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Wirksamkeit unterschiedlicher Trainingsformen auf die Leistungsfähigkeit von Vollblütern überprüft anhand von Herzfrequenz- und Laktatmessungen
(2012)
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Nicola Hedderich
- Weltweit ist der Galoppsport ein kapitalintensiver Wirtschaftszweig, der kontinuierlich
Zuchtbemühungen für optimal erfolgreiche Nachkommenschaft in den Mittelpunkt all seiner
Anstrengungen stellt. Dabei fällt auf, dass ähnlich intensive Bemühungen im
trainingsmethodologischen und -analytischen Bereich im Hinblick auf Leistungsoptimierung
der Vollblut-Rennpferde fast vollständig fehlen.
Die Motivation zur vorliegenden Studie lag einerseits in der langjährigen Beobachtung
„stabiler“ konventioneller Trainingsstrukturen in deutschen und internationalen Rennställen
sowie andererseits in der Dokumentaranalyse weltweit hochklassiger renommierter Rennen,
deren Ergebnisse seit mehr als 90 Jahren keinen Leistungsfortschritt, sondern
Geschwindigkeitsstagnation verzeichnen. ...
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Priorisierung in der Medizin – Diskussion einer Realität
(2012)
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Ulrich Finke
Gerd Hoffmann
- Welche gesellschaftlichen Zwänge wirken auf die Medizin und ihre Anwender ein? Wie ist das Verhältnis von Ökonomie und medizinisch Gebotenem? Wie steht es mit der Finanzierung der nicht evidenzbasierten Behandlung? Stellen Rationierung und Rationalisierung die möglichen Prinzipien der Priorisierung dar? Führt die Priorisierung zur Qualitätsminderung oder gar Sorgfaltsverletzung? Diese Fragen behandelte der 4. Ärztetag am Dom in Frankfurt am Main.
Feine Unterschiede – Über Vorliebe und Abneigung im ärztlichen Alltag (Prof. Dr. med. Ralph Bickeböller, niedergelassener Arzt, Frankfurt am Main)
Die Ärzte gehen ihrem Handwerk im Zeichen der Regelleistungsvolumen, der diagnosebezogenen Entgeltpauschalen, der Leitlinien, der Evidence-based-medicine, der Regelung des Sozialgesetzbuches V, der Arznei- und Heilmittelrichtlinie und anderer vielfältiger Bestimmungen nach, so dass allein durch die Vielfalt der Regelungen und durch die Vielzahl der Kontroll- und Regressmechanismen ein System etabliert ist, das einen mehr oder weniger starken Druck auf die Ärzte entfaltet, das Notwendige, Zweckmäßige und Wirtschaftliche am Patienten durchzuführen. Wie steht es mit dem Symbolwert von operativen Eingriffen, wenn man als Operateur für eine Inkontinenzoperation, die vielleicht eine halbe Stunde dauert und zwei postoperative Visiten benötigt, deutlich mehr erlösen kann als für eine organerhaltende Nierentumorresektion von drei Stunden mit sieben postoperativen Visiten? Nicht nur Ärzte haben ihre Prioritäten, u. a. tritt der Patient als Kunde auf, der durch seine Entscheidung für eine Dienstleistung ein Entgelt für den Dienstleistenden generiert. Warum bedürfen wir überhaupt einer Priorisierung in der Medizin? Weil die gesundheitlichen Bedürfnisse der Bürger unbegrenzt sind, weil es den medizinischen Fortschritt gibt und weil die Ressourcen begrenzt sind. Es geht unter anderem deshalb um die Frage, ob es für das Gesamtsystem Medizin gelingen kann, Präferenzen mit einer der festgelegten Rangordnung folgenden Ressourcenverteilung zu entwickeln, die nachvollziehbar, transparent, demokratisch und so weit wie möglich gerecht ist. Aufgrund der notwendigen Rationierung innerhalb des Gesundheitswesens ist deshalb für eine offene Priorisierung das Wort zu reden, die unterschiedliche Präferenzen, unterschiedliche Partizipationsmöglichkeiten, vor allem konkrete Ungerechtigkeiten für ein Leben in Wohlergehen für uns alle wahrnehmen und demokratisch diskutierten lässt.
