Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 16 (1990)
Refine
Keywords
- Bajocium, Bathonium, Niedersachsen (1)
- Birgter Berg (Riesenbecker Osning), lmrntsslonsökotoqleche Untersuchungen (1)
- Carabidenfauna, Kulturlandschaft, Habitatbindung (1)
- Carex strigosa, Tecklenburg (1)
- Hordeum murinum L., Mäusegerste-reiche Gesellschaften (1)
- Macrocheies superbus (1)
- Wild, Wildäsung, Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft, Osnabrück (1)
16 search hits
-
Zur Verbreitung von Cyperus fuscus L., in Westniedersachsen
(1990)
-
Hans Georg Wagner
- Cyperus fuscus L., das braune Cypergras, ist eine einjährige Nanocyperion-Art,
die in den vergangenen 40 Jahren in Westniedersachsen sehr selten geworden ist. Ihre aktuelle
Verbreitung in diesem Gebiet und ein neuer Standort werden dargestellt.
-
Charakterisierung der Flächen des Versuchsbetriebs Waldhof durch Unkrautbonitur und Möglichkeiten der Integrierten Bekämpfung
(1990)
-
Claus Schroeder
Margret Penning
- Auf vier ausgewählten Getreideflächen des Versuchsbetriebs der Fachhochschule
Osnabrück wurden 1988 die vorkommenden Unkräuter bonitiert und ihre Zeigerwerte
analysiert. Auf diese Weise konnten standortspezifische Besonderheiten bzw. der augenblickliche
Zustand der jeweiligen Felder festgestellt werden. Eine Berücksichtigung dieser Ergebnisse
bei der zukünftigen Unkrautbekämpfung läßt erwarten, daß die chemische Behandlung auf ein
Mindestmaß begrenzt werden kann, um so den Zielen des Integrierten Pflanzenschutzes näherzukommen.
-
Zur Nomenklatur der Brombeeren in Norddeutschland (Gattung Rubus L. sect. Corylifolii, Rosaceae)
(1990)
-
Hildemar Scholz
Heinrich E. Weber
- Auf der Basis der Regeln des International Code of Botanical Nomenclature (ICBN) wird die Gültigkeit der Veröffentlichungen von Namen für Brombeeren der Sektion Corylifolii (Gattung Rubus L.) bei FRIDERICHSEN & GELERT (1887) und KRAUSE (1888, 1890) diskutiert. Hierbei wird deutlich, daß, wie bei der Anwendung von Gesetzesparagraphen auf konkrete Rechtsfälle, in bestimmten Fällen ein Ermessensspielraum gegeben ist, ob ein Name als gültig oder als nicht gültig veröffentlicht anzusehen ist.
-
Zwei mißgebildete Pygidien von Illaeniden (Trilobita) aus ordovizischen Geschieben
(1990)
-
Heinrich Schoening
- Aus ordovizischen Geschieben des Kies-Sand-Rückens ,Laer-Heide' (Landkreis
Osnabrück; NW-Deutschland) werden 2 mißgebildete Pygidien von IlIaeniden (Trilobita)
beschrieben: Ein vergleichsweise dünnschaliges Pygidium von lIIaenus jevensis HOLM 1886
weist eine Verletzung in Form eines dellenartigen Eindrucks auf. An einem Pygidium von Bumastus
cf. nudus (ANGELIN 1854) läßt sich eine beulenförmige Verwachsung beobachten. Mögliche
Entstehungsursachen beider Anomalien werden diskutiert.
-
Ein neues Bajocium-Profil (Mittlerer Jura) im Osnabrücker Bergland (Niedersachsen)
(1990)
-
Matthias Metz
- In den Jahren 1984-1986 wurde südöstlich von Osnabrück beim Bau der Autobahn
(A 33) ein großer Aufschluß im Bajocium und Bathonium geschaffen. Mit Hilfe der horizontiert
aufgesammelten Ammoniten konnte das Bajocium im Osnabrücker Bergland entsprechend
den Standard-Zonen und -Subzonen der nordwesteuropäischen Faunenprovinz untergliedert
werden.
