Gebiet zu einer deutlichen Reduktion der hohen Prävalenz beitragen kann. Für die Betroffenen bleibt zu hoffen, dass in Zukunft weitere wichtige Erkenntnisse über diese Erkrankung gewonnen und daraus optimierte Behandlungsmöglichkeiten resultieren werden.
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Identification of translationally deregulated proteins during inflammation-associated tumorigenesis
(2012)
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Daniela Rübsamen
- The translation of mRNAs into proteins is an elaborate and highly regulated process. Translational regulation primarily takes place at the level of initiation. During initation the eukaryotic initiation factors (eIFs) form a complex that binds to the 5’end of the mRNA to scan for a start codon. Once recognized, the ribosome is recruited to the mRNA and protein synthesis starts. Initiation of translation can basically occur via two distinct mechanisms, i.e. cap-dependent and cap-independent that is mediated via internal ribosome entry sites (IRESs). The former is mediated by a 5’cap structure composed of a 7-methylguanylate which is added to every mRNA during transcription and recruits the initiation complex. IRES-dependent translation involves elements within the 5’untranslated region (UTR) of the mRNA that mostly bind IRES trans-acting factors (ITAFs) which associate either with the initiation complex or with the ribosome itself and consequently allow for internal initiation of translation.
During tumorigenesis the demand for proteins is increased due to rapid cell growth, which consequently requires enhanced translation. Many factors that regulate translation are overexpressed in tumors. Moreover, signaling pathways that trigger translation or further hyperactivated by the surrounding tumor microenvironment. This environment is largely generated by infiltration of immune cells such as macrophages that secrete cytokines and other mediators to promote tumorigenesis. As the effects of inflammatory conditions on the translation of specific targets are only poorly characterized, my study aimed at identifying translationally deregulated targets during inflammation-associated tumorigenesis.
For this purpose, I cocultured MCF7 breast tumor cells with conditioned medium of activated monocyte-derived U937 macrophages (CM). Polysome profiling and microarray analysis identified 42 targets to be regulated at the level of translation. The results were validated by quantitative PCR and one target - early growth response 2 (EGR2) - was chosen for in depth analysis of the mechanism leading to its enhanced translation.
In order to identify upstream signaling molecules causing enhanced EGR2 protein synthesis the cytokine profile of CM was analyzed and the impact of several cytokines on EGR2 translation was examined. Preincubation of CM with neutralizing antibodies revealed that lowering interleukin 6 (IL-6) had only little effect, whereas depletion of IL 1β significantly reduced EGR2 translation. This finding was corroborated by the fact that treatment with recombinant IL-1β enhanced EGR2 translation to virtually the same extend as CM. Further experiments revealed that this effect was mediated via the p38-MAPK signaling cascade.
Interestingly, I observed that the mTOR inhibitor rapamycin, which reduces cap-dependent translation, specifically stimulated EGR2 translation. This result argued for an IRES-dependent mechanism that might account for EGR2 translation. The use of bicistronic reporter assays verified this hypothesis. In line with the above mentioned results, CM, IL-1β and p38-MAPK induced EGR2-IRES activity.
Since IRESs commonly require ITAFs to mediate translation initiation, the binding of proteins to the 5’UTR was analyzed using mass spectrometry. Among others, several previously described ITAFs, such as polypyrimidine tract-binding protein (PTB) and heterogeneous nuclear ribonucleoprotein A1 (hnRNP-A1) were identified to directly bind to the EGR2-5’UTR. Furthermore, overexpression of hnRNP-A1 enhanced EGR2-IRES activity whereas a dominant negative form of hnRNP-A1 significantly decreased it, thus, showing its importance for EGR2 translation.
In summary, my data provide evidence that EGR2 expression can be controlled by IRES-dependent translational regulation, which is responsive to an inflammatory environment. The identified mechanism may not be exclusive for one target but might be representative for gene expression regulation mechanisms during tumorigenesis. This is of special interest for the treatment of cancer patients and development of more specific therapies to reduce tumor outcome.
