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Liebesdichtung und Dichterliebe : Ulrich von Liechtenstein und Johannes Hadloub
(1998)
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Volker Mertens
- [Ulrich von Liechtensteins] Methode der Einbettung der Lieder in eine 'Autobiografie' zielt auf die Memoria seiner Person und isoliert sein Werk damit zwar nicht völlig vom Strom der Überlieferung, gibt ihm aber eine eigene Existenzform abseits der großen Liedersammlungen. [Johannes] Hadloub will im Rahmen der Züricher Konservierungsbestrebungen Lieder schaffen, die sich einerseits der Tradition höfischen Sanges vom Beginn an einfügen, andererseits aber der neuen Mediensituation gerecht werden. Bei Ulrich hat diese grundsätzlich noch keinen Einfluß auf die Lieder selbst, sondern nur auf die Art ihrer 'Bewahrung'. Bei Hadloub aber verändern sich die Lieder am deutlichsten in der Entwicklung zum neuen Genre der 'Romanzen' (...) bis hin zu Gottfried Keller und uns Wissenschaftlern eines Zeitalters, in dem ein neuer Medienwechsel erfolgt, der die Sinnlichkeit, die die gesungene Liebesdichtung auch als zu lesende Dichterliebe durch die individuelle Handschrift auf dem Pergament, und selbst in der Typografie des gedruckten Buches noch hatte, endgültig in die Imagination verlagern wird.
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Wiederfund der Steinbeere (Rubus saxatilis L.) in Südwestniedersachsen
(1998)
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Günter Müller
Werner Müller
- Die Bestandsentwicklung der Steinbeere (Rubus saxatilis L.) im Weser-Ems-Gebiet
wird beschrieben, ihr Wiederfund im Gehn sowie im Hüggel bei Osnabrück kurz dargestellt und
ihre Gesellschaft diskutiert.
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Morphometrische Untersuchungen an einer Kontaktzone zwischen Carabus (Megodontus) violaceus
und purpurascens (Coleoptera, Carabidae) in Südwest-Niedersachsen
(1998)
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Thorsten Aßmann
Cornelia Schnauder
- Unter 9 Exoskelett-Merkmalen zeigen das Ende des Aedeagus und die Skulptur
der Elytren eine starke Differenzierung zwischen Populationen beider Formen, die aus weit von
einer Kontaktzone entfernten Regionen stammen (untersuchte Populationen: purpuraseens aus
den Pyrenäen und der Normandie, violaceus aus Nord- und Nordost-Deutschland, Polen und
Rumänien). In Südwest-Niedersaehsen wurden Populationen beider Formen als auch Populationen
festgestellt, die sich durch intermediäre Werte des Aedeagus und der Elytrenskulptur auszeichnen.
Das Auftreten solcher Populationen zeigt eine Hybridzone in dem Untersuchungsgebiet
an. Für eine weitergehende Beschreibung der Hybridzone (z. B. ihre geographische Ausdehnung)
in Südwest-Niedersachsen und anderer Kontaktzonen müssen die beiden trennenden Merkmale
in weiteren Populationen analysiert werden. Nichtsdestoweniger zeigen die isolierten und teilweise
von purpuraseens umgebenen vio/aceus-Populationen (Eifel, Schwarzwald), daß beide Taxa
eine Mosaik-Hybridzone in Mitteleuropa ausbilden. Die postglaziale Populationsgeschichte beider
Formen und ihrer Hybridzone wird diskutiert.
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Die Rotatorienfauna des Dümmers unter besonderer Berücksichtigung der sessilen Arten, Teil I
(1998)
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Christine Leutbecher
Walter Koste
- In dem Zeitraum von Dezember 1994 bis Oktober 1995 wurde die Rotatorienfauna
des Dümmers, einem nordwestdeutschen Flachsee, untersucht. Im Abstand von ungefähr vier
Wochen sind an 15 Untersuchungstagen insgesamt 95 Litoral- und Pelagialprobestellen aufgesucht
und der Rotatorienbestand qualitativ und quantitativerfaßt worden ..Es konnten insgesamt
130 Arten aus 16 Familien festgestellt werden. Besondere Beachtung galt dabei den sessilen Arten,
von denen in früheren Untersuchungen nur wenige genannt waren. Einige von ihnen und andere
Monogononta werden im Hinblick auf ihre Taxonomie, Ökologie und Biogeographie näher
charakterisiert. Veränderungen der Rotatorienzönosen des Dümmers in den vergangenen Jahren
werden dargestellt, wobei sich dieser Vergleich vor allem auf die umfangreiche faunistische Untersuchung
von Koste und Poltz (1984) stützt.
