Gesellschaftswissenschaften
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Os limites da tolerância
(2009)
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Rainer Forst
- Este artigo apresenta os elementos constitutivos do conceito de tolerância e discute duas concepções diferentes do termo, como permissão e como respeito moral, que expressam modos diversos de demarcar os limites da tolerância. A tolerância é apresentada como um conceito que, para ganhar algum conteúdo, depende normativamente de um direito à justificação baseado na idéia de um uso público da razão segundo o qual as práticas e as instituições político-jurídicas que determinam a vida social dos cidadãos devem ser justificáveis à luz de normas que eles não podem recíproca e genericamente rejeitar.
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Unser die Welt : sprachphilosophische Grundlegungen der Erkenntnistheorie ; ausgewählte Artikel
(2007)
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Wilhelm Essler
- Die Weiterentwicklung der Gedanken, die Wilhelm K. Essler 1972 in seinem Buch »Analytische Philosophie I« vorgetragen hat, ist bislang nur in Artikeln erfolgt. Die hier vorgelegte Auswahl hat das Ziel, den Kern seines Philosophierens, nach Sachgebieten geordnet, darzustellen. Im Zentrum seines Philosophierens steht die Untersuchung des Reflektierens, genauer: des philosophischen Reflektierens, anhand semantischer und epistemologischer Beispiele. Er orientiert sich dabei nicht an der Untersuchung vorhandener Erkenntnisakte, die oft schwer faßbar und noch schwerer eindeutig bestimmbar sind, sondern an deren rationaler Rekonstruktion in Modellen, gemäß dem Vorgehen in experimentellen Wissenschaften, und das besagt in der Philosophie natürlich: in Modellsprachen. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, daß unter Einsatz des Instrumentariums der modernen Logik und ihrer Metalogik definitive Ergebnisse erzielt werden können, aufbauend auf den metalogischen Resultaten Gödels und Tarskis. In der Weiterführung der Ergebnisse von Gödel und Tarski wird gezeigt, daß die methodologische Unterscheidung von Erwähnen und Verwenden genau dem Vorgehen des semantischen Reflektierens gemäß der Sprachstufentheorie Tarskis entspricht und daß diese daher das geeignete Instrument zur Darstellung des epistemologischen Reflektierens und damit auch der erfahrungswissenschaftlichen Semantik ist. Anhand solcher präziser Sprachmodelle wird die Voraussetzungshaftigkeit allen sprachgebundenen Erkennens jeweils am Beispiel nachgewiesen. Macht man eben dieses Reflektieren zum neuen Gegenstand des untersuchenden Reflektierens, so benötigt man hierzu, will man die zuvor benützte Sprache des Reflektierens nun vollständig darstellen, abermals zusätzliche, in ihr noch nicht ausdrückbare Mittel des Reflektierens, und so fort ohne Ende. Dabei zeigt sich, daß dieses »und so fort ohne Ende« zum Problem der Grenze des Sagbaren gehört, und damit a fortiori zu den Grenzen des Philosophierens. Wie bei Platon wird Denken als ein inneres Sprechen verstanden, was eine enge Verbindung von Sprachphilosophie und Philosophie des Geistes impliziert. In neueren Untersuchungen hat Wilhelm K. Essler gezeigt, daß die Grundgedanken der buddhistischen Philosophie des Geistes mit diesen Ergebnissen des Reflektierens weitgehend übereinstimmen, daß jedoch diese über zwei Jahrtausende alte buddhistische Philosophie darüber hinaus auch Instrumente zur individuellen Anwendungen einer solchen sprachphilosophisch und erkenntnistheoretisch untermauerten Philosophie des Geistes enthält, die diese dann zu einer gelebten Philosophie werden lassen können, mit dem Ziel des Mottos, das auf der Eingangspforte des Tempels von Delphi zu lesen stand, nämlich: »Erkenne Dich selbst!« Gerhard Preyer Inhalt Einleitung Zur Struktur von Erfahrung 7 Fundamentals of a Semi-Kantian Métaphysics of Knowledge 21 Kant nowadays 21 Kantian points of view 21 On empirical concepts 22 Relativizing Kant´s distinctions 23 Levels of apriority 24 Kant´s main question 25 Justifying beyond Kant 26 Transcendental bases for ostensions 27 From transcendental to objective knowledge 28 Kant und kein Ende 31 Erkenntnisphilosophie und Erkenntnispsychologie 31 Eine kantische Wissenschaftsphilosophie der Gegenwart 32 Von der Wissenschaftsphilosophie zur Erkenntnisphilosophie 36 Der Inhalt des Universums 37 Die Form des Universums 41 Das Wahrnehmen von Objekten im Raum 44 Das Wahrnehmen von Objekten in der Zeit 50 Was können wir wissen? 52 Tarski on Language and Truth 57 Was ist Wahrheit? 73 Am Anfang war die Tat 81 Gorgias hat Recht! 99 Philosophieren am Lac Léman 99 Was Mathematiker tun dürfen, und was Philosophen tun müssen 100 Summa contra Gorgias, oder: Über das Sein des Seienden 102 Alles … 105 … oder nichts 106 Am Anfang war die Tat 112 Vivat Gorgias! 116 Was ist und zu welchem Ende treibt man Métaphysik? 119 Métaphysik der Erfahrung 119 Metaphýsisches Reden 123 Von den Begriffen zu den Ideen 125 Die Deduktion der Kategorien 126 Denken und Sprechen 128 Die Stufe des Reflektierens 130 Die Stufen rauf und runter 134 Das Materielle an der Sprache 138 Das Identifizieren des Gegenstands 142 Das Schiff des Theseus 144 Die Métaphysik der Erfahrung 146 Metaphýsisches Reden 148 Das logische Aufbauen von Welten 151 Unser die Welt – trotz alledem 169 »Erkenne dich selbst!« 183 Selbst das Selbst ist nicht selbst 211 Offenes Philosophieren 249 Editorische Notiz und Quellennachweis 263