Die Allokation der stets zu knappen Ressourcen im Gesundheitswesen aus volkswirtschaftlicher Sicht (Prof. Dr. Klaus-Dirk Henke, Fachgebiet Finanzwissenschaft und Gesundheitsökonomie, Technische Universität Berlin)
Die Allokation der stets zu knappen Ressourcen wird anhand einer Fünf-Ebenen-Betrachtung erläutert. Beim top-down und beim bottom-up Ansatz wird deutlich, dass und in welcher Form die unterschiedlichen Verwendungszwecke miteinander konkurrieren. Zu einer wünschenswerten Allokation der Ressourcen gibt es Hinweise aus der Wohlfahrtstheorie, aber keine empirische Basis für eine optimale Zuordnung der knappen Mittel. Anreizkompatible Finanzierungs- und Vergütungssysteme sowie die Ergebnisse der Krankheitskostenrechnungen helfen bei der Verwirklichung einer besseren Allokation. Von zentraler Bedeutung sind jedoch die vier ausgewählten Wettbewerbsfelder im Gesundheitswesen. Außerdem wird für die zukünftige Entwicklung die wachsende Bedeutung des Humankapitals für Wachstum und Produktivität in den Vordergrund gestellt und das Gesundheitswesen innerhalb der vielen Wirtschaftszweige angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise in 2008/2009 als besonders stabil eingeschätzt.
Priorisierung und die deutsche Vergangenheit – Warum die Priorisierungsdebatte so heikel ist (Prof. Dr. Weyma Lübbe, Lehrstuhl für Praktische Philosophie, Universität Regensburg)
Die Debatte über eine Priorisierung medizinischer Maßnahmen ist in Deutschland nach wie vor überwiegend eine akademische Debatte. Von politischer Seite wird das Thema als „unethisch“ bezeichnet und die Diskussion wird durch Negierung der Knappheit vermieden. Diese im internationalen Vergleich auffällige Zurückhaltung der Politik ist auch durch die Angst bedingt, offizielle Stellen könnten durch eine solche Debatte gezwungen werden, vergleichende Urteile über den „Wert“ des (Über-)Lebens verschiedener Patienten oder Patientengruppen zu fällen. Lebenswerturteile von staatlicher Seite waren wesentlicher Bestandteil der Kampagnen, mit denen im Nationalsozialismus das Euthanasie-Programm vorbereitet wurde. Damit möchte niemand auch nur entfernt in Verbindung gebracht werden. Der vorliegende Beitrag argumentiert, dass interpersonell vergleichende Lebenswerturteile kein unvermeidbarer Bestandteil einer Priorisierungsdebatte sind und dass sie in der Tat vermieden werden sollten. Im Rahmen politiknaher Fachkontroversen, namentlich in der Kontroverse zwischen deutschen Gesundheitsökonomen und dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) über die Methoden der Kosten-Nutzen-Bewertung für Arzneimittel nach § 35 b SGB V, werden sie freilich nicht konsequent vermieden. Eine kontinuierliche kritische Beobachtung und Beurteilung der Implementation ökonomischer Evaluationsmethoden im Blick auf rechtliche und ethische Maßstäbe ist daher unbedingt zu empfehlen.
