Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 9 (1982)
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Faunistisch-ökologische Untersuchungen zur Molluskenfauna des Breenbachtales, Landkreis Osnabrück : mit 1 Tabelle
(1982)
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Herbert Zucchi
Christian Rannenberg
- Im Breenbachtal im südlichen Landkreis Osnabrück wurden 37 Molluskenarten
festgestellt. Die 8 untersuchten Flächen zeigten eine sehr verschiedene Anzahl von Arten. Die
am Bachlauf liegenden Fischteiche beeinflussen sowohl das Vorkommen als auch das Fehlen
bestimmter Arten. Sollte die Straße B 51 in der geplanten Weise in das Bachtal gelegt werden, so
werden mit Sicherheit die an Gewässer und Feuchtgebiete gebundenen Formen abnehmen.
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Einige bislang übersehene Brombeer-Arten der Sektion Corylifolii im westlichen Mitteleuropa (Gattung Rubus, Rosaceae)
(1982)
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Heinrich E. Weber
- Drei neue Rubus-Arten (sect. Corylifolii) des nordwestlichen Mitteleuropas werden beschrieben: Rubus calvus, nachgewiesen von der Niedereibe bis zum Niederrhein und in den Niederlanden, R. calviformis, gefunden in Westfalen und dem benachbarten Niedersachsen, und R. incisior, der früher als eine Form von R. orthostachys G. BRAUN betrachtet wurde, als streckenweise häufige Art in Westfalen, den Niederlanden und Belgien. Photographien der Holotypen, Raster-Verbreitungskarten und ein Bestimmungsschlüssel zu diesen und ähnlichen Arten sind beigefügt. Zusätzlich ist eine Kombination publiziert: R. pruinosus f. heteracanthus (FRID.) H. E. WEBER (= R. pruinosus f. warmingii).
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Ein tertiäres Flintkonglomerat mit Koniferenwurzel als Geschiebe
(1982)
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Heinrich Schöning
- Ein nördlich von Sulingen (TK 3318 Sulingen) gefundenes Flintkonglomerat wird
beschrieben. Es ist ein vermutlich saaleeiszeitliches Geschiebe und wird von Koniferenwurzelresten
durchzogen. Die Erhaltungszustände der Wurzeln und deren Verteilung im Gestein weisen
das Konglomerat als ein primär durchwurzeltes Sediment aus. Es wird versucht, aufgrund
petrographischer, sedimentologischer und paläobotanischer Befunde die Entstehung des wurzelführenden
Flintkonglomerates als festländische Bildung skizzenartig zu umreißen.
Das Flintkonglomerat wird einer Gruppe ähnlicher Geschiebe zugeordnet, die ØDUMS 1968 sehr
detailliert aus Jütland beschrieb. Der Verfasser stellt - aufgrund der Befunde des vorliegenden
Flintkonglomerates und einiger Schlußfolgerungen aus Literaturhinweisen bezüglich der primär
eingebetteten Fossilien - die Auffassung ØDUMS hinsichtlich der Entstehung des Flintkonglomerates
als eines marinen Sedimentes in Frage. Abschließend werden die Ausführungen ØDUMS zur
Frage der vermutlichen Lage des Anstehenden und die Angaben KOCHS zur Frage der
stratigraphischen Einordnung der Flintkonglomerate als spät-tertiäre Bildungen kurz zusammengefaßt
dargelegt.
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Die Luftverschmutzung in Osnabrück : mit 9 Tabellen
(1982)
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Claus Schroeder
- In der Arbeit wird das Ausmaß der Luftverunreinigung anhand der wichtigsten
Indikatoren SO 2, Flechtenbewuchs, CO und Lärm untersucht und ihre gegenseitige Abhängigkeit
aufgezeigt. Die Luftverschmutzung in Osnabrück ist als normal bzw. gering einzustufen. Ursache
hierfür sind die strengen Auflagen für die Industriebetriebe, die günstigen Windverhältnisse und
eine gute Anlage der Grünflächen. Als Hauptemittent ist der Verkehr anzusehen. Hier sind
Verbesserungen in Verkehrsführung und -fluß möglich, die dann zur Verringerung der Luftverunreinigung beitragen können.
