Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 28 (2002)
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Beiträge zur Kenntnis von Saprolaelaps Leitner, 1946 in Europa (Acari: Gamasida: Halolaelapidae)
(2002)
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Czeslaw Blaszak
Rainer Ehrnsberger
- Es werden 16 Arten der Gattung Saprolaelaps Leitner, 1949 überarbeitet und beschrieben. Drei Arten werden neu beschrieben: Saprolaelaps goetzi sp. nov., Saprolaelaps hirschmanni sp. nov. und Saprolaelaps hyatti sp. nov. Folgende Milben werden erstmals für Deutschland nachgewiesen: Saprolaelaps areolatus und S. bachusi. Die Existenz und die Stellung der Gattung Saprolaelaps war bisher unsicher, sie wird zum Beispiel in der Tierwelt Deutschlands von Karg (1993) nicht erwähnt. Für die Weibchen der Gattung Saprolaelaps wird ein Bestimmungsschlüssel aufgestellt.
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Gastropoden aus paläozoischen Geschieben des Kies-Sand-Rückens in der Laerheide (Landkreis Osnabrück)
(2002)
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Michael R. W. Amler
Doris Heidelberger
Heinrich Schöning
- Aus altpaläozoischen karbonatischen Gesteinen, die als nordische Geschiebe in den Kame-Ablagerungen der Laerheide am Nordrand der Westfälischen Bucht vorkommen, werden ordovizische und silurische Gastropoden beschrieben. Altpaläozoische Gastropoden sind zwar aus verschiedenen südskandinavischen Kalkstein-Geschieben seit langem bekannt, jedoch sind Bestimmungen und Eingruppierungen innerhalb der modernen Gastropoden-Systematik bislang noch nicht erfolgt, so dass auf diesem Gebiet noch erheblicher Nachholbedarf besteht, wozu hiermit ein erster Beitrag geleistet wird.
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Insekten-Funde aus dem Westfalium D (Ober-Karbon) des Piesberges bei Osnabrück (Deutschland). Teil 1: Palaeoptera
(2002)
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Carsten Brauckmann
Karl Josef Herd
- In diesem ersten Teil einer Monographie der Insekten (ausschließlich der Blattodea) aus Schichten des Westfalium D vom Piesberg bei Osnabrück (Niedersachsen, Deutschland) werden die Angehörigen der Palaeoptera beschrieben. Sie verteilen sich auf die Palaeodictyoptera (Homoioptera kortumi n. sp., Breyeria brevis n. sp.,B. bistrata Brauckmann, 1995, B. solida Brauckmann & Herd, 2000, Hasala inferiorsaxonica Brauckmann, 1995), Megasecoptera (Aspidothorax tristrata n. sp., A. aestatis Brauckmann, 1991, Pyebrodia martinsnetoi n. gen. n. sp.), Diaphanopterodea (Piesbergala leipnerae n. gen. n. sp.) und Odonatoptera (Erasipterella piesbergensis Brauckmann, 1983).
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Massenauftreten und Wanderung des Diplopoden Ommatoiulus sabulosus in Westniedersachsen
(2002)
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Rainer Ehrnsberger
- Es wird über die Massenentwicklung und Wanderung des Diplopoden Ommatoiulus sabulosus in Westniedersachsen berichtet. Die Doppelfüßer haben sich gerichtet fortbewegt und dabei an einen Vormittag bis zu 45 m zurückgelegt. Über einen Zeitraumvon 5 bis 6 Wochen haben sie die Terrassen und Wände von Wohnhäusern besiedelt, die entlang einer unbewirtschafteten Fläche eines Wasserschutzgebietes liegen. An einen Vormittag sind ca. 4.000 Doppelfüßer auf einer Terrasse angetroffen worden. Insgesamt konnten während dieses Zeitraumes auf dieser Terrasse über 20.000 Individuen gefangen werden.
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Rubus wittigianus spec. nov., eine sich ausbreitende Brombeerart in Westfalen und bei Osnabrück
(2002)
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Heinrich E. Weber
- Rubus wittigianus H. E.Weber spec. nov. wird als neue Art der Sektion Rubus serie Sylvatici (P. J. Müller) Focke beschrieben. Ihr bislang bekanntes Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Wellendorf (Landkreis Osnabrück) durch Westfalen bis Bad Lippspringe.Die Art ist durch Fotos (auch des Holotypus) abgebildet, und eine Liste der bisherigen Fundorte ist beigefügt.