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Genvarianten der Immunregulation bei den Autoimmunopathien Hashimoto-Thyreoditis, Morbus Basedow und Morbus Addison
(2012)
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Inka Robbers
- Ein charakteristisches Merkmal von Autoimmunerkrankungen ist der selektive
Angriff des Immunsystems auf einen einzigen Zelltyp, ein Organ oder Gewebe
durch bestimmte T- und B-Lymphozyten. Die genaue Ursache von
Autoimmunerkrankungen bleibt bislang ungeklärt, jedoch scheint eine
bestimmte genetische Konstellation bei Zusammentreffen mit im weitesten
Sinne umweltbedingten Faktoren die Reaktionen zu erklären. Zu solchen
umweltbedingten Faktoren gehören auch Infektionen. Häufig werden
Assoziationen zwischen Infektion und autoimmuner Erkrankung beobachtet.
Auch kann bei einer akuten Infektion ein vorhandener Autoimmunprozess
exazerbieren. Eine schnelle Verteidigung gegen Infektionen gewährleistet das
angeborene Immunsystem, bevor das adaptive Immunsystem zum Tragen
kommt. Die Moleküle, die bei diesen Abwehrprozessen frei werden, können zur
T-Zell-Vermehrung führen, die einerseits eine effektive Selbstverteidigung
möglich macht; andererseits können sie aber auch die Vermehrung
autoreaktiver T-Zellen zur Folge haben. An frühen Vorgängen nach dem
Kontakt mit einem Pathogen ist eine Vielzahl von Zyto- und Chemokinen
beteiligt. Typ-1-Interferone (IFN1) sind ebensolche Zytokine, die vor allem in der
Abwehr gegen Viren eine Rolle spielen und in mehrschrittigen Prozessen auch
zur Aktivierung von T- und B-Zellen führen. IFIH1 ist ein intrazellulärer Rezeptor,
der dsRNA im Zytosol detektiert und in der Folge die Transkription von IFN1
aktiviert. Veränderungen im Gen dieses Rezeptors zeigen Assoziationen zu
Typ-1-Diabetes (T1D) und bieten einen funktionellen Berührungspunkt
zwischen früher Infektabwehr durch das angeborene Immunsystem und der
letztlich gewebszerstörerischen T- und B-Zell-Reaktion. In dieser Arbeit wurde
daher die Assoziation dreier endokriner Autoimmunopathien mit dem IFH1-
Polymorphismus rs1990760 durchgeführt, der in der Literatur als deutlich
assoziiert mit T1D beschrieben wird. Mit Hashimoto-Thyreoditis, Morbus
Basedow und Morbus Addison wurden Krankheiten gewählt, die im genetischen
Hintergrund viele Gemeinsamkeiten untereinander und mit T1D aufweisen. Durch die in der Literatur beschriebenen Assoziationen mit T1D rückt nun der
IFIH1-rs1990760 Polymorphismus potentiell auch in das genetische
Anfälligkeitsprofil dieser endokrinen Autoimmunopathien. Für die
Assoziationsanalyse wurde in dieser Arbeit DNA von betroffenen Individuen und
gesunden Kontrollen mittels RT-PCR auf den IFIH1-Polymorphismus rs1990760
(Allele „A“/„G“) typisiert und die Genotyp- und Allelhäufigkeiten verglichen.
