Mitteilungen zur floristischen Kartierung in Sachsen-Anhalt, Band 6 (2001)
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Wasser- und Sumpfpflanzen-Funde im Elb-Havel-Winkel (Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe“, Sachsen-Anhalt, Landkreis Stendal) II. Neufunde, Wiederfunde und Nachträge
(2001)
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Lothar Täuscher
Rolf Paproth
- Nach einer ersten Zusammenstellung wichtiger Funde von Wasser- und Sumpfpflanzen im
Elb-Havel-Winkel (TÄUSCHER 1999) sollen mit dieser Mitteilung Neufunde, Wiederfunde
und Nachträge dokumentiert werden.
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Untersuchungen zur Verbreitung, Ökologie und genetischen Variation des Speierlings (Sorbus domestica L.) in Sachsen-Anhalt
(2001)
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Roland Steffens
Matthias Zander
- Der Speierling (Sorbus domestica L.) gehört zu den seltensten einheimischen Baumarten im
Wald und in der Kulturlandschaft. In Deutschland wird der Bestand an Alt-Speierlingen auf
etwa 6000 Exemplare geschätzt (KAUSCH-BLECKEN v. SCHMELING 2000). Das Vorkommen des
Speierlings in Sachsen-Anhalt umfaßt schätzungsweise 110 bis 150 Bäume (NATZKE pers.
Mitt. 1998). Die Landesforstverwaltung Sachsen-Anhalt unternimmt daher Bemühungen,
den Speierling in seiner genetischen Vielfalt zu sichern. Im Rahmen einer Diplomarbeit an
der Fachhochschule Eberswalde, Fachbereich Forstwirtschaft (STEFFENS 2000), wurden die
Vorkommen des Speierlings in Sachsen-Anhalts hinsichtlich der Verbreitung, der standörtlichen
Ökologie und der genetischen Variation untersucht.
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Seltene Pflanzenarten in den Braunkohlentagebaurestlöchern des Geiseltals – Thymelaea passerina und Erucastrum nasturtiifolium
(2001)
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Sandra Mann
- Im Rahmen des Forschungsprojektes „Analyse, Bewertung und Prognose der Landschaftsentwicklung
in Tagebauregionen des Mitteldeutschen Braunkohlenrevieres“ (FLB1) werden
seit August 1999 in mehreren ehemaligen Braunkohlentagebauen Sachsen-Anhalts umfangreiche
vegetationskundliche Kartierarbeiten durchgeführt.
Innerhalb dieser Arbeiten wurden Massenbestände von Thymelaea passerina (Acker-Spatzenzunge)
und Erucastrum nasturtiifolium (Stumpfkantige Hundsrauke) gefunden. Beide Arten
gelten in Sachsen-Anhalt als ausgestorben bzw. verschollen (KORNECK et al. 1996, FRANK et
al. 1992).
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Zur Flora von Bitterfeld und Umgebung (8. Beitrag)
(2001)
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Ulrich Wölfel
- Die nachfolgend genannten Neufunde schließen an den 7. Beitrag (WÖLFEL 1999) an. Die
dort benutzten Abkürzungen der Landkreise und die Zuordnung der Fundorte zu MTB-Viertel-
Quadranten wurden beibehalten. Soweit nicht anders vermerkt, wurden die folgenden
Arten in den Jahren 2000 und 2001 von mir beobachtet.
Nomenklatur für die wildwachsenden Arten nach WISSKIRCHEN & HAEUPLER (1998).
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Leucanthemum ircutianum DC. und Leucanthemum vulgare LAM. in Sachsen-Anhalt
(2001)
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Christiane Scholz
Ingo Uhlemann
- Die Arten Leucanthemum vulgare LAM. und Leucanthemum ircutianum DC.
wurden auf Grundlage der Chromosomenzahl (Ploidiestufe) für das Bundesland Sachsen-Anhalt
nachgewiesen. Die morphologischen Merkmale der Sippen werden darüber hinaus in Beziehung
zu den Ploidiestufen gesetzt und hinsichtlich ihres diagnostischen Wertes diskutiert.
