Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 16 (1990)
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Keywords
- Bajocium, Bathonium, Niedersachsen (1)
- Birgter Berg (Riesenbecker Osning), lmrntsslonsökotoqleche Untersuchungen (1)
- Carabidenfauna, Kulturlandschaft, Habitatbindung (1)
- Carex strigosa, Tecklenburg (1)
- Hordeum murinum L., Mäusegerste-reiche Gesellschaften (1)
- Macrocheies superbus (1)
- Wild, Wildäsung, Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft, Osnabrück (1)
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Die Laufkäferfauna im Flurbereinigungsgebiet "Plaggenschale"
(1990)
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Thorsten Assmann
Rainer Ehrnsberger
- 1989 wurde mit Barber-Fallen und Handaufsammlungen die Carabidenfauna
einer bäuerlichen Kulturlandschaft mit Bächen, Hecken, kleinen Wäldern, Äckern, Wiesen und
Weiden untersucht. Insgesamt konnten 102 Arten nachgewiesen werden. Oie Habitatbindung
und Verbreitung einiger Arten werden diskutiert. Vorschläge zum Erhalt der artenreichen Carabidenfauna
werden gegeben.
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Beiträge zur Kenntnis der Lebensweise der Litoralmilbe Macrocheies superbus HULL, 1918 (Acarina: Gamasina)
(1990)
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Czeslaw Blaszak
Rainer Ehrnsberger
Reinhart Schuster
- Die litoralbewohnende Milbenart Macrocheies superbus ist carnivor, ohne enge
ernährungsbiologische Spezialisierung. Die Spermaübertragung erfolgt in Form einer Podospermie.
Die Entwicklung vom Ei zum Adultus dauert 2-3 Monate; sie ist nahrungs- und temperaturabhängig.
Die Larve lebt nur wenige Stunden, ohne zu fressen.
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Bemerkenswerte Pflanzenvorkommen im Raum Osnabrück und angrenzenden Gebieten
(1990)
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Botanische Arbeitsgemeinschaft
- Die folgende Artenliste wurde von Mitgliedern der Botanischen Arbeitsgemeinschaft des Naturwissenschaftlichen Vereins Osnabrück zusammengestellt. Sie enthält eine Auswahl von Gefäßpflanzen-Arten, auf die bei gemeinsamen Exkursionen in den Jahren 1989 und 1990 besonders hingewiesen wurde. Die Daten zum Wuchsort sind teilweise durch kurze Standortsangaben ergänzt.
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Plutarchusia paralongitarsa sp. n., eine neue Federmilbe (Astigmata; Pterolichoidea; Syringobiidae).
(1990)
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Jacek Dabert
Rainer Ehrnsberger
- Es wird eine neue Federmilbe beschrieben, Plutarchusia paralongitarsa (Pterolichoidea,
Syringobiidae), die aus der Federspule einer Schwungfeder von Pluvialis tulva (Pazifischer
Goldregenpfeifer) stammt. Die Unterschiede zwischen Plutarchusia paralongitarsaund
Plutarchusia longitarsa werden erläutert und die Parasit-Wirt-Beziehung diskutiert.
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Untersuchungen zum Amphibienbestand eines Feuchtgebietes in Osnabrück
(1990)
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Elisabeth Elling
Ulla Feldmann
Hildegard Klaas
Ruth Knagge
Michael Möhlenkamp
Volker Oelrich
Herbert Zucchi
- Im Rahmen der Projekt-Lehrveranstaltung "An gewandte Biotopforschung" an
der Universität Osnabrück wurden im Jahre 1987 in einem kleinen Feuchtgebiet des Osnabrükker
Stadtteils Atter Untersuchungen an den dortigen Amphibienbeständen durchgeführt. Dabei
konnten 9 Arten nachgewiesen werden: Erdkröte (Buto buto), Grasfrosch (Rana temporaria),
Moorfrosch (Rana arvalis), Wasserfrosch (Rana esculenta), Laubfrosch (Hyla arborea), Teichmolch
(Triturus vulgaris), Fadenmolch (T. helveticus), Bergmolch (T. alpestris) und Kammolch
(T.cristatus).
4 der Arten stehen auf der Roten Liste. Bedingt durch das kalte Frühjahr 1987 erfolgten die
Wanderungen zu den Laichgewässern sehr spät. Negative Entwicklungen und Einflüsse, die irn
Gebiet beobachtbar sind, sollten durch die Ausweisung als "Flächenhaftes Naturdenkmal" eingedämmt
werden. Über einen Pflege- und Entwicklungsplan wäre das Gelände zu verbessern.