Außerdem wurden Familienanalysen durchgeführt und die Transmission der
Allele auf Unterschiede im Vererbungsverhalten hin untersucht. Es konnten
keine statistisch relevanten Assoziationen zwischen dem IFIH1-
Polymorphismus rs1990760 und Hashimoto-Thyreoditis, Morbus Basedow und
Morbus Addison gefunden werden. Weiterhin wurden Subgruppen gebildet, um
eventuell in der Gesamtgruppe nicht erkennbare Trends aufzudecken. Für
Hashimoto-Thyreoditis und Morbus Basedow wurde der HLA-Typ DQ2 als
Risikotyp angenommen, für Morbus Addison der Typ HLA-DQ2/DQ8. Der
Antikörperstatus der untersuchten Individuen wurde ebenfalls in die
Untersuchung einbezogen. In der Familienanalyse mit an Hashimoto-
Thyreoditis erkranktem Kind wurden Subgruppen gebildet, die den TPO-Ak und
Tg-Ak-Status der Eltern berücksichtigen. Bei Morbus Basedow wurde der
TSH-R-Antikörper bei der Fall-Kontroll-Analyse zur Subgruppenbildung
herangezogen. Wenn sich auch keine statistisch eindeutigen Assoziationen
nachweisen ließen, so waren bei Hashimoto-Thyreoditis und Morbus Basedow
in einigen Subgruppen doch Tendenzen zu erkennen, die eine Beteiligung des
Polymorphismus an der genetischen Anfälligkeit vermuten lassen könnten. Die
beobachteten Trends deuten darauf hin, dass in bestimmten Patientengruppen
der untersuchte Polymorphismus eine Rolle in der Anfälligkeit spielen könnte.
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Macrophage polarization by apoptotic cancer cells - a RNAi high-throughput screen and validation of interleukin 10 regulation
(2012)
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Stephanie Ley
- Tumor-associated macrophages (TAM) are a major supportive component within neoplasms
and by their plasticity promote all phases of tumor development. Mechanisms of
macrophage (M Phi) attraction and differentiation to a tumor-promoting phenotype, defined
among others by distinct cytokine patterns such as pronounced immunosuppressive
interleukin 10 (IL-10) production, are largely unknown. However, a high apoptosis index
within tumors and strong M Phi infiltration correlate with poor prognosis. Thus, I aimed at
identifying signaling pathways contributing to generation of TAM-like M Phi by using
supernatant of apoptotic cancer cells (ACM) as stimulus.
To distinguish novel factors involved in generating TAM-like M Phi, I used an adenoviral
RNAi-based approach. The primary read-out was production of IL-10. However, mediators
modulating IL-10 were re-validated for their impact on regulation of the cytokines IL-6, IL-8
and IL-12. Following assay development, optimization and down-scaling to a 384-well
format, primary human M Phi were transduced with 8495 constructs of the adenoviral shRNA
SilenceSelect® library of Galapagos BV, followed by activation to a TAM-like phenotype using
ACM. I identified 96 genes involved in IL-10 production in response to ACM and observed a
pronounced cluster of 22 targets regulating IL-10 and IL-6. Principal validation of five targets
of the IL-10/IL-6 cluster was performed using siRNA or pharmacological inhibitors. Among
those, IL-4 receptor-alpha and cannabinoid receptor 2 were confirmed as regulators of IL-10 and
IL-6 secretion.
One protein identified in the screen, the nerve growth factor (NGF) receptor TRKA was
chosen for in-depth validation, based on its involvement in IL-10, IL-6 and IL-12 secretion
from ACM-stimulated human M Phi. TRKA possesses a cardinal role in neuronal development,
but compelling evidence emerges suggesting participation of TRKA in cancer development.
First experiments using pharmacological inhibitors principally confirmed the involvement of
TRKA in IL-10 secretion by ACM-stimulated M Phi and revealed PI3K/AKT and to a lesser
extend MAPK p38 as important signaling molecules downstream of TRKA activation.
Signaling through TRKA required the presence of its ligand NGF, as indicated by NGF
neutralization experiments. NGF was not induced by or present in ACM, but was
constitutively secreted by M Phi. Interestingly, M Phi responded to authentic NGF with neither
AKT and p38 phosphorylation nor IL-10 production. TRKA is well known to be transactivated
by other receptors and in neurons its cellular localization is decisive for its function.
