Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 19 (1993)
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Dauerquadratuntersuchungen in einer Rotstraußgrasflur
(1993)
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Fritz Runge
- 14jährige Untersuchungen einer Rotstraußgrasflur ergaben folgendes:
Die Assoziation hielt sich verhältnismäßig lange. In ihr gingen infolge ausbleibender Düngung
die Arten der Weidelgras-Weißklee-Weide zurück. Dagegen vermehrte sich, möglicherweise
als Folge der Beweidung durch Schafe und Pferde, der Rotschwingel.
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Dermoglyphus giganteus sp, nov., eine neue Art der Federmilben aus der
Familie Dermoglyphidae (Astigmata, Analgoidea) vom Sperlingstäubchen
Columbigal/ina passerina (Aves, Columbiformes)
(1993)
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Jacek Dabert
Rainer Ehrnsberger
- Es wird die neue Art Dermoglyphus giganteus sp.n. aus der Federmilbenfamilie
Dermoglyphidae (Astigmata, Analgoidea) vom Sperlingstäubchen Collumbigallina passerina
(Columbiformes) beschrieben. Es werden Angaben zum Mikrohabitat und zur Lebensweise
dieser Art gemacht.
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Die Vögel der Stadt Osnabrück - eine Artenliste mit Status- und Häufigkeitsangaben
(1993)
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Gerhard Kooiker
- Für die Stadt Osnabrück (120 km2) wird erstmals eine Avifauna in Tabellenform
mit Angaben über Status, Stetigkeit und Häufigkeit der vorkommenden Vogelarten vorgelegt.
Die Studie stellt Angaben für die Jahre 1950 bis 1991 zusammen. Sie stützt sich auf die Beobachtungen
und Notizen zahlreicher Ornithologen, die Auswahl von über 80 Publikationen und
die eigenen in 15 Jahren gewonnenen avifaunistischen Daten. Insgesamt wurden in diesem
Zeitraum 221 Vogel arten registriert. Von ihnen gelten 7 als Gefangenschaftsflüchtlinge. Für
108 Arten wurden Brutnachweise erbracht, 3 Arten sind als mögliche Brutvögel einzustufen. In
dem Zeitraum 1950 bis 1969 brüteten 102 (evtl. 105), von 1970 bis 1991 95 (98) und in den
Jahren 1990/91 92 (93) Arten im Stadtgebiet von Osnabrück.
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Ein Aufschluß mit Osningsandstein, Bückeberg-Folge ("Wealden") und Serpulit am Butterberg bei Hagen a.T.W. (Landkreis Osnabrück, West-Niedersachsen)
(1993)
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Franz Jürgen Harms
- Von der Gemeinde Hagen a.T.W. wurde am Butterberg ein ehemaliger Steinbruch im Osning-Sandstein durch die Anlage eines Schurfgrabens so erweitert, daß jetzt die Basis des Osning-Sandsteins und etwa 20, m der Schichtenfolge aus seinem Liegenden freigelegt sind.
Die Basis des Osning-Sandsteins besteht aus einem dünnen Geröllhorizont, dem Osning-Konglomerat. Das Konglomerat wurde transgressiv auf Schichten der Bückeberg-Folge 1 (tiefster "Wealden") geschüttet. Unter den Gesteinen der Bückeberg-Folge, die mit einer Restmächtigkeit von nur noch etwa 5 m erhalten sind, treten in dem Schurfgraben noch ca. 15 m Ablagerungen des Serpulits auf.
Dieser neu geschaffene Aufschluß wird langfristig - als Naturdenkmal geschützt - erhalten
bleiben.
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Erste Süßwasser-Limuliden (Arthropoda, Chelicerata) aus dem Rotliegenden der Saar-Nahe-Senke
(1993)
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Heinz Malz
Markus Poschmann
- Ein Taqesaufschluß", aufgeschürft bei Baggerarbeiten an der Straßenböschung
E Niedermoschel/Pfalz, erbrachte den ersten Nachweis von Limuliden im saarpfälzischen
Unter-Rotliegenden. Die Funde werden als neue Art beschrieben und einer neuen Gattung
zugeordnet: Pa/atinaspis beimbaueri n.g. et n.sp. Eine aus dem Stefanium der Halleschen
Mulde als Pringlia fritschi W. & R. REMY 1959 beschriebene Art wird in die neue Gattung einbezogen.
