Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 28 (2002)
13 search hits
-
Trilobiten aus Geschieben des Kies-Sand-Rückens in der Laerheide (Landkreis Osnabrück) – I. Kambrische Trilobiten
(2002)
-
Heinrich Schöning
- Vom saaleeiszeitlichen Kies-Sand-Rücken in der Laerheide (Landkreis Osnabrück, NW-Deutschland) werden 41 Trilobiten führende Geschiebe des skandinavischen Kambriums bekannt gemacht. 15 Fundstücke des Mittelkambriums, die sich 5 verschiedenen Ausgangsgesteinen zuordnen lassen (Oelandicus-Kalk, Exsulans-Kalk, Parasolenopleura aculeata-Sandstein, Paradoxissimus-Sandstein, Andrarum-Kalk), enthalten 18 Trilobitentaxa. Nahezu 2/3 der Geschiebe sind Stinkkalke der oberkambrischen Alaunschiefer-Serien Skandinaviens, aus denen insgesamt 24 Trilobitentaxa aufgeführt werden. Sie stammen aus den Trilobitenzonen I-V, wobei besonders die Peltura-Zonen (V) einen hohenAnteil anGeschieben geliefert haben.Bis auf 2 konglomeratische Fundstücke können fast alle Stinkkalk-Geschiebe auf Grund ihrer Trilobitenfauna 13 verschiedenen Subzonen des skandinavischen Oberkambriums zugewiesen werden.
-
Zur Rastvogelwelt der Hase-Else-Niederung bei Melle (Landkreis Osnabrück) in den Jahren 1992/93 bis 1996/97
(2002)
-
Volker Tiemeyer
Falko Drews
- Zwischen 1992 und 1997 wurden die Rastvogelbestände der Hase-Else-Niederung bei Melle (Westniedersachsen) in monatlichen Zählungen (September bis April) erhoben. Das Untersuchungsgebiet (1.772 ha) setzt sich hauptsächlich aus Grünland (930 ha) und Ackerland (610 ha) zusammen. Während des Erfassungszeitraumes wurden 103 Arten, darunter zwei Gefangenschaftsflüchtlinge, registriert.DieGesamtindividuendichte betrug 113,6 Individuen/km²/Exkursion. Häufigste Vogelart war der Kiebitz (33,9 Individuen/km²/Exkursion). Von ausgewählten Vogelarten werden Bestandsentwicklungen und Rastphänologien aufgezeigt. Die Ergebnisse werden mit den Witterungsverhältnissen und Literaturangaben verglichen und diskutiert. Die Rastbestände von Graureiher, Höckerschwan, Stockente, Gänsesäger und Kiebitz erreichten in der Mehrzahl der untersuchten Perioden eine lokale, regionale beziehungsweise landesweite Bedeutung. Aufgrund dieser Ergebnisse wurde die Hase-Else-Niederung inzwischen als Rastgebiet von landesweiter Bedeutung anerkannt.
-
Rubus wittigianus spec. nov., eine sich ausbreitende Brombeerart in Westfalen und bei Osnabrück
(2002)
-
Heinrich E. Weber
- Rubus wittigianus H. E.Weber spec. nov. wird als neue Art der Sektion Rubus serie Sylvatici (P. J. Müller) Focke beschrieben. Ihr bislang bekanntes Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Wellendorf (Landkreis Osnabrück) durch Westfalen bis Bad Lippspringe.Die Art ist durch Fotos (auch des Holotypus) abgebildet, und eine Liste der bisherigen Fundorte ist beigefügt.