Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 1 (1972)
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Die Entstehung des Lebens
(1972)
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Gottfried Krampitz
- Man kann die Natur des Lebens damit zu definieren beginnen, indem man
diejenigen Eigenschaften zusammenstellt, die lebende Organismen besitzen
und die nichtlebenden Organismen fehlen.
Die Ergebnisse können ein zufriedensteliendes Mittel darstellen, um zwischer)
dieser besonderen zweifachen Teilung des Universums zu unterscheiden.
Alle lebenden Dinge zeigen die Fähigkeit zur unabhängigen Bewegung
gegen eine Kraft. Ein Wassertropfen läuft nur wegen der Anziehungskraft
der Erde nach unten und nicht aus eigenem Vermögen. Im Gegensatz
dazu kann eine Raupe gegen die Erdanziehung nach oben kriechen.
Sogar Lebewesen können bewegungslos erscheinen, aber trotzdem partielle
Bewegungen ausführen. EineAuster kann während ihres Erwachsenenlebens
an einen Felsen geheftet bleiben; sie öffnet und schließt aber
ihre Schale. Pflanzen bewegen sich, wenn sie sich der Sonne zuwenden.
Außerdem gibt es in allen Organismen kontinuierliche Bewegungen innerhalb
der Substanzen, die die Zellen aufbauen.