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Gesellschaften des Moorgreiskrauts, des Strand- und des Sumpfampfers
in der ehemaligen Haseaue (Osnabrück)
(1993)
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Gerhard Hard
- Es werden ausgedehnte Schlammfluren und ihre Kontaktgesellschaften aus
dem Stadtgebiet von Osnabrück beschrieben, vor allem das Ranunculo-Rumicetum maritimi
SISS. 66 und verwandte Bidentetalia-Gesellschaften. Diese Vegetation wächst auf sandigem
Material, das bei Straßen bau und anderen Tiefbauarbeiten aufgeschüttet, zwischengelagert
und z. T. planiert wurde. Bemerkenswert waren unter anderm große Vorkommen von Rumex
palustris, Rumex maritimus, Senecio congestus (Tephroseris palustris), Coronopus didymus,
Galega officinalis und Conium maculatum. Es wird erörtert, daß solche Vorkommen unbeabsichtigte
und meist unbeachtete Nebenprodukte normaler Arbeitsvorgänge sind. Sie sind
weder planbar, noch können sie erhalten werden. Sie können deshalb auch kein möglicher
Gegenstand eines sinnvollen Natur-, Arten- oder Biotopschutzes sein.
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Kupfer, Blei, Zink und Cadmium in Auenböden der Düte und der Hase im südlichen Landkreis Osnabrück
(1993)
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Friedrich Bailly
Matthias Gieske
Susanne Kleinwort
Norbert Wolf
- Schwermetall-Untersuchungen entlang der Düte und der Hase zeigen die
starke Belastung der Auenböden jeweils unterhalb der Städte Georgsmarienhütte bzw. Osnabrück.
In den Böden beider Auen erreichen Blei, Zink und Cadmium beträchtliche, die Bodenwerte
der AbfKlärVO (1992) Z.T. erheblich überschreitende Werte. In den Böden entlang der
Hase tritt zudem Kupfer mit besonders hohen Werten auf. Diese Unterschiede stehen in
Zusammenhang mit der Art der jeweiligen Industriestandorte (Eisenhütte bzw. Metaliverarbeitung).
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Nachruf: Walter Hoffmeister, 24.5.1923 - 28.9.1993
(1993)
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Rainer Ehrnsberger
- Am 28. September 1993 verstarb das Ehrenmitglied des Naturwissenschaftlichen
Vereins Walter Hoffmeister in seinem 70. Lebensjahr. Der Naturwissenschaftliche
Verein Osnabrück gedenkt des langjährigen Leiters der Hydrobiologischen Arbeitsgemeinschaft
Walter Hoffmeister, der sich in seinem Schaffen und wissenschaftlichen
Wirkungskreis um die Gewässerkunde im Osnabrücker Bergland große Verdienste
erworben hat.
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Saalezeitliche Grundmoräne bei Driehausen am Nordrand des Wiehengebirges (Kreis Osnabrück, NW-Deutschland)
(1993)
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Eckhard Speetzen
- Bei Driehausen, ca. 13 km nordöstlich von Osnabrück, werden saalezeitliche
Schmelzwassersande abgebaut, die wegen der Überlagerung durch Grundmoräne als "Vorschüttsande"
anzusprechen sind. Die Grundmoräne läßt sich in einen Setztill und einen Ausschmelztill
untergliedern. Aus Messungen der Geschiebeeinregelung ergeben sich für den unteren
Teil der Grundmoräne Eisbewegungen nach Südwesten und Westen, für den oberen
Schubrichtungen nach Süden. Nach dem südschwedisch geprägten Leitgeschiebeinhalt der
Grundmoräne scheint es sich hier um den ersten saalezeitlichen Eisvorstoß in NW-Deutschland
zu handeln. An der Basis der ca. 10-15 m mächtigen Schmelzwassersande treten wiederum
stärker tonige Sedimente und auch Geschiebe auf, die auf eine ältere, vermutlich elsterzeitliche
Grundmoräne hinweisen.
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Sedimentologie und Verwitterungsbeständigkeit des Wellenkalks
(Unterer Muschelkalk) von Osnabrück
(1993)
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Andreas May
- Die Sedimentologie und Verwitterungsbeständigkeit des Osnabrücker Weilenkalks
(Unterer Muschelkalk) werden an Mauersteinen aus zwei Gebäuden in Osnabrück und
an Proben aus dem Steinbruch im Botanischen Garten Osnabrück untersucht. Es lassen sich
6 Mikrofaziestypen (A-F) unterscheiden, die ausführlich beschrieben werden. Ihre Analyse erlaubt
detaillierte Aussagen zum Sedimentationsraum und zur Entstehung. Darauf aufbauend
werden die in der Schichtenfolge beobachtbaren Sedimentationszyklen auf Meeresspiegeländerungen
zurückgeführt. Es lassen sich deutliche Unterschiede in der Verwitterungsbeständigkeit
der verschiedenen Mikrofaziestypen erkennen. Am verwitterungsbeständigsten sind
die Mikrofaziestypen A und B, durch Sturmfluten entstandene Lagen im unteren und oberen
Teil des Oolithbank-Members der Wellenkalk-Formation. Die Mikrofaziestypen A und B sind so
verwitterungsbeständig., da sie nicht feingeschichtet sind und freiwillige Wasseraufnahme,
Schurecht-Ratio (= freiwillige Wasseraufnahme geteilt durch effektive Porosität) sowie der Gehalt
an salzsäureunlöslichem Rückstand relativ gering sind.