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Über Rädertiere (Rotifera) aus Gewässern des südlichen Pantanal (Brasilien)
(1999)
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Walter Koste
- In den Jahren 1996 bis 1998 wurden aus dem Rio Paraguay und einigen kleinen
Stiligewässern (Baias) in der Nähe der Stadt Corurnba Proben gezogen, um sie auf das Vorkommen
von Rotatorien zu untersuchen. In diesen Proben konnten insgesamt 216 Spezies nachgewiesen
werden, davon 202 monogononte und 14 digononte (bdelioide) Arten. Bei einzelnen Individuen
z. B. der Gattung Cephalodella (Monogononta) bzw. der Familie Bdelioidea traten Konservierungsartefakte
auf, die sich nicht eindeutig einer Art zuzuordnen ließen. 78 monogononte
und 12 digononte Spezies sind für das Gebiet erstmalig genannt. Mit Hilfe von Abbildungen
werden einige bemerkenswerte Arten hinsichtlich ihrer Taxonomie, Ökologie und Verbreitung besprochen.
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Fingerprinting an natürlichen und angepflanzten Schilf-Beständen (Phragmites australis) Nordwestdeutschlands
(1999)
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Barbara Neuffer
Doriana Lehmann
Michael Spitzer
- In Folge der Erweiterung des Bremer Flughafens mußte der Flußlauf der Ochtum (Alte
Ochtum) verlegt werden (Neue Ochtum). Im Mittelpunkt des Projektes stehen natürliche und artifizielle
Schilfbestände der Alten und Neuen Ochtum westlich von Bremen. Mit Hilfe der RAPD-Fingerprinting
Methode wurden 13 Phragmites australis Bestände Nordwestdeutschlands untersucht.
Die angepflanzten jungen Bestände der Neuen Ochtum unterscheiden sich nicht wesentlich
von den spontan angesiedelten Populationen. Die neuen Bestände (Neue Ochtum) sind genetisch
variabler als die älteren natürlichen Bestände (Alte Ochtum, sowie zum Vergleich Dümmer, Rubbenbruchsee).
Einzelne Stichproben aus den angepflanzten Beständen können eindeutig Ancestorpopulationen
(Alte Ochtum) zugeordnet werden. In manchen Beständen der Neuen Ochtum
kann ein bedeutender Prozentsatz (bis zu 13%) an Merkmalen identifiziert werden, die in den Beständen
der Alten Ochtum nicht vertreten sind. Es muß zu einem Neueintrag von außerhalb gekommen
sein, der durch Anschwemmung von Saatgut erfolgt sein könnte. Möglicherweise erfolgte
die artifizielle Bepflanzung mit Material, das nicht, wie angegeben, aus autochthonen Beständen
der Alten Ochtum stammte. Innerhalb der Populationen sind Stichproben terrestrischer
Bereiche von denen überfluteter Bereiche zu unterscheiden. Die Dümmerpopulationen sowie die
Rubbenbruchpopulation sind deutlich verschieden von den Ochtum Populationen. Die Bestände
der Neuen Ochtum und der Alten Ochtum bilden keine getrennten Cluster.
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Zur Cladocerenfauna des Feldungelsees (1995-98) im Vergleich mit früheren Untersuchungen und zur Ostracodenfauna (1995-98)
(1999)
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Werner Hollwedel
Burkhard Scharf
- Von 1995 bis 1998 wurde die Cladoceren- und Ostracodenfauna des eutrophen
Feldungelsees nördlich Osnabrück untersucht. Die Anzahl der Cladocerenarten ist gegenüber
einer früheren Untersuchung auf 39 gestiegen. Ceriodaphnia laticaudata, Megafenestra aurita und
Simocephalus exspinosus v. congener traten erstmalig im See auf. Die zwei Daphnia-Arten aus
Nordamerika, D. ambigua und D. parvula, bewohnen weiterhin den See. 1995 wurden die jahreszeitliche
Verbreitung und die Sexual perioden untersucht. Bei den meisten Cladocerenarten wurde
Monozyklie beobachtet, 3 Arten traten dizyklisch auf.
17 Muschelkrebsarten wurden nachgewiesen, die für diese Gegend und diesen Lebensraum
charakteristisch sind.
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Die Rotatorienfauna des Dümmers Teil II: Betrachtung der Planktonzönosen
(1999)
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Christine Leutbecher
- Zwischen Dezember 1994 und Oktober 1995 wurde die Rotatorienfauna des Dümmers,
einem nordwestdeutschen Flachsee, untersucht. Die Analyse der quantitativerfaßten
Planktonzönosen ergab eine hohe Artenidentität zwischen den sieben untersuchten Probestellen.
Unterschiede zwischen den Uferprobestellen und den Probestellen des freies Wassers waren bezüglich
der Abundanzdynamik und Dominanzstruktur festzustellen. Ein Vergleich mit früheren Untersuchungen
belegt einen Artenturnover innerhalb der Planktonzönosen.
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Erstnachweis von Ameroseius plumea (Oudemans, 1930) in Deutschland mit Beschreibung der Jugendstadien (Acari: Gamasina: Ameroseiidae)
(1999)
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Rainer Ehrnsberger
Czeslaw Blaszak
- Die Raubmilbe Ameroseius plumea (Oudemans, 1930) wird für Deutschland erstmalig
nachgewiesen und die Adulti sowie die Jugendstadien (Deutonymphe, Protonymphe und
Larve) beschrieben.