Inhibitors of common transactivation partners did not influence IL-10 production by human
M Phi. Rather, ACM-treatment provoked pronounced translocation of TRKA to the plasma
membrane within 10 minutes as observed by immunofluorescence staining. Consequently, I
was intrigued to clarify mechanisms of TRKA trafficking in response to ACM.
The bioactive lipid sphingosine-1-phosphate (S1P) has been previously identified as
important apoptotic cell-derived mediator involved in TAM-like M Phi polarization. Indeed, I
observed S1P and src kinase involvement in ACM-mediated IL-10 induction. Furthermore,
inhibition of S1P receptor (S1PR) signaling or src kinase activity prevented TRKA
translocation, whereas a TRKA inhibitor or anti-NGF did not block TRKA trafficking to the
plasma membrane in response to ACM. Thus, autocrine secreted NGF activated TRKA to
promote IL-10 secretion, which required previous S1PR/src-dependent translocation of TRKA
to the plasma membrane.
Following the detailed analysis of IL-10 regulation, I was interested whether other TAM
phenotype markers were influenced by ACM and whether their expression was regulated
through TRKA-dependent signaling. Five of six markers were up-regulated on mRNA level by
ACM, and secretion of IL-6, IL-8 and TNF-alpha was triggered. S1PR-signaling was essential for
induction of all but one marker, whereas TRKA signaling was only required for cytokine
secretion. Interestingly, none of the investigated TAM markers was regulated identically to
IL-10, emphasizing a tight and exclusive regulation machinery of this potent
immunosuppressive cytokine.
Finally, I aimed to validate the in vitro findings in human ACM-stimulated M Phi. Therefore, I
isolated murine TAM as well as other major mononuclear phagocyte populations from
primary oncogene-induced breast cancer tissue. Indeed, TRKA-dependent signaling was
required for spontaneous cytokine production selectively by primary murine TAM. Besides
IL-10, the TRKA pathway was decisive for secretion of IL-6, TNF-alpha and monocyte chemotactic
protein-1, indicating its relevance in cancer-associated inflammation.
In summary, my findings highlight a fine-tuned regulatory system of S1P-dependent
TRKA trafficking and autocrine NGF signaling in TAM biology. Both factors, S1P as well as
NGF, might be interesting targets for future cancer therapy.
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Der Einfluss des Sitzens nach lumbalen Bandscheibenoperationen auf den Verlauf der postoperativen Beschwerden und die berufliche Wiedereingliederung
(2012)
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Lars Holzer
- Das Nachsorgekonzept nach lumbalen Bandscheiben-Operationen beruht auf
biomechanischen Untersuchungen von Nachemson, die bereits 1966 publiziert
worden sind. Seine Studien zeigten, dass sich das Sitzen nach Bandscheiben-
Operationen und bei Rückenschmerzpatienten ohne Operation ungünstig auf
den Rehabilitationsprozess auswirkt. Aufgrund dieser Befunde wurde das
Verbot des Sitzens in das Rehabilitationskonzept aufgenommen und ist noch
immer weit verbreitet.
Häufig entstehen dabei aus einer ängstlichen Vermeidungshaltung muskuläre
Dysbalancen. Es habituiert sich ein erhöhter Tonus der Erector trunci-
Muskulatur. So können myotendinotische Sekundärbeschwerden auftreten, die
zu einer verzögerten beruflichen und sozialen Wiedereingliederung beitragen.
Dabei ist vor allem die verzögerte berufliche Reintegration volkswirtschaftlich
von großer Relevanz.
