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Ortstermin an einem Gedächtnisschauplatz : Goethe und Heine in Verona ; für Michael Böhler zum 60sten mit Dank für die Zürcher Jahre und die Abstecher an den Genfer See
(2001)
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Sigrid Weigel
- Die Untersuchung der Goetheschen und Heineschen Betrachtungen eines für das kulturelle Gedächtnis prominenten Ortes, des Amphitheaters in Verona, [soll zeigen], auf welche Weise unterschiedliche Verfahrensweisen vor Ort zu differenten Bedeutungen vom Gedächtnis der Orte führen. Diese sind auch in der gegenwärtigen theoretischen Diskussion virulent. Dabei gilt es nicht nur, das 'Gedächtnis der Orte‘ vom Konzept der 'Gedächtnisorte‘, der lieux de mémoire zu unterscheiden, sondern auch, die je verschiedene Bedeutung der Orte in unterschiedlichen Gedächtnistraditionen - wie beispielsweise der ars memoriae, einer Kultur des Gedenkens und dem Freudschen Gedächtnismodell - herauszuarbeiten. Das steht im Zusammenhang der Notwendigkeit, die Lektüre- und Textmetapher, die in ihrer universellen Verwendung in den gegenwärtigen Kulturwissenschaften ihre Konturen zu verlieren droht, auf ihre Spezifik und ihre theoretische Stimmigkeit hin zu befragen.
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Der Entlarver hinter der Maske : die Sprache der Seele in der Philosophie Friedrich Nietzsches
(2000)
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Martin Burger
- Die Bedeutung Nietzsches als Philosoph, Dichter und Diagnostiker seiner Zeit ist inzwischen unbestritten und wird zunehmend erkannt. Unverständlich ist allerdings, dass in der über hundertjährigen Nietzsche-Rezeption der Psychologe Nietzsche weitgehend vernachlässigt wurde. Dabei sind große Teile seiner Philosophie, seine Moralkritik, seine Kunst- und Machttheorie, reinste Psychologie. Die "unerhörte psychologische Tiefe und Abgründlichkeit", die Nietzsche für sich reklamiert, haben auch andere erkannt. Sigmund Freud, der nicht umhin konnte, Nietzsche zu bewundern, bemerkt in seiner "Selbstdarstellung", dass "dessen Ahnungen und Einsichten sich oft in der erstaunlichsten Weise mit den mühsamen Ergebnissen der Psychoanalyse decken...". Alfred Adler nennt ihn "eine der ragenden Säulen unserer Kunst" und wird nicht müde, seine Bedeutung hervorzuheben. Für C. G. Jung war die Lektüre von Nietzsches Schriften die Vorbereitung, mit der er zur "modernen Psychologie" gelangte. Gottfried Benn meint gar, "die ganze Psychoanalyse ... ist seine Tat". Noch extremer äußert sich Karl Jaspers, der Nietzsches Denken über die Tiefenpsychologie stellt. Mehr noch: Die Psychoanalyse sei "mitschuldig an der geistigen Niveausenkung", sie habe "die unmittelbare Auswirkung des eigentlich Großen (Kierkegaard und Nietzsche) in der Psychopathologie verhindert". Tatsächlich wurden aber nahezu sämtliche Psychoanalytiker der ersten Stunde, so auch Rank, Tausk, Wittels, Reik, Hitschmann von Nietzsche inspiriert.
