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Konsumentinnen illegaler Drogen in Deutschland und den USA : eine explorative Vergleichsstudie zur Wirkung von Drogenpolitiken auf die Lage drogenkonsumierender Frauen
(2012)
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Christiane Bernard
- Als Unterzeichnerstaaten der internationalen Drogenabkommen, deren Ausgestaltung maßgeblich
durch die Vereinigten Staaten bestimmt wurde, ist die Drogenpolitik in Deutschland
und den USA als Prohibitionspolitik verfasst. Dennoch bestehen zwischen beiden Ländern
drogenpolitische Unterschiede, die aus einer tendenziellen „Emanzipierung“ Deutschlands
vom US-amerikanischen Modell seit den 1990er Jahren resultieren: Während die USA weiterhin
vor allem auf Punitivität setzen, wird in Deutschland verstärkt ein medizinischer und schadensreduzierender
Ansatz verfolgt.
Gegenstand der vorliegenden Studie ist eine komparative Analyse der Drogengebrauchssituation
und Drogenkontrollpolitik in Deutschland und den USA, mit der genderbezogene Einblicke
in die Wirkung differenter drogenpolitischer Ansätze gewonnen werden sollten. Das Erkenntnisinteresse
richtete sich einerseits auf die sozialstrukturellen und drogenpolitischen Bedingungen
und deren Auswirkungen auf den Umgang mit illegalen Substanzen und die hiermit
assoziierten gesundheitlichen und sozialen Begleitfolgen. Andererseits sollten die Spezifika
der in diese Strukturen eingebetteten Alltagswelten von kompulsiven Drogenkonsumentinnen
der Straßenszenen in Frankfurt und New York untersucht werden.
Das Forschungsdesign der Studie war methodenplural angelegt. Der quantitative Zugang erfolgte
über eine Sekundäranalyse nationaler statistischer Daten, mit der soziale Indikatoren
des Drogengebrauchs länder- und geschlechtervergleichend betrachtet wurden. Zudem wurden
standardisierte Fragebogeninterviews mit Drogenkonsumierenden der Frankfurter Straßenszene
geführt. Qualitative Ergebnisse wurden durch Leitfadeninterviews mit Heroinund/
oder Crackkonsumentinnen und eine Metaanalyse ethnographischer Forschungsarbeiten
gewonnen.
Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung ist, dass sich der Drogengebrauch offenbar relativ
unabhängig von der Drogenpolitik bzw. der Intensität der Repression entwickelt. Trotz der punitiveren
Ausrichtung der US-amerikanischen Drogenpolitik ist der illegale Substanzkonsum
dort wesentlich stärker verbreitet als in Deutschland. Gleichzeitig erzeugt die Prohibitionspolitik
zahlreiche Problemlagen, die in den USA erneut gravierender ausfallen und sich in höheren
Morbiditäts- und Mortalitätsraten und einer stärkeren Kriminalisierung von Drogenkonsumentinnen
niederschlagen.
Trotz der stärkeren Hinwendung zu einem gesundheitspolitischen Ansatz ist jedoch auch in
Deutschland keine Entpönalisierung des Drogengebrauchs erkennbar. Eine verstärkt dem gesundheitspolitischen
Ansatz folgende Drogenpolitik, die weiterhin unter dem Drogenverbot
operiert, kann den durch die Prohibition entstehenden Schaden allenfalls mildern. So hat sich
in Deutschland durch die modifizierte drogenpolitische Richtung zwar die gesundheitliche Situation
von Drogenkonsumentinnen in Teilbereichen (v.a. rückläufige HIV- und Drogentodeszahlen)
verbessert, das Grundproblem ihrer Kriminalisierung, sozialen Marginalisierung und
Etikettierung aber bleibt. Konzepte einer Legalisierung und deren Begründungszusammenhänge
müssen daher zukünftig verstärkt im gesellschaftlichen Diskurs platziert werden, um so
eine Politik der Integration initiieren zu können.
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Die offene Drogenszene in Frankfurt am Main 2004 : Bericht MoSyD Szenestudie / Johann Wolfgang Goethe-Universität, Centre for Drug Research. Im Auftr. des Drogenreferats der Stadt Frankfurt am Main
(2005)
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Michael Prinzleve
Oliver Müller
Bernd Werse
Christiane Bernard
- Der vorliegende Bericht beschreibt die Situation in der „offenen Drogenszene“ in Frankfurt am Main unter zwei Aspekten: zum einen im Hinblick auf die Veränderungen, die sich in zentralen Inhaltsbereichen wie der sozialen und gesundheitlichen Situation, dem Substanzkonsum und der Inanspruchnahme des Hilfesystems in den letzten Jahren gezeigt haben, zum zweiten im Hinblick auf die aktuelle Situation, wie sie sich in der „offenen Drogenszene“ Mitte des Jahres 2004 auf Grundlage der hier vorliegenden Daten darstellt.
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Die offene Drogenszene in Frankfurt am Main 2008 : Bericht MoSyD Szenestudie
(2009)
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Oliver Müller
Bernd Werse
Christiane Bernard
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Bericht MoSyD-Szenestudie : die offene Drogenszene in Frankfurt am Main 2006
(2007)
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Oliver Müller
Christiane Bernard
Bernd Werse