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Vergleich des exzentrischen und des exzentrisch-konzentrischen Krafttrainings - Transfer unterschiedlicher Kraftparameter und neuronaler Parameter nach sechs Wochen isoinertialen Trainings
(2012)
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Björn Zimmermann
- Der zweckmäßige Einsatz der Skelettmuskulatur stellt in alltäglichen Bewegungen und im
Sport ein zentrales Thema dar. Zur Ausführung unterschiedlicher Bewegungsziele verfügt die
Muskulatur über verschiedene Arbeitsweisen, welche wiederum durch einzigartige neuronale
Aktivierungsmuster realisiert werden. Bei der negativen Arbeitsweise, der Exzentrik, ist die
innere Kraft der Muskulatur kleiner als die äußere Kraft des Widerstandes, wodurch die
aktivierte Muskulatur in die Länge gezogen wird. Da hierbei durch das neuromuskuläre System
die höchsten Kraftwerte erzielt werden, wird die Muskulatur unter exzentrischen Bedingungen
einer sehr hohen Spannung ausgesetzt. Dies stellt eine wesentliche Voraussetzung für die
Kraftsteigerung und Muskelhypertrophie dar. Deshalb befürworten Trainer und Autoren
vielfach den Einsatz maximaler und supramaximaler exzentrischer Trainingsmethoden, um das
Kraftvermögen in verschiedenen leistungssportlichen Disziplinen zu steigern. Ebenso wird
diese Form des Trainings in präventiven und rehabilitativen Bereichen eingesetzt, um vor
allem das Muskel-Sehnen-System zu kräftigen.
Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die Kontraktionsbedingungen und Effektivität des
exzentrischen und konventionellen Krafttrainings zu vergleichen. Gleichermaßen war der
Leistungstransfer auf eine funktionale mehrgelenkige Übung von besonderem Interesse. An der
dazu durchgeführten Untersuchung nahmen 56 Probanden teil, wovon fünf aufgrund
unerwarteter zeitlicher sowie verletzungsbedingter Ausfälle nicht das Ende der Untersuchung
erreichten. In die Auswertung gelangten demnach 51 Probanden, davon 19 der exzentrischen
Trainingsgruppe (ETG), 17 der konventionellen Trainingsgruppe (KTG) und 15 der
Kontrollgruppe (KON). Letztere absolviert lediglich die Ein- und Ausgangstests. Vor, während
und nach einem sechswöchigen Trainingszyklus am Beinstrecker wurden die exzentrische und
konzentrische Maximalkraft sowie das Dreier-Wiederholungsmaximum an der Beinpresse
ermittelt. Zur weiteren Analyse wurden bei diesen Tests die mittlere myoelektrische Aktivität
(ARV) und Medianfrequenz (MDF) aus dem Oberflächen-EMG des m. vastus lateralis, m.
vastus medialis und des m. rectus femoris aufgezeichnet. Von einer Teilgruppe aller
Trainingsgruppen wurden zudem Veränderungen der Sprunghöhen aus Countermovement
Jump (CMJ) und Squat Jump (SJ) ermittelt.
Beide Interventionsgruppen trainierten zweimal wöchentlich mit 5 Sätzen zu je 8
Wiederholungen am Beinstrecker. Der ETG wurde das Gewicht manuell angereicht, welches
nach erfolgter Übergabe langsam und kontrolliert (maximal 25 °/Sekunde) von der gestreckten
Zusammenfassung 208
in die gebeugte Position geführt werden sollte. Die KTG führte das Gewicht ohne weitere
Beschränkungen von der gebeugten in eine vordefinierte gestreckte Position und wieder
zurück. Zur statistischen Auswertung wurden die Daten der Kontraktionsbedingungen des
Eingangstests mittels t-Test für abhängige Stichproben analysiert. Zum Vergleich der
Trainingsanpassungen wurde eine zweifaktorielle Varianzanalyse mit Messwiederholung und
bei signifikantem F-Wert der post-hoc Test nach Scheffé durchgeführt. Dabei wurden die
Steigerungsraten der Trainingsgruppen an den Veränderungen der KON relativiert. Das
Signifikanzniveau wurde auf p ≤ 0,05 gesetzt.
