Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 16 (1990)
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Keywords
- Bajocium, Bathonium, Niedersachsen (1)
- Birgter Berg (Riesenbecker Osning), lmrntsslonsökotoqleche Untersuchungen (1)
- Carabidenfauna, Kulturlandschaft, Habitatbindung (1)
- Carex strigosa, Tecklenburg (1)
- Hordeum murinum L., Mäusegerste-reiche Gesellschaften (1)
- Macrocheies superbus (1)
- Wild, Wildäsung, Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft, Osnabrück (1)
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Ein neues Bajocium-Profil (Mittlerer Jura) im Osnabrücker Bergland (Niedersachsen)
(1990)
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Matthias Metz
- In den Jahren 1984-1986 wurde südöstlich von Osnabrück beim Bau der Autobahn
(A 33) ein großer Aufschluß im Bajocium und Bathonium geschaffen. Mit Hilfe der horizontiert
aufgesammelten Ammoniten konnte das Bajocium im Osnabrücker Bergland entsprechend
den Standard-Zonen und -Subzonen der nordwesteuropäischen Faunenprovinz untergliedert
werden.
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Immisionsökologische Untersuchungen im Birgter Berg (nordwestlicher Teutoburger Wald)
(1990)
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Jürgen Lethmate
Barbara Lethmate
- Dreijährige pH- und Ammonium (NH4 +) - Messungen der Freiland- und WaIdniederschläge
im Birgter Berg (Riesenbecker Osning) sowie Vergleiche mit anderen Meßstationen
Nordrhein-Westfalens führen zur Hypothese, daß im nordwestlichen Teutoburger Wald ein
NH4 +-dominierter Immissions-Typ vorliegt. In Übereinstimmung damit treten in der Krautschicht
der Kiefernforstgesellschaft des Untersuchungsgebietes mehrere nitrophile Arten auf. Der
Boden des Birgter Berges befindet sich in ökologisch kritischem Zustand (Aluminium/Eisen- bzw.
Aluminium-Pufferbereich, Kryptopodsoligkeit). Die pH-Werte von zwei beprobten Quellen sind
im ganzen Jahr niedrig (pH 3,9-4,1), die Konzentrationen an Nitrat (N03 -), Sulfat (SO/-),
Aluminium (AI3+), Cadmium (Cd2+) und' Blei (Pb2+) hoch bis. extrem. Der ganzjährig starke
Versauerungsgrad der Hydrosphäre scheint auch das oberflächennahe Grundwasser zu betreffen.
Die aktuellen Standortbedingungen des Birgter Berges sind allein durch dessen Nutzungsgeschichte
(Verheidung) kaum hinreichend zu erklären.
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Die Mäusegerste und ihre Gesellschaft in Osnabrück 1978-1990. Über den Zusammenhang von Stadt- und Vegetationsentwicklung
(1990)
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Gerhard Hard
Frauke Kruckemeyer
- Die räumliche Verteilung der Mäusegerste (Hordeum murinum L.) sowie einiger
Mäusegerste-reicher Gesellschaften hat sich im Stadtgebiet von Osnabrück zwischen 1978 und
1990 deutlich verändert. Die früher eher sektorale und asymmetrische Verteilung im Stadtgebiet
(mit Schwerpunkt im östlichen Teil der Kernstadt) hat sich abgeschwächt, ebenso die Irüher
starke Bindung an statusniedere Eastend-Quartiere. Die Arbeit beschreibt zunächst die Synökologie
von Hordeum murinum, dann die soziologische Anbindung der Art sowie die sigmasoziologische
Anbindung ihrer Gesellschaft. Schließlich wird die Veränderung ihres Vorkommens im
Stadtgebiet dokumentiert und interpretiert.
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Ein Neufund von Carex strigosa HUDSON bei Tecklenburg, Kreis Steinfurt
(1990)
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Karl Kiffe
- Carex strigosa HUDSON wurde im Frühjahr 1990 bei Tecklenburg, Kreis Steinfurt,
Westfalen, aufgefunden. Neben einigen Bemerkungen zum Standort werden Hinweise gegeben,
die das sichere Ansprechen der Art erleichtern sollen.
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Die Laufkäferfauna im Flurbereinigungsgebiet "Plaggenschale"
(1990)
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Thorsten Assmann
Rainer Ehrnsberger
- 1989 wurde mit Barber-Fallen und Handaufsammlungen die Carabidenfauna
einer bäuerlichen Kulturlandschaft mit Bächen, Hecken, kleinen Wäldern, Äckern, Wiesen und
Weiden untersucht. Insgesamt konnten 102 Arten nachgewiesen werden. Oie Habitatbindung
und Verbreitung einiger Arten werden diskutiert. Vorschläge zum Erhalt der artenreichen Carabidenfauna
werden gegeben.
