Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 16 (1990)
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Immisionsökologische Untersuchungen im Birgter Berg (nordwestlicher Teutoburger Wald)
(1990)
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Jürgen Lethmate
Barbara Lethmate
- Dreijährige pH- und Ammonium (NH4 +) - Messungen der Freiland- und WaIdniederschläge
im Birgter Berg (Riesenbecker Osning) sowie Vergleiche mit anderen Meßstationen
Nordrhein-Westfalens führen zur Hypothese, daß im nordwestlichen Teutoburger Wald ein
NH4 +-dominierter Immissions-Typ vorliegt. In Übereinstimmung damit treten in der Krautschicht
der Kiefernforstgesellschaft des Untersuchungsgebietes mehrere nitrophile Arten auf. Der
Boden des Birgter Berges befindet sich in ökologisch kritischem Zustand (Aluminium/Eisen- bzw.
Aluminium-Pufferbereich, Kryptopodsoligkeit). Die pH-Werte von zwei beprobten Quellen sind
im ganzen Jahr niedrig (pH 3,9-4,1), die Konzentrationen an Nitrat (N03 -), Sulfat (SO/-),
Aluminium (AI3+), Cadmium (Cd2+) und' Blei (Pb2+) hoch bis. extrem. Der ganzjährig starke
Versauerungsgrad der Hydrosphäre scheint auch das oberflächennahe Grundwasser zu betreffen.
Die aktuellen Standortbedingungen des Birgter Berges sind allein durch dessen Nutzungsgeschichte
(Verheidung) kaum hinreichend zu erklären.