Master's Thesis
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Die Zuschreibung von Verantwortung
(2006)
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Andreas Maier
- Dass Menschen für das, was sie tun, verantwortlich sind, ist eine Annahme, die im Alltag ohne weitere Begründung gemacht wird. Dies schließt natürlich nicht aus, dass es bezüglich der Verantwortlichkeit bestimmter Personen für bestimmte Handlungen unterschiedliche Ansichten geben kann, aber die allgemeine Unterstellung, dass man für seine Handlungen Verantwortung trägt, ist so tief in der alltäglichen Praxis verwurzelt, dass sie in der Regel unhinterfragt vorausgesetzt wird. Von philosophischer Seite gibt es seit jeher Versuche, diese Alltagsgewissheit durch verschiedene Einwände zu erschüttern. Zu nennen sind hierbei zum einen die Einwände der Verantwortungsskeptiker, denen zu Folge Verantwortung Bedingungen erfordert, die von Menschen prinzipiell nicht erfüllt werden können und die daher die These vertreten, dass niemand für das, was er tut verantwortlich sein kann. Zum anderen gibt es Einwände von Seiten der sogenannten ’Harten Deterministen’. Diese sind der Meinung, dass die Bedingungen für Verantwortung unvereinbar sind mit der These des Determinismus und da einige Ergebnisse der modernen Neurowissenschaft für eine Determiniertheit des menschlichen Gehirns sprechen könnten, wäre daher niemand verantwortlich für seine Handlungen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, im Ausgang von der bestehenden Praxis der Verantwortungszuschreibung zu zeigen, dass sowohl der skeptische als auch der deterministische Einwand unberechtigt sind und es keinen Anlass gibt, auf Grund philosophischer Argumente oder neurowissenschaftlicher Erkenntnisse an der Berechtigung und Sinnhaftigkeit dieser Praxis zu zweifeln. Um dies zu leisten, muss untersucht werden, was es genau heisst, eine Person für ihre Handlung verantwortlich zu machen; auf der Basis dieser Analyse kann dann gezeigt werden, dass beide Einwände gegenüber dieser Praxis ins Leere laufen.
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Zwischen Wert und Norm : zur Auseinandersetzung zwischen Hilary Putnam und Jürgen Habermas
(2006)
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Timo Sauer
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Das mythische Denken bei Ernst Cassirer nach der "Philosophie der symbolischen Formen"
(1993)
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Patrick Conley
- Die vorliegende Arbeit hat es sich zur Aufgabe gemacht, den für das Verständnis der Philosophie Cassirers zentralen Begriff des Mythos im Hinblick auf sein 1923-1929 erschienenes Hauptwerk, der in drei Bänden vorliegenden "Philosophie der symbolischen Formen", zu untersuchen. Für Cassirer sind Mythen Denkformen. Die Frage ist nun, inwieweit diese Betrachtungsweise des Mythos zum damaligen Zeitpunkt neu war und inwieweit es einer, aus heutiger Sicht, neuen Bewertung von Cassirers Mythostheorie bedarf. Cassirer erhebt den Anspruch, den Mythos aus sich selbst heraus erklären zu wollen. Damit verbunden ist die Kritik an einem zu eng gefaßten Begriff von Rationalität. Schon in der Einleitung zum ersten Band der "Philosophie der symbolischen Formen" stellt Cassirer die These auf, daß das mathematisch-naturwissenschaftliche Sein in seiner idealistischen Fassung und Deutung nicht alle Wirklichkeit erschöpft, "weil in ihm bei weitem nicht alle Wirksamkeit des Geistes und seiner Spontaneität" erfaßt sei. Der Mensch begreift die Welt nicht nur in wissenschaftlichen Termini: Sprache, Wissenschaft, Kunst, aber auch mythische Denkformen bieten uns die Möglichkeit, ein eigenes Ich herauszubilden und unsere Umwelt zu strukturieren. Nach Cassirer erfaßt der Mensch die Welt in symbolischen Formen, von denen die Wissenschaft nur eine unter vielen ist. Aus der traditionell einseitigen Kritik der Vernunft sollte eine umfassende Kritik der Kultur werden.
