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Prozess und Outcome der kognitiven Therapie sozialer Phobien
(2012)
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Denise Ginzburg
- Die Soziale Phobie ist eine weit verbreitete Störung, die ohne geeignete Therapie einen
chronischen Verlauf annimmt und bei den Betroffenen zu einem hohen Leidensdruck führt.
Für die Behandlung stehen sowohl pharmakologische als auch psychotherapeutische
Therapieansätze zur Auswahl (siehe Heinrichs, Stangier, Gerlach, Willutzki, & Fydrich,
2011). Eine Reihe von randomisierten kontrollierten Studien belegen, dass die kognitive
Therapie zu den effektivsten Behandlungsmethoden zählt. Die vorliegende Dissertation
konzentriert sich auf unterschiedliche Aspekte, die die Dissemination dieses Ansatzes
verbessern sollen. In einer Übersichtsarbeit (Ginzburg & Stangier, im Druck) wird
zunächst ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur Diagnostik und Therapie der
Sozialen Phobie gegeben. Die Ergebnisse aktueller Metaanalysen zur Behandlung werden
kritisch diskutiert. Besondere Beachtung wird dem kognitiven Therapieansatz nach Clark und
Wells (1995) geschenkt, der mit sehr hohen Effektstärken beeindruckt. Diese Therapie wurde
in mehreren randomisiert-kontrollierten Studien untersucht und zeigte sich Therapieformen
wie der Interpersonellen Therapie (Stangier, Schramm, Heidenreich, Berger, & Clark, 2011;
Mörtberg, Clark, Sundin, & Aberg, 2007), medikamentöser Therapie (Clark et al., 2003) oder
Entspannungsverfahren (Clark et al., 2006) deutlich überlegen. Neueste Forschungsbefunde
zu den einzelnen Komponenten dieser Therapie werden im Hinblick auf ihre
aufrechterhaltende Funktion sozialer Ängste und ihrer Effektivität diskutiert.
In einer zweiten Publikation (Ginzburg, Bohn, Stangier & Steil 2011) wird der
kognitive Ansatz nach Clark und Wells auf eine komplexe, mit starker körperlicher
Symptomatik verbundene Form der Sozialen Phobie, angewendet und evaluiert. Paruresis
(Williams & Degenhardt, 1954) bezeichnet die Angst, auf öffentlichen Toiletten zu urinieren,
und geht mit einem psychogenen Harnverhalt (Hammelstein, Pietrowsky, Merbach, &
Brahler, 2005; Soifer, Nicaise, Chancellor, & Gordon, 2009) einher. Publikation 2
dokumentiert, wie das kognitive Modell nach Clark und Wells (1995) bei Betroffenen mit
starken körperlichen Symptomen angewendet werden kann. In dem theoretischen Teil der
Arbeit wird auf die Notwendigkeit einer genauen Operationalisierung der mit dem
Störungsmodell verknüpften Interventionen hingewiesen und anhand einer Falldarstellung
veranschaulicht. Für die Praxis ergibt sich die Konsequenz, dass das kognitive Modell einen
flexible Fallkonzeption und Behandlungsplanung ermöglicht und auch auf untypische
Behandlungsfälle übertragbar ist.
Die flexible und kompetente Umsetzung von Interventionen spielt allerdings nicht nur
bei komplexen Fällen eine Rolle. Im Rahmen der Psychotherapieprozessforschung ist der Therapeutenfaktor bei der Umsetzung der Therapiemethode und ihrer Interventionen von
großer Bedeutung und beeinflusst maßgeblich die Effektivität der Behandlung
(Perepletchikova & Kazdin, 2005). In randomisiert-kontrollierten klinischen Studien wird ein
großes Augenmerk auf die Behandlungsintegrität, d.h. die Umsetzung von
Behandlungsvorgaben durch den Therapeuten (Waltz, Addis, Koerner, & Jacobson, 1993;
Weck, Bohn, Ginzburg, & Stangier, 2011), gelegt. Bislang liegen jedoch noch keine
gesicherten Hinweise vor, ob die manualgetreue Durchführung der Interventionen an sich
(Adhärenz), oder auch die kompetente Anpassung dieser Interventionen an den jeweiligen
Behandlungskontext (Kompetenz), zu besseren Ergebnissen in der kognitiven Therapie
sozialer Phobien führt. In Studie 3 (Ginzburg, Bohn, Weck, Clark und Stangier,
submitted) wird der Einfluss von Adhärenz und Kompetenz auf das Therapieergebniss bei
Patienten mit Sozialer Phobie überprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass eine höhere Kompetenz,
nicht jedoch Adhärenz, bei der Anwendung der vorgesehenen Interventionen auch mit einem
besseren Behandlungserfolg einhergeht. Von besonderer Bedeutung für die Vorhersage des
Therapieerfolges waren spezifisch verhaltenstherapeutische Kompetenzen.