-
Wild und Wildäsung im Raum Osnabrück
(1990)
-
Reinhard Loxtermann
Friedhelm Bode
- Intensive Nutzung durch den Menschen prägt heute die durch Geologie und Klima
geformte Landschaft im Raum Osnabrück. Die dort vorkommenden Wildarten werden in ihrer
Lebensweise deutlich durch den Menschen beeinllußt. Insbesondere die Intensivierung der
Land- und Forstwirtschaft, der Straßenverkehr und die Erholungsuchenden schränken die
Lebensmöglichkeiten des Wildes ein. Die vorkommenden Wild arten werden genannt, wobei
Streckenzahlen als Maßstab für ihre Häuligkeit benutzt werden. Unter Berücksichtigung allgemeingültiger
und überregionaler Aspekte werden die Ansprüche des Wildes an den Lebensraum
verdeutlicht. Lebensraumverbesserungen durch Schaffung von Äsungs- und Deckungsflächen
sowie durch Extensivierungsverfahren in der Landwirtschaft werden diskutiert.
-
Immisionsökologische Untersuchungen im Birgter Berg (nordwestlicher Teutoburger Wald)
(1990)
-
Jürgen Lethmate
Barbara Lethmate
- Dreijährige pH- und Ammonium (NH4 +) - Messungen der Freiland- und WaIdniederschläge
im Birgter Berg (Riesenbecker Osning) sowie Vergleiche mit anderen Meßstationen
Nordrhein-Westfalens führen zur Hypothese, daß im nordwestlichen Teutoburger Wald ein
NH4 +-dominierter Immissions-Typ vorliegt. In Übereinstimmung damit treten in der Krautschicht
der Kiefernforstgesellschaft des Untersuchungsgebietes mehrere nitrophile Arten auf. Der
Boden des Birgter Berges befindet sich in ökologisch kritischem Zustand (Aluminium/Eisen- bzw.
Aluminium-Pufferbereich, Kryptopodsoligkeit). Die pH-Werte von zwei beprobten Quellen sind
im ganzen Jahr niedrig (pH 3,9-4,1), die Konzentrationen an Nitrat (N03 -), Sulfat (SO/-),
Aluminium (AI3+), Cadmium (Cd2+) und' Blei (Pb2+) hoch bis. extrem. Der ganzjährig starke
Versauerungsgrad der Hydrosphäre scheint auch das oberflächennahe Grundwasser zu betreffen.
Die aktuellen Standortbedingungen des Birgter Berges sind allein durch dessen Nutzungsgeschichte
(Verheidung) kaum hinreichend zu erklären.
-
Zur Kenntnis der Rädertierfauna des Kinda-Stausees in Zentral-Burma (Aschelminthes: Rotatoria)
(1990)
-
Walter Koste
Wolfgang Tobias
- Erstmals wird die Rädertierfauna des 1985 neu entstandenen Kinda-Stausees im
Einzugsgebiet des Panlaung-Flusses in Burma (Myanmar) beschrieben und im verbreitungsgeschichtlichen
Zusammenhang diskutiert. Die Arbeit ist zugleich die bislang umfassendste Untersuchung
von Rotatorien aus dieser tiergeographisch interessanten asiatischen Region. Die
Plankton- und Aufwuchsproben wurden auf mehreren Exkursionen 1987-89 gesammelt. Insgesamt
konnten 94 monogononte und 5 bdelloide Rädertier-Arten nachgewiesen werden; davon ist
Wulfertia kindensis neu für die Wissenschaft. Die überwiegende Zahl der Spezies sind Kosmopoliten.
-
Ein Neufund von Carex strigosa HUDSON bei Tecklenburg, Kreis Steinfurt
(1990)
-
Karl Kiffe
- Carex strigosa HUDSON wurde im Frühjahr 1990 bei Tecklenburg, Kreis Steinfurt,
Westfalen, aufgefunden. Neben einigen Bemerkungen zum Standort werden Hinweise gegeben,
die das sichere Ansprechen der Art erleichtern sollen.
-
Neu- und Wiederfunde des Reinweißen Hahnenfußes (Ranunculus ololeucos) in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen
(1990)
-
Klaus Kaplan
Christiane Overkott-Kaplan
- In den Jahren 1986 bis 1990 wurde Ranunculus ololeucos (Reinweißer Hahnenfuß) im nordwestlichen Westfalen und südöstlichen Niedersachsen an 17 Gewässern beobachtet. Einen Verbreitungsschwerpunkt bildet der Naturraum "Gildehauser Venn". Ursache für viele Neu- und Wiederfunde dürfte der für Ranunculus ololeucos günstige Witterungsverlauf der letzten Jahre mit mehreren trockenen Sommerhalbjahren gewesen sein. Noch stärker als durch Eutrophierung erscheint die Art wie auch andere Littorelletea-Arten durch die zunehmende Versauerung der nährstoffarmen Stillgewässer gefährdet.