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Beiträge zur Kenntnis der Lebensweise der Litoralmilbe Macrocheies superbus HULL, 1918 (Acarina: Gamasina)
(1990)
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Czeslaw Blaszak
Rainer Ehrnsberger
Reinhart Schuster
- Die litoralbewohnende Milbenart Macrocheies superbus ist carnivor, ohne enge
ernährungsbiologische Spezialisierung. Die Spermaübertragung erfolgt in Form einer Podospermie.
Die Entwicklung vom Ei zum Adultus dauert 2-3 Monate; sie ist nahrungs- und temperaturabhängig.
Die Larve lebt nur wenige Stunden, ohne zu fressen.
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Wild und Wildäsung im Raum Osnabrück
(1990)
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Reinhard Loxtermann
Friedhelm Bode
- Intensive Nutzung durch den Menschen prägt heute die durch Geologie und Klima
geformte Landschaft im Raum Osnabrück. Die dort vorkommenden Wildarten werden in ihrer
Lebensweise deutlich durch den Menschen beeinllußt. Insbesondere die Intensivierung der
Land- und Forstwirtschaft, der Straßenverkehr und die Erholungsuchenden schränken die
Lebensmöglichkeiten des Wildes ein. Die vorkommenden Wild arten werden genannt, wobei
Streckenzahlen als Maßstab für ihre Häuligkeit benutzt werden. Unter Berücksichtigung allgemeingültiger
und überregionaler Aspekte werden die Ansprüche des Wildes an den Lebensraum
verdeutlicht. Lebensraumverbesserungen durch Schaffung von Äsungs- und Deckungsflächen
sowie durch Extensivierungsverfahren in der Landwirtschaft werden diskutiert.
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Zur Kenntnis der Rädertierfauna des Kinda-Stausees in Zentral-Burma (Aschelminthes: Rotatoria)
(1990)
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Walter Koste
Wolfgang Tobias
- Erstmals wird die Rädertierfauna des 1985 neu entstandenen Kinda-Stausees im
Einzugsgebiet des Panlaung-Flusses in Burma (Myanmar) beschrieben und im verbreitungsgeschichtlichen
Zusammenhang diskutiert. Die Arbeit ist zugleich die bislang umfassendste Untersuchung
von Rotatorien aus dieser tiergeographisch interessanten asiatischen Region. Die
Plankton- und Aufwuchsproben wurden auf mehreren Exkursionen 1987-89 gesammelt. Insgesamt
konnten 94 monogononte und 5 bdelloide Rädertier-Arten nachgewiesen werden; davon ist
Wulfertia kindensis neu für die Wissenschaft. Die überwiegende Zahl der Spezies sind Kosmopoliten.
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Zur Nomenklatur der Brombeeren in Norddeutschland (Gattung Rubus L. sect. Corylifolii, Rosaceae)
(1990)
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Hildemar Scholz
Heinrich E. Weber
- Auf der Basis der Regeln des International Code of Botanical Nomenclature (ICBN) wird die Gültigkeit der Veröffentlichungen von Namen für Brombeeren der Sektion Corylifolii (Gattung Rubus L.) bei FRIDERICHSEN & GELERT (1887) und KRAUSE (1888, 1890) diskutiert. Hierbei wird deutlich, daß, wie bei der Anwendung von Gesetzesparagraphen auf konkrete Rechtsfälle, in bestimmten Fällen ein Ermessensspielraum gegeben ist, ob ein Name als gültig oder als nicht gültig veröffentlicht anzusehen ist.
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Plutarchusia paralongitarsa sp. n., eine neue Federmilbe (Astigmata; Pterolichoidea; Syringobiidae).
(1990)
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Jacek Dabert
Rainer Ehrnsberger
- Es wird eine neue Federmilbe beschrieben, Plutarchusia paralongitarsa (Pterolichoidea,
Syringobiidae), die aus der Federspule einer Schwungfeder von Pluvialis tulva (Pazifischer
Goldregenpfeifer) stammt. Die Unterschiede zwischen Plutarchusia paralongitarsaund
Plutarchusia longitarsa werden erläutert und die Parasit-Wirt-Beziehung diskutiert.