Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 22 (1996)
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Keywords
- Electrogena (1)
- Flora, Osnabrück, Südwest-Niedersachsen, Westfalen. (1)
- Fritillaria meleagris, moist grassland, life cycle, dispersal, community structure, Northwest Germany (1)
- Madagascar, moss-inhabiting rotifers, new species (1)
- Syrphidae, (1)
- Taxonomy, feather mites, Sokoloviana, Ptiloxenidae, waders. (1)
- Upper Jurassic, lithostratigraphy, rock sequence, microfauna, gamma-ray-detection, Northwest Germany (1)
- bryophytes, plant communities, megalithic monuments, Northwest Germany,crystalline boulders (1)
- collecting methods (1)
- comets (1)
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Four new species of the feather mite genus Sokoloviana Dubinin, 1951 (Pterolichoidea; Ptiloxenidae) from waders (Charadriiformes; Charadrii)
(1996)
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Jacek Dabert
Rainer Ehrnsberger
- Es werden vier neue Arten der Gattung Sokoloviana (Pterolichoidea; Ptiloxenidae)
von Vögeln der Unterordnung Charadrii (Charadriiformes) beschrieben: Sokoloviana cornuta sp.
nov. von Schlammstelzer C/adorhynchus leucocephalus; Sokoloviana ibidorhynchae sp. nov. von
Ibisschnabel Ibidorhyncha strutersi; Sokoloviana chilensis sp. nov. von Cayannekiebitz Vanellus
chilensis und Sokoloviana vanelli sp. nov. von Rotlappenkiebitz Vanellus indicus atronuchalis. Für
alle bisher beschriebenen Arten wird ein Bestimmungsschlüssel aufgestellt.
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Süßwassermollusken (Gastropoda & Bivalvia) in Spülsaum und Baggeraushub an drei Fließgewässern der Elseniederung bei Meile
(1996)
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Falko Drews
- In drei Fließgewässern der Stadt Meile im südöstlichen Landkreis Osnabrück wurden bei Untersuchungen in den Jahren 1993 und 1994 insgesamt 20 Süßwassermolluskenarten festgestellt. Eine Gesamtartenliste mit Angaben zur Häufigkeit der einzelnen Arten wird vorgelegt. Die Ergebnisse werden mit ähnlichen Untersuchungen verglichen und die Erfassungsmethodik wird diskutiert. Die betrachteten Gewässerabschnitte weisen eine weitgehend ähnliche Artenzusammensetzung mit verschmutzungstoleranten Organismen auf. Die regelmäßigen Gewässerunterhaltungsmaßnahmen sowie die ungenügende Wasserqualität beeinträchtigen die Lebensräume der Süßwassermollusken.
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Vergleichende Untersuchung an Schwebfliegen (Diptera, Syrphidae) extensiv genutzter Wiesen
(1996)
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Christiane Franke
Herbert Zucchi
- Die Schwebfliegengemeinschaften extensiv genutzter Wiesen wurden anhand drei
verschiedener Methoden untersucht. Dabei wurden einige überregional interessante Nachweise
erbracht. Während der Phase qroßer Blütenentwicklungen wurden mit den Fallen im Verhältnis zur
tatsächlichen Aktivitätsdichte viel zu wenige Schwebfliegen erfaßt. Der Lebensraum Wiese hat eine
große Bedeutung für Schwebfliegen, dies gilt insbesondere für extensiv genutzte Feuchtwiesen.
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Buchbesprechung: Stock, M., Zucchi, H., Bergmann, H. H. & Hinrichs, K. (1995): Watt - Lebensraum zwischen Land und Meer. 139 S. - Boyens & Co.: Heide.
(1996)
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Dietmar Grote
- Das Buch "Watt - Lebensraum zwischen Land und Meer" wird besprochen und als "gelungenes" Buch bezeichnet, "das sich in erheblichem Maße von der üblichen Massenware zu diesem Thema" unterscheide.
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Die Gattung Electrogena Zurwerra & Tomka 1985 (Ephemeroptera: Heptageniidae) im Osnabrücker Hügelland (NW-Deutschland): Taxonomie, Habitatbindung, Phänologie, Naturschutzaspekte
(1996)
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Stefan Hettlich
Peter Rasch
Thorsten Aßmann
- An 12 Bächen mit 50 Probestellen im Osnabrücker Hügelland wurde mit der "kicksampling"-
Methode und Emergenzzelten die Gattung Electrogena untersucht, Es konnte unter
den 1596 Individuen nur eine Art, E. ujhelyii (Sowa 1981), festgestellt werden. Diese Eintagsfliege
präferiert im Untersuchungsgebiet das Hypokrenal und Epirhithral. Eine negative, hochsignifikante
Korrelation zwischen der Häufigkeit und der Fließgeschwindigkeit wurde ermittelt. Für andere Parameter
(Temperatur, pH, Leitfähigkeit, Gesamt- und Carbonathärte) konnte kein signifikanter Zusammenhang
festgestellt werden. Die Emergenzperiode dauert bei E. ujhelyii mehrere Monate. Die
Fekundität liegt mit 565 bis 1550 und einem Mittelwert von 954 EiernIWeibchen für eine Eintagsfliege
niedrig. Weitere Details zur Biologie der Art werden mitgeteilt. Naturschutzrelevante Aspekte
dieser Art werden diskutiert.