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Römische Bildnisse : Bibliographie, ungekürzt, mit den zu ergänzenden Literaturverweisen des Autors
(2010)
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Götz Lahusen
- Originalfassung der in der Verlagspublikation um zahlreiche Literaturverweise gekürzten Bibliographie des Werkes: Götz Lahusen: Römische Bildnisse : Auftraggeber, Funktionen, Standorte. - Mainz : von Zabern, 2010. - Lizenz der WBG (Wiss. Buchges.) Darmstadt. - ISBN: 978-3-8053-3738-0. Pp. : EUR 49.90
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Literatur im Netz - Sammeln, Erschließen, Archivieren. Praxisbericht über eine neue Herausforderung für die klassische Bibliothek. Vortrag auf der ASpB-Tagung an der Universitätsbibliothek Karlsruhe am 23.09.2009
(2009)
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Karin Schmidgall
Jochen Walter
- In seinen Sammlungen bildet das Deutsche Literaturarchiv Marbach (DLA) das Netzwerk des literarischen Lebens in all seinen Facetten ab. Im Zentrum des quellenorientierten Sammelns und der Erschließung steht der Autor (bzw. die Autorin). Die Literatur wird dokumentiert vom Entstehungsprozess eines Werkes über die verschiedenen Ausgaben und dessen Rezeption in der Literaturkritik, seine dramaturgische Umsetzung in Hörfunk, Film, auf der Bühne und in der Musik. Seit 2008 bezieht das DLA auch Internetquellen wie literarische Zeitschriften, Netzliteratur und Weblogs in sein Spektrum mit ein und reagiert damit auf die zunehmende Bedeutung des Internets als Publikationsforum. Sammeln, Erschließen und Archivieren bilden eine notwendige Einheit; gerade die Flüchtigkeit der netzbasierten Ressourcen macht eine langfristige Sicherung der Verfügbarkeit erforderlich. Notwendig sind daher mehrere Säulen, auf denen diese neue Sammlung von „Literatur im Netz“ basiert.
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Evidence regarding clinical use of microvolt T-wave alternans
(2011)
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Stefan H. Hohnloser
Takanori Ikeda
Richard J. Cohen
- Background: Microvolt T-wave alternans (MTWA) testing in many studies has proven to be a highly accurate predictor of ventricular tachyarrhythmic events (VTEs) in patients with risk factors for sudden cardiac death (SCD) but without a prior history of sustained VTEs (primary prevention patients). In some recent studies involving primary prevention patients with prophylactically implanted cardioverter-defibrillators (ICDs), MTWA has not performed as well. Objective: This study examined the hypothesis that MTWA is an accurate predictor of VTEs in primary prevention patients without implanted ICDs, but not of appropriate ICD therapy in such patients with implanted ICDs. Methods: This study identified prospective clinical trials evaluating MTWA measured using the spectral analytic method in primary prevention populations and analyzed studies in which: (1) few patients had implanted ICDs and as a result none or a small fraction (≤15%) of the reported end point VTEs were appropriate ICD therapies (low ICD group), or (2) many of the patients had implanted ICDs and the majority of the reported end point VTEs were appropriate ICD therapies (high ICD group). Results: In the low ICD group comprising 3,682 patients, the hazard ratio associated with a nonnegative versus negative MTWA test was 13.6 (95% confidence interval [CI] 8.5 to 30.4) and the annual event rate among the MTWA-negative patients was 0.3% (95% CI: 0.1% to 0.5%). In contrast, in the high ICD group comprising 2,234 patients, the hazard ratio was only 1.6 (95% CI: 1.2 to 2.1) and the annual event rate among the MTWA-negative patients was elevated to 5.4% (95% CI: 4.1% to 6.7%). In support of these findings, we analyzed published data from the Multicenter Automatic Defibrillator Trial II (MADIT II) and Sudden Cardiac Death in Heart Failure Trial (SCD-HeFT) trials and determined that in those trials only 32% of patients who received appropriate ICD therapy averted an SCD. Conclusion: This study found that MTWA testing using the spectral analytic method provides an accurate means of predicting VTEs in primary prevention patients without implanted ICDs; in particular, the event rate is very low among such patients with a negative MTWA test. In prospective trials of ICD therapy, the number of patients receiving appropriate ICD therapy greatly exceeds the number of patients who avert SCD as a result of ICD therapy. In trials involving patients with implanted ICDs, these excess appropriate ICD therapies seem to distribute randomly between MTWA-negative and MTWA-nonnegative patients, obscuring the predictive accuracy of MTWA for SCD. Appropriate ICD therapy is an unreliable surrogate end point for SCD. Key words: Arrhythmia; Sudden cardiac death; Cardiac arrest; ICD; T-wave alternans; Surrogate endpoint; Ventricular tachyarrhythmic event; Primary prevention
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Über den Widerspruch von religiöser Hoffnung und politischer Analyse in Adam Smith Theorie des freien Marktes
(2011)
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Burkhard Kühnemund
- Die zentrale These des vorliegenden Aufsatzes ist es, dass es ein Adam Smith-Problem im traditionellen Sinne nicht gibt, aber sehr wohl einen Selbstwiderspruch in Adam Smith ökonomischer Theorie.