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Raubmilben und Prostigmata-Milben in der Bodenstreu bei der Hähnchenmast in zwei unterschiedlichen Stallsystemen (konventionell und Trampoline-System) in Niedersachsen (Acari: Gamasina, Prostigmata)
(1999)
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Rainer Ehrnsberger
Czeslaw Blaszak
- Es werden die Gamasina-Milben (deutsch Raubmilben) in jeweils zwei StalIsystemen
(konventionell und Trampoline-System) in Halle bei Petershagen (Landkreis Minden) und
Werlte (Landkreis Emsland) untersucht, beide in Niedersachsen, Deutschland. Im Trampoline-
StalIsystem (Firma Hendrix/Niederlande) wird das Bodensubstrat während der Mastperiode getrocknet.
In den vier Ställen wird gehäckseltes Stroh (1kq/rn") als Einstreu benutzt. Durch die Substrattrocknung
reduziert sich der Bestand der Astigmata-Milbe Sancassania berlesei auf 0,01 bis
0,1 % im Vergleich mit dem konventionellen Stall. Im konventionellen Stall in Halle kamen Androlaelaps
cssslis, Dendrolaelaps longiusculus, Procto/aelaps pygmeus, Hypoaspis aculeifer sowie
Macrocheies sp. vor. Die durchschnittliche Dichte der untersuchten Proben lag bei ca. 140 Raubmilben/
100 g. In der parallel/gleichzeitig durchgeführten Mast in dem Stall mit Substratrocknung
kamen nur ca. 10 Raubmilben/100g vor. Zusätzlich wurden große Populationen der Prostigmata-
Milbe Tarsonemus rakowiensis angetroffen, die sich von Schimmelpilzen ernährt.
In den Ställen in Werlte traten zusätzlich Blattisocius keegani, Paragarmania dendritica und
Ameroseius plumea auf. Im konventionellen Stall hat Ameroseius plumea einen Anteil von 23 % an
der Raubmilben-Fauna. Sie ernährt sich nicht räuberisch, sondern frißt Schimmelpilze und deren
Sporen. Im Trampoline-Stallsystem erreicht sie maximal Abundanzen von 2.900 und 4.085 Milben/
100g. Sie stellt damit hier einen Anteil von 72 % an der Acarofauna.
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Das Makrozoobenthos der Wierau (Wiehengebirge, Niedersachsen): eine faunistisch-ökologische Bestandsaufnahme
(1999)
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Andrea Roßbach
Peter Rasch
- Die Wierau, ein 14 km langer Zufluß der Hase im südlichen Niedersachsen, wurde
faunistisch untersucht. 127 Arten aus 9 übergeordneten Taxa konnten bestimmt werden, darunter
32 Arten, die in der Roten Liste Niedersachsens geführt werden. Eine hohe Oiversität zeigt nur eine
kurze Fließstrecke mit natürlichen Gewässerstrukturen. Die Gesamtartenzahlen entsprechen denen
der anderen Fließgewässer der Region. Faunistisch bemerkenswerte Arten werden hinsichtlich
ihrer Habitatbindung und Verbreitung besprochen.
Die Art Rhithrogena semicolorata muß zumindest für das Osnabrücker Hügelland in die Gefährdungskategorie
1 gestellt werden.
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Wiederfund der Steinbeere (Rubus saxatilis L.) in Südwestniedersachsen
(1998)
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Günter Müller
Werner Müller
- Die Bestandsentwicklung der Steinbeere (Rubus saxatilis L.) im Weser-Ems-Gebiet
wird beschrieben, ihr Wiederfund im Gehn sowie im Hüggel bei Osnabrück kurz dargestellt und
ihre Gesellschaft diskutiert.
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Ein Aufschluß mit Osningsandstein, Bückeberg-Folge ("Wealden") und Serpulit am Butterberg bei Hagen a.T.W. (Landkreis Osnabrück, West-Niedersachsen)
(1993)
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Franz Jürgen Harms
- Von der Gemeinde Hagen a.T.W. wurde am Butterberg ein ehemaliger Steinbruch im Osning-Sandstein durch die Anlage eines Schurfgrabens so erweitert, daß jetzt die Basis des Osning-Sandsteins und etwa 20, m der Schichtenfolge aus seinem Liegenden freigelegt sind.
Die Basis des Osning-Sandsteins besteht aus einem dünnen Geröllhorizont, dem Osning-Konglomerat. Das Konglomerat wurde transgressiv auf Schichten der Bückeberg-Folge 1 (tiefster "Wealden") geschüttet. Unter den Gesteinen der Bückeberg-Folge, die mit einer Restmächtigkeit von nur noch etwa 5 m erhalten sind, treten in dem Schurfgraben noch ca. 15 m Ablagerungen des Serpulits auf.
Dieser neu geschaffene Aufschluß wird langfristig - als Naturdenkmal geschützt - erhalten
bleiben.
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Rubus tauni spec. nov. - der Taunus-Brombeerstrauch - eine weitere Rubus-Art der Serie Vestiti (Focke) Focke
(1997)
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Wieland Schnedler
Harald Großheim
- Es wird eine Brombeerart (Gattung Rubus, Rosaceae) der Subsektion Hiemales E. H. Krause, Serie Vestiti (Focke) Focke neu beschrieben und abgebildet. Die Art kommt in Deutschland in Hessen (Taunus) und Rheinland-Pfalz (E-Hunsrück) vor. Weitere Aussagen werden zur Ökologie und Abgrenzung zu ähnlichen Arten gegeben.