Neue Untersuchungen, insbesondere von Wilke et al., Rohlmann et al. und
Althoff et al., konnten die von Nachemson im Sitzen erhobenen Daten nicht
bestätigen. Aufgrund dieser Ergebnisse lässt sich die Arbeitshypothese
aufstellen, dass die bisher übliche Empfehlung, das Sitzen zu vermeiden, für
Patienten nach lumbalen Bandscheiben-Operationen obsolet ist. Es kann
vielmehr davon ausgegangen werden, dass eine Lockerung dieser Richtlinie die
Rehabilitation und die berufliche Wiedereingliederung nach lumbalen
Bandscheiben-Operationen erleichtern und beschleunigen kann. Weiterhin
kann davon ausgegangen werden, dass der Heilungsprozess, durch eine Beund
Entlastung und damit durch eine verbesserte Diffusion beschleunigt werden
kann, wenn in der postoperativen Phase ein liberales Regime bezüglich der
Körperhaltung eingeführt und die Wahl der Position dem Patienten weitgehend
selbst überlassen wird. Der Patient sollte selbst die Körperhaltung wählen, die
er als bequem empfindet. Ängste werden reduziert und die myotendinotischen
Sekundärbeschwerden dürften abnehmen.
Zu diesem Zweck wurde eine klinische Untersuchung durchgeführt, die
insgesamt 50 Patienten in zwei Gruppen randomisiert. Eine Gruppe, als liberal
bezeichnet, erhielt eine Sitzerlaubnis, die andere, als konventionell definiert,
weiterhin Sitzverbot. Anhand von drei klinischen Nachuntersuchung, zwei von
den Patienten selbst auszufüllenden Fragebögen (Oswestry -Schmerskala und Allgemeinen Depressionsskala), einem Sitz- und Schmerztagebuch und zum
Abschluss eine MRT- Untersuchung der LWS vor und nach Kontrastmittelgabe,
sollten die beiden Gruppen miteinander verglichen und die o. g. Hypothesen
verifiziert oder falsifiziert werden.
Der Vergleich der beiden Gruppen anhand der klinischen Untersuchungen
ergab statistisch keinen signifikantern Unterschied im Hinblick auf den
postoperativen Verlauf, insbesondere der postoperativen Schmerzen und
Beschwerden, bzw. Behinderungen wie z. B. Lähmungen oder
Sensibilitätsstörungen.
Ebenso verhält es sich bei der Auswertung der Oswestry- Schmerzskala und
der ADS- L. Auch hier ergaben alle Befragungen keine signifikanten
Unterschiede zwischen den beiden Gruppen, so dass nicht von einer erhöhten
Einschränkung der Patienten der liberalen Gruppe im Alltag ausgegangen
werden kann.
Das Sitz- und Schmerztagebuch zeigt ebenfalls keine signifikanten
Unterschiede innerhalb der ersten 28 postoperativen Tage. Deutlich war zu
erkennen, dass eine tägliche Steigerung der Sitzdauer nicht mit einer Erhöhung
der Schmerzintensität oder einem vergrößerten Beschwerdebild einherging.
Auch die Ergebnisse der MRT- Untersuchung der LWS wiesen keine
nennenswerten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen auf, die
möglicherweise gegen eine Sitzerlaubnis gesprochen hätten.
Die Erkenntnisse, die aus diesen Resultaten gewonnen werden können,
bestätigten die o.g. Vermutungen, dass die Erlaubnis des Sitzens während der
postoperativen Phase nicht zu einem verlängerten oder erschwerten Verlauf der
Genesung führt oder sich schädlich auf diesen auswirkt.
Das Sitzverbot kann als veraltet angesehen werden und, wenn weitere
Untersuchungen die Beobachtungen bestätigen, sogar aus dem
Therapieregime genommen werden. Eine frühere berufliche
Wiedereingliederung erscheint mit einem liberalen postoperativen Regime
erreichbar.
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Die Korrelation des Serummarkers S100B und des intraoperativen neurophysiologischen Monitorings mit dem klinischen Verlauf bei intraduralen Tumoren
(2012)
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Charlotte Heukamp
- In der vorliegenden prospektiven Studie in der neurochirurgischen Klinik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main wurden Oktober 2001 bis August 2006 dreiunddreißig Patienten mit intraduralen Raumforderungen der zervikalen und thorakalen Wirbelsäule unter Betrachtung eines möglichen prädiktiven Wertes der Serumkonzentration des Gliaproteins S100B und des intraoperativen Monitorings untersucht.