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Sphagnum-Diversität im nordwestlichen Teutoburger Wald – ein Vergleich historischer und aktueller Torfmoos-Nachweise
(2002)
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Jürgen Lethmate
William Pollmann
- Die Sphagnum-Vorkommen im nordwestlichen Teutoburger Wald werden nach Angaben einer krenologischen Kartierung sowie nach eigenen Untersuchungen dokumentiert und mit historischen Vorkommen um 1900 sowie aktuellen Vorkommen für den gesamten Teutoburger Wald verglichen. Die Sphagnum-Diversität ist im nordwestlichen Teutoburger Wald mit 10 Arten überraschend hoch. Von den im Teutoburger Wald nachgewiesenen 10 Sphagnum-Arten finden sich bis auf zwei Torfmoose (Sph. flexuosum, Sph. quinquefarium) alle Arten auch im nordwestlichen Ausläufer des Höhenzuges. Zwei Arten (Sph. inundatum, Sph. subnitens) sind jedoch nur für den nordwestlichen Teutoburger Wald belegt. Der historische Vergleich spricht für eine bemerkenswerte Konstanz der Sphagnum-Vorkommen über die letzten 100 Jahre. Ein Verschwinden von Torfmoosen scheint zumindest im nordwestlichen Teutoburger Wald weniger dramatisch als angenommen.
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Trilobiten aus Geschieben des Kies-Sand-Rückens in der Laerheide (Landkreis Osnabrück) – I. Kambrische Trilobiten
(2002)
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Heinrich Schöning
- Vom saaleeiszeitlichen Kies-Sand-Rücken in der Laerheide (Landkreis Osnabrück, NW-Deutschland) werden 41 Trilobiten führende Geschiebe des skandinavischen Kambriums bekannt gemacht. 15 Fundstücke des Mittelkambriums, die sich 5 verschiedenen Ausgangsgesteinen zuordnen lassen (Oelandicus-Kalk, Exsulans-Kalk, Parasolenopleura aculeata-Sandstein, Paradoxissimus-Sandstein, Andrarum-Kalk), enthalten 18 Trilobitentaxa. Nahezu 2/3 der Geschiebe sind Stinkkalke der oberkambrischen Alaunschiefer-Serien Skandinaviens, aus denen insgesamt 24 Trilobitentaxa aufgeführt werden. Sie stammen aus den Trilobitenzonen I-V, wobei besonders die Peltura-Zonen (V) einen hohenAnteil anGeschieben geliefert haben.Bis auf 2 konglomeratische Fundstücke können fast alle Stinkkalk-Geschiebe auf Grund ihrer Trilobitenfauna 13 verschiedenen Subzonen des skandinavischen Oberkambriums zugewiesen werden.
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Typisierung und Verbreitung einiger Assoziationen der bodensauren Buchenwälder
(2002)
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Jens Pallas
- Die nomenklatorischen Typen einiger Assoziationsnamen von bodensauren Buchenwäldern werden publiziert. Die pflanzengeographische Stellung dieser Syntaxa wird kurz erörtert.
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Verbreitung gefährdeter Gefäßpflanzen im Bereich der Artlandbäche (Landkreis Osnabrück)
(2002)
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Volker Blüml
Sigrid Müller
Arnold Schönheim
- Die Niederungen der Artlandbäche (Landkreis Osnabrück, Niedersachsen) wurden 2001 auf die Vorkommen von Gefäßpflanzen der „Roten Liste“ untersucht. Alle Vorkommen wurden parzellenscharf erfaßt, einem Biotoptyp zugeordnet und die Artmächtigkeit halbquantitativ geschätzt. Insgesamt gelangen 575 Funde von 52 Sippen der Roten Liste einschließlich Anhang. Hiervon gelten lediglich 5 als stark gefährdet, die übrigen als gefährdet oder möglicherweise gefährdet. Sieben weitere Sippen sind im Untersuchungsgebiet seit 1982 verschollen. Die aktuellen Vorkommen konzentrieren sich auf die Oberläufe der Artlandbächemit ihren Auen und Bruchwäldern sowie Quellsümpfen. Hier wachsen zahlreiche Sippen in großen Populationen (zum Beispiel Caltha palustris, Carex echinata, Valeriana dioica, Viola palustris). Nassgrünländer sind dagegen stark zurückgegangen und überwiegend nur noch fragmentarisch ausgebildet, das Floreninventar ist hier stark verarmt. Weite Bereiche an den Unterläufen der Artlandbäche weisen aufgrund intensiver landwirtschaftlicher Nutzung nur noch wenige Vorkommen gefährdeter Gefäßpflanzen auf.
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Wetterdaten für das Jahr 2001 der Wetterstation am Museum am Schölerberg
(2002)
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Andreas Hänel
- Wie in den vorherigen Jahren (zuletzt Hänel, 2001) sind hier wieder die Daten der Wetterstation und der Photovoltaikanlage (Leihgabe der Stadtwerke Osnabrück) für das Jahr 2001 zusammengefasst, nähere Erläuterungen zu den Messmethoden sind in der genannten Literatur zu finden.