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Die Mäusegerste und ihre Gesellschaft in Osnabrück 1978-1990. Über den Zusammenhang von Stadt- und Vegetationsentwicklung
(1990)
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Gerhard Hard
Frauke Kruckemeyer
- Die räumliche Verteilung der Mäusegerste (Hordeum murinum L.) sowie einiger
Mäusegerste-reicher Gesellschaften hat sich im Stadtgebiet von Osnabrück zwischen 1978 und
1990 deutlich verändert. Die früher eher sektorale und asymmetrische Verteilung im Stadtgebiet
(mit Schwerpunkt im östlichen Teil der Kernstadt) hat sich abgeschwächt, ebenso die Irüher
starke Bindung an statusniedere Eastend-Quartiere. Die Arbeit beschreibt zunächst die Synökologie
von Hordeum murinum, dann die soziologische Anbindung der Art sowie die sigmasoziologische
Anbindung ihrer Gesellschaft. Schließlich wird die Veränderung ihres Vorkommens im
Stadtgebiet dokumentiert und interpretiert.
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Neu- und Wiederfunde des Reinweißen Hahnenfußes (Ranunculus ololeucos) in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen
(1990)
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Klaus Kaplan
Christiane Overkott-Kaplan
- In den Jahren 1986 bis 1990 wurde Ranunculus ololeucos (Reinweißer Hahnenfuß) im nordwestlichen Westfalen und südöstlichen Niedersachsen an 17 Gewässern beobachtet. Einen Verbreitungsschwerpunkt bildet der Naturraum "Gildehauser Venn". Ursache für viele Neu- und Wiederfunde dürfte der für Ranunculus ololeucos günstige Witterungsverlauf der letzten Jahre mit mehreren trockenen Sommerhalbjahren gewesen sein. Noch stärker als durch Eutrophierung erscheint die Art wie auch andere Littorelletea-Arten durch die zunehmende Versauerung der nährstoffarmen Stillgewässer gefährdet.
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Ein Neufund von Carex strigosa HUDSON bei Tecklenburg, Kreis Steinfurt
(1990)
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Karl Kiffe
- Carex strigosa HUDSON wurde im Frühjahr 1990 bei Tecklenburg, Kreis Steinfurt,
Westfalen, aufgefunden. Neben einigen Bemerkungen zum Standort werden Hinweise gegeben,
die das sichere Ansprechen der Art erleichtern sollen.
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Zur Kenntnis der Rädertierfauna des Kinda-Stausees in Zentral-Burma (Aschelminthes: Rotatoria)
(1990)
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Walter Koste
Wolfgang Tobias
- Erstmals wird die Rädertierfauna des 1985 neu entstandenen Kinda-Stausees im
Einzugsgebiet des Panlaung-Flusses in Burma (Myanmar) beschrieben und im verbreitungsgeschichtlichen
Zusammenhang diskutiert. Die Arbeit ist zugleich die bislang umfassendste Untersuchung
von Rotatorien aus dieser tiergeographisch interessanten asiatischen Region. Die
Plankton- und Aufwuchsproben wurden auf mehreren Exkursionen 1987-89 gesammelt. Insgesamt
konnten 94 monogononte und 5 bdelloide Rädertier-Arten nachgewiesen werden; davon ist
Wulfertia kindensis neu für die Wissenschaft. Die überwiegende Zahl der Spezies sind Kosmopoliten.
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Immisionsökologische Untersuchungen im Birgter Berg (nordwestlicher Teutoburger Wald)
(1990)
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Jürgen Lethmate
Barbara Lethmate
- Dreijährige pH- und Ammonium (NH4 +) - Messungen der Freiland- und WaIdniederschläge
im Birgter Berg (Riesenbecker Osning) sowie Vergleiche mit anderen Meßstationen
Nordrhein-Westfalens führen zur Hypothese, daß im nordwestlichen Teutoburger Wald ein
NH4 +-dominierter Immissions-Typ vorliegt. In Übereinstimmung damit treten in der Krautschicht
der Kiefernforstgesellschaft des Untersuchungsgebietes mehrere nitrophile Arten auf. Der
Boden des Birgter Berges befindet sich in ökologisch kritischem Zustand (Aluminium/Eisen- bzw.
Aluminium-Pufferbereich, Kryptopodsoligkeit). Die pH-Werte von zwei beprobten Quellen sind
im ganzen Jahr niedrig (pH 3,9-4,1), die Konzentrationen an Nitrat (N03 -), Sulfat (SO/-),
Aluminium (AI3+), Cadmium (Cd2+) und' Blei (Pb2+) hoch bis. extrem. Der ganzjährig starke
Versauerungsgrad der Hydrosphäre scheint auch das oberflächennahe Grundwasser zu betreffen.
Die aktuellen Standortbedingungen des Birgter Berges sind allein durch dessen Nutzungsgeschichte
(Verheidung) kaum hinreichend zu erklären.