Bei jedem Patienten erfolgte das intraoperative Monitoring mittels MEPs und SEPs, außerdem wurde prä- und mehrfach postoperativ die S100B-Serumkonzentration bestimmt. Anschließend wurden die Patienten mindestens 1 Jahr nach dem Eingriff in Bezug auf die noch bestehenden körperlichen Folgen sowie auch die Einschränkungen im alltäglichen Leben und im psychischen Wohlbefinden untersucht.
Der Zusammenhang zwischen dem neurologischen Langzeitoutcome, den Teilergebnissen im intraoperativen Monitoring und im postoperativen S100B-Verlauf zeigte sich deutlich und war statistisch signifikant. Die gemeinsame Betrachtung der Serumkonzentration des Gliaproteins und des IOM unterstrich diese Ergebnisse nochmals, die Spezifität für ein gutes Outcome bei unkompliziertem Monitoring und ausbleibenden Anstieg des S100B lag zum Beispiel bei 100%.
Auch in der Befragung zum alltäglichen Leben anhand des SF-36 zeigte sich ein klarer Zusammenhang zwischen dem klinischen Outcome und den subjektiv aus Patientensicht geschilderten Problemen in der Bewältigung des Alltags. Interessanterweise korrelierte aber die psychische Summenskala des Scores nicht mit dem körperlichen Befund. Die Gruppe des schlechten Outcomes zeigte ein besseres psychisches Wohlbefinden als die Gruppe des guten Outcomes, die aber mit der Normstichprobe vergleichbare Ergebnisse erzielte.
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Die Bedeutung cGMP-abhängiger Phosphodiesterasen für die nozizeptive Transmission / vorgelegt von Aaron Markus Bothe
(2012)
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Aaron Bothe
- Die Rolle von NO und cGMP in der Schmerzverarbeitung im Rückenmark ist in den letzten Jahren durch viele Berichte untermauert worden. Nicht vollständig bekannt sind hingegen die Mechanismen, derer sich cGMP bedient, um die Transmission von Schmerzen zu beeinflussen. In der vorliegenden Arbeit wurde deshalb untersucht, welche cGMPabhängigen Phosphodiesterasen (PDEs) hierbei eine Rolle spielen könnten und wie sich diese Beteiligung funktionell äußert. Dazu wurden immunhistochemische Färbungen von Rückenmarkschnitten angefertigt und Western-Blot-Analysen von Rückenmarkgewebe durchgeführt. Beide Methoden lieferten Hinweise dafür, dass die PDEs 1A, 1B, 3A,3B, 5A und 11A keine Rolle in der Verarbeitung von Schmerzen spielen. Demgegenüber scheinen die PDE1C, 2A und 10A in schmerzrelevanten Gebieten des Rückenmarks lokalisiert zu sein. Die funktionelle Relevanz der PDE2A und PDE10A im Rahmen der Schmerzverarbeitung wurde mit Hilfe des PDE2A-Inhibitors BAY 60-7550 und des PDE-10A-Inhibitors Papaverin in nozizeptiven Tiermodellen untersucht. Dabei bewirkte, im Modell der Complete Freund’s Adjuvant (CFA)-induzierten mechanischen Hyperalgesie, die i.p. Applikation von BAY 60-7550 oder Papaverin eine Verstärkung der Hyperalgesie. Weiterhin war die Leckzeit in der 2. Phase des Formalin-Modells bei einer Inhibition von PDE10A signifikant verlängert. Insgesamt bestätigen die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit frühere Berichte, dass cGMP an der Schmerzsensibilisierung im Hinterhorn des Rückenmarks beteiligt ist und deuten auf eine Rolle insbesondere von PDE2A und 10A im Rahmen der Schmerzsensibilisierung hin.