Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 23 (1997)
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Keywords
- Agroform, Alopecurus pratensis meadows, intensification, plant diversity, Molinio- Arrhenatheretea, syntaxonomy.· (1)
- Brassicaceae, Thlaspi perfoliatum, Microthlaspi, distribution, evolution (1)
- Cicendia filiformis, reintroduction of threatened plant species, permanent plot, species and habitat conservation. (1)
- Classification, Taxogenesis, Rubus subgen. Rubus, Czech Republic (1)
- Freshwater-RedAlgae, Batrachaspermum spec.,Chantransia, Hildenbrandia rivularis, Landkreis Osnabrück (1)
- Heinrich E. Weber, Rubus-Flora, Mecklenburg-Vorpommern (1)
- Liverworts, Sphagnum species, Osnabrück, Northwest Germany (1)
- Nasturtium, Rorippa, Brassicaceae, natural hybrid, distribution, seed bank, chromosome counts (1)
- Rubus (1)
- Viscum, mistle, distribution, ornithochory, establishment (1)
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Corrigiola litoralis (Caryophyllaceae) - Verbreitung, Ökologie und Vergesellschaftung im Elbe-Weser-Gebiet
(1997)
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Hermann Cordes
Detlev Metzing
- Von der im Elbe-Weser-Gebiet seltenen Corrigiola litoralis wurden rezente Vorkommen
in der Bremer Umgebung am Weserufer zwischen Achim und Verden sowie auf Sandböden in
der Weser-Aller-Aue gefunden. Der Rückgang der Art in den letzten 100 Jahren wird durch Funddaten
von Herbarbelegen, aus der Literatur sowie aktuellen Kartierungen belegt.
Die Standorte von Corrigiola litoralis lassen sich in drei Typen gruppieren:
1) Flußufer, 2) Sandböden in Heiden sowie 3) Schotterflächen auf Bahn- und Industrieanlagen.
Es handelt sich um offene Pionierstandorte mit skelettreichen basenarmen und wechselfeuchten
Böden.
An der Weser kommt Corrigiola zusammen mit Chenopodium rubrum. C. glaucum, Atriplex prostrata
und Polygonum lapathifolium ssp. danubiale vor. Diese Artenkombination läßt sich dem Polygono brittingeri-Chenopodietum rubri zuordnen, zu dem an der Weser auch Xanthium albinum
gehört.
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Rubus tauni spec. nov. - der Taunus-Brombeerstrauch - eine weitere Rubus-Art der Serie Vestiti (Focke) Focke
(1997)
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Wieland Schnedler
Harald Großheim
- Es wird eine Brombeerart (Gattung Rubus, Rosaceae) der Subsektion Hiemales E. H. Krause, Serie Vestiti (Focke) Focke neu beschrieben und abgebildet. Die Art kommt in Deutschland in Hessen (Taunus) und Rheinland-Pfalz (E-Hunsrück) vor. Weitere Aussagen werden zur Ökologie und Abgrenzung zu ähnlichen Arten gegeben.
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Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen 23 (1997) - Frontmatter & Backmatter
(1997)
- Band 23 ist zugleich Festschrift für Prof. Dr. Dr. Heinrich E. Weber zur Vollendung des 65. Lebensjahres am 27. März 1997 und enthält auf S. 7 ein Porträtfoto des Jubilars.
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Vegetationskomplexe von Regenerations- und Degenerationsstadien nordwestdeutscher Hochmoore am Beispiel des NSG "Syenvenn" im südlichen Emsland
(1997)
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Richard Pott
- Das Naturschutzgebiet "Syenvenn" im
Landkreis Grafschaft Bentheim umfaßt mit
194 ha Fläche den zentralen Moorkörper eines
ehemals ausgedehnteren Hochmoorkomplexes.
Die aktuelle Vegetation des Untersuchungsgebietes
zeigt die verschiedensten
Degenerations- und Regenerationsstufen
der ursprünglichen Hochmoorvegetation.
Neben ausgedehnten Pfeifengras-Beständen
und Moorheide-Stadien prägt vor allem
ein Birkenbuschwald als typische Sekundärvegetation
entwässerter und teilabgetorfter
Hochmoore das Vegetationsbild. In unregelmäßig
über das Gebiet verteilten Torfstichen
finden sich die bezeichnenden Verlandungsgesellschaften
oligo-dystropher Moorgewässer.
Die eindrucksvollsten Pflanzengesellschaften
des Gebietes, das Erico-Sphagnetum magellanici und das Rhynchosporetum
albae, kommen nur in wenigen
regenerierenden Torfstichen vor, wo sie bereits
deutliche Bult-Schlenken-Komplexe
bilden.
Ein Schema zur stufenweisen Degeneration
intakter Hochmoorvegetation bis zum
Birkenbuschwald vermittelt eine Vorstellung
der Sukzessionsabläufe für das Gebiet bei
anthropogenen Eingriffen in den Wasserhaushalt
des Hochmoores.
Der Mensch nutzte das Moor seit historischer
Zeit zur Brenntorfgewinnung, zum
Buchweizenanbau und zur Hudewirtschaft.
Mitte des 20igsten Jahrhunderts begannen
systematische Kultivierungsmaßnahmen zur
Gewinnung landwirtschaftlicher Nutzflächen,
so daß im Schutzreservat nur der Kern
des ehemals ca. 600 ha großen Hochmoores
erhalten blieb.
Torfabbau, Entwässerungs- und Kultivierungsmaßnahmen
führten auch nach der
Unterschutzsteilung zu gravierenden Störungen im Wasser- und Nährstoffhaushalt. Literatur
Infolgedessen prägen heute verschiedene
Degenerationsstadien ursprünglicher Hochmoor-
und Feuchtheidegesellschaften das
Vegetationsbild des Syenvenns. Pflanzengesellschaften
des ehemaligen Hochmoorrandes
besiedeln das Syenvenn deshalb nur
noch in fragmentarischer Ausbildung oder
sind gänzlich verschwunden.