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Untersuchungen zur Nitratverlagerung und Vegetationsentwicklung bei unterschiedlicher Böschungspflege an Gewässern 2. und 3. Ordnung
(1998)
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Herbert Pralle
Reinhard Loxtermann
- An 3 ausgebauten Gewässern 2. und 3. Ordnung im Landkreis Osnabrück wurde
von Herbst 1992 bis Frühjahr 1996 die Wirkung verschiedener Böschungspflegeverfahren auf den
Nitratgehalt im Boden und die Vegetationsentwicklung überprüft. Hinsichtlich der überprüften
Parameter konnten geringe Unterschiede zwischen den Varianten festgestellt werden.
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Dr. Walter Koste 85 Jahre alt
(1998)
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Dirk-Heinrich Stechmann
- Auf eine biografische Darstellung von Leben und Werk des Jubilars folgt eine Liste seiner seit 1987 erschienenen hydrobiologischen Publikationen mit 62 Titeln.
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Stauchungsstrukturen in der saalezeitlichen Grundmoräne vor Oppenwehe bei Rahden (Nördliches Wiehengebirgsvorland, NW-Deutschland)
(1998)
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Klaus Skupin
Eckhard Speetzen
- In Oppenwehe, ca. 2 km östlich der Stemweder Berge, befindet sich zwischen
dem Oppenweher Moor im Norden und dem Großen Dieckfluß im Süden eine ca. 3 km lange
und 1 km breite Erhebung. Sie überragt das umgebende Flachland um ca. 5-6 m und bildet
vermutlich das nordwestliche Ende einer bei Hille westlich von Minden verlaufenden saalezeitlichen
Stauchungsstruktur, die sich anscheinend in einer Reihe von Rücken bis nach Oppenwehe
fortsetzt. In der seit Herbst 1995 am Ostrand von Oppenwehe bestehenden Abgrabung der
Fa. Lindemann, Lemförde, konnten detaillierte Beobachtungen zum inneren Aufbau und damit
zum Entstehungsablauf dieser Struktur gewonnen werden. Es liegt hier eine glaziäre Abfolge
("Serie") von Vorschüttsanden, Grundmoräne und Nachschüttbildungen vor, die verfaltet und verschuppt
ist. Daraus läßt sich eine zweimalige Überfahrung dieses Raumes durch das saalezeitliche
Inlandeis ableiten. Eine wenige Meter südlich der Sandgrube abgeteufte Rammkernbohrung
erbrachte darüber hinaus Aufschluß über den tieferen Teil der Schichtenfolge des Quartärs. Sie
umfaßt holsteinzeitliche Ablagerungen und endet mit einer elsterzeitlichen Grundmoräne, die unmittelbar
auf Tonsteinen der Unterkreide liegt.
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Zur Kenntnis der Rotatorienfauna (Rotifera) der Insel Hainan, China. Teil II.
(1998)
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Walter Koste
Yan Zhuge
- Im Dezember 1995 wurden aus verschiedenen Gewässertypen der Insel Hainan,
China, Proben genommen, um sie auf das Vorkommen von Rotatorien (Rädertiere) zu untersuchen.
Es konnten 195 Spezies nachgewiesen werden, davon 187 monogononte und 8 digononte
(bdelloide) Arten. Daneben wurden Formen aus 5 Gattungen und Bdelloidae beobachtet, deren
Identifikation aufgrund von Konservierungsartefakten nicht möglich war. Von den nachgewiesenen
Arten ist Cephalodella qionghaiensis neu für die Wissenschaft, daneben werden von Keratella
micracantha eine neue Form und von Notholca acuminata eine neue Varietät beschrieben.
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Komet Hale-Bopp auf dem Oldendorfer Berg
(1998)
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Erwin Heiser
- In der Zeit vom 5.9.96 bis 2.5.97 wurden die Veränderungen in der inneren Koma
von Hale-Bopp in einem Gesichtsfeld von 3x4 Bogenminuten mit dem 60 cm Cassegrain der
Sternwarte des Naturwissenschaftlichen VereinsOsnabrück und einer ST-6von SBIG ohne Filter
beobachtet.
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Beiträge zur Kenntnis von Halolaelaps (Halolaelaps s. str.), (Acari: Gamasida: Halolaelapidae)
(1998)
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Czeslaw Blaszak
Rainer Ehrnsberger
- Es werden Milben der Gattung Halolaelpas Berlese & Trouessart, 1889 beschrieben
und der Untergattung Halolaelaps (Halolaelaps s. str.) zugeordnet. Folgende Arten werden neu beschrieben:
Halolaelaps (Halolaelaps) decemsetosus sp. nov., Halolaelaps (Halolaelaps) weberi sp.
nov., Halolaelaps (Halolaelaps) hyatti sp. nov. und Halolaelaps (Halolaelaps) ishikawae sp. nov. Für
die Weibchen der Halolaelaps (Halolaelaps)-Arten wird ein Bestimmungsschlüssel aufgestellt.