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Die schmalblättrigen Dolden-Milchsterne aus dem Ornithogalum umbellatum-Aggregat in Ostdeutschland: Überblick über den aktuellen Bearbeitungsund Erkenntnisstand
(2001)
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Nick Herrmann
- Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit steht eine schmalblättrige Sippe aus dem
Ornithogalum umbellatum-Aggregat, die in Ostdeutschland bisher aus dem Hallenser Porphyrkuppengebiet
und dem Elbtal bekannt ist und deren Ansprache den Botanikern in der Vergangenheit
einiges Kopfzerbrechen bereitet hat. Auf diese Sippe wurden verschiedene Namen
angewendet: O. tenuifolium (HEGI 1939), O. gussonei (ROTHMALER 1952-1967), O. kochii
(MEUSEL & SCHUBERT 1972-1982) oder auch O. orthophyllum (SCHUBERT et al. 1984). Neben
den die Benennung betreffenden Schwierigkeiten herrschte bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt
Unklarheit über die Verwandtschaft und Abgrenzung der schmalblättrigen Dolden-
Milchsterne Ostdeutschlands. Im Rahmen einer am Institut für Geobotanik in Halle bei
Prof. Dr. E. J. JÄGER angefertigten Diplomarbeit (HERRMANN 2000) konnte der Autor unter
Einsatz von karyologischen und molekularen Methoden zeigen, daß es sich bei den
bestimmungskritischen Ornithogala des Elbtals und des Hallenser Porphyrkuppengebiets
um ein und dieselbe Sippe handelt. Auf diese Sippe wurde vorläufig der Name „Ornithogalum
angustifolium“ angewendet; eine gesicherte Aussage über die Artzugehörigkeit der schmalblättrigen
Dolden-Milchsterne Ostdeutschlands ist indes auch weiterhin unmöglich. (Zur
Kennzeichnung des vorläufigen Charakters dieser Zuordnung wird der Name O. angustifolium,
soweit er sich direkt auf die kritischen Ornithogala Ostdeutschlands bezieht, hier in Anführungszeichen
gesetzt). In der folgenden Abhandlung werden der Ausschluß der bisher gebräuchlichen
Namen und die vorläufige Zuordnung zu O. angustifolium begründet und damit
im Zusammenhang stehende Probleme genannt. Außerdem werden Differenzierungsmerkmale
zwischen „O. angustifolium“ und O. umbellatum aufgeführt. Anschließend wird die bisher
bekannte Regionalverbreitung von „O. angustifolium“ in Ostdeutschland geschildert. Anmerkungen
zum Naturschutz beschließen die Arbeit. Den Ausführungen voran geht eine
Darstellung der Entdeckungs- und Verwechslungsgeschichte der schmalblättrigen Dolden-
Milchsterne im Hallenser Porphyrkuppengebiet und im Elbtal.
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Hilfe zum Sammeln und Bestimmen von Arten der Gattung Callitriche (Wassersterne)
(2001)
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Matthias Breitfeld
- Die Wassersterne (Callitriche L.) zählen ungeachtet der Fortschritte in der Bearbeitung der
Gattung nach wie vor zu den problematischen Arten, welche in der Bestimmungsarbeit hinreichend
Erfahrung voraussetzen. Das schlägt sich auch im Bearbeitungsstand nieder. In der
Mehrzahl der Florenlisten und Florenwerke wird deshalb vornehmlich auf eine Artdiagnose
verzichtet, oder es sind die Aussagen mit Vorbehalt zu übernehmen. So zeigt es sich, daß
unbelegte Angaben nicht verwertbar sind.
Um für das Kartierungsvorhaben zum Florenatlas von Sachsen-Anhalt ausreichend Material
verwerten zu können, sei hier eine Anregung zum Sammeln und Bestimmen der Gattung
gegeben.