Der Aufsatz behandelt zunächst die enge systematische Verbindung von Smith ökonomischer und ethischer Theorie. Die Verbindung beruht auf der Annahme eines höchsten Wesens und einer daraus gefolgerten prästabilisierenden Harmonie Dem religiösen Vertrauen auf eine natürliche Ordnung korresponiert der Glaube an die Gerechtigkeit des Marktes. Smith weitere politische Analyse produziert allerdings einen Selbstwiderspruch. Smith zeigt auf, dass die unternehmerischen Eigeninteressen dem Allgemeininteresse der Gesellschaft widersprechen und die Unternehmer zudem virtuoser und erfolgreicher beim Durchsetzen ihrer eigenen Interessen agieren als andere Marktakteure. Dennoch hält Smith an der Annahme fest, der Markt entfalte eine harmonisierende und den allseitigen Wohlstand fördernde Wirkung. Diese Annahme mutiert bei seinen Epigonen zu einer ontologischen Gewissheit.
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Zwischen Sumpf und Feuer : Literarische Faszination durch Beraubung und Zersetzung
(2004)
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Gerhard Bauer
- „Warnung“, schreibt Ewa Lipska, „Ostrzeżenie“. Natürlich warnt sie, die Poetin der modernen Mobilität und ihrer Komplikationen, nicht vor irgendwelchen Flugzeugabstürzen oder dem Bankrott einer Fluglinie. Sondern: »Ich warne dich vor dir«. Du könntest dir selbst davonlaufen, könntest dich zum Tode verurteilen. [...] Es geht rau zu in ihren Gedichten, wie in vielen Gedichten der 60er, 70er, 80er Jahre. Es kratzt und piekt, wo immer man hinfassen möchte. Faszinierend allerdings sind nur diejenigen Partien darin, die uns anziehen und zugleich im Stich lassen, uns einer unbestimmten, der eigenen Vorstellungskraft überlassenen Gefahr aussetzen. Die Warnung arbeitet dem Zauber entgegen, und einzelne Zauberkunststücke untergraben jedes Sicherheitsdenken.
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Übersetzen : einfangen und frei lassen
(2010)
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Gerhard Bauer
- Wir Philologen haben gut reden. Wir sehen zu, wie andere, die zumeist nicht zu unserer Zunft gehören, die unübersehbare Fülle von Geschriebenem aus seiner jeweiligen Ursprache in alle möglichen Sprachen bringen, und wir verhalten uns dazu als interessierte Zuschauer. Wir haben allen Grund, uns daran zu freuen: Ohne diesen grenzüberschreitenden Waren- und Gedankentausch bliebe das Feld, auf dem wir grasen, enger und parzellierter, als es nach der Intention der Autoren und auch der Sache nach sein müsste. Wir können (sofern wir den nötigen Überblick haben) das loben, was die Übersetzer zu Wege gebracht haben: die Entsprechungen, die sie entdeckt oder erfunden haben, die Kraft, Geschmeidigkeit und Modulationsvielfalt, die sie in ihren Zielsprachen mit Tausenden von einleuchtenden Funden oder mit dem ganzen Ton und Duktus ihrer Übersetzungen erst aktiviert haben. Wenn wir es uns zutrauen, können wir ihnen ins Handwerk pfuschen und einzelne Stellen oder ganze Werke selber übersetzen. Wir können sie kritisieren, wo uns die vorgelegten Übersetzungen zu matt erscheinen oder wo sie sachlich oder stilistisch mehr als nötig ‚hinter dem Original zurückbleiben; wir können Verbesserungsvorschläge machen. Wenn wir Übersetzungen zitieren und es nötig finden, sie abzuwandeln, bewegen wir uns in einer Grauzone zwischen dem Respekt vor dem Übersetzer, der Lust an noch weiteren erkannten Potenzen des Textes und dem Drang, möglichst ‚alles, was wir aus dem Original herausgelesen haben, in der eigenen Sprache den Hörern oder Lesern nahezubringen.