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Das austauschbare Aluminium im Boden und seine Wirkung auf die Pflanze : mit 4 Tabellen
(1982)
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Johannes Niemann
- Die Folgen der starken Emission von Schwefeldioxid und Stickstoffoxiden in die
Atmosphäre wurden in den vergangenen Jahrzehnten immer deutlicher erkennbar: Saure
Niederschläge gelangen in die Böden und verstärken die Tendenz ihrer Versauerung. Unter den
negativen Wirkungen einer starken Bodenversauerung wird toxischer Überschuß von Aluminium-Ionen auf das Pflanzenwachstum besonders untersucht und diskutiert. Zu dieser Frage
sind in dem vorliegenden Beitrag Versuchsergebnisse beschrieben worden. die im Rahmen
eines Forschungsauftrages mit Gemüsearten als Testpflanzen in den Jahren 1966 bis 1968
erzielt werden konnten.
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Ein neuer Aufschluß im Überschiebungsgebiet des südlichen Hüggel-Vorlandes
(1982)
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Peter Mangelsdorf
- Im Steinbruch der Fa. SCHÖNHOFF, am Westrand des Silberberges (TK 25, BI. 3713
Hasbergen, R 342800/H 578695), wird Dolomitstein der Zechstein-Zeit, wahrscheinlich
des Leine-Zyklus (HARMS 1981) abgebaut. In den letzten Jahren wurde der Abbau
nach Nordwesten verlagert.
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Über Dicranophorus robustus Harring & Myers 1928, ein seltenes carnivores Rädertier aus der Familie Dicranophoridae, Überordnung Monogononta, Klasse Rotatoria : mit 3 Tabellen
(1982)
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Walter Koste
- Dicranophorus robustus H. & M. wurde nach seiner Erstbeschreibung nach
Funden in der Nearktis bisher nur in einigen Gewässern der Paläarktis und Orientalis wieder
angetroffen. Wenige Autoren haben zudem die Beschreibung des Typus überprüft. Einige
führten den Carnivoren lediglich in ihren Faunenlisten auf. Beobachtungsfehler führten zur
Aufstellung einer ssp. Nach Untersuchungen lebender Tiere aus dem Heideweiher, Naturschutzgebiet
"Heiliges Meer", und aus einer Moorblänke, Hahlener Moor, beide Gewässer in NWDeutschland,
und Untersuchungen von konservierten Exemplaren aus Kanada, Iran und WAustralien,
werden ergänzende Angaben zur Morphologie, Anatomie, Biologie, Verbreitung
sowie kritische Anmerkungenn zur Taxonomie dieser Rädertierart genannt.
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Ökologische Regeln und Erfahrungen von August Thienemann
(1982)
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Heinrich Hiltermann
- AUGUST THIENEMANN (1882-1960), Leiter der Plöner Hydrobiologischen Anstalt, später
Max-Planck-Institut, hatte seine Arbeiten darauf ausgerichtet, Gesetzmäßigkeiten zu
finden, die das Zusammenleben von Organismen regeln. Die Grundlagen dieser
Arbeiten waren "die Großexperimente der freien Natur", wobei er nicht verzichtete auf
Kontrollversuche im Laboratorium. Jahre-, sogar jahrzehntelange Beobachtungen
und Versuche im Freiland waren keine Seltenheit. Vieles wurde von ihm unter
verschiedenen Milieu-Bedingungen nachgeprüft, wie in Lappland und in den Tropen.
Nachfolgende Notizen gehen auf jahrelangen engen Kontakt zurück und beinhalten
manches, was A. THIENEMANN nicht zusammenhängend publizierte.
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Wilhelm Haack, der Pionier der Osnabrücker Geologie
(1982)
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Heinrich Hiltermann
- Die 100. Wiederkehr des Geburtstages (8. Juli 1882) von WILHELM HAACK ist der Anlaß, in dem Freundeskreise des ihm besonders nahe stehenden Osnabrücker Naturwissenschaftlichen Vereins seines Lebenswerkes und seines erschütternden Endes zu gedenken.
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Marines Tertiär (Ober-Miozän) als Höhlenfüllung im Zechstein des Hüggels bei Osnabrück (West-Niedersachsen) : mit 7 Tabellen
(1982)
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Franz-Jürgen Harms
- An der Basis einer Brekzie aus zechsteinzeitlichen Karbonatgesteinen konnten
auf dem Hüggel-Horst Sedimente mit mariner Fauna (Ober-Miozän: Langenfelde-Gram) beobachtet
werden. Ihre Fossilführung und Petrographie wird beschrieben. Sie sind in Höhlen, die bei
Subrosion von Zechstein-Sulfaten entstanden, im küstennahen Bereich des Miozän-Meeres
eingespült und abgelagert worden. Sie belegen, daß der Hüggel-Horst schon im Miozän gehoben
und bis auf die Zechstein-Gesteine abgetragen worden war.