Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 8 (1981)
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Zur Geologie und Tektonik des Hüggel- und Silberberg-Gebietes bei Osnabrück (West-Niedersachsen) : mit 3 Tabellen
(1981)
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Franz-Jürgen Harms
- Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, neben einer Gliederung der Zechstein-Serien
im Bereich des Hüggels die Genese der allochthonen Schollen (Silberberg-Großheide-Scholie
und Heidberg-Jägerberg-Scholle) in seinem südlichen Vorland zu diskutieren.
Die Zechstein-Gesteine liegen in dolomitischer Randfazies vor, die eine geilauere Untergliederung
z. Zt, nur bedingt zuläßt. Vermutlich sind während des Werra- und Staßfurt-Zyklus Sulfate
(A 1 - A 2) ausgefällt worden, die eine mächtige Anhydrit-Gesteinseinschaltung innerhalb der
Zechstein-Serien bildeten. Hinweise auf nennenswerte salinare Bildungen im Bereich des
Hüggels gibt es nicht.
Die bislang für die Genese der allochthonen Schollen im südlichen Hüggel-Vorland erarbeiteten
Modelle (NIENHAUS 1953; LATZE 1953; KELLER 1974) können nicht bestätigt werden. Stattdessen
wird versucht, die Bildung der Schollen durch Schub- oder Gleitdeckentektonik zu erklären. Es
wird angenommen, daß die Silberberg-Großheide-Scholie aus dem Dachbereich des Hüggel-
Horstes stammt.
Schubdecken-Modell: Die Heidberg-Jägerberg-Scholle und Kreide-Gesteine in Dolinen nördlich
des Hüggels sind Reste einer Schubdecke, die von N kommend beim Übergleiten des Hüggel-
Horstes dessen Dach (Silberberg-Großheide-Scholle) in das südliche Hüggel-Vorland schob.
Gleitdecken-Modell: Während der Hebung des Hüggel-Horstes kam es an übersteilten Hängen
zum gravitativen Abgleiten der beiden Schollen in das südliche Hüggel-Vorland.
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Die heutigen geohydrologischen Verhältnisse des Ibbenbürener Tales im nördlichen Münsterland : mit 1 Tabelle
(1981)
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Gerhard Keller
- Im Ibbenbürener Tal, das im Süden vom Teutoburger Wald und im Norden vom
Schafberg begrenzt wird, wurden an hand von 91 Wasserproben die geohydrologischen Verhältnisse
untersucht. Die dabei benutzte Chlorid-Methode ergab, daß an der Oberfläche geogenminerogenes
Gruncwasserfehlt und die geogen-ombrogenen Wässer nur mit ca. 18% vorhanden
sind. Über 80% der untersuchten Gewässer müssen als anthropogen eingestuft werden. Es wird
eine Karte des Ibbenbürener Tales mit der flächenmäßigen Verteilung der einzelnen Wassertypen
vorgelegt.
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110 Jahre Naturwissenschaftlicher Verein Osnabrück
(1981)
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Johannes Niemann
- Der Naturwissenschaftliche Verein Osnabrück wurde am 1. Oktober 1870 gegründet.
Das Jubiläum gibt uns Anlaß, einmal auf seine Geschichte zurückzublicken und
kritisch die Frage nach der Bewährung zu stellen.
Vielseitig waren schon in der Gründungszeit die Aufgaben:
- Erforschung des Osnabrücker Raumes,
- Veranstaltung von Vortragsabenden,
- Schaffung einer Bibliothek,
- Aufbau von Sammlungen und
- die Einrichtung einer meteorologischen Beobachtungsstation auf dem Gertrudenberg.
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Meteorologische Untersuchungen 1974 - 1980 in Osnabrück-Haste : mit 15 Tabellen
(1981)
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Johannes Niemann
- Der vorliegende Beitrag stellt eine Analyse der Witterung für die Zeitspanne von
1974 bis 1980 dar. Alle Ergebnisse bestätigen die in früheren Jahrzehnten durchgeführten
Messungen:
Die Landschaft um Osnabrück gehört zum humiden, stark atlantisch beeinflußten Übergangsklima,
das durch ein kühles, regenreiches und wechselhaftes Wetter gekennzeichnet ist.
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Ernährungsbiologie der bodenbewohnenden Milbe Rhagidia (Trombidiformes)
(1981)
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Rainer Ehrnsberger
- Es wird bei 7 Rhagidia-Arten über die räuberische Ernährung berichtet. Die
Rhagidien fangen weichhäutige Kleinathropoden. Rhagidia longisensilla fängt mit Hilfe eines
Gespinstes die Beutetiere. Prälarven und Larven nehmen keine Nahrung auf. Die Nahrungsverarbeitung
wird beschrieben. Hierbei wird deutlich, daß der Ventrikel mit dem Exkretionsorgan in
Verbindung steht. Die Rhagidien besitzen einen durchgehenden Darmkanal. Der zwischen dem
Ventrikel und dem Rectum liegende Darmabschnitl ist in zwei Abschnitte untergliedert.