Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 22 (1996)
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Keywords
- Electrogena (1)
- Flora, Osnabrück, Südwest-Niedersachsen, Westfalen. (1)
- Fritillaria meleagris, moist grassland, life cycle, dispersal, community structure, Northwest Germany (1)
- Madagascar, moss-inhabiting rotifers, new species (1)
- Syrphidae, (1)
- Taxonomy, feather mites, Sokoloviana, Ptiloxenidae, waders. (1)
- Upper Jurassic, lithostratigraphy, rock sequence, microfauna, gamma-ray-detection, Northwest Germany (1)
- bryophytes, plant communities, megalithic monuments, Northwest Germany,crystalline boulders (1)
- collecting methods (1)
- comets (1)
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Zur Moosvegetation von Findlingen zwischen Ems und Weser
(1996)
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Hans Juergen Waechter
- Die Moosflora von 326 Findlingen sowie 176 Megalithgräbern im westlichen Niedersachsen
und Westfalenwurde kartiert. Eserfolgten pflanzensoziologische Aufnahmen. Bei den
Moosen ist ein starker Artenrückgang zu verzeichnen. Ursächlich sind Aufforstungsmaßnahmen,
Verringerung der Luftfeuchte, Eutrophierung, Siedlungsnähe und mechanischer Abrieb. Schutzmaßnahmensowie
eine Aufnahme der Megalithgräber in die Liste der Biotope unter besonderem
Schutz nach § 20c Bundesnaturschutzgesetz werden vorgeschlagen.
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Klärteiche als "Tertiärbiotop" mit Bedeutung für den Naturschutz
(1996)
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Johannes Melter
- Bis 1992 als Klärschlammdeponie genutzte Teiche in Bramsche-Achmer haben
sich für viele Wat- und Wasservogelarten zwischenzeitlich zu einem bedeutenden Lebensraum
entwickelt. In dem ca. 3 ha großen Gebiet brüteten 1993-1995 mehrere Arten der "Roten-Liste".
Für Rastvögel besitzt das Gebiet lokale bis regionale (= landesweite) Bedeutung. Die Situation der
Feuchtgebietsarten in der mitteleuropäischen Kulturlandschaft und die Bedeutung von künstlichen
Feuchtgebieten als Trittsteinbiotope wird diskutiert. Gestaltungsvorschläge werden unterbreitet.
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Das Oberjura-Profil im Erdgasgraben bei Hitzhausen (Westliches Wiehengebirge, Nordwestdeutschland).
(1996)
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Horst Klassen
- Im Sommer 1995 war beim Bau einer Erdgasleitung im Wiehengebirge nordöstlich
Osnabrück kurzfristig die gesamte Schichtenfolge vom tiefen Oxford bis zur Tithon-Basis aufgeschlossen.
Die Gesteinsansprache ermöglichte unter Berücksichtigung der Mikrofauna eine feinstratigraphische
Gliederung. Die Sedimente wurden außerdem mit einer Gamma-Sonde nach
dem Scintillometer-Prinzip vermessen und daraus eine Gamma-ray-Kurve erstellt.
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Four new species of the feather mite genus Sokoloviana Dubinin, 1951 (Pterolichoidea; Ptiloxenidae) from waders (Charadriiformes; Charadrii)
(1996)
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Jacek Dabert
Rainer Ehrnsberger
- Es werden vier neue Arten der Gattung Sokoloviana (Pterolichoidea; Ptiloxenidae)
von Vögeln der Unterordnung Charadrii (Charadriiformes) beschrieben: Sokoloviana cornuta sp.
nov. von Schlammstelzer C/adorhynchus leucocephalus; Sokoloviana ibidorhynchae sp. nov. von
Ibisschnabel Ibidorhyncha strutersi; Sokoloviana chilensis sp. nov. von Cayannekiebitz Vanellus
chilensis und Sokoloviana vanelli sp. nov. von Rotlappenkiebitz Vanellus indicus atronuchalis. Für
alle bisher beschriebenen Arten wird ein Bestimmungsschlüssel aufgestellt.
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Beobachtungen zur Vergesellschaftung und Ökologie von Fritillaria meleagris L.
(1996)
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Dominique Remy
- Fritillaria meleagris L. ist eine in Norddeutschland seltene und in ihrem Vorkommen
stark gefährdete Art feuchter bis nasser extensiv genutzter Grünlandstandorte. Es wird ein relativ
junges Vorkommen innerhalb einer Crepis paludosa-Juncus acutiflorus-Geselischaft beschrieben.
Der etwa 1O-jährige Bestand zeigt eine Ausbreitungstendenz. Neben Untersuchungen zum Standort
und zur Vergesellschaftung der Schachblume konnten einige Beobachtungen zur Ausbreitungsbiologie
durchgeführt werden, die, unter Einbeziehung des Lebenszyklus, eine streßmeidende
Lebensstrategie erwarten lassen. Von 124 blühenden Individuen gelangten nur 18 zur Fruchtreife.
Die Fruchtkapseln beinhalteten jeweils durchschnittlich 114 flug- und schwimmfähige
Samen. Von den Samen konnten 11-20 % innerhalb eines Radius von 25 cm um die Mutterpflanze
wiedergefunden werden. Rund 45 % der Individuen traten truppweise in Gruppen von 3 bis 9 Exemplaren
auf.