Obwohl Adhärenz und Kompetenz des Therapeuten die Effektivität von
Psychotherapie signifikant beeinflussen, gehen vergleichsweise nur wenige Studien dieser
Fragestellung nach (Perepletchikova, Treat, & Kazdin, 2007). Der hierfür notwendige hoher
Zeit- und Kostenaufwand ist eine der wesentlichen Ursachen hierfür (Perepletchikova, Hilt,
Chereji, & Kazdin, 2009). Um Adhärenz und Kompetenz reliabel und valide einschätzen zu
können, sind Audio- bzw. Videoanalysen von Therapiesitzungen durch unabhängige und
trainierte Beurteiler die Methode der Wahl. Die Reduktion des Zeitaufwandes durch die
Konzentration auf relevante Videoausschnitte könnte zu einer Verbesserung der
Rahmenbedingungen für die Psychotherapieforschung darstellen. In Studie 3 (Weck, Bohn,
Ginzburg und Stangier, 2011) wird untersucht, ob therapeutische Adhärenz und Kompetenz
auch auf der Grundlage von Sitzungsausschnitten reliabel erfaßt werden kann und den
Therapieerfolg vorhersagen kann. Beim Vergleich von zwei Ratingmethoden zeigte sich, dass
die genauesten Aussagen anhand der Analyse einer ganzen Sitzung getroffen werden konnten.
Zusätzlich zeigten jedoch auch die Kompetenz- und Adhärenz-Einschätzungen des mittleren
Sitzungsausschnittes einen hohen Zusammenhang zu den Ratings der Gesamtsitzung. Hieraus
kann die Schlußfolgerung gezogen werden, dass die Analyse von Sitzungsausschnitten eine
ökonomische Alternative zu der bisherigen Forschungspraxis darstellen kann, vollständige
Sitzungen zu untersuchen.
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Grey matter alterations co-localize with functional abnormalities in developmental dyslexia: an ALE meta-analysis
(2012)
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Janosch Linkersdörfer
Jan Lonnemann
Sven Lindberg
Marcus Hasselhorn
Christian J. Fiebach
- The neural correlates of developmental dyslexia have been investigated intensively over the last two decades and reliable evidence for a dysfunction of left-hemispheric reading systems in dyslexic readers has been found in functional neuroimaging studies. In addition, structural imaging studies using voxel-based morphometry (VBM) demonstrated grey matter reductions in dyslexics in several brain regions. To objectively assess the consistency of these findings, we performed activation likelihood estimation (ALE) meta-analysis on nine published VBM studies reporting 62 foci of grey matter reduction in dyslexic readers. We found six significant clusters of convergence in bilateral temporo-parietal and left occipito-temporal cortical regions and in the cerebellum bilaterally. To identify possible overlaps between structural and functional deviations in dyslexic readers, we conducted additional ALE meta-analyses of imaging studies reporting functional underactivations (125 foci from 24 studies) or overactivations (95 foci from 11 studies ) in dyslexics. Subsequent conjunction analyses revealed overlaps between the results of the VBM meta-analysis and the meta-analysis of functional underactivations in the fusiform and supramarginal gyri of the left hemisphere. An overlap between VBM results and the meta-analysis of functional overactivations was found in the left cerebellum. The results of our study provide evidence for consistent grey matter variations bilaterally in the dyslexic brain and substantial overlap of these structural variations with functional abnormalities in left hemispheric regions.