Heute spielen obendrein zahlreiche aerosolierte
Stickstoff-Depositionen und andere
Immissionen eine zunehmende Rolle für Veränderungen
im Artenbestand der Hochmoor-
und Heidegesellschaften (vgl. auch
Twenhöven 1992).
Künftige Entwicklungs- und Pflegekonzepte
sollten zum Ziel haben, einen möglichst
gebietstypischen Zustand wiederherzustellen.
Dazu müssen vordringlich und
möglichst rasch gezielte Wiedervernässungs-
und Entkusselungsmaßnahmen
durchgeführt werden. Für einen langfristigen
Schutz reichen jedoch Pflege und Entwicklungsmaßnahmen
allein nicht aus, vielmehr
ist die Einbeziehung angrenzender landwirtschaftlicher
Nutzflächen in die Planung
notwendig, um Nährstoffeinträge in das
Schutzgebiet so gering wie möglich zu
halten.
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Sichere Nachweise der längst ausgestorbenen Seggen Carex loliacea, C. heleonastes, C. buxbaumii und C. hartmanii im westlichen Niedersachsen
(1997)
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Eckhard Garve
Karl Kiffe
- Alten Literaturangaben aus der "Chloris Hanoverana" (Meyer 1836) und der "Flora
Hanoverana Excursoria" (Meyer 1849) über das Vorkommen der boreal verbreiteten Seggen Carex
loliacea, Carex heleonastes und Carex buxbaumii im westlichen Niedersachsen wurde nachgegangen.
Alle drei Arten konnten anhand von Herbarbelegen bestätigt werden und sind damit erstmals
sicher für Niedersachsen nachgewiesen. Carex loliacea ist sogar neu für ganz Deutschland.
Zusätzlich wurde ein alter Herbarbeleg von Carex hartmanii aus der Umgebung von Meppen entdeckt,
von wo diese Art bislang noch nicht bekannt war. Die Vorkommen dieser Seggen arten sind
durch die radikale Umgestaltung der Landschaft längst erloschen. Auf weitere alte Angaben von
Carex chordorrhiza, Carex binervis und Carex extensa aus dem Emsland wird ebenfalls eingegangen.
Der Fund von Carex chordorrhiza erscheint auch ohne Beleg glaubhaft, wobei die übrigen
Nachweise aus Niedersachsen und Bremen ebenfalls aufgeführt werden, während die Angaben zu
den beiden anderen Arten sicherlich irrtümlich waren.
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Bemerkenswerte Pflanzenvorkommen im Raum
Osnabrück und angrenzenden Gebieten - 3. Fortsetzung
(1997)
- Vorkommen und Fundorte von zahlreichen in der Osnabrücker Region seltenen
oder gefährdeten Gefäßpflanzen-Arten werden in der dritten Fortsetzung aufgelistet.
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Gravierende Veränderungen in der submersen Makrophytenvegetation der Alten Fahrt bei Senden in Westfalen
(1997)
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Rüdiger Wittig
- Die Makrophytenvegetation eines stillgelegten Kanalabschnittes ("Alte Fahrt") bei Senden in Westfalen hat sich seit Beginn der 90er Jahre drastisch verändert. Aus einem typischen
Potamogetonetum lucentis sind Reinbestände von Myriophyllum spicatum geworden, denen stellenweise
Ceratophyllum demersum beigemischt ist. Die Ursachen für diese gravierenden Vegetationsveränderungen
sind nicht klar. Da es sich um einen der bedeutendsten westfälischen Standorte des Potamogetonetum lucentis, einer in Nordrhein-Westfalen stark gefährdeten Pflanzengesellschaft, handelte, sind weiterführende Untersuchungen und Versuche zur Wiederansiedlung zu fordern.
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Zwei übersehene Brombeerarten aus Westdeutschland: Rubus osseus sp. nov. und Rubus speculatus sp. nov.
(1997)
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Günter Matzke-Hajek
- Zwei neue Brombeerarten (Rubus L., Subgenus Rubus, Rosaceae) aus dem westlichen Deutschland werden beschrieben und abgebildet: Rubus osseus sp. nov. (Serie Rhamnifolii (Bab.) Focke) und Rubus speculatus sp. nov. (Serie Glandulosi Wimmer & Grab.).
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Rubus exstans Walsemann & Stohr, eine neue Haselblattbrombeere im norddeutschen Tiefland
(1997)
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Gerrit Stohr
Eckhart Walsemann
Anfred Pedersen
- Aus dem norddeutschen Tiefland wird eine neue Brombeerart, Rubus exstans Walsemann & Stohr (Subgen. Rubus Sect. Corylifolii Lindley Ser. Subthyrsoidei (Focke) Focke) beschrieben.
Sie ist über benachbarte Gebiete von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern,
Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg verbreitet. Der Beschreibung sind Abbildungen
und eine Verbreitungskarte sowie eine Aufzählung exemplarischer Herbarbelege beigefügt. Auf
Unterschiede zu ähnlichen Arten wird hingewiesen.
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Ergänzungen zur Flora von Südwest-Niedersachsen und dem benachbarten Westfalen: Taraxacum lacistophyllum (Dahlst.) Raunk. und Taraxacum subundulatum Dahlst.
(1997)
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Hans-Georg Wagner
- Zwei in Südwestniedersachsen erstmals beobachtete Taraxacum-Arten, T. lacistophyllum
und T. subundulatum, werden vorgestellt.