Vor der Trainingsintervention lag die exzentrische Maximalkraft aller Probanden durchschnittlich
35,63 % über der konzentrischen und wurde begleitet von einer geringeren ARV
und MDF. Durch beide Trainingsformen wurde die exzentrische Maximalkraft erhöht, jedoch
fiel der Anstieg der ETG (35,41 %) signifikant größer aus als jener der KTG (24,48 %). Im
Gegensatz dazu konnte die konzentrische Maximalkraft jedoch nur von der KTG signifikant
gesteigert werden (19,92 %). Zum Vergleich ETG: 8,10 %. Das Dreier-Wiederholungsmaximum
an der Beinpresse wurde in beiden Gruppen im ähnlichen Ausmaß signifikant erhöht
(ETG 19,92 % vs. KTG 16,08 %). Die Analyse der Sprungkraftsteigerungen im CMJ (KTG
4,54 % vs. ETG 3,21 %) sowie im SJ (KTG 5,14 % vs. ETG 2,70 %) hingegen erbrachte keine
signifikanten Steigerungen oder Unterschiede zwischen den Gruppen.
Die festgestellten Entwicklungen der Kraftwerte lassen sich auf Grund der relativ kurzen
Interventionsdauer überwiegend auf Anpassungen der intramuskulären Koordination
zurückführen, welche durch einen Anstieg der ARV kenntlich wird. Dieser ARV-Anstieg fiel
besonders bei der exzentrischen Maximalkraft auf, was auf einen trainingsbedingten Rückgang
der Inhibition schließen lässt. Einen signifikanten Rückgang der MDF in allen Tests erzielte
lediglich die ETG, dies jedoch nur für den m. rectus femoris. Signifikante Veränderungen der
KTG oder Unterschiede zwischen den Trainingsgruppen blieben hier aus.
So führten beide Trainingsprogramme zu spezifischen Anpassungen der Kraft und
myoelektrischen Aktivitätsmuster. Bezüglich der kumulierten Kraftsteigerung, des
Leistungstransfers und der Veränderung der myoelektrischen Aktivität konnte jedoch keine
Überlegenheit der exzentrischen Trainingsform herausgestellt werden. Aus ökonomischer Sicht
bietet die exzentrische Methode allein keine genügende Vorbereitung auf primär konzentrische
Bewegungsaufgaben. Die Ergebnisse legen jedoch nahe, dass das exzentrische Training zu
äußerst spezifischen Anpassungen führt, welche bei der Trainingsplanung zielgerichtet
Berücksichtigung finden sollten.
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Effektivität von Koffein- und B-Vitamin-Supplementierung auf die aerobe und anaerobe Leistungsfähigkeit
(2012)
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Thi Nam Huong Tran
- Die Zahl der Supplementierungen von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten im sportlichen Bereich erfährt eine steigende Tendenz mit der Erwartungshaltung mit höheren Dosierungen sportrelevante Parameter wie Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit, Regenera-tionsverhalten sowie Immunfunktion positiv zu beeinflussen. Die Supplementation von ergogenen Substanzen ist bei Sportlern bereits Bestandteil der regulären Trainings- oder auch Wettkampfroutine. Die Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln kann als Teil einer individuellen Strategie zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit angesehen werden.
Mit dem Ziel einer systematischen Bewertung der Evidenz zur Wirksamkeit immediater und chronischer Koffein- (Teilstudie 1) und B-Vitamin-Supplementierungen (Teilstudie 2) auf die aerobe und anaerobe Leistungsfähigkeit bei Freizeitsportlern sollte der Nut-zen und anhand der Studie der Wirksamkeit und Anwendbarkeit eines handelsüblichen Nahrungsergänzungsmittels überprüft werden.
Koffein ist die am häufigsten konsumierte legale ergogene Substanz bei Freizeit- und Wettkampfsportlern, die aufgrund der stimulierenden Wirkung und zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit supplementiert wird. Die Wirksamkeit von Koffein auf die aerobe und anaerobe Leistungsfähigkeit war bereits Gegenstand zahlreicher Ori-ginalarbeiten und Reviews. Obschon für einige Testverfahren und Zielgruppen eine leistungssteigernde Wirkung nachgewiesen wurde, ist die Befundlage in anderen Berei-chen inkonsistent.