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Das Achmer Grasmoor - Vegetations- und bodenkundliche Untersuchungen im Hinblick auf die Entwicklung und Sicherung des Gebietes
(1996)
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Urte Mueller
Matthias Twisselmann
- Das Grasmoor bei Achmer im Landkreis Osnabrück ist ein von Kiefernforsten geprägtes
Dünengebiet mit zahlreichen nassen Senken. Es kommen Stillgewässer, Bruchwälder, Anmoore,
Nieder- und Übergangsmoore sowie wechselnasse Standorte vor, die eine unterschiedliche
Ausprägung in bezug auf die Nährstoffversorgung, den Wasserhaushalt und den Grad der
menschlichen Beeinflussung aufweisen. Das Gebiet wurde von April 1993 bis Februar 1994 untersucht.
Seit der UnterschutzsteIlung von Teilen des Gebietes im Jahre 1937 haben sich erhebliche
Veränderungen vollzogen. Der Flächenanteil der Feuchtgebiete ist durch die Anlage von Gräben
deutlich zurückgegangen. Es sind nahezu überall Degenerationserscheinungen festzustellen,
doch sind noch ausgedehnte naturnahe Feuchtgebiete erhalten geblieben, und das Gebiet weist
insgesamt einen hohen Wert für den Arten- und Biotopschutz auf. Besonders groß ist derzeit die
Gefährdung zweier Moorkomplexe, die nördlich des bestehenden Naturschutzgebietes liegen und
von denen nur noch Teilbereiche als wachsendes Übergangsmoor anzusehen sind. Sie stellen potentielle
Erweiterungsflächen des Naturschutzgebietes dar. In den letzten 20 Jahren hat eine starke
Verbuschung eingesetzt, die seit etwa 1987 extrem zunimmt. Es wird deutlich, daß die bestehende
Naturschutzgebietsverordnung keinen effektiven Schutz der Feuchtgebiete darstellt. Zudem
zeigt es sich, daß in großen Teilbereichen eine forstliche Nutzung mit den Belangen des
Naturschutzes nicht vereinbar ist. Das Grasmoor stellt noch eines der wertvollsten Heideweiherund
Moorgebiete im Landkreis Osnabrück mit Pflanzen und Tieren der Nieder-, Übergangs- und
Hochmoore dar. Ohne sofortige, umfassende Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen ist
eine nachhaltige Sicherung vermutlish nicht möglich.
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Über die moosbewohnende Rotatorienfauna Madagaskars
(1996)
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Walter Koste
- Fünf in Naturreservaten Madagaskars gesammelte Moosproben wurden auf ihre
Besiedlung mit Rotatorien (Rädertiere)untersucht. Es konnten 9 monogononte und 25 digononte
(bdelioide) Species gefunden werden, darunter Macrotrachela herzigana, eine bisher unbekannte
Spezies. 25 Arten waren bisher aus Madagaskar nicht bekannt
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Der Komet Hyakutake 1996
(1996)
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Andreas Hänel
- Die Erscheinung des Kometen Hyakutake 1996 B2 und die Entdeckungen von
Röntgenstrahlung und neuen Molekülen im Kometen werden beschrieben.
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Neufunde und Nachträge zur Flora des westlichen Niedersachsens und benachbarten Westfalens
(1996)
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Heinrich E. Weber
- Als Nachtrag zur "Flora von Südwest-Niedersachsen und dem benachbarten Westfalen"
(Weber 1995) werden neuere Fundorte bemerkenswerter Farn- und Blütenpflanzen mitgeteilt.
Dipsacus pilosus (L.) Swartz, Filago arvensis L., Leersia oryzoides L. und Schoenoplectus
pungens (Vahl)Palla, die im Gebiet längere Zeit verschollen waren, wurden an vorher meist unbekannten
Wuchsorten entdeckt. Erstmals nachgewiesen wurden Hieracium flagel/are Willd. und
Senecio sarracenicus
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Vielfalt erhalten - Zukunft gestalten: Der Beitrag des Museums für eine ökologisch orientierte Stadtentwicklung
(1996)
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Herbert Zucchi
- Städte zeichnen sich einerseits durch eine Reihe negativer Aspekte aus, wozu zum
Beispiel die hohe Konzentration an Schadstoffen, der Dauerlärm und die geringe Zahl an naturnahen
Freiflächen zählen. Andererseits stellt die Vielfalt an Strukturen, Teillebensräumen, Tieren,
Pflanzen, Meinungen, Ideen und Glaubensrichtungen eine bedeutsame Seite von Städten dar, die
es zu erhalten und weiterzuentwickeln gilt. Zur Minimierung urbaner Umweltprobleme sind zahlreiche
Maßnahmen nötig, die aber nur dann durchsetzbar sind, wenn in der Bevölkerung eine hohe
Akzeptanz dafür herrscht. Es ist eine zentrale Aufgabe des Museums, an diesem Prozeß mitzuwirken.
Dazu sind Konzepte erforderlich, die neben den Ausstellungen verschiedenste reale Orte der
Stadt in die Umweltbildungsarbeit einbeziehen.