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Emotionen in der Ökonomie
(2008)
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Nikolaus Mikulaschek
- Bisherige ökonomische Modelle erklären das Zustandekommen von Handlungen primär durch den Wunsch, mit möglichst geringem Aufwand vorgegebene Ziele bzw. Absichten zu realisieren, also durch Unterstellung eines bestimmten Typs von Rationalität, nämlich ökonomischer Zweckrationalität. Lassen sich Handlungen nicht mehr alleine durch die Voraussetzung dieser Art von Rationalität bei den Handelnden erklären, werden sie als Ausnahmen oder Anomalien betrachtet. Bei vielen dieser Anomalien lassen sich emotionale Einflüsse vermuten. Gelänge es nun, diese emotionalen Einflüsse für das Zustandkommen von Handlungen näher zu bestimmen, könnten ökonomische Modelle in ihrer Reichweite und Aussagekraft beim Erklären von Handlungen verbessert werden. Deshalb lautet meine Hauptfragestellung: inwieweit bestimmen Emotionen unser wirtschaftliches Handeln? An welchen Stellen und auf welche Weise spielen sie bei zweckrationalen Entscheidungen eine Rolle? Zweckrationalität besteht darin, effektive Mittel für bestimmte Ziele zu benennen. Voraussetzung dafür ist es, Ziele zu haben. Deshalb wird eine zweite Frage lauten: wie können Emotionen die teleologische Gerichtetheit, die Ziele oder Zwecke unserer zweckrationalen Handlungen bestimmen oder mitbestimmen? Diese Frage spielt vor allem auf unsere Motivation an: würden wir mit bestimmten Zielen keine Emotionen verbinden, würden uns viele Handlungen sinnlos erscheinen. Emotionen sorgen für die Ziele, die dann mittels Zweckrationalität in Angriff genommen werden können. Eine Frage betrachtet den umgekehrten Fall: Lassen sich Emotionen instrumentalisieren, indem bestimmte Emotionen manipuliert oder modifiziert werden, um bestimmte Ziele zu erreichen? Schlussendlich bleiben noch die Kosten (Zeit, Mühe, Aufwendungen, psychischer und monetärer Art) einer solchen Investition zu erwägen. ...
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Vasubandhu’s argument against atomism in the twenty verses
(2008)
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Lorand Bruhacs
- THIS PAPER WILL conduct a critical investigation of the famous argument against atomism first made by the 4th century CE Indian Buddhist philosopher Vasubandhu in his idealist treatise Vim. ´satik¯a Vij ˜naptim¯atrat ¯asiddhi (The Twenty Verses of Mind-Only). Although the present exposition will be more conceptual than historical in focus, it will first unfold the Abhidharmic Buddhist precursors of the Mind–Only epistemology. With the necessary background in place, I shall then attempt a rational reconstruction of the substance of Vasubandhu’s argument against atomism, rendering it intelligible to the modern reader by transposing it into contemporary philosophical idiom. Finally, I will employ the analysis of atomism and the external world in the Mind–Only school as a point of departure from which to further probe closely related concerns of Buddhist transcendental philosophy having to do with the nature of empirical knowledge, the power of skeptical argument, and the status of apperception. ...
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Das Problem der Irrationalität : Georg Lukács' Kritik des modernen Rationalismus
(2009)
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Peter Mühlbach
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Nationale Selbstbestimmung und globale Gerechtigkeit – eine Perspektive auf David Millers Theorie des liberalen Nationalismus
(2009)
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Benjamin Bestgen
- Die Debatte um die Rolle des Nationalstaates und der Nation als Entität von politischer und ethischer Relevanz in Fragen globaler und sozialer Gerechtigkeit beschäftigt Wissenschaftler aus den Bereichen der Philosophie, Politik, Wirtschaft, Soziologie uvm. Der Politikwissenschaftler und Philosoph David Miller (Oxford) vertritt eine Theorie, die auf der "Nation" als einer eigenen, emergenten Entität aufbaut, die Miller als eine ethisch relvante Gruppe charakterisiert, die u.a. den Willen und das Recht zur politischen Selbstbestimmung hat. Die Welt, so Miller, stellen wir uns am besten als eine Welt der Nationalstaaten vor, in Fragen der gloablen und sozialen Gerechtigkeit existiere tendenziell zu Recht eine Bias zugunsten der eigenen Compatriots und der eigenen Nation. In dieser Magisterarbeit wird zunächst die metaethische Debatte in der Diskussion um Miller herum zwischen kosmopolitischen und kontextuell-relativistischen Theoretikern skizziert. Danach erfolgt eine Betrachtung von Miller Konzept der Nation und der nationalen Identität. Es wird weiterhin betrachtet, warum und wie Miller der Nation ethische Relevanz zuschreibt. Danach werden seine Gründe für ein Recht auf nationale Selbstbestimmung beleuchtet, seine Konzeption sozialer Gerechtigkeit untersucht und Millers Haltung zum Verhältnis des Nationalsstaates vs. der globalen Gemeinschaft betrachtet. Es wird zu dem Schluss gelangt werden, dass Millers liberaler Nationalismus argumentativ zu problematisch bleibt, um überzeugend die kosmopolitischere Position zu Fragen globalen Gerechtigkeit zurückzuweisen. Ebenso wird als unschlüssig erachtet, wie Miller aufgrund seiner eigenen Argumente eine ethische Bevorzugung von Compatriots aufrecht erhalten kann. Im Ausblick erfolgt ein Resümee sowie ein Vorschlag, die Debatte in Richtung transnational motivierter Ansätze hin fortzuführen.