Ziel der vorliegenden kritischen Übersicht (Teilstudie 1) ist es daher, die immediaten Effekte von Koffein-Supplementierungen auf die aerobe als auch auf die anaerobe Leis-tungsfähigkeit anhand methodisch hochwertiger Studien zusammenzufassen.
Die kritische Analyse über die Wirksamkeit einer Koffein-Supplementierung zeigt, dass durch Koffeinaufnahmen von 2,1-5,3 mg/kg Körpergewicht die aerobe Ausdauerleis-tungsfähigkeit gesteigert werden kann. Für die anaerobe Leistungsfähigkeit, beispiels-weise kurze hochintensive Sprints, konnte keine Wirksamkeit einer Supplementierung nachgewiesen werden. Die Wirksamkeit chronischer Koffeinaufnahmen sei jedoch auf-grund fehlender Studien zu untersuchen. Die Wirkung auf die aerobe Leistungsfähigkeit kann insbesondere bei einer Koffeinaufnahme innerhalb eines Zeitraums von 45 bis 60 Minuten vor bzw. während der Belastung beobachtet werden. Die Effekte einer Koffe-in-Supplementierung auf die Leistung bei kurzzeitigen hochintensiven Belastungen konnten bis dato nicht geklärt. Eine abschließende Bewertung und Empfehlung chroni-scher Koffein-Supplementierungen ist aufgrund lediglich einer vorliegenden Studie nicht möglich.
Die B-Vitamine spielen eine notwendige Rolle im Energiestoffwechsel und sind Be-standteil zahlreicher enzymatischer Stoffwechselprozesse. Wenige Studien untersuchten die Wirksamkeit von B-Vitamin-Supplementierungen auf die körperliche Leistungsfä-higkeit. Zum aktuellen Zeitpunkt lag kein Review vor, das eine eindeutige Interpretation zur Effektivität einer B-Vitamin-Supplementierung auf die aerobe und anaerobe Leis-tungsfähigkeit zulässt.
Vor diesem Hintergrund ist das Ziel des zweiten Reviews die Zusammenfassung der Primärliteratur zur Bewertung der Effektivität immediater und chronischer B-Vitamin-Supplementierungen auf die aerobe und anaerobe Leistungsfähigkeit.
Anhand der zweiten Übersichtsarbeit (Teilstudie 2) kann festgehalten werden, dass kei-ne Steigerung der aeroben Leistungsfähigkeit nach einer chronischen B-Vitamin-Supplementierung zu erwarten ist. Hinsichtlich der Wirksamkeit von B-Vitamin Supp-lementierung auf die anaerobe Leistungsfähigkeit liegen keine qualitativ hochwertigen Studien vor.
Vor diesem Hintergrund wurden in der vorliegenden Interventionsstudie (Teilstudie 3) die Wirksamkeiten einer kombinierten Aufnahme von Koffein- und B-Vitaminen eines Nahrungsergänzungsmittels auf die Zielparameter der aeroben und anaeroben Kapazität untersucht.
Das Studienkollektiv setzte sich aus 60 Sportlerinnen und Sportlern im Durchschnittsal-ter von 25,8 ± 3,5 Jahren zusammen. Die Studiendauer bestand aus je einer 4-wöchigen Supplementierungsphase Verum oder Placeob sowie einer 4-wöchigen Wash-Out-Phase. Das zu überprüfende Nahrungsergänzungsmittelpräparat enthielt eine tägliche Koffeinmenge von 90mg Koffein und 2,1 mg Thiamin. Die Kontrollgruppe erhielt ein gleichschmeckendes Placebopräparat ohne Koffein und Thiamin.
