Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 22 (1996)
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Keywords
- Electrogena (1)
- Flora, Osnabrück, Südwest-Niedersachsen, Westfalen. (1)
- Fritillaria meleagris, moist grassland, life cycle, dispersal, community structure, Northwest Germany (1)
- Madagascar, moss-inhabiting rotifers, new species (1)
- Syrphidae, (1)
- Taxonomy, feather mites, Sokoloviana, Ptiloxenidae, waders. (1)
- Upper Jurassic, lithostratigraphy, rock sequence, microfauna, gamma-ray-detection, Northwest Germany (1)
- bryophytes, plant communities, megalithic monuments, Northwest Germany,crystalline boulders (1)
- collecting methods (1)
- comets (1)
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Beobachtungen zur Vergesellschaftung und Ökologie von Fritillaria meleagris L.
(1996)
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Dominique Remy
- Fritillaria meleagris L. ist eine in Norddeutschland seltene und in ihrem Vorkommen
stark gefährdete Art feuchter bis nasser extensiv genutzter Grünlandstandorte. Es wird ein relativ
junges Vorkommen innerhalb einer Crepis paludosa-Juncus acutiflorus-Geselischaft beschrieben.
Der etwa 1O-jährige Bestand zeigt eine Ausbreitungstendenz. Neben Untersuchungen zum Standort
und zur Vergesellschaftung der Schachblume konnten einige Beobachtungen zur Ausbreitungsbiologie
durchgeführt werden, die, unter Einbeziehung des Lebenszyklus, eine streßmeidende
Lebensstrategie erwarten lassen. Von 124 blühenden Individuen gelangten nur 18 zur Fruchtreife.
Die Fruchtkapseln beinhalteten jeweils durchschnittlich 114 flug- und schwimmfähige
Samen. Von den Samen konnten 11-20 % innerhalb eines Radius von 25 cm um die Mutterpflanze
wiedergefunden werden. Rund 45 % der Individuen traten truppweise in Gruppen von 3 bis 9 Exemplaren
auf.
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Buchbesprechung: Stock, M., Zucchi, H., Bergmann, H. H. & Hinrichs, K. (1995): Watt - Lebensraum zwischen Land und Meer. 139 S. - Boyens & Co.: Heide.
(1996)
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Dietmar Grote
- Das Buch "Watt - Lebensraum zwischen Land und Meer" wird besprochen und als "gelungenes" Buch bezeichnet, "das sich in erheblichem Maße von der üblichen Massenware zu diesem Thema" unterscheide.
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Das Achmer Grasmoor - Vegetations- und bodenkundliche Untersuchungen im Hinblick auf die Entwicklung und Sicherung des Gebietes
(1996)
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Urte Mueller
Matthias Twisselmann
- Das Grasmoor bei Achmer im Landkreis Osnabrück ist ein von Kiefernforsten geprägtes
Dünengebiet mit zahlreichen nassen Senken. Es kommen Stillgewässer, Bruchwälder, Anmoore,
Nieder- und Übergangsmoore sowie wechselnasse Standorte vor, die eine unterschiedliche
Ausprägung in bezug auf die Nährstoffversorgung, den Wasserhaushalt und den Grad der
menschlichen Beeinflussung aufweisen. Das Gebiet wurde von April 1993 bis Februar 1994 untersucht.
Seit der UnterschutzsteIlung von Teilen des Gebietes im Jahre 1937 haben sich erhebliche
Veränderungen vollzogen. Der Flächenanteil der Feuchtgebiete ist durch die Anlage von Gräben
deutlich zurückgegangen. Es sind nahezu überall Degenerationserscheinungen festzustellen,
doch sind noch ausgedehnte naturnahe Feuchtgebiete erhalten geblieben, und das Gebiet weist
insgesamt einen hohen Wert für den Arten- und Biotopschutz auf. Besonders groß ist derzeit die
Gefährdung zweier Moorkomplexe, die nördlich des bestehenden Naturschutzgebietes liegen und
von denen nur noch Teilbereiche als wachsendes Übergangsmoor anzusehen sind. Sie stellen potentielle
Erweiterungsflächen des Naturschutzgebietes dar. In den letzten 20 Jahren hat eine starke
Verbuschung eingesetzt, die seit etwa 1987 extrem zunimmt. Es wird deutlich, daß die bestehende
Naturschutzgebietsverordnung keinen effektiven Schutz der Feuchtgebiete darstellt. Zudem
zeigt es sich, daß in großen Teilbereichen eine forstliche Nutzung mit den Belangen des
Naturschutzes nicht vereinbar ist. Das Grasmoor stellt noch eines der wertvollsten Heideweiherund
Moorgebiete im Landkreis Osnabrück mit Pflanzen und Tieren der Nieder-, Übergangs- und
Hochmoore dar. Ohne sofortige, umfassende Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen ist
eine nachhaltige Sicherung vermutlish nicht möglich.
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Das Oberjura-Profil im Erdgasgraben bei Hitzhausen (Westliches Wiehengebirge, Nordwestdeutschland).
(1996)
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Horst Klassen
- Im Sommer 1995 war beim Bau einer Erdgasleitung im Wiehengebirge nordöstlich
Osnabrück kurzfristig die gesamte Schichtenfolge vom tiefen Oxford bis zur Tithon-Basis aufgeschlossen.