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Night-Migratory Songbirds Possess a Magnetic Compass in Both Eyes
(2012)
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Svenja Engels
Christine Maira Hein
Nele Lefeldt
Helmut Prior
Henrik Mouritsen
- Previous studies on European robins, Erithacus rubecula, and Australian silvereyes, Zosterops lateralis, had suggested that magnetic compass information is being processed only in the right eye and left brain hemisphere of migratory birds. However, recently it was demonstrated that both garden warblers, Sylvia borin, and European robins have a magnetic compass in both eyes. These results raise the question if the strong lateralization effect observed in earlier experiments might have arisen from artifacts or from differences in experimental conditions rather than reflecting a true all-or-none lateralization of the magnetic compass in European robins. Here we show that (1) European robins having only their left eye open can orient in their seasonally appropriate direction both during autumn and spring, i.e. there are no strong lateralization differences between the outward journey and the way home, that (2) their directional choices are based on the standard inclination compass as they are turned 180° when the inclination is reversed, and that (3) the capability to use the magnetic compass does not depend on monocular learning or intraocular transfer as it is already present in the first tests of the birds with only one eye open.
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Flur-funk : jahrgang 04, ausgabe 02, mai 2012
(2012)
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Flur-funk : jahrgang 04, ausgabe 01, februar 2012
(2012)
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Akademisches Selbstkonzept im Grundschulalter : Entwicklungsanalyse dimensionaler Vergleiche und Exploration differenzieller Unterschiede
(2012)
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Jan-Henning Ehm
- Thema der vorliegenden Dissertation sind Einflussfaktoren und individuelle Unterschiede im
akademische Selbstkonzept von Grundschülern. Das erste Kapitel thematisiert die Bestimmung
des Selbstkonzepts, gibt einen Überblick über die theoretischen Wurzeln und beleuchtet
unterschiedliche Selbstkonzeptmodelle. Das zweite Kapitel geht auf die Selbstkonzeptentwicklung
ein und hebt dabei insbesondere das Internal/External-Frame-of-Reference
Modell (I/E-Modell; Marsh, 1986) hervor, welches das Zusammenwirken von externalen
(sozialen) und internalen (dimensionalen) Vergleichsprozessen bei der Selbsteinschätzung
beschreibt. Auf Basis des I/E-Models werden in Studie 1 das akademische Selbstkonzept
und die Schulleistung von Schülern der 1. bis 3. Klassenstufe miteinander in Beziehung
gesetzt. Im Zentrum steht dabei die Frage, ab welcher Klassenstufe dimensionale Kontrasteffekte
auftreten und welchen Einfluss die Lese-, Rechtschreib- und Mathematikleistung auf
die korrespondierenden und nicht korrespondierenden Selbstkonzeptfaktoren haben. Es
zeigen sich signifikant negative Pfade von der mathematischen Leistung auf das verbale
Selbstkonzept und negative Pfade von der Leseleistung auf das mathematische Selbstkonzept
ab der 3. Klasse. Ein Kontrasteffekt innerhalb der verbalen Domäne (Lesen und Schreiben)
kann hingegen bei keiner der untersuchten Klassenstufen aufgezeigt werden.
Die zweite und dritte empirische Studie fokussieren mögliche Gruppenunterschiede im
akademischen Selbstkonzept anhand bestimmter Schülermerkmale. In Studie 2 wird dabei
geprüft, ob sich zwischen Jungen und Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund Unterschiede
im verbalen und mathematischen Selbstkonzept finden lassen. Kinder mit Migrationshintergrund
zeigen trotz schlechterer schulischer Leistungen im Lesen und in Mathematik
in diesen Bereichen ein höheres Selbstkonzept als Kinder ohne Migrationshintergrund.
Auch findet sich bereits in der ersten Klasse unter Jungen ein optimistischeres mathematisches
und unter Mädchen ein optimistischeres verbales Selbstkonzept. Dies spiegelt sich
auch in den tatsächlichen Leistungen der Kinder sowie den Lehrereinschätzungen wider.