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Mental content : consequences of the embodied mind paradigm
(2010)
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Michael Sienhold
- The central difference between objectivist cognitivist semantics and embodied cognition consists in the fact that the latter is, in contrast to the former, mindful of binding meaning to context-sensitive mental systems. According to Lakoff/Johnson's experientialism, conceptual structures arise from preconceptual kinesthetic image-schematic and basic-level structures. Gallese and Lakoff introduced the notion of exploiting sensorimotor structures for higherlevel cognition. Three different types of X-schemas realise three types of environmentally embedded simulation: Areas that control movements in peri-personal space; canonical neurons of the ventral premotor cortex that fire when a graspable object is represented; the firing of mirror neurons while perceiving certain movements of conspecifics. ...
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Concept empiricism: vehicle, meaning and intentionality
(2010)
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Alexander Jeuk
- In the following Magisterarbeit I am going to develop a Concept Empiricist model of conceptual thought, which is in its technical core primarily inspired and motivated by Larry Barsalou‘ s Perceptual Symbol Systems Theory (PSST) (1999, 2008a). But it is not a theory of concepts in the genuine sense only, but it also expands naturally on related topics like the ontology of mind and the problem of intentionality. This is not arbitrarily chosen, but a natural consequence of any contemporary Concept Empiricist theory, for those theories are in kind direct outgrowths of an embodied approach to cognition which yields these consequences – the natural extension to related topics – as will be shown. The roadmap for the Magisterarbeit is going to look like this: First I will delineate the embodied cognition framework. Within embodied cognition there is a plethora of differing attempts at explaining the diverse phenomena of higher and lower cognition which differ in the meanwhile tremendously from each other. Therefore it will be very useful to set clear boundaries between the differing approaches, which range from strong neural embodiment on the one side to a very promiscuous extended mind hypothesis on the other side, in order to make a clear case for Concept Empiricism. It will be also very helpful to set my favoured version of grounded cognition off against classical attempts at the phenomena which are to be explained. Following that I am going to present Larry Barsalou‘s Perceptual Symbol Systems Theory in more detail. I will do that to an extent which allows for an appropriate discussion of concept related phenomena, but which is not too lengthy. I will spare the reader with unnecessary psychological or neurobiological details as long as it is not really necessary for explaining or clarifying the phenomena with which I deal here. Having done this I will discuss at great length conceptual meaning. In doing so I will present a presentational theory of meaning which is anti-realist, internalist and imaginistic. In advertising for this theory I will recur to conceptual methods, intuition as well as to the empirical record. Next and related to this I will develop a resemblance based theory of intentionality which differs also widely from the already established theories of intentionality so far given. Indeed it possess a feature which makes it very distinct and this is, besides its reliance on pattern mapping, the statistical grounding of resemblance which allows a cognitive theory of resemblance which is definite and therefore not open to the counterarguments generally mashalled against related theories, which stress the importance of resemblance. A very distinctive feature of this theory of intentionality is additionally that intentionality is seen as a capacity which emerges naturally form the mental mechanism involved. As we will see, this is a distinctive advantage of it in comparison to other proposal in the field. A discussion of the ontology of mental states follows which is however primarily a discussion of mechanistic explanations and Bechtel‘s and McCauley‘s Heuristic Identity Theory (HIT). Those theories from philosophy of science and philosophy of cognitive science do not only deliver models for the ontology of mental states, but also epistemic criteria for evaluating a theory as superior or inferior. Especially the idea of productive continuity plays a role of pivotal importance in my Magisterarbeit. It might be a bit unfortunate that that an important consideration is discussed nearly at the end of the Magisterarbeit, since I refer to it very often, however, I considered it as equally unfortunate to delay the discussion of meaning and intentionality, which is already protruded by the overview chapter and the more technical parts, even more. Therefore I plead the reader to refer to later parts of the Magisterarbeit when it is necessary in order to understand earlier parts. In the course of writing I have gotten second thoughts regarding the adequacy of an ontology of mental states altogether, especially from the background of the theory of meaning and intentionality delivered here. Therefore I tried to accommodate for ontological concepts by means of a tentative phenomenological interpretation of them. Similar ideas influenced my deliberations regarding meaning too. I hope that this transition towards Phenomenology runs smoothly and that the high level of coherence which is my primary concern and something which I always strive for first is preserved. Further, I have dedicated a main chapter of the Magisterarbeit for possible and actual critics of the ideas brought forth by me. Besides the more classic standard objections there you can find a recent critique of the authors on which I refer most often. Naturally I try to refute any single criticism brought forth and I hope that the reader will approve my objection to the objections. I will round off the Magisterarbeit with some concluding remarks and prospects for future research.
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Gesellschaftstheorie im deutschen Idealismus in Relation zur Individuierung
(2012)
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René Sebastian Dorn