Die Datenerhebung erfolgte für alle Studienteilnehmer auf dem Fahrradergometer. Die Testbatterie des ersten Untersuchungstages bestand aus der Erfassung der aeroben Ka-pazität mittels stufenförmigen Spiroergometertests sowie der Erfassung der anaeroben Kapazität anhand eines Wingate-Anaerobic-Tests. Die Dauerleistungsfähigkeit anhand einer Radrennsimulation war Bestandteil des zweiten Untersuchungstages.
Die Auswertung des Primärzielparameteres der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max) sowie des Sekundärzielparameters der maximalen Leistung (Wmax) zeigte, dass die Studienteilnehmer nach einer chronischen Koffein- und B-Vitamin-Supplementierung keine Verbesserungen der aeroben Leistungsfähigkeit erfuhren.
Anhand der Ergebnisse zur Erfassung der anaeroben Kapazität mittels des Primärzielpa-rameters Peak Power und des Sekundärzielparameters Mean Power konnten keine Wirksamkeit einer Supplementierung auf die anaerobe Leistungsfähigkeit gezeigt wer-den.
Für die Dauerleistungfähigkeit im Constant-Duration-Test konnte keine Verbesserung der mittleren Wattleistung erzielt werden.
Zukünftige Untersuchungen über die Wirksamkeit eines Nahrungsergänzungsmittels mit höheren Dosen an Koffein und B-Vitaminen anhand der evidenzbasierten Empfeh-lungen (vgl. Teilstudie 1 und 2) sowie die Erfassung des Ernährungsstatus des Sportlers scheinen von großem Interesse. In der Praxis sollte darauf geachtet werden, dass durch Assessments des Ernährungszustandes bei Freizeitsportlern rechtzeitig auf Mangeler-nährung und eine mögliche Supplementierung hingewiesen werden kann. Hierbei sollte auf eine dem Geschlecht, dem Alter, der Sportart angemessene Ernährung geachtet werden.
Weiterhin sollten Studien über aufgrund der geschlechterspezifischen Unterschiede auf-genommene Inhaltsstoffe und deren Konzentrationen durchgeführt werden.
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Ordnung des Fachbereichs Psychologie und Sportwissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität für den Bachelorstudiengang Sportwissenschaft mit dem Abschluss Bachelor of Arts in der Fassung vom 04. Juni 2008 (UniReport vom 29. Sep-tember 2008) sowie Ordnung über den Nachweis der sportlichen Leistungsfähigkeit für das Studium im Fach Sport an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main – Sporteignungsprüfung – vom 31. März 2004 (StAnz. 28/2004, S. 2256 ff.), zuletzt geändert am 08. Februar 2006 (UniReport aktuell vom 13. September 2006)
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Fachspezifischer Anhang zur SPoL, Teil III vom 31. März 2008 : Studienfach Sport im Studiengang Lehramt an Grundschulen (L1) vom 12. Februar 2010 ; genehmigt durch das Präsidium der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M. am 30.03.2010
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Fachspezifischer Anhang zur SPoL, Teil III vom 31. März 2008 : Studienfach Sport im Studiengang Lehramt an Haupt- und Realschulen (L2) 12. Februar 2010 ; genehmigt durch das Präsidium der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M. am 30.03.2010
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Fachspezifischer Anhang zur SPoL, Teil III vom 31. März 2008 : Studienfach Sport im Studiengang Lehramt an Gymnasien (L3) vom 12.Februar 2010 ; genehmigt durch das Präsidium der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M. am 30.03.2010
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Fachspezifischer Anhang zur SPoL, Teil III vom 31. März 2008 : Studienfach Sport im Studiengang Lehramt an Förderschulen (L5) vom 12. Februar 2010 ; genehmigt durch das Präsidium der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M. am 30.03.2010
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Promotionsordnung der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fachbereiche der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main vom 26. Mai 1993 (ABL.1/94, S. 21) zuletzt geändert am 05.09.2007 (Uni-Report 13.11.2008) : genehmigt durch Beschluss des Präsidiums der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main am 27. Januar 2009 ; hier: Änderung
(2009)