In Studie 3 wird geprüft, ob Kinder mit ADHS-Symptomen ein positiv illusorisches
akademisches Selbstkonzept (Positive Illusory Bias, Hoza et al., 2002) haben. Es zeigt sich,
dass zwar Kinder mit ADHS-Symptomen im Vergleich zu Kindern ohne ADHS-Symptome
ihre Leistungen deutlich stärker überschätzen, allerdings nur, wenn keine Kontrolle des
Schulleistungsniveaus erfolgt. Zudem schätzen sich Kinder mit ADHS-Symptomen in dem
Leistungsbereich am besten ein, in dem sie auch am besten abschneiden. Der Positive
Illusory Bias scheint also nicht spezifisch für die ADHS zu sein.
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Trait anxiety and the neural efficiency of manipulation in working memory
(2012)
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Ulrike Basten
Christine Stelzel
Christian Fiebach
- The present study investigates the effects of trait anxiety on the neural efficiency of working memory component functions (manipulation vs. maintenance) in the absence of threat-related stimuli. For the manipulation of affectively neutral verbal information held in working memory, high- and low-anxious individuals (N = 46) did not differ in their behavioral performance, yet trait anxiety was positively related to the neural effort expended on task processing, as measured by BOLD signal changes in fMRI. Higher levels of anxiety were associated with stronger activation in two regions implicated in the goal-directed control of attention--that is, right dorsolateral prefrontal cortex (DLPFC) and left inferior frontal sulcus--and with stronger deactivation in a region assigned to the brain's default-mode network--that is, rostral-ventral anterior cingulate cortex. Furthermore, anxiety was associated with a stronger functional coupling of right DLPFC with ventrolateral prefrontal cortex. We interpret our findings as reflecting reduced processing efficiency in high-anxious individuals and point out the need to consider measures of functional integration in addition to measures of regional activation strength when investigating individual differences in neural efficiency. With respect to the functions of working memory, we conclude that anxiety specifically impairs the processing efficiency of (control-demanding) manipulation processes (as opposed to mere maintenance). Notably, this study contributes to an accumulating body of evidence showing that anxiety also affects cognitive processing in the absence of threat-related stimuli.
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Differences between old and young adults’ ability to recognize human faces underlie processing of horizontal information
(2012)
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Sven Obermeyer
Thorsten Kolling
Andreas Schaich
Monika Knopf
- Recent psychophysical research supports the notion that horizontal information of a face is primarily important for facial identity processes. Even though this has been demonstrated to be valid for young adults, the concept of horizontal information as primary informative source has not yet been applied to older adults’ ability to correctly identify faces. In the current paper, the role different filtering methods might play in an identity processing task is examined for young and old adults, both taken from student populations. Contrary to most findings in the field of developmental face perception, only a near-significant age effect is apparent in upright and un-manipulated presentation of stimuli, whereas a bigger difference between age groups can be observed for a condition which removes all but horizontal information of a face. It is concluded that a critical feature of human face perception, the preferential processing of horizontal information, is less efficient past the age of 60 and is involved in recognition processes that undergo age-related decline usually found in the literature.
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Ordnung des Fachbereichs Psychologie und Sportwissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität für den Bachelorstudiengang Sportwissenschaft mit dem Abschluss Bachelor of Arts in der Fassung vom 04. Juni 2008 (UniReport vom 29. Sep-tember 2008) sowie Ordnung über den Nachweis der sportlichen Leistungsfähigkeit für das Studium im Fach Sport an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main – Sporteignungsprüfung – vom 31. März 2004 (StAnz. 28/2004, S. 2256 ff.), zuletzt geändert am 08. Februar 2006 (UniReport aktuell vom 13. September 2006)
(2010)
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Promotionsordnung der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fachbereiche der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main vom 26. Mai 1993 (ABL.1/94, S. 21) zuletzt geändert am 05.09.2007 (Uni-Report 13.11.2008) : genehmigt durch Beschluss des Präsidiums der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main am 27. Januar 2009 ; hier: Änderung
(2009)