Die Gesteinsansprache ermöglichte unter Berücksichtigung der Mikrofauna eine feinstratigraphische
Gliederung. Die Sedimente wurden außerdem mit einer Gamma-Sonde nach
dem Scintillometer-Prinzip vermessen und daraus eine Gamma-ray-Kurve erstellt.
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Der Komet Hyakutake 1996
(1996)
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Andreas Hänel
- Die Erscheinung des Kometen Hyakutake 1996 B2 und die Entdeckungen von
Röntgenstrahlung und neuen Molekülen im Kometen werden beschrieben.
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Die Gattung Electrogena Zurwerra & Tomka 1985 (Ephemeroptera: Heptageniidae) im Osnabrücker Hügelland (NW-Deutschland): Taxonomie, Habitatbindung, Phänologie, Naturschutzaspekte
(1996)
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Stefan Hettlich
Peter Rasch
Thorsten Aßmann
- An 12 Bächen mit 50 Probestellen im Osnabrücker Hügelland wurde mit der "kicksampling"-
Methode und Emergenzzelten die Gattung Electrogena untersucht, Es konnte unter
den 1596 Individuen nur eine Art, E. ujhelyii (Sowa 1981), festgestellt werden. Diese Eintagsfliege
präferiert im Untersuchungsgebiet das Hypokrenal und Epirhithral. Eine negative, hochsignifikante
Korrelation zwischen der Häufigkeit und der Fließgeschwindigkeit wurde ermittelt. Für andere Parameter
(Temperatur, pH, Leitfähigkeit, Gesamt- und Carbonathärte) konnte kein signifikanter Zusammenhang
festgestellt werden. Die Emergenzperiode dauert bei E. ujhelyii mehrere Monate. Die
Fekundität liegt mit 565 bis 1550 und einem Mittelwert von 954 EiernIWeibchen für eine Eintagsfliege
niedrig. Weitere Details zur Biologie der Art werden mitgeteilt. Naturschutzrelevante Aspekte
dieser Art werden diskutiert.
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Four new species of the feather mite genus Sokoloviana Dubinin, 1951 (Pterolichoidea; Ptiloxenidae) from waders (Charadriiformes; Charadrii)
(1996)
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Jacek Dabert
Rainer Ehrnsberger
- Es werden vier neue Arten der Gattung Sokoloviana (Pterolichoidea; Ptiloxenidae)
von Vögeln der Unterordnung Charadrii (Charadriiformes) beschrieben: Sokoloviana cornuta sp.
nov. von Schlammstelzer C/adorhynchus leucocephalus; Sokoloviana ibidorhynchae sp. nov. von
Ibisschnabel Ibidorhyncha strutersi; Sokoloviana chilensis sp. nov. von Cayannekiebitz Vanellus
chilensis und Sokoloviana vanelli sp. nov. von Rotlappenkiebitz Vanellus indicus atronuchalis. Für
alle bisher beschriebenen Arten wird ein Bestimmungsschlüssel aufgestellt.
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Historische Ammonitenfunde an der Porta Westfalica und deren Bedeutung für die Stratigraphie des nordwestdeutschen Oberjura
(1996)
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Günther Schweigert
- Einige wichtige historische Ammonitenfunde erlauben es, das Profil des höheren
Oberjura an der Porta Westfalica in die westfranzösische Zonengliederung einzuhängen. Die Untergrenze
des Tithoniums liegt an der Basis des Gravesienkalks und stellt eine Diskontinuitätsfläche
dar.
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Klärteiche als "Tertiärbiotop" mit Bedeutung für den Naturschutz
(1996)
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Johannes Melter
- Bis 1992 als Klärschlammdeponie genutzte Teiche in Bramsche-Achmer haben
sich für viele Wat- und Wasservogelarten zwischenzeitlich zu einem bedeutenden Lebensraum
entwickelt. In dem ca. 3 ha großen Gebiet brüteten 1993-1995 mehrere Arten der "Roten-Liste".
Für Rastvögel besitzt das Gebiet lokale bis regionale (= landesweite) Bedeutung. Die Situation der
Feuchtgebietsarten in der mitteleuropäischen Kulturlandschaft und die Bedeutung von künstlichen
Feuchtgebieten als Trittsteinbiotope wird diskutiert. Gestaltungsvorschläge werden unterbreitet.
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Mitteilungen zur Brombeerflora Mittel- und Nordeuropas
(1996)
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Heinrich E. Weber
- Rubus curvaciculatus Waisemann ex H. E. Weber (Subgenus Rubus Sect. Corylifolii
Lindley Ser. Sepincola Weihe ex Focke) ist als neue Art beschrieben und abgebildet. Ihre Verbreitung
in Dänemark, Deutschland, Tschechien und Polen ist angegeben. Rubus dethardingii E. H. L.
Krause ist als sehr ähnliche Art mit seinen abweichenden Merkmalen behandelt. Rubus praecox
Bertol., eine im südlichen Mitteleuropa und in Südeuropa weitverbreitete Brombeere, hat seine
nördlichsten Fundorte in der Stadt Osnabrück (Dodesheide) und im angrenzenden Landkreis Osnabrück
bei Rulle und Icker und wurde neuerdings eingeschleppt nach Achterberg im Kreis Grafschaft
Bentheim.