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Bemerkenswerte Pflanzenfunde in Sachsen-Anhalt
(2001)
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Anselm Krumbiegel
- Die nachfolgende Zusammenstellung basiert vorwiegend auf Bestätigungen und Neufunden,
die sich im Rahmen unterschiedlicher projektgebundener Erfassungen zwischen 1999 und
2001 ergaben. Hierzu zählen vor allem die Dokumentation des aktuellen Bestandes im NSG
„Jeggauer Moor“ am NO-Rand des Drömlings und ausgewählter Gräben in dessen Umgebung
im Einzugsbereich des Flötgrabens (RANA 2000). Auf die dort besonders bemerkenswerten
Vorkommen von Arten mit atlantisch-subatlantischem Verbreitungsschwerpunkt wird außerdem
gesondert eingegangen (KRUMBIEGEL 2001). Zur Vereinfachung der Ortsbezeichnung werden
für den weiteren Raum des Jeggauer Moores (s. l.) folgende Teilgebiete unterschieden:
Jeggauer Moor s. str. (östlich des an seinem Beginn in S-N-Richtung verlaufenden Abschnitts
des Flötgrabens), Trippiglebener Moor (westlich davon), Moorwald (zwischen Jeggauer und
Trippiglebener Moor) und Quarnebecker Moor (nördlich des Trippiglebener Moores). Größere
Zuflüsse in den Flötgraben von Norden sind der Mühlengraben Quarnebeck und der Wiesengraben
Quarnebeck; von Osten mündet das Jeggauer Fleet nördlich des Jeggauer Moores s.str.
in den Flötgraben. Ein Zufluß von Norden in das Jeggauer Fleet ist der Quarnebecker Moorgraben.
Bei weiter Verbreitung der Arten im mehr oder weniger gesamten untersuchten Zuflußsystem
des Flötgrabens einschließlich des Grabens zwischen den Straßen Quarnebeck-
Trippigleben und Quarnebeck-Wenze sowie dem Verbindungsgraben zwischen diesem und
dem Flötgraben wird lediglich „Flötgraben mit Zuflüssen“ angegeben.
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Bemerkenswerte Funde im südlichen Sachsen-Anhalt unter besonderer Berücksichtigung der Elster-Luppe-Aue
(2001)
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Heino John
Jens Stolle
- Die Elster-Luppe-Aue ist bereits seit langem als floristisch und vegetationskundlich überdurchschnittlich interessantes Gebiet bekannt, besonders im Hinblick auf ihre Wiesen-, Flachmoor-,
Stromtal-, Wasser- und Salzpflanzenvegetation. Dies zeigt sich eindrucksvoll in der
Häufung vegetationskundlicher und floristischer Arbeiten über dieses Gebiet, von denen an
dieser Stelle nur auf ABDANK (1995), DIETRICH (1965), FITTING et al. (1899, 1901), GARCKE
(1848), GRAFE (1967), REINHARDT (1955), STRICKER (1960, 1961), TÄGLICH (1955) und ZIRNSTEIN
(1967) verwiesen sei. Einen besonderen Stellenwert besitzt aber die Veröffentlichung von
RETTELBUSCH (1916), die sich zwar wie die anderen rein floristischen Arbeiten nicht ausschließlich
auf die Elster-Luppe-Aue beschränkt, aber durch einen engeren Bezugsraum
(Umkreis von ca. 10-15 km um Merseburg) stärker auf dieses Gebiet konzentriert. Über
ihren Wert als Lokalflora hinaus muß die Tatsache betont werden, daß nur ein kleinerer Teil
der Angaben aus der etwas schwierig zugänglichen Quelle über indirekte Wege Eingang in
den ostdeutschen Verbreitungsatlas (BENKERT et al. 1996) gefunden hat.
Andererseits zeigte sich bei unseren Untersuchungen der letzten Jahre, daß sich die bisherige
floristische Arbeit auf die beiden Brennpunktgebiete Döllnitz/Kollenbey/Merseburg/
Lössen/Wallendorf/Burgliebenau sowie den sächsischen Teil (insbesondere im Gebiet von
Schkeuditz sowie Bienitz und Umgebung) konzentrierten, während der Bereich östlich des
späteren Tagebaus Merseburg-Ost weniger betrachtet wurde. Daher sollen nachfolgend eine
Reihe von Pflanzenarten genannt werden, die in BENKERT et al. (1996) noch keinen Nachweis
für die Elster-Luppe-Aue (einschließlich ihrer Ränder) zwischen dem ehemaligen Tagebau
und der Landesgrenze besitzen.