Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 13 (1987)
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Hydrobiologische Untersuchungen der Gewässer in den Kuranlagen von Bad Laer
(1987)
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Maria Hoffmeister
Walter Hoffmeister
- Die 1978 und 1979 an 5 Stellen gefundenen 50 Tier- und 125 Pflanzengruppen werden aufgelistet. An Algen sind nachzuweisen: 8 Cyanophyta, 1 Chrysophyta, 85 Diatomeae (Bacillariophyta), 4 Xanthophyta, 3 Euglenophyta, 14 Chlorophyta und 1 Conjugatophyta. Die Auswertung der Artenliste von sauerstoffliebenden Diatomeen wird korrelliert mit den elektrometrisch gemessenen 02-Werten. Die salzliebenden und oligohaloben Diatomeen bestätigen den Solecharakter. Die an Hand von relevanten Algen errechneten Saprobien-Indexwerte ergaben an allen ProbenahmesteIlen die Wassergüte 1-11. Die bei den physikalischen und chemischen Untersuchungen ermittelten Stickstoffwerte, die sehr hoch lagen, konnten diese Wassergüte nicht bestätigen. Der im Wasser gelöste Sauerstoff in den Probenahmestellen 11 bis V lag im Mittel zum Teil über dem Sättigungswert. Der Quellkolk machte hier eine Ausnahme mit einem mittleren Sättigungsfehlbetrag von 54%. Die Sauerstoffzehrung verhielt sich in umgekehrter Weise. Im Quellkolk war sie gering und in den folgenden Stellen zeitweise sehr hoch, konnte aber nie den Sauerstoffhaushalt der untersuchten Gewässer gefährden.
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Verwilderte Gartenpflanzen im Artland
(1987)
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Karl-Georg Bernhardt
- Es werden einige Pflanzen der synantropen Vegetation beschrieben, die als Gartenpflanzen in herrschaftlichen oder Bauerngärten des Artlandes eingebracht wurden und sich mittlerweile in der natürlichen Vegetation behaupten können. Dabei liegt ein Schwerpunkt bei der Darstellung der Vergesellschaftung dieser eingebürgerten Gartenpflanzen. Zu den stetigsten Pflanzen dieser Gruppe gehören: Calanthus nivalis, Narcissus pseudonarcissus, Narcissus poeticus, Rhododendron catawbiense, Rubus spectabilis und Lamiastrum galeobdolon var. florentinum, Variegatum'.
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Limnologische Untersuchungen am Hochwasserrückhaltebecken Alfhausen/Rieste Die Situation des Alfsees in den Jahren 1984 und 1985
(1987)
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Dieter Elger
Jens Poltz
Udo Noack
- Der als Hochwasserrückhaltebecken künstlich angelegte Alfsee wird seit seiner Inbetriebnahme im Jahre 1982 regelmäßig amtlich untersucht. Zusätzlich zu den chemischphysikalischen Messungen wurden 1984/85 das Phyto- und Zooplankton und die Unterwasserflora und -fauna bearbeitet. Damit konnte ein Ausschnitt aus der Entwicklung eines sehr jungen Gewässers dokumentiert werden. Der Alfsee ist ein stark mit Nährstoffen belasteter Flachsee, der sich bereits zu einem polytrophen, artenreichen System entwickelt hat. Bemerkenswert ist die üppige Unterwasservegetation mit einer entsprechenden, individuenreichen Benthosfauna. - Der Entwicklunqsprozeß ist sicher noch nicht abgeschlossen: In der Biocönose fehlen noch z. T. weit verbreitete und in anderen Gewässern häufige Arten.
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Über die Rädertiere (Rotatoria, Phylum Aschelminthes) des Alfsees, eines Hochwasser-Rückhaltebeckens der Hase, NW-Deutschland, FRG
(1987)
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Walter Koste
Jens Poltz
- Oem jungen, künstlich geschaffenen Alfsee im Flußgebiet der Hase, einem Nebenfluß der Ems, NW-Oeutschland, wurden vom Februar bis Oktober 1986 insgesamt an neun Tagen je eine Plankton- und Aufwuchsprobe entnommen und auf ihren Rotatorienbestand hin untersucht. Es wurden in der Untersuchungszeit 136 Rädertier-Arten incl, einiger infrasubspezifischer Taxa festgestellt, davon waren 34 Plankter, 90 Aufwuchsformenund 12 semiplanktonische Formen. Zur massenhaften Entwicklung im Plankton neigten Brachionus angularis, B. calyciflorus incl. versch. forma, Keratella cochlearis, K. quadrata, Notholca squamula, Polyarthra vulgaris, P. dolichoptera, P. vulgaris var.longiremis, Synchaeta oblonga und S. tremula; im Aufwuchs waren es Cephalodella catellina und C. ventripes. Perennierend waren nur wenige Species. Oie meisten Arten insbesondere im Aufwuchs traten nur sporadisch und in geringer Individuendichte auf. Oie Probenentnahmen wurden von synchronen chemisch-physikalischen Messungen begleitet. Extreme im Jahresgang waren für die Wassertemperatur 1,5 °C (11.02.1986) und 29,8 °C (01.07.1986); Sauerstoff 9,4 mgll O2 (28.10.1986) und 22,0 mg/I O2 (01.07.1986).15 Einzelbesprechungen erwähnenswerter Species mit originalen Abbildungen werden vorgelegt, darunter zwei für NW-Deutschland neue Arten: Resticula plicata WULFERT1935 und Encentrum longipes WULFERT 1960.