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Der Komet Hyakutake 1996
(1996)
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Andreas Hänel
- Die Erscheinung des Kometen Hyakutake 1996 B2 und die Entdeckungen von
Röntgenstrahlung und neuen Molekülen im Kometen werden beschrieben.
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Das Oberjura-Profil im Erdgasgraben bei Hitzhausen (Westliches Wiehengebirge, Nordwestdeutschland).
(1996)
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Horst Klassen
- Im Sommer 1995 war beim Bau einer Erdgasleitung im Wiehengebirge nordöstlich
Osnabrück kurzfristig die gesamte Schichtenfolge vom tiefen Oxford bis zur Tithon-Basis aufgeschlossen.
Die Gesteinsansprache ermöglichte unter Berücksichtigung der Mikrofauna eine feinstratigraphische
Gliederung. Die Sedimente wurden außerdem mit einer Gamma-Sonde nach
dem Scintillometer-Prinzip vermessen und daraus eine Gamma-ray-Kurve erstellt.
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Über die moosbewohnende Rotatorienfauna Madagaskars
(1996)
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Walter Koste
- Fünf in Naturreservaten Madagaskars gesammelte Moosproben wurden auf ihre
Besiedlung mit Rotatorien (Rädertiere)untersucht. Es konnten 9 monogononte und 25 digononte
(bdelioide) Species gefunden werden, darunter Macrotrachela herzigana, eine bisher unbekannte
Spezies. 25 Arten waren bisher aus Madagaskar nicht bekannt
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Klärteiche als "Tertiärbiotop" mit Bedeutung für den Naturschutz
(1996)
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Johannes Melter
- Bis 1992 als Klärschlammdeponie genutzte Teiche in Bramsche-Achmer haben
sich für viele Wat- und Wasservogelarten zwischenzeitlich zu einem bedeutenden Lebensraum
entwickelt. In dem ca. 3 ha großen Gebiet brüteten 1993-1995 mehrere Arten der "Roten-Liste".
Für Rastvögel besitzt das Gebiet lokale bis regionale (= landesweite) Bedeutung. Die Situation der
Feuchtgebietsarten in der mitteleuropäischen Kulturlandschaft und die Bedeutung von künstlichen
Feuchtgebieten als Trittsteinbiotope wird diskutiert. Gestaltungsvorschläge werden unterbreitet.
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Das Achmer Grasmoor - Vegetations- und bodenkundliche Untersuchungen im Hinblick auf die Entwicklung und Sicherung des Gebietes
(1996)
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Urte Mueller
Matthias Twisselmann
- Das Grasmoor bei Achmer im Landkreis Osnabrück ist ein von Kiefernforsten geprägtes
Dünengebiet mit zahlreichen nassen Senken. Es kommen Stillgewässer, Bruchwälder, Anmoore,
Nieder- und Übergangsmoore sowie wechselnasse Standorte vor, die eine unterschiedliche
Ausprägung in bezug auf die Nährstoffversorgung, den Wasserhaushalt und den Grad der
menschlichen Beeinflussung aufweisen. Das Gebiet wurde von April 1993 bis Februar 1994 untersucht.
Seit der UnterschutzsteIlung von Teilen des Gebietes im Jahre 1937 haben sich erhebliche
Veränderungen vollzogen. Der Flächenanteil der Feuchtgebiete ist durch die Anlage von Gräben
deutlich zurückgegangen. Es sind nahezu überall Degenerationserscheinungen festzustellen,
doch sind noch ausgedehnte naturnahe Feuchtgebiete erhalten geblieben, und das Gebiet weist
insgesamt einen hohen Wert für den Arten- und Biotopschutz auf. Besonders groß ist derzeit die
Gefährdung zweier Moorkomplexe, die nördlich des bestehenden Naturschutzgebietes liegen und
von denen nur noch Teilbereiche als wachsendes Übergangsmoor anzusehen sind. Sie stellen potentielle
Erweiterungsflächen des Naturschutzgebietes dar. In den letzten 20 Jahren hat eine starke
Verbuschung eingesetzt, die seit etwa 1987 extrem zunimmt. Es wird deutlich, daß die bestehende
Naturschutzgebietsverordnung keinen effektiven Schutz der Feuchtgebiete darstellt. Zudem
zeigt es sich, daß in großen Teilbereichen eine forstliche Nutzung mit den Belangen des
Naturschutzes nicht vereinbar ist. Das Grasmoor stellt noch eines der wertvollsten Heideweiherund
Moorgebiete im Landkreis Osnabrück mit Pflanzen und Tieren der Nieder-, Übergangs- und
Hochmoore dar. Ohne sofortige, umfassende Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen ist
eine nachhaltige Sicherung vermutlish nicht möglich.