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Sandrart.net: Eine Online-Edition eines Textes des 17. Jahrhunderts
(2010)
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Anna Schreurs
Carsten Blüm
Thorsten Wübbena
- Der folgende Text stellt ein Online-Projekt vor, das seit April 2007 mit einer Laufzeit von fünf Jahren auf Initiative
des Kunstgeschichtlichen Instituts in Frankfurt und des Kunsthistorischen Instituts in Florenz entwickelt,
zusammen mit den Partnerinstitutionen Städel Museum und Historisches Museum in Frankfurt
durchgeführt und gemeinsam von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Max-Planck-
Gesellschaft finanziert wird.
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Ultrasound-guided intramural inoculation of orthotopic bladder cancer xenografts: a novel high-precision approach
(2013)
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Wolfgang Jäger
Igor Moskalev
Claudia Janssen
Tetsutaro Hayashi
Shannon Awrey
Kilian M. Gust
Alan I. So
Kaixin Zhang
Ladan Fazli
Estelle Li
Joachim W. Thüroff
Dirk Lange
Peter C. Black
- Orthotopic bladder cancer xenografts are essential for testing novel therapies and molecular manipulations of cell lines in vivo. Current xenografts rely on tumor cell inoculation by intravesical instillation or direct injection into the bladder wall. Instillation is limited by the lack of cell lines that are tumorigenic when delivered in this manner. The invasive model inflicts morbidity on the mice by the need for laparotomy and mobilization of the bladder. Furthermore this procedure is complex and time-consuming. Three bladder cancer cell lines (UM-UC1, UM-UC3, UM-UC13) were inoculated into 50 athymic nude mice by percutaneous injection under ultrasound guidance. PBS was first injected between the muscle wall and the mucosa to separate these layers, and tumor cells were subsequently injected into this space. Bioluminescence and ultrasound were used to monitor tumor growth. Contrast-enhanced ultrasound was used to study changes in tumor perfusion after systemic gemcitabine/cisplatin treatment. To demonstrate proof of principle that therapeutic agents can be injected into established xenografts under ultrasound guidance, oncolytic virus (VSV) was injected into UM-UC3 tumors. Xenograft tissue was harvested for immunohistochemistry after 23–37 days. Percutaneous injection of tumor cells into the bladder wall was performed efficiently (mean time: 5.7 min) and without complications in all 50 animals. Ultrasound and bioluminescence confirmed presence of tumor in the anterior bladder wall in all animals 3 days later. The average tumor volumes increased steadily over the study period. UM-UC13 tumors showed a marked decrease in volume and perfusion after chemotherapy. Immunohistochemical staining for VSV-G demonstrated virus uptake in all UM-UC3 tumors after intratumoral injection. We have developed a novel method for creating orthotopic bladder cancer xenograft in a minimally invasive fashion. In our hands this has replaced the traditional model requiring laparotomy, because this model is more time efficient, more precise and associated with less morbidity for the mice.