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Ein hardground am Top eines kalkigen Tempestits im Mittleren Kimmeridge auf dem Kalkrieser Berg (Nordwestdeutschland)
(1987)
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Markus Bertling
- Anhand mikrolazieller, paläontologischer und sedimentologischer Untersuchungen wird die tempestitische Natur des oberen Teils der Zwischenbank (Mittelkimmeridge VII, Oberer Jura) am Kalkrieser Berg (SW-Niedersachsen) dargelegt. An der Oberkante der Kalkbank ist ein hardground ausgebildet, der erosiv Ireigelegt und anschließend besiedelt wurde. Das Milieu stellt sich als Ilachmarin und küsten nah dar. Die Arbeit ist die erste Beschreibung der Genese eines deutschen jurassischen hardgrounds s. s. und der erste Nachweis eines kalkigen oberjurassischen Tempestits.
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Cadmium, Kupfer und Blei im Wasser und in den Sedimenten der Hase im Bereich der Stadt Osnabrück - Ein Situationsbild
(1987)
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Thomas Klenke
- In einer Momentaufnahme wird die insgesamt merkliche, aber stark variierende Belastungssituation der Hase im Bereich der Stadt Osnabrück durch ausgewählte Schwermetalle dargestellt. Dazu wurden von 7 Probenahmestellen die jeweiligen Schwermetallkonzentrationen des Wassers, der Schwebstoffe sowie der Sedimente bestimmt und in Beziehung zu physiko-chemischen Gewässerkenndaten gesetzt. Aus den Untersuchungen lassen sich generelle Beobachtungen zur Verteilung anthropogen in ein Flußsystem eingetragener Schadstoffe ableiten.
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Die sommerliche Wärmeinsel der Stadt Osnabrück
(1987)
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Walter Lükenga
- Nach einem allgemeinen Überblick über Struktur, Genese und Bedeutung der
städnschen Wärmeinsel wird die Untersuchungsmethode dargestellt, mit der die räumliche Temperaturverteilung
in der Stadt Osnabrück bei strahlungsreichem Hochdruckwetter ermittelt
wurde. Die zeitliche und räumliche Entwicklung des Temperaturfeldes wird an Hand von drei
aufeinander folgenden Meßfahrten aufgezeigt und abschließend die mittlere Temperaturverteilung
dargestellt.
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Schwermetalle in Eiern und Federn von Elstern (Pica pica). Ein Beitrag zur Bioindikation
(1987)
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Gerhard Kooiker
- Eier und Handschwingen (juvenile und adulte) von Elstern aus der Stadt Osnabrück,
dem Osnabrücker Umland und aus dem Kreis Vechta wurden mit Hilfe der Atomabsorptionstechnik
auf die Schwermetalle Blei, Cadmium, Eisen, Kupfer und Zink analysiert. Die Belastung
von Landschaftsteilen mit Schwermetallen läßt sich mit Ausnahme von Eisen durch die
Metallgehalte in den Federn ermitteln. Elstereier eignen sich im Gegensatz zu Federn nicht -
oder aber nur in beschränktem Maße -, um als Bioindikatoren für die untersuchten Metalle
verwendet zu werden. Die Elster erfüllt die Anforderungen an einen Biomonitor für die Kontaminierung
von Nahrungsnetzen oder -ketten durch diese Schwermetalle.
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Tethys-Foraminiferen im Münsterländer Kreide-Becken
(1987)
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Carlos A. Rodriguez
- Aus dem Obercampan von Münster und Umgebung werden neben 5 biostratigraphisch
leitenden Foraminiferen noch 9 Arten beschrieben und abgebildet, die bisher in NDeutschland
nur aus der höchsten Oberkreide und dem Dan publiziert worden sind. Viele der
letztgenannten Foraminiferen sind in den Ablagerungen der Tethys häufig, sogar in der Oberkreide
unterhalb des Maastricht.
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Die Flora und Vegetation der Altwässer im unteren Hasetal
(1987)
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Ludger Starmann
- In der Vegetationsperiode 1984 wurde die aktuelle Flora und Vegetation von 28 Altwässern der unteren Hase zwischen Herzlake und Meppen untersucht. Die Flora wurde anhand einer Artenliste dokumentiert, aufgeschlüsserl nach Fundorten. Einige seltene Arten wurden gesondert behandelt: Potamogeton x undulatus, Carex aquatilis, Rumex palustris und Stratiotes aloides. Carex aquatilis konnte erstmals für das untere Hasetal nachgewiesen werden. Mit dem Vorkommen im Hase-Altarm bei Wester erreicht sie nach dem derzeitigen Erkenntnisstand die Südgrenze ihres Areals in Mitteleuropa. Die Flora des Gebietes zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Arten und Pflanzengesellschaften aus, die für Niedersachsen als gefährdet angesehen werden. Jedoch verhindert das trübbraune Wasser eine großflächige